Schlagwort-Archiv: Geldinfarkt

Digitale Nomaden, Digipigi und USC!

Digitaler_NomadeSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

über das Wochenende habe ich wieder eine sehr interessante Studie gelesen zum neuen Berufsbild des „Digitalen Nomaden“. Ich bin im Jahr 1998 aus Deutschland ausgewandert, zunächst nach Österreich und in die Schweiz. Im Jahr 2005 bin ich dann weitergezogen nach Spanien. Auf die Insel Mallorca, auf der sich auch heute noch mein Wohn- und Geschäftssitz, also mein Lebensmittelpunkt befindet.

Neue Arbeitswelten: Vom Bankbüro zum Strandlokal!

Vom einstigen Private Banker habe ich mich längst gewandelt zum Medien-Unternehmer, Analysten und Journalisten. Bereits seit dem Jahr 2006 verantworte ich als Chefanalyst und Chefredakteur den Elite-Informationsdienst „Kapitalschutz vertraulich“. Im Gegensatz zu meinen Bankzeiten – oder auch meinem Businessfoto weiter unten – gehe ich heute frühmorgens nicht mehr mit Anzug, Krawatte und Lederschuhen in ein Büro, sondern häufig mit Badehose, Flip-Flops, Laptop und Smartphone in ein Hotel, Strandlokal oder einen Beachclub. Erfreulicherweise gibt es auf Mallorca fast überall freies W-Lan.

Auf meiner Facebook-Seite poste ich regelmäßig Fotos von meinen jeweils aktuellen Arbeitsplätzen am Strand bzw. Meer. Dabei stelle ich fest, dass viele Menschen – die mich nicht so gut kennen – häufig denken, ich würde den ganzen Tag nur am Meer liegen. Meine Bilder erwecken diesen Eindruck durchaus, keine Frage. Ich kann Ihnen aber versichern, dass ich als selbständiger Unternehmer heute mehr arbeite, als früher als angestellter Banker.

Raus aus dem Hamsterrad oder Work-Life-Balance

Ebenso ist eine viel höhere Selbstdisziplin notwendig am Strand effizient zu arbeiten, als in einem Büro. Der Gegenwert den ich dafür erhalte ist allerdings eine weit höhere Freiheit und Kreativität, mehr Effizienz und vor allem ein Mehr an Lebensqualität. Hierfür gibt es mittlerweile soger den etablierten Fachbegriff der „Work-Life-Balance“.

Die Work-Life-Balance beschreibt den Zustand, in dem Arbeits- und Privatleben miteinander in Einklang stehen. Für mich bedeutet meine heutige Arbeitswelt: Ich habe das Hamsterrad in dem sich ein Bankangestellter – systembedingt und automatisch – befindet erfolgreich verlassen!

MARKUS_MILLERMein Berufsbild von heute ist das eines Digitalen Nomaden

Viele Firmen bieten heute die Möglichkeit eines Heimarbeitsplatzes, dem sogenannten „Home Office“. In Deutschland bietet – zumindest teilweise – jedes Dritte Unternehmen die Möglichkeit eines Heimarbeitsplatzes. Zunehmend kommt hier ein weiterer, neuer Begriff ins Spiel, nämlich der des „Digitalen Nomaden“. Ein digitaler Nomade der auch als Internet-Nomade, Büronomade oder urban nomad bezeichnet wird ist ein Unternehmer oder auch Arbeitnehmer, der fast ausschließlich digitale Technologien anwendet. (Bild: Markus Miller Business)

Auf mich trifft dieser Begriff perfekt zu. Wie ein Nomade ziehe ich mit meinem Laptop und meinem Smartphone an den Arbeitsort, an dem ich mich für den jeweiligen Tag wohlfühle. Das ist Freiheit und Lebensqualität. Lebensqualität ist die höchste Rendite die Sie erzielen können.

Die Digitalisierung betrifft nicht nur unser Arbeitsleben, sondern auch unser Geld. Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Währungen vor der kompletten Digitalisierung stehen. Blockchain, Cryptocoins und Bitcoin werden hier weiter stark zunehmend Begriffe der Gegenwart und Zukunft sein.

Digipigi_Credit_SuisseDigipigi: Das digitale Sparschwein aus der Schweiz!

Als Kind habe ich – wie viele unter Ihnen vermutlich auch – meine Spardose bzw. mein Sparschwein regelmäßig befüllt und spätestens zum Weltspartag regelmäßig zur Bank gebracht. Der Weltspartag findet Jahr für Jahr in der letzten Oktoberwoche statt. Der Weltspartag ist ein Jahrzehntelanges Ritual, dass in absehbarer Zeit vor dem Aus steht. Oder wie unser bestehendes Geldsystem vor der totalen Digitalisierung.

Der erste Weltspartag fand am 31. Oktober 1924 statt

Die Idee des Weltspartags wurde im Jahr 1924 begründet. Die europäischen Sparkassen veranstalten anschließend den ersten offiziellen Weltspartag am 31. Oktober 1925. In den letzten Jahren hat diese einst so sinnvolle Initiative massiv an Bedeutung verloren. Das liegt natürlich auch daran, dass Sparbücher an Attraktivität verloren haben.

Gleichzeitig erscheint es für Kinder und Jugendliche heute im Zeitalter der Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß, Münzen oder Scheine in Blech-, Plastik- oder Keramikgefäße zu stecken, um diese dann bei einer Bankfiliale einzuzahlen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Weltspartag in einigen Ländern bereits in der Bedeutungslosigkeit angekommen, oder gar komplett verschwunden ist. Dafür gibt es neue Entwicklungen, beispielsweise ein digitales Sparschwein.

Zukunftsweisend: Die Credit Suisse führt ein digitales Sparschwein für Kinder ein

Die Credit Suisse geht aktuell aus meiner Sicht einen ebenso sinnvollen wie zukunftsweisenden Weg. Die Bank aus der Schweiz hat jetzt ein digitales Sparschwein mit dem Namen „Digipigi“ (Bild) eingeführt. In Kombination mit Smartphone-Apps werden Kindern dadurch spielerisch Finanzkompetenzen vermittelt. Ich habe auch zwei kleine Kinder und begrüße diese Entwicklung sehr.

Digipigi ist die nächste Generation des Sparschweins. Die guten alten Tugenden als Bargeldsammelbüchse werden um die wichtigen Entwicklungen in der digitalen Welt erweitert. Kinder lernen dadurch nicht nur mit Bargeld umzugehen, sondern gleichzeitig auch Buchgeld zu verstehen im Hinblick auf Online- und Mobile Banking. Ich bin mir sicher, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis das erste bitcoinfähige Sparschwein auf den Markt kommt. Und das ist auch gut so!

PrintUSC: Die Utility Settlement Coin kommt!

Nach wie vor muss ich leider sehr viele Berichte und Einschätzungen zu Cryptowährungen lesen, die fachlich schlicht inkompetent sind. Ich bin grundsätzlich auch der Ansicht, dass der gigantische Bitcoin-Boom derzeit große Gefahren mit sich bringt, auf einen massiven Kursrückgang. Aber das ist vollkommen normal und wäre aus meiner Sicht sogar begrüßenswert, weil Konsolidierungen wichtig sind für die Entwicklung einer Aktie, wie auch einer Kryptowährung. Das Dauerwarnen mancher Dauerbedenkenträger – vor einer Zukunftstechnologie – ist für mich hingegen nicht nachvollziehbar.

Daneben lese ich sehr oft die Einschätzung, dass Notenbanken und Geschäftsbanken ebenso wie Regierungen sich angeblich mit Händen und Füßen gegen die Entwicklung und den Erfolg von Bitcoin & Co. wehren würden. Das ist ebenfalls ein vollkommen unqualifizierter Unsinn, der nicht den Fakten entspricht. Alle etablierten Notenbanken haben längst eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der Blockchain-Technologie implementiert, um die Grundlagen zu schaffen, bei Bedarf eigene Cryptocoins einzuführen.

Immer mehr Banken schließen sich dem Cryptocoin-Projekt der UBS an

Auch Geschäftsbanken forschen intensiv an der Einführung eigener Kryptowährungen. Allen voran ist hier die Schweizer UBS zu nennen. Seit mittlerweile zwei Jahren forscht die UBS gemeinsam mit weiteren Großbanken an einer digitalen Währung unter dem Projektnamen Utility Settlement Coin (USC).

Hinter diesem noch sehr komplexen Namen verbirgt sich eine digitale Währung, die Ende des Jahres 2018 auf den Markt gebracht werden soll. Ich verfolge dieses Projekt mit großem Interesse. Weil sich – weltweit – sehr bedeutende Banken dem USC-Projekt mittlerweile angeschlossen haben. Beispielsweise die Credit Suisse, die Barclays Bank, die Canadian Imperial Bank of Commerce, die HSBC, die japanische Mitsubishi UFJ Financial Group sowie der amerikanische Finanzdienstleister State Street.

Mit GoldMoney, Bitcoin.de und BITPANDA befinden sich in diesem Segement bereits drei wichtige FinTech-Vertreter unter unseren GEOPOLITICAL.BIZ PREMIUM PARTNERN

Verschließen Sie nicht die Augen vor der Digitalisierung: Nehmen Sie proaktiv daran Teil!

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Geld gedeckt durch mineralische Rohstoffe!

industry-2023592_1280Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

Sie kennen sicherlich aus dem Chemieunterricht noch das Periodensystem der Elemente. Unter den 118 Elementen gibt es neben den Gasen nur wenige feste Elemente, die keine Metalle sind. Hierzu zählen lediglich Kohlenstoff, Phosphor, Schwefel und Brom sowie das Halbmetall Selen. Die mineralischen Rohstoffe, die Metalle, Industrieminerale, Steine und Erden sind dabei eine essenzielle Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand einer modernen Volkswirtschaft.

Alle weiteren Elemente zählen zu den Metallen, von Alkalimetallen über Metalloide bis hin zu Übergangsmetallen. Übergangsmetalle sind beispielsweise Eisen, Kupfer, Zink, Zinn oder Chrom. Ebenso zählen die Anlagemetalle Gold und Silber dazu. Bekannt sind im Kapitalanlagebereich die Begriffe Ag für Argentum (Silber) oder Au für Aurum (Gold).

Rohstoff-Investoren müssen weder Chemiker noch Physiker sein

Aber es gibt natürlich auch eine Vielzahl von weiteren Metallen. In meinen ausführlichen, jahrelangen Recherchen und Erfahrungen bin ich auf die unterschiedlichsten Einordnungsmöglichkeiten und Unterscheidungsmerkmale gestoßen. Viele scheinbare „Kapitalanlage-Experten“ streiten sich häufig um die richtige Zuordnung, ob nun ein bestimmtes Metall ein strategisches Metall ist, ein seltenes Erdmetall, ein Industriemetall oder ein seltenes Sondermetall.

Ich kann Ihnen nur raten, all diese Grundsatzdiskussionen zu vergessen bzw. gezielt und bewusst zu vernachlässigen. Die genaue Zuordnung oder Definition mag für Chemiker oder Physiker wichtig sein. Für Investoren sind diese Feinheiten absolut zweitrangig oder sogar unwichtig. Vor allem deshalb, weil viele Begrifflichkeiten in die Irre führen. So sind zahlreiche Seltene Erden gar nicht so selten vorhanden oder kommen weit häufiger vor, als beispielsweise viele strategische Metalle.

Die 4 grundlegenden Anlageklassen der Metalle auf einen Blick

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Vielfalt dieser Anlageklasse und ihre grundlegende – klassische – Einordnung. Für mich sind all diese Metalle strategischer, nicht chemischer Natur. Sie lassen sich in 4 grundlegende Bereiche bzw. Segmente einteilen:

Edelmetalle: 4 Anlagemetalle

Buntmetalle: 6 Industrie- oder Basismetalle

Seltene Erdmetalle: 17 Seltene Erden

Strategische Metalle: 28 Sondermetalle

banner-01-wismutMineralische Rohstoffe bieten jetzt attraktive Chancen!

Für Investoren in metallische Rohstoffe bieten die aktuellen Preisniveaus attraktive Chancen. Das verdeutlicht die aktuelle Liste der kritischen, mineralischen Rohstoffe. Die deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) veröffentlicht in bestimmten Abständen eine Studie und Liste zu potenziell kritischen Rohstoffen. Beleuchtet werden dabei Metalle, Industriemineralien und daraus hergestellte Handelsprodukte. Weiterführende Informationen zu Investments in Strategische Metalle finden Sie auf unserm Portal unter STRATEGISCHE METALLE: Investieren Sie in die Welt der echten Werte.

Mineralische Rohstoffe stehen am Anfang der industriellen Wertschöpfung

Mineralische Rohstoffe sind die Basis einer modernen Industrieproduktion. Von der Grundstoff- bis hin zur Hightech-Industrie. Der Zugang zu den benötigten Rohstoffen ist somit eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes als Technologiestandort. Die aktuelle Studie kommt zu interessanten Schlussfolgerungen.

In der aktuellen Studie wurden die Angebotskonzentration und die Länderrisiken von 61 Metallen und Industriemineralen sowie von 213 Handelsprodukten verschiedener Wertschöpfungsstufen untersucht. Rund 40 Prozent der untersuchten Rohstoffe und Zwischenprodukte weisen aktuell hohe potenzielle Beschaffungsrisiken auf. Daran haben auch die gesunkenen Rohstoffpreise nichts verändert. Für Investoren in metallische Rohstoffe bieten die aktuellen Preisniveaus daher attraktive Chancen.

Die neue Liste der kritischen mineralischen Rohstoffe

Die aktuelle Studie zeigt zudem, dass China beabsichtigt, weite Teile der höheren Wertschöpfung mineralischer Rohstoffe im eigenen Land aufzubauen. Insbesondere bei der Weiterverarbeitung von zahlreichen Metallen gelang es China im vergangenen Jahrzehnt, weitere Marktanteile zu gewinnen. Als Beispiele sind hier Gallium, Indium und Magnesium zu nennen, bei denen China seinen Marktanteil kontinuierlich ausgebaut hat und zum Teil deutlich mehr als 70 % des Marktes kontrolliert.

Für den Produktions- und Technologiestandort Deutschland hingegen bergen gerade die kleinen, stark konzentrierten Rohstoffmärkte erhöhte Risiken. Zu den Rohstoffen mit hohen Preis- und Lieferrisiken zählen beispielsweise Hochtechnologiemetalle wie Seltene Erden, Germanium, Platinmetalle und Gallium. Aber auch Stahlveredler wie Niob, Vanadium und Wolfram.

Es gib Geld das durch mineralische Rohstoffe gedeckt ist!

Y14BuIM5Von den physisch greifbaren Realwerten jetzt einmal der Blick auf neue Entwicklungen bei digitalen Werten, im Blockchain-Segement der Cryptocoins. Ein ganz massiver Kritikpunkt, den ich im Zusammenhang mit digitalen Währungen sehr häufig höre und lese, ist: „Da steht ja nichts dahinter, das sind nur Zahlen im Computer.“ Klar, das stimmt schon irgendwie, dennoch ist diese Aussage viel zu pauschal. Denn auch hinter Kryptowährungen „steht etwas“, nämlich ein Algorithmus, der meist eine strenge Limitierung der jeweiligen Kryptowährung beinhaltet. Beispielsweise beim Bitcoin die mathematische Limitierung auf 21 Millionen Coins.

Aber natürlich steht keine reale Deckung durch einen Sachwert, ein Wirtschaftsgut oder eine Produktivitätsleistung hinter einer klassischen Kryptowährung. Hier gibt es allerdings Entwicklungen, die ich meinen Lesern von Kapitalschutz vertraulich ebenfalls bereits sehr frühzeitig vorgestellt habe, beispielsweise das goldgedeckte Digitalwährungssystem von GoldMoney und BitGold:

APA7157.tmp_1493787309492995_v0_lBilur ist die erste Digitalwährung auf Blockchain-Basis, die durch Öl gedeckt ist

Seit kurzem gibt es eine weitere, sehr interessante Entwicklung aus meiner Wahlheimat Spanien. Ein sogenanntes Fintech-Unternehmen hat eine Digitalwährung entwickelt, die an den Ölpreis gekoppelt ist. Der Wert dieser Kryptowährung namens Bilur wurde auf den Preis von 6,48 Barrel der Nordseesorte Brent festgesetzt. Diese Cryptocoins verbriefen dadurch gespeicherte Energie in Form von Öl auf einer Blockchain-Basis.

Befassen Sie sich mit mineralischen Rohstoffen ebenso wie mit den Geldsystemen der Zukunft die heute schon Gegenwart sind! Falls Sie Berührungsprobleme mit dem Blockchain-System haben, schauen Sie sich einmal das GoldMoney-System basierend auf BitGold an!

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Zentralbanken und Geldautomaten!

start_opengraph_logga_riksbankenfasad4_1200x630pxSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

eine Zentralbank oder Notenbank ist eine Institution, die für die Geld- und Währungspolitik eines Staates, oder Währungsraumes zuständig ist. Zentralbanken wurden in den meisten Ländern mit dem Ziel geschaffen, das Preisniveau unter Kontrolle zu halten, sowie ein wirtschaftliches Gleichgewicht und die Geldwertstabilität zu gewährleisten.

Um diese wesentlichen Ziele zu erreichen stehen den internationalen Notenbanken wie der europäischen EZB, der US-amerikanische FED, der japanische Nippon Ginkō oder der Bank of England zahlreiche Instrumente der geldpolitischen Einflussnahme zur Verfügung. Beispielsweise die Steuerungen der Zinshöhen und der Geldmengen. Aber auch aktive Eingriffe in die Devisenmärkte

Die Schwedische Reichsbank ist die älteste heute noch existierende Notenbank

Als älteste Zentralbank der Welt kann die im Jahre 1609 gegründete Amsterdamer Wechselbank bezeichnet werden. Die im Jahre 1668 gegründete Schwedische Reichsbank Sveriges Riksbank (Bild) ist heute die älteste noch existierende Notenbank der Welt, da die altehrwürdige Bank of England erst im Jahre 1694 gegründet wurde. Die Deutsche Bundesbank wurde hingegen erst am 26. Juli 1957 gegründet, als Nachfolgeinstitution der Bank deutscher Länder.

Wer sind eigentlich die Eigentümer der Zentralbanken?

Im Rahmen meiner Vorträge werfe ich immer mal wieder die Frage ins Publikum: Wer ist eigentlich der Eigentümer einer nationalen Notenbank? Die häufigste Antwort darauf ist: Der Staat. Diese Aussage ist so pauschal allerdings nicht Zutreffend.

Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren zahlreiche Notenbanken in Privatbesitz. Die Bank of England wurde erst im Jahr 1946 verstaatlicht. Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) betont auf ihrer offiziellen Internetseite, dass sie „Niemandem“ gehört. Die 12 regionalen Notenbanken in den USA befinden sich allerdings in privatem Besitz von Geschäftsbanken.

Die Europäische Zentralbank EZB wiederum gehört auf Basis eines Verteilungsschlüssels bestehend aus Bevölkerungsanteil und Bruttoinlandsprodukt den jeweiligen nationalen Notenbanken, die überwiegend im Staatsbesitz sind.

Das gilt aber nicht für alle Zentralbanken. Die italienische Nationalbank befindet sich im Besitz der Banken und Versicherungsgesellschaften des Landes. Die Zentralbank Griechenlands befindet sich vollständig in Privatbesitz, die Notenbank Belgiens zu rund 50%. International ist die Zentralbank Südafrikas sogar vollständig in Privatbesitz. Die Bank of Japan ist immerhin zu 45% in privater Hand.

Wussten Sie, dass es börsennotierte Zentralbanken gibt?

Viele Bürger dürften nach meiner Erfahrung sehr überrascht sein, dass es auch börsennotierte Zentralbanken gibt. Die Belgische Nationalbank hat die ISIN-Nr.: BE0003008019, die Nationalbank Griechenlands die ISIN-Nr.: GRS004013009. Die bekannteste börsennotierte Zentralbank dürfte die Schweizer Notenbank SNB sein mit der ISIN-Nr.: CH0001319265. Die drei ISIN-Nr. dienen rein zu Ihrer weiterführenden Information, das sind selbstverständlich KEINE Kaufempfehlungen von meiner Seite!

55% der Aktien der Schweizer Nationalbank SNB gehören den Schweizer Kantonen, 45% der Anteile befinden sich im Privatbesitz. Sie können also als Privatperson Eigentümer einer Zentralbank werden. Das scheint allerdings wenig empfehlenswert, weil die Gewinne in der Regel an den Staat fließen, nicht an die Aktionäre. Das derzeitige System der Zentralbanken ist für mich der Nährboden unseres kranken Geldsystems, das vor dem Geldinfarkt steht.

infografik_9927_geldautomaten_je_1_million_einwohner_nBargeld: Der Geldautomat wurde 50 Jahre alt!

Die derzeitige Wertschöpfungskette unseres Geldes beginnt bei den Zentralbanken und endet im Bargeldverkehr, beispielsweise beim Gang zum Geldautomaten. am 27. Juni 1967 nahm die britische Großbank Barclays in ihrer Filiale in Enfield, nördlich von London gelegen, den ersten Geldautomaten in Betrieb. In Deutschland stellte – fast ein Jahr später am 27. Mai 1968 – die Kreissparkasse Tübingen den ersten Geldautomaten auf. Der erste Geldautomat der mit dem Banksystem online verbunden war, wurde erst im Jahr 1978 durch die Kreissparkasse Köln installiert.

Die skandinavischen Staaten sind die Vorreiter der Bargeldabschaffung

Der Geldautomat feierte also in diesen Tagen seinen 50-jährigen Geburtstag. Ich gehe davon aus, dass die Tage des Geldautomaten in der heutigen Form bereits gezählt sind. Ich glaube nicht, dass der Geldautomat 75 oder gar 100 Jahre alt wird. Das belegen bereits die Entwicklungen in Skandinavien. Die innovativen und technisch hochaffinen nordischen Länder sind die Vorreiter der Bargeldabschaffung aus technologischen Gesichtspunkten.

Schweden und Norwegen forschen längst an digitalen Landeswährungen. In Schweden ist das Bargeld faktisch heute schon abgeschafft. Dänemark hat seine letzte Münzprägeanstalt mittlerweile geschlossen. Weniger als 20% aller Transaktionen werden in Dänemark heute noch in Bar abgewickelt. Die Bürger bezahlen längst über Karten oder mobile Applikationen über ihre Smartphones. In Deutschland und Österreich liegt dieser Barzahlungs-Wert hingegen derzeit noch bei rund 80%. Das wird sich zukünftig massiv ändern!

Österreich ist das Land der Geldautomaten in EU-Europa

Bei der Anzahl der Geldautomaten liegen die Österreicher vorn, wie Zahlen der Europäischen Zentralbank EZB belegen. Auf eine Million Einwohner kommen in der Alpenrepublik ganze 1.600 Geldautomaten. Das sind fast doppelt so viele wie der EU-Durchschnitt der bei 879 Geldautomaten liegt.

Generell liegt die Anzahl im Euroraum mit durchschnittlich 940 etwas höher als im Durchschnitt aller EU-Länder. Deutschland liegt auf Rang 6 mit 1.052 Geldautomaten. Blicken wir auf die großen Volkswirtschaften liegt in Großbritannien der Wert bei 1.079, in Spanien bei 1.074, in Frankreich bei 910 und in Italien bei 832.

Die wenigsten Geldautomaten gibt es in Schweden und Finnland

Die wenigsten Geldautomaten gibt es in Schweden. Hier teilen sich eine Million Einwohner lediglich 335 Geldautomaten. In Finnland ist die Anzahl der Bankautomaten in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen und lag 2015 nur noch bei 372. Auch in den Niederlanden ist die Anzahl der Geldautomaten mit 414 sehr gering. Ebenso in Litauen mit 418 und in Tschechien mit 431. Auch diese Entwicklungen sind Indikatoren für das kommende Ende des Bargeld-Zeitalters in Kombination mit der weiteren Digitalisierung des Geldwesens.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

 

 

Geld für den Müll!

1_Euro_Cent_MuenzeSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

mit Italien hat ein weiteres Land beschlossen, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen. Finnland und die Niederlande haben diesen Schritt bereits seit langem vollzogen. Italien ist mittlerweile das fünfte Euro-Land, das auf das umgangssprachliche “Klimpergeld” verzichtet. Auf Basis von Statistiken der Europäischen Zentralbank EZB gibt es in der Eurozone rund 122 Milliarden Münzen. Diese haben einen Wert von ungefähr 27 Milliarden Euro. Den größten Anteil machen dabei die Ein- und Zwei-Cent-Münzenn aus. Das verdeutlicht die nachfolgende Grafik von Statista.

1,65 Cent an Kosten für 1 Cent an Wert!

Das Prägen dieser Kupfercent-Münzen ist dabei sehr teuer. Die Prägekosten liegen über dem reinen Materialwert. Es kostet beispielsweise 1,65 Cent, eine 1-Cent-Münze zu produzieren. Zahlreiche dieser Münzen sind darüber hinaus überhaupt nicht im Umlauf. Sie lagern häufig in Spardosen oder sonstigen Gefäßen. Ihr Gesamtwert am Münzumlauf ist zusätzlich sehr gering.

infografik_9657_muenzumlauf_in_den_euro_staaten_nBargeld: Die Abschaffung des Kleingeldes ist längst überfällig und sinnvoll!

Als gebürtigem Schwaben wurde mir einst ein Zitat in die Wiege gelegt, dass ich seit meinen frühesten Kindheitstagen in Erinnerung habe: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“. In diesem Sprichwort steckt die Annahme, dass Menschen die mit kleinen Beträgen achtlos umgehen, es zu keinem Wohlstand bringen werden. In unserer Gesellschaft führt das dazu, dass sich zahlreiche Bürger nach wie vor um jeden Pfennig, beziehungsweise Cent bücken, obwohl eine Coladose oder eine Plastikpfandflasche beispielsweise einen weitaus höheren Wert aufweisen.

Wertemaßstab oder Aberglaube? „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“

Wenn Sie einmal in den USA oder in Kanada waren, werden Sie bestätigen können, dass dieses ausgeprägte Verhalten auf Basis der angeblich so begrüßenswerten Einstellung „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“ dort nicht üblich ist. Ich habe selten so viele US-Centmünzen auf den Straßen gesehen, wie beispielsweise bei meinen Besuchen in New York.

Deswegen muss dieses Verhalten hinterfragt werden. In Deutschland bücken sich viele Menschen nicht wegen dem Wert und der damit verbundenen Kaufkraft nach einer Euro-Centmünze, sondern weil es für viele Bürger eben eine generationenübergreifend überlieferte Tugend ist, das zu tun.

Das wurde mir selbst erst vor wenigen Jahren richtig bewusst. Meine Eltern sind Kriegskinder, ich ein Wohlstandskind, dennoch habe ich mir dieses Verhalten aufgrund meiner prägenden Erziehung in der Kindheit angeeignet. Das ist auch grundsätzlich sehr gut so, nur die Zeiten haben sich auch gewandelt. Mir ist mittlerweile Bewusst geworden, dass dieses Verhalten kein rationaler Wertemaßstab ist, sondern ein innerlicher Aberglaube.

Nach wie vor ist der Aberglaube in der Bevölkerung weit verbreitet, dass ansonsten Armut und Unglück folgen, falls man ein auf dem Boden entdecktes Centstück nicht aufhebt. Ich habe auch Jahrzehnte so gedacht und gehandelt. Heute tue ich das nicht mehr. Ich habe sogar vor kurzem zahlreiche, halbverschimmelte und verrostete Centmünzen die ich seit Jahren oder wahrscheinlich sogar seit Jahrzehnten in einer alten Dose aufbewahrt hatte endlich im Müll entsorgt. Das ist für einen bayerischen Schwaben wie mich ein durchaus bemerkenswerter Vorgang. In anderen Ländern Europas allerdings mehr als üblich.

Finland_FlaggeIn Finnland wandern 1- und 2-Eurocent-Münzen regelmäßig auf den Müll

Die finnische Nationalbank hat die beiden kleinsten Centmünzen beispielsweise nie eingeführt, sondern rein für Sammlerzwecke geprägt. Touristen bringen die Münzen allerdings ins Land und die Geschäfte müssen sie annehmen, weil es gesetzliche Zahlungsmittel in EU-Europa sind. Das führt in der Praxis dazu, dass die importierten Centmünzen in Finnland überwiegend im Abfall landen. Bereits im Jahr 2006 sagte Pertti Rauhio, zum damaligen Zeitpunkt Staatssekretär im Finanzministerium Finnlands, dass 1- und 2-Eurocent-Münzen in Finnland auf den Müll wandern, weil sie keinen Wert haben.

Aufgrund der hohen Verbraucherpreise in Kombination mit den hohen Kosten für die Entgegennahme gibt es in Finnland für die Centmünzen schlicht keine ökonomische Nachfrage. Das führt in Finnland – erfreulicherweise – auch dazu, dass es im Einzelhandel keine 0,99 Euro Preisauszeichnungen gibt.

Auch Italien schafft zum 01.01.2018 die 1- und 2-Eurocent-Münzen ab

Dem Vorbild Finnlands folgt nun zum 01.01.2018 auch Italien. 1- und 2-Eurocent-Münzen werden dann nicht mehr geprägt. Sie werden sukzessive aus dem Verkehr gezogen. Preise für Waren und Dienstleistungen werden zukünftig auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag gerundet. Ich begrüße diesen intelligenten Schritt ausdrücklich.

Zahlungsverkehrs-Münzen: Cryptocoins statt Metallcoins!

Den „Metallmüll“ endlich aus unseren Hosentaschen und Geldbörsen zu verbannen ist positiv. Die Münzen des Zahlungsverkehrs-Alltages in der Zukunft werden digital sein, nicht aus Metall. Deswegen rate ich Ihnen: Beschäftigen Sie sich jetzt mit den Funktionsweisen, Möglichkeiten, Chancen aber auch Risiken der digitalen Münzen, den sogenannten Cryptocoins wie beispielsweise dem Bitcoin und Mobile Payments. Das ist die Zukunft unserer Geldsysteme, allerdings ist Deutschland hier noch ein Entwicklungsland.

infografik_9478_laendern_in_denen_apple_pay_verfuegbar_ist_nMobile Payment: Deutschland ist ein Entwicklungsland

Aktuell ist in Deutschland keiner der großen Mobile-Payment-Anbieter nutzbar. Auch international ist es noch ein weiter Weg, bis Verbraucher überall mit dem Smartphone bezahlen können. Apple Pay ist derzeit lediglich in 18 Märkten verfügbar. Gleiches gilt für die Konkurrenz. In Europa ist Apple Pay in sechs Ländern verfügbar. Für den Start von Apple Pay gibt es in Deutschland derzeit noch keinen fixen Termin. Allerdings betonte Apple-Chef Tim Cook auf einer Deutschlandreise Anfang Februar 2017, dass das Unternehmen intensiv an der Einführung arbeitet.

Das Zahlungszeitalter von Papiergeld und Metallmünzen neigt sich dem Ende entgegen!

Die üblichen Dauerpessimisten und Bargeldfanatiker hingegen werden hier selbstverständlich umgehend wieder ein neues Signal für ein kommendes Bargeldverbot erkennen. Erste Berichte und Warnungen habe ich bereits gelesen. Bei allen negativen Entwicklungen der Einschränkung von Bürger- und Freiheitsrechten – über die ich ja auch regelmäßig berichte – sind derartige Schlussfolgerungen und Warnungen für mich schlicht ein nicht belastbarer Unsinn.

Die Diskussion um eine Abschaffung des Bargelds hat zweifelsohne deutlich an Fahrt gewonnen. Dänemark oder Schweden begründen die Abschaffung von Bargeld mit den hohen Produktions-, Zähl- und Bearbeitungskosten. In den nordischen Ländern Europas hat das elektronische Bezahlen das Zahlen mit Bargeld bereits weitestgehend verdrängt. Die Notenbank Dänemarks hat angekündigt, ab 2017 keine neuen Banknoten mehr zu drucken.

Auch Italien begründet die Abschaffung der kleinen Centmünzen berechtigterweise mit den hohen Herstellungskosten. Im Gegensatz zu Skandinavien lehnen in Deutschland nach wie vor drei von vier Bürgern die Abschaffung von Bargeld ab. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in der Furcht vor einem absolut gläsernen Menschen. Freiheits- und Eigentumsrechte könnten dann eingeschränkt werden. Ja, richtig!

Geldinfarkt_Markus_Miller_3DDie Abschaffung der kleinen Centmünzen hat NICHTS mit einem staatlichen Bargeldverbot zu tun, sondern ist ökonomisch sinnvoll!

Selbstverständlich sind diese Ängste grundsätzlich berechtigt. Dennoch sehe ich Bargeld in seiner heutigen Form als Auslaufmodell. Ich erwarte allerdings keine vollkommene Abschaffung. Das Geldsystem wird sich aber allein aufgrund der technologischen Entwicklungen massiv verändern.

Wenn ich jetzt allerdings Berichte oder gar Warnungen lese, dass die Abschaffung der Centmünzen in Italien die Vorboten bzw. ein weiterer Mosaikstein des kommenden Bargeldverbotes sein sollen und die Freiheit dadurch eingeschränkt wird, muss ich schlicht laut lachen. In meinem neuen Buch “Die Welt vor dem Geldinfarkt” befasse ich mich im Detail auf 352 Seiten mit den aktuellen Rahmenbedingungen und Entwicklungen unserer Geldsystems.

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TV-Interviews mit Markus Miller zu Geldsystem und Bitcoin!

Markus_Miller_GEOPOLITICAL.BIZ_BOERSENTAG_WIEN_INTERVIEWS

Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

im Rahmen des Wiener Börsentages am 20.05.2017 habe ich Börse Stuttgart TV zwei weitere Interviews gegeben. Zur Thematik meines neuen Buches “Die Welt vor dem Geldinfarkt” sowie zur Praxistauglichkeit des Bitcoin.

Auf unserer Welt gibt es derzeit neben den massiv schuldenbeladenen Leitwährungen des US-Dollar und Euro rund 160 offizielle Währungen. Staaten besitzen ein Währungsmonopol und können auf dieser Grundlage im eigenen Hoheitsgebiet gesetzliche Zahlungsmittel einführen. Der Wert der Währung eines Landes ist dabei ein Indikator und Spiegelbild des wirtschaftlichen, sozialen und politischen Status quo. Doch wie stabil und zukunftssicher sind unsere schuldenbasierten Geldsysteme?

Geldinfarkt_Markus_Miller_3DWährungen: Je höher die Schulden desto schwächer die Deckung!

Verantwortlich für die Währungspolitik in den staatlichen Währungsräumen sind die zentralen Notenbanken der jeweiligen Länder. Sie steuern Zinshöhen und Geldmengen. Sie legen die Grundlage dafür, dass die Geschäftsbanken neues Papiergeld schöpfen können, basierend auf Krediten und Schuldscheinen. Alle gesetzlichen Papiergeldwährungen sind rein durch die volkswirtschaftliche Leistung der jeweiligen Länder gedeckt.

Je höher die Schulden, desto schwächer die Deckung. Währungen basieren jedoch nicht ausschließlich auf Zentralbankgeld. Japan als eine der weltweit führenden Volkswirtschaften hat vor kurzem den Bitcoin als offizielle Währung akzeptiert. Auf die Alltagstauglichkeit des Bitcoin – der nicht auf Schulden basiert – gehe ich in meinem zweiten Interview ein.

Interview I – Börsentag Wien: Unser Geldsystem steht vor der Revolution

Interview II – Börsentag Wien: Wie alltagstauglich ist die Digitalwährung Bitcoin?

GEOPOLITICAL.BIZ: KOMMUNIKATION ist die ANTWORT auf KOMPLEXITÄT!

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Die Welt vor dem Geldinfarkt!

Geldinfarkt_Markus_Miller_3DSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

von Henry Ford (1863 – 1947) stammt das Zitat: „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh“.

In meinem neuen Buch „Die Welt vor dem Geldinfarkt“ befasse ich mich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Geldes.

Vom Vollgeld, Volksgeld, Giralgeld, Zins und Zinssystem hin zu Blockchain und digitalem Geld basierend auf kryptographischen Schlüsseln wie Bitcoin über Währungskriege, Finanz-Prohibition und Protektionismus bis hin zur Kalten Progression und Finanziellen Repression.

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Die Bevölkerung verliert zunehmend das Vertrauen in das Geldsystem

Das Wort “Geldsorgen” verbinden wir in der Regel damit, dass bei einzelnen Personen oder Familien zu wenig Einkommen oder Vermögen vorhanden ist. Mittlerweile hat dieser Begriff aber auch für eigentlich wohlhabende Bürger eine wichtige Bedeutung bekommen. Ich spreche von der Sorge um die grundsätzliche Stabilität unseres Geldes.

Unsere verschuldeten und inflationären Papiergeldwährungen verlieren in immer größeren Teilen der Bevölkerung stark an Vertrauen. Das belegt unter anderem eine Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest sehr deutlich. 46 Prozent aller Deutschen haben mittlerweile Angst, dass ihr Vermögen durch eine kommende Inflation verloren geht. Jeder Dritte Deutsche gibt in der Studie an, seinen Glauben an die Stabilität des Euro verloren zu haben. Am größten ist der Vertrauensverlust in die eigene Währung bei Bürgern zwischen 40 und 59 Jahren. Staatliche Regulierungen und notenbankpolitische Eingriffe führen weltweit zu einem Vertrauensverlust in etablierte Währungen.

Parallel dazu erlebt die weltweit führende, zentralbankfreie Digitalwährung Bitcoin einen wahren Boom. Von Henry Ford (1863–1947) stammt das Zitat: »Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh«. Von 599 Papiergeldsystemen, die in den letzten 1.000 Jahren eingeführt wurden, sind 100 Prozent gescheitert! Die durchschnittliche Lebensdauer einer Währung beträgt dabei lediglich 27 Jahre!

Ludwig_von_MisesDas schuldenbasierte Geldsystem ist ein latentes Risiko

Ich bin mir bewusst, dass ich, genau wie alle anderen, nichts weiß, bis auf den Fakt, dass unser Geldsystem sehr krank ist. Durch künstliche Eingriffe der Notenbanken wird es aber weiter am Leben erhalten. Aber auch hier kann niemand seriös prognostizieren, wie lange das noch gutgehen wird. Die Welt steht nach meiner Überzeugung daher vor dem Geldinfarkt.

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Je länger die Fehlsteuerungen andauern, desto größer wird der Schmerz

Der große Ökonom Ludwig von Mises hat bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts nachfolgende Feststellung getroffen, die heute so gültig ist wie selten zuvor.

„Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion – oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem“.

Wie schöpfen wir Geld in der Zukunft?

Ebenso selbstverständlich mit den Fragen, ob Bargeld eine Zukunft hat und wie wir unser Geld in der Zukunft schöpfen? Hier kommen die möglichen Banken der Zukunft ins Spiel, die nicht Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkassen oder Raiffeisen heißen, sondern Apple, Amazon oder Google. Für mich steht außer Frage, dass digitalem Geld basierend auf kryptographischen Schlüsseln die Zukunft gehört. In diesem Segment befasse ich mich daher sehr intensiv mit den Bereichen Blockchain, Bitcoin, Cryptocoins, FinTechs oder Social Banking.

Geld = Kredit: Neuer Rekord bei der Verschuldung der Welt

Seit Jahren und Jahrzehnten verschlechtern wir durch eine expansive Geldpolitik die sich von der Realwirtschaft vollkommen entfernt hat unser Geld. Der internationale Währungsfonds (IWF) hat vor kurzem wieder einmal Alarm geschlagen. Im vergangenen Jahr haben die weltweiten Schuldenberge einen neuen Rekordstand, von fast schon unglaublichen 215 Billionen US-Dollar erreicht.

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Laut der statistischen Erhebung des IWF wurden dabei öffentliche Verpflichtungen, Verbindlichkeiten privater Haushalte und unternehmerische Schulden in die Berechnung der Schuldenlasten mit einbezogen. Die nach wie vor großen Kreditverbindlichkeiten des Finanzsektors, der Banken und Versicherungen sind in der IWF-Analyse dabei noch nicht einmal berücksichtigt.

infografik_6148_weltweiter_schuldenstand_erreicht_rekordniveau_nDie Weltverschuldung beträgt 225 Prozent der Weltwirtschaftsleistung

Rund ein Drittel, also 50 Billionen US-Dollar der Schulden schreibt der IWF den öffentlichen Haushalten zu. Insgesamt liegt die Weltverschuldung bei ungefähr 225 Prozent der gesamten Weltwirtschaftsleistung. Die USA und China – als größte Volkswirtschaften – tragen dabei einen sehr großen Anteil zur Weltverschuldung bei.

Derzeit lesen wir in zahlreichen Medien von Nullzinsen, oder gar Negativzinsen und Strafzinsen. Banken verdienen angeblich im Kreditgeschäft nichts mehr, aufgrund der künstlichen Niedrigzinspolitik der EZB. Wie kaputt das Zinssystem ist verdeutlichen allerdings nicht nur die Negativzinsen, die Geschäftsbanken an die EZB bezahlen müssen, sondern auch die Überziehungszinsen, die Banken von ihren Kunden verlangen.

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Für Dispozinsen oder Überziehungszinsen bei Banken gelten die Nullzins-Aussagen nämlich überhaupt nicht. Das zeigt der nachfolgende Blick auf die durchschnittlichen Überziehungszinsen in ausgewählten Ländern der Eurozone.

infografik_6415_durchschnittliche_dispozinsen_in_laendern_der_eurozone_nSystemdefekt: 21,8 Prozent Überziehungszinsen in der Nullzinsphase

Wer sein Konto überzieht, muss bei den meisten Kreditinstituten eine Art Strafe in Form von Überziehungszinsen zahlen. Der durchschnittliche Satz für Überziehungszinsen ist in Deutschland seit Juli 2016 bei 8,61 Prozent konstant. Deutsche Kontoinhaber haben es im Vergleich zu anderen Bürgern in Staaten der Eurozone gar nicht so schlecht.

In Lettland müssen beispielsweise happige 21,8 Prozent Zinsen entrichtet werden. In Estland beträgt der Durchschnittszinssatz 16,31 Prozent, in der Slowakei 14,16 Prozent, in Portugal 13,83 Prozent, in Spanien 10,87 Prozent, in Irland 10,66 Prozent, in Griechenland 8,07 Prozent, in Belgien 7,72 Prozent und in Finnland 6,29 Prozent.

Griechenland mit seiner angeschlagenen Wirtschaft und den maroden Banken hat somit in diesem Kreditsegment der Banken niedrigere Durchschnittszinsen als Deutschland. Das ist schlicht krank!

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Versichern Sie sich gegen den rollenden Schneeball!

Diese gigantischen Schuldenberge sind ein immer stärker werdendes Risiko für die Stabilität unseres derzeit noch bestehenden Geld- und Währungssystems. Basierend auf einer ungedeckten Kreditschöpfung aus dem Nichts oder zumindest fern der realwirtschaftlichen Fakten. Das ist vergleichbar mit einem rollenden Schneeball.

Aus diesem Grunde rate ich zur Strukturierung von Geld- und Kapitalanlagen in Ländern, die faktisch keine Staatsverschuldung haben. Dazu zählt das schuldenfreie Fürstentum Liechtenstein mit seinem Banken- und Versicherungssystem. Mein Finanzplatz und meine Haftungsschutz-Oase Nr. 1 in Europa.

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Geldinfarkt_Markus_Miller_3DMarkus Miller: Die Welt vor dem Geldinfarkt!

Die derzeitigen Systemrisiken sind so hoch wie selten zuvor in den letzten Jahrzehnten. Deswegen sind und bleiben reale Werte, die frei von Schulden sind, eine ganz wichtige Strategie zur Schaffung Ihres persönlichen Fort Knox.

Die Probleme unseres kranken Geldsystems zu analysieren und zu erkennen, ist die eine Seite. Gesunde Alternativen aufzuzeigen ist jedoch viel wichtiger. Praktische Lösungsansätze liegen dabei zusätzlich in der enorm hohen Dynamik des technologischen Fortschritts.

Buchbestellung als Hardcover oder eBook!

Ich unterscheide mich von den zahlreichen Kritikern unseres derzeitigen Geldsystems vor allem dahingehend, dass ich die Vorteile der elektronischen Welt des bargeldlosen Zahlungsverkehrs mit den Vorteilen der physisch hinterlegten Welt der realen Werte heute schon kombiniere. Mein neues Buch können Sie neben dem Buchfachhandel und zahlreichen Online-Buchhändlern beispielsweise über Amazon bestellen. Als klassische, hochwertige Hardcover-Variante (Gebundene Ausgabe), oder auch als digitales eBook.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.