Schlagwort-Archiv: Finanzkrise

40 Schweizer Banken im Test!

Schweiz_Konto_Bank_KreditkarteSehr geehrte Damen und Herren,
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die Bundesregierung will Bargeldzahlungen zukünftig auf einen Höchstsatz von 5.000 Euro begrenzen. Über diesen Plan wird derzeit ebenso intensiv wie kontrovers diskutiert. Selbst die Bild-Zeitung startete eine Aktion mit dem Titel „Finger weg von unserem Bargeld“. Unsere beiden großen Nachbarländer Frankreich und Italien haben heute bereits eine Bargeldbegrenzung von 1.000 Euro.

Aus diesem Grunde wird Deutschland hier nachziehen müssen. Die Begrenzung auf 5.000 Euro ist für mich lediglich die Vorstufe eines kommenden Bargeldverbotes für Zahlungen über 1.000 Euro. Für Sie als meine Leser sind diese Entwicklungen keine Überraschung. Vor Monaten habe ich die kommende Bargeldbegrenzung bereits prognostiziert.

Der deutsche Staat hat 2015 so viele Konten abgefragt wie nie zuvor!

Ein weiterer Eingriff in unsere Freiheit: Im Jahr 2015 haben staatliche Behörden 302.150 Konten bei deutschen Banken auf Knopfdruck abgefragt. Damit haben deutsche Finanzämter, Gerichte oder Sozialbehörden die Anzahl ihrer Abfragen im Vergleich zum Jahr 2013 verdoppelt.

Die aktuellen Entwicklungen rund um die massiven staatlichen Kontenabfragen in Kombination mit den seit dem 01.01.2016 in Kraft getretenen Gefahren der EU-Bankenunion haben mich dazu veranlasst, zu recherchieren, welche alternativen Kontoführungsmöglichkeiten es in der Schweiz gibt. Dabei bin ich auf fast schon unglaubliche Entwicklungen gestoßen: von massiv überteuerten Gebühren zur Abwehr von Kunden aus dem Ausland bis hin zur klar kommunizierten Geschäftspolitik, für Nicht-Schweizer keine Konten mehr anzubieten.

Unerklärliches Geschäftsgebaren: Gebühren für Ausländer variieren um 72.000%!

Es mag unglaublich klingen, aber in einem Fall hat man mir mitgeteilt, dass die Gebühren für Ausländer um 72.000 % variieren. Und zwar bei der Aargauischen Kantonalbank, die mir bei meinen Recherchen am negativsten aufgefallen ist. Auf meine Frage, ob ich bitte einmal eine Übersicht der Kontoführungsgebühren für Ausländer haben könnte, wurde mir sehr unfreundlich mitgeteilt, diese belaufen sich zwischen 0 bis 720 Schweizer Franken.

Der prozentuale Unterschied zwischen 1 Schweizer Franken und 720 Schweizer Franken beträgt 72.000%! Selbst wenn ich auf dem Mond wohnen würde, hätte ich kein Verständnis für dieses Geschäftsgebaren. Die Großbanken UBS und Crédit Suisse haben mich ebenfalls enttäuscht. Die Crédit Suisse verlangt 480 Schweizer Franken an Gebühren, die UBS 360 Schweizer Franken im Jahr. Frühestens ab einer Einlage von 1 Million Euro könnte ich bei beiden Banken über die Gebühren verhandeln bzw. überhaupt ein Konto bekommen.

Immer mehr Schweizer Banken wollen keine Auslandskunden

Neben dem Trend, dass viele Banken ihre Gebühren für Ausländer massiv angehoben haben, gibt es auch mehrere Institute, die schlicht keine Konten oder Depots für Ausländer mehr anbieten. Hierbei wird beispielsweise Personen mit einem Wohnsitz außerhalb der Schweiz ausschließlich nur noch dann ein Konto gewährt, wenn sie Schweizer Staatsbürger sind.

40 Schweizer Banken habe ich für Sie getestet!

Ich habe mit genau 40 Schweizer Banken in den letzten Wochen über E-Mail korrespondiert und telefoniert. Ich habe mich dabei noch nie in meinem Leben so unfreundlich behandelt gefühlt wie bei diesem Test. Ich habe natürlich nicht gesagt, dass ich ein Wirtschaftsjournalist bin, sondern einfach ein Deutscher Privatkunde, der aufgrund der Eurokrise gerne ein Konto in der Schweiz eröffnen will. Ein eigentlich vollkommen normaler Wunsch.

Ich schreibe es ganz deutlich: Bei vielen Schweizer Banken habe ich mich gefühlt wie ein potenzieller Schwerkrimineller, ein Bettler oder ein lästiger Bittsteller und Hausierer. Ich gehe sogar so weit, das Verhalten einzelner Schweizer Banken mir gegenüber als ausländerfeindlich und diskriminierend zu bezeichnen.

Haben Sie bereits ein Girokonto in der Schweiz?

Das automatische Kontenscreening auf Knopfdruck ist nur bei Bankkonten in Deutschland möglich. Ein Auslandskonto in Liechtenstein oder der Schweiz schützt Sie wirkungsvoll vor der direkten und willkürlichen Abfrage Ihrer Kontodaten. Drei ausgesuchte, empfehlenswerte Schweizer Banken für ein Konto im Ausland finden meine Leser in meiner aktuellen April-Ausgabe von Kapitalschutz vertraulich. Wenn Sie daran Interesse haben können Sie die Möglichkeit nutzen, unser Angebot für ein kostenloses Probeabo in Anspruch zu nehmen.

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Geld ist die wichtigste Sprache der Menschheit!

100_Deutsche_Mark_BundesbankSehr geehrte Damen und Herren,
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Geld hat in Bezug auf seine Nutzungsmöglichkeiten drei wesentliche Grundeigenschaften: die Wertaufbewahrungs-, die Wertmessungs- und die Zahlungsmittelfunktion. Je stärker ein bestimmtes Gut diese drei Eigenschaften erfüllt, desto besser wird es als Geld angesehen. Die Kommunikationsfunktion des Geldes ist uns hingegen bislang kaum bewusst.

Geld besitzt eine Kommunikationsfunktion in unserem Wirtschaftssystem

Geld ist das Medium, das unsere gesellschaftliche Entwicklung seit Jahrtausenden beeinflusst. In der Studie „Gutes Geld“ des Frankfurter Zukunftsinstituts wird Geld heute als die einzige Sprache definiert, die weltweit verstanden wird. Unser zunehmend digitaler Lebensstil wird in absehbarer Zeit zu einem anderen Geldsystem führen. Basierend auf digitalen Währungen mit neuen Chancen, aber auch Risiken.

Geldsystem: Wie schöpfen und nutzen wir Geld in der Zukunft?

Früher oder später werden gravierende Strukturreformen in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Europas zu Änderungen in unserem Geldsystem führen. Je später dies geschieht, desto höher ist die Gefahr, dass diese Strukturreformen mit einer Währungsreform auf dem Rücken der Völker Europas einhergehen werden. In Europa gibt es vieles, das uns trennt. Von unterschiedlichen Sprachen und Mentalitäten der Bürger bis hin zu Steuern, Wirtschafts- und Vermögensverhältnissen.

Ein Medium aber (zwangs-)vereint uns alle: der Euro. Aus diesem Grunde liegt in unserem gemeinsamen Geld auch der Generalschlüssel zum Tor der Probleme und der Lösungen. Auch wenn Euro die aktuelle Krise überlebt, kann es jederzeit zu gravierenden Änderungen im Geldsystem kommen. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits, allen voran in Island oder den skandinavischen Ländern. Aber auch in der Schweiz.

IslandNachhaltige Wege aus einer Krise: Island statt Griechenland?

Im Gegensatz zu den fortlaufenden “Wasserstandsmeldungen” aus Griechenland habe ich zu Entwicklungen in Island in den breiten Medien kaum etwas gelesen. Während in Griechenland mit allen Mitteln ein Staatsbankrott und der Euro-Austritt verhindert werden sollen, hat Island die Staatspleite bereits hinter sich. Sieben Jahre ist der der finanzielle Zusammenbruch des isländischen Staates mittlerweile her.

Island hat im Gegensatz zu den Euro-Ländern Portugal, Spanien oder Griechenland infolge der letzten großen Finanzkrise im Jahr 2008 die Banken und das Finanzsystem nicht mit staatlichen Rettungsschirmen künstlich gerettet. Der isländische Staat traf vollkommen unkonventionelle, harte Maßnahmen: Die in Schieflage geratenen Banken wurden fallengelassen, zahlreiche Banker wanderten ins Gefängnis und Schulden wurden einfach nicht mehr zurückbezahlt. Zu Beginn des Jahres 2009 waren 80% der Unternehmen und rund 30 % der Privaten Haushalte pleite! Die Isländische Krone als Landeswährung stürzte ab, der freie Kapitalverkehr wurde eingeschränkt. Das Land wurde grundlegend saniert auf Kosten der Bürger, Unternehmen und Gläubiger.

Island plant eine Währungsreform hin zu einem Vollgeldsystem

Ende März 2015 wurde im stark krisengebeutelten Island im Parlament ein Report vorgelegt mit dem Arbeitstitel „Ein besseres Geldsystem für Island“. Sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden, würde das eine Revolution im bestehenden Finanzsystem bedeuten. Der Vorschlag sieht vor, dass den Geschäftsbanken die Möglichkeit der Geldschöpfung entzogen wird.

Bankkredite müssen vollständig aus Geld bestehen, das durch die Notenbank gedeckt sein muss. Ein Vollgeldsystem also. Auch in der Schweiz gibt es heute bereits eine Volksinitiative zur Umsetzung eines Vollgeldsystems. Vor diesen Rahmenbedingungen empfehle ich Ihnen, dass Sie selbst bereits heute – zumindest für Teile Ihres Geldes – ein eigenes, privates Vollgeldsystem schaffen.

Gold ist Geld, alles andere ist Kredit!

Die ursprüngliche Zahlungsverkehrsfunktion von Geld war die Tauschfunktion über Warengeld. Die erste erfolgreiche Währung dieser Art war dabei 1.500 Jahre vor Christus die Kauri-Muschel. Dieser fehlte es aber an der wichtigen Eigenschaft, nämlich der Wertaufbewahrungsfunktion. Dadurch wurden die Edelmetalle, allen voran Gold und Silber sehr schnell zum ältesten Wertaufbewahrungsmittel weltweit. An dieser Funktion hat sich bis heute nichts geändert.

Im Gegensatz zu allen anderen Geldwährungen, von Papiergeld bis hin zu Aktien, haben physische Edelmetalle niemals in der Historie über tausende von Jahren ihren inneren Wert verloren, auch wenn dieser immer wieder hohen Schwankungen unterworfen war.

„Gold ist Geld, alles andere ist Kredit!“ Das Zitat des legendären US-Bankers J.P. Morgan ist heute so gültig wie vor 120 Jahren. Deswegen gilt mein Augenmerk gerade auch den physischen Edelmetallen. Das reale Geld in Form von Gold und Silber ist Chance und Risikoausgleich der zunehmenden Bargeldlosigkeit.

Interview mit Markus Miller von der Edelmetall- und Rohstoffmesse 2015 aus München

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Selbstmord und Börse – Der Erste prominente Tote!

Langweilig wird es momentan ja nun wirklich nicht und spätestens jetzt haben wir in Deutschland mit der Hypo Real Estate den ersten Supergau sogar im DAX-Segment. Banken und Versicherungen springen mit 50 Milliarden Euro Notkredit ein. Und die Regierung sieht sich sogar gezwungen, für die privaten Spareinlagen der Deutschen zu bürgen. Steinbrück will nun in jedem Fall “keine europäische Lösung zur Risikoabschirmung”. Aus meiner Sicht ist selbst eine rein europäische Lösung in einer globalisierten Welt der falsche Weg. Aber ein Deutscher Sonderweg mit einem “Abschirmungsschrim” über die “Insel” Deutschland wird aus meiner Sicht nicht funktionieren.

Sozialkapitalismus oder Kapitalsozialismus

Finanzminister Peer Steinbrück sagte nun im Deutschlandfunk: “Über die “singuläre Lösung” für die Hypo Real Estate hinaus müssen wir versuchen, in Deutschland insgesamt einen Schirm zu spannen”. Ziel sei, nicht “von einem Fall in den anderen Fall” zu geraten.” Im Augenblick sei nichts auszuschließen. Man könne lediglich dafür sorgen, “dass nicht andere Dominosteine umfallen”. Steinbrück hat dazu einen “Plan B” in der Schublade.

Ich denke manche Finanzmarktteilnehmer denken mittlerweile auch an einen andern “Plan B” in ihrer Schublade, welcher sich Revolver oder Pistole nennt.

Indikator: Selbstmordrate bei Managern und Marktteilnehmern!

Ich will hier nicht in Polemik verfallen oder die Dramatik verharmlosen, neben dem Vermögen auch noch das Leben zu verlieren. Aber für mich gibt es einfach keine Tabus und auch Entwicklungen wie Selbstmord zählen für mich in den erweiterten Bereich der “Wirtschaftspsychologie”. Nur schreibt darüber halt niemand. Allerdings ist ein Selbstmord wohl eher ein Nachlaufindikator als ein Vorlaufindikator. Vielleicht könne man aber auch die These aufstellen wenn die Selbstmordrate am höchsten ist, dann ist die Nacht am schwärzesten und es kann nur besser werden.

Es ist einfach so aus meiner Sicht, dass in extremen Situationen gerade auch in der Wirtschaft die Selbstmordraten von Beteiligten in diesem Zusammenhang zunehmen, auch wenn ich Ihnen keine empirische Untersuchung für meine These liefern kann. Für mich ist aber dieses Thema wie so vieles andere eben kein Tabu und darf es auch nicht sein.

Auch Selbstmordraten von Managern oder Marktteilnehmern können – so hart wie es klingt – nämlich sehr wohl Vorlaufindikatoren sein. Nämlich dafür, dass so langsam die Marktbereinigung an Dynamik verliert und mehr Hygiene und somit neue Chancen eintreten. Daran hat sich auch heute nichts geändert und man erschießt oder erhängt sich immer noch genauso wie 1929. Warten Sie mal ab bis Sie in der Zeitung und den Medien von den ersten Bankern, Beratern oder auch Anlegern hören, welche diesen Weg der Konfliktbewältigung und des Risikomanagements wählen.

Wer nicht haftet braucht sich auch nicht umzubringen

In Deutschland nehmen sich aus meiner Sicht übrigens deswegen kaum Manager das Leben bei Missmanagementleistungen, weil Sie ja sowieso nicht oder nur sehr bedingt haften für Ihre Fehler und meist mit einem Goldenen Handschlag ins sorgenfreie Privatleben verabschiedet werden. Ebenso sind “Comebacks” durchaus möglich.

Bei manchen Privatanlegern dagegen bin ich mir sicher, dass auch hier aufgrund mangelnden Risikomanagements dies ein letzter Ausweg – für hoffentlich – sehr wenige sein wird. Aber wenn ich die teilweise dramatischen Fälle sehe, in welchen ältere Personen vollkommen unwissend ihre letzten Spargroschen in Lehmann-Zertifikate oder ähnliches veranlagt haben, dann glaube ich, dass dies durchaus auch zu extremen Verzweiflungstaten führen kann.

Selbstmord in der Krise – Der Chef von Olivant Advisors aus London nutzte die Bahn!

In England gibt es mittlerweile den ersten prominenten Fall in diesem Bereich. Ebenso wohl auch in diesem kausalen Zusammenhang Missmanagement und Selbstmord. Hier bekommt der “Börsengang Slogan” der Deutschen Bahn “Die Bahn kommt” einen makabern und tragischen Ausdruck.

Der Millionär Kirk Stephenson hat sich umgebracht

Der Familienvater Kirk Stephenson hat innerhalb von 20 Jahren eine Bilderbuchkarriere hingelegt. Im Juni diesen Jahres aber eine gravierende Fehlentscheidung getroffen. Seine Londoner Beteiligungsgesellschaft “Olivant Advisers” übernahm für über eine Milliarde Euro zweieinhalb Prozent der Anteile an der Schweizer Bank UBS.

Seitdem fiel der Börsenwert der UBS um 20 Prozent. Eigentlich gar nicht mal so dramatisch in Relation zu andern Fehlinvestitionen von Managern. Für Stephenson allerdings ein Verlust von über 250 Millionen Euro. Vermutlich konnte er die Verluste, die seine Firma erlitten hat, nicht verkraften. Stephenson hat sich nun in London vor einen Zug geworfen. Einen Abschiedsbrief hat er ebenfalls nicht hinterlassen, allerdings dürfte wohl die Bilanz und das Ergebnis von “Olivant Advisers” sein Abschiedsbrief und seine Offenbarung – zumindest an Investoren und Teilhaber – sein.

Allerdings selbst im Tod sind diese Menschen verantwortungslos!

Erstens stehlen Sie sich aus der Verantwortung, stehen nicht zu Ihren Fehlern und hinterlassen in diesem Fall auch noch neben einer wohl fassungslosen Familie zumindest einen traumatisierten Lockführer zurück. Von den Helfern welche die Reste einsammeln müssen einmal ganz zu schweigen. Während meiner Armeezeit musste ich auch einmal bei einer derartigen Bergungsaktion” mithelfen dadurch kann ich das sehr gut beurteilen aus eigener Erfahrung.

Vielleicht bin ich persönlich insgesamt auch zu stark militärisch geprägt, aber zumindest den Freitod sollte man dann mit Anstand noch hinbekommen. Das ist auch eine Charakterfrage. Auf Deutsch bedeutet das für mich Kugel (Vollmantel kein Schrot), Gift, Abgase oder Strick, nicht aber Zug, Brücke oder Hochhaus!

So wie man Verantwortung für seine Investoren und Kunden übernehmen sollte, muss man auch bei dieser letzten Entscheidung an all diejenigen denken, welche eben die Überreste danach wegräumen müssen. Aber dieser Charakterzug fehlte diesen Menschen schon bei Ihren Risikomanagement- und Investmententscheidungen wie eben auch bei ihrer finalen Entscheidung in der totalen Hoffnungs- und Planlosigkeit.

Da ich mich ja mit meinen Publikationen und Modellen gerade dem Vermögensschutz verschrieben habe, auch für diese extremen Fälle nun ein Tipp zum präventiven Lebensschutz. www.selbstmord.de.

Das ist jetzt übrigens keine Seite wie Sie sich am besten umbringen können, sondern ein Portal mit Kontaktadressen und Hilfemöglichkeiten zum Thema. “Selbstmord ist keine Lösung”. Ich glaube so weit hergeholt ist das für manche momentan gar nicht.

Habe ich nun eine Botschaft – abstrakt – transportiert?

So. Wenn ich mir also das nun durchlese was ich heute geschrieben habe, korreliert das schon ganz gut mit der aktuellen Lage an den Weltfinanzmärkten im übertragenen Sinne zumindest. Ich hoffe das ganze klingt auch nicht allzu depressiv oder destruktiv. Das wäre nämlich nicht meine Intention. Ich bin der Meinung wir werden auch wieder gestärkt und mit vielen neuen Chancen und Möglichkeiten aus dieser Krise hervorgehen. Ich bin aber auch der Ansicht, man sollte endlich Unternehmen, vor allem Banken sterben lassen und nicht versuchen alles und jeden halbtoten zu retten. Im Krieg selektiert man die hoffnungslos verwundeten auch aus, um den überlebensfähigen bessere Chancen zu geben und effizient zu sein. Das mag auch hart sein vor allem für Pazifisten, aber so ist das nun einmal. Extreme Situationen erfordern extreme, harte Entscheidungen und Handlungen. Gerade in Krisenzeiten.

Den unternehmenspolitischen Selbstmord haben viele schon lange hinter sich, nur hat es lange gedauert bis wir gemerkt haben dass manche schon lange angefangen haben zu stinken und schon längst tot waren.

Wiederbelebung oder Wiederauferstehung hat bei Toten vielleicht bei Lazarus oder Jesus funktioniert. Bei Judas und Lehmann wohl nicht. Die Brüder Lehmann, kennen Sie ja. Judas steht für mich für jene Manager und Entscheidungsträger, welche eben wie viele Landes- und Investmentbanken für ein paar Silberlinge (Renditegier) ihre eigenen Ideale und Aufgaben (Vermögensschutz, Verantwortung) verraten und verkauft haben.

Judas hat sich übrigens aufgehängt. Vor 2000 Jahren kam die Bahn nämlich noch gar nicht!

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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Vier Finanzkrisen-Tipps

Ich habe derzeit so viele Anfragen und Anrufe wie nie zuvor. Standen im letzten Jahr noch die Abgeltungsteuerthemen stark im Mittelpunkt, so bekomme ich derzeit sehr viele Fragen zu Einzelaktien, Finanzprodukten welche Leser in ihrem Wertpapierdepot haben oder auch mögliche „sichere“ Anlagealternativen wie Edelmetalle. Ich spüre hier bei vielen Anlegern eine große Verunsicherung und teilweise auch wirkliche Ängste vor der Zukunft.

Ebenso haben viele Anleger allem Anschein nach das Vertrauen in die Politik, die Finanzsysteme und vor allem ihre Bank und den persönlichen Vermögensberater verloren. Glauben Sie bitte nicht, falls Sie all Ihr Geld – oder leider oftmals auch – Ihr noch verbliebenes Kapital nun in Gold anlegen oder nur noch Staatsanleihen kaufen, dass Sie dann auf der sicheren Seite stehen. Nur Geldwerte sind auch ein Risiko – nämlich vor Geldentwertung – und gar keine Aktien zu haben ist auch ein Risiko, nämlich das Risiko nicht dabei zu sein, wenn die Aktienmärkte wieder steigen. Ich habe nun aus diesen Praxisgesprächen, welche ich in den letzten Wochen und Monaten geführt habe einmal die aus meiner Sicht wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.Ich möchte Ihnen diese nachfolgend kurz vorstellen, um Ihnen klar zu machen, auf welche Grundlegenden Dinge Sie achten sollten. Ich gebe normalerweise nicht viel auf Floskeln, aber der Spruch „Angst und Gier sind schlechte Ratgeber“ hat sich aus meiner Sicht bewahrheitet und gilt wirklich. Lassen Sie sich bitte bei Ihren Anlageentscheidungen ganz bewusst nicht von Angst oder Gier leiten! Auch Hektik und blinder Aktionismus sind schlechte Ratgeber. Diese Reaktionen führen aus meiner Erfahrung gerade in Krisenzeiten zu noch mehr Risiken für Ihre Vermögenswerte.

4 Tipps aus meiner Praxis für Ihre Anlageentscheidungen

1. Streuen und verteilen Sie Ihr Vermögen und vermeiden Sie Klumpenrisiken

Setzen Sie nun aus Angst oder auch Kapitulation vor den Finanzmärkten bitte nicht alles auf eine Karte. Ich habe in letzter Zeit mit vielen Anlegern gesprochen, die all Ihr Kapital nun auf einmal in Gold oder Staatsanleihen platzieren wollen, oder dies bereits getan haben. Gerade aus Angst vor weiteren Verlusten sollten Sie sich keinen Klumpenrisiken aussetzen. Anleger welche angesichts des dahinschmelzenden Vermögens nun panisch in Gold investieren vergeben mit dieser „Strategie“ Renditepotenzial und verzichten auf Risikominderung durch eine Streuung. Sie erhöhen also somit ihr Risiko. Außerdem wird es Ihnen nicht gelingen bei steigenden Aktienkursen rechtzeitig umzuschichten. Streuen Sie also Ihr Vermögen nicht nur auf unterschiedliche Anlageklassen, sondern auch in unterschiedliche Produkte und auch gerade Produktstrategien, wie beispielsweise marktneutrale oder quantitative Strategien.

2. Indexing statt Stockpicking

Gehen Sie als Anleger keine Einzelwetten ein, vor allem nicht um Verluste schneller wieder aufzuholen. Beispielsweise investieren einige Anleger derzeit in „ausgebombte“ Bankaktien oder Automobiltitel, weil diese Branchen ja staatlich gestützt und gerettet werden. Solche Einzelwetten sind aus meiner Sicht extrem riskant und für Ihr strategisches, privates Vermögens- und Risikomanagement ungeeignet. Wenn sollten Sie in Einzelaktien nur mit einem kleinen Teil Ihres Vermögens investieren. Besser ist aus meiner Sicht der Kauf von Exchange Traded Funds (ETFs). Hier haben Sie auch die Möglichkeit, beispielsweise in Branchen ETFs zu investieren (auch Automobil oder Bankenwerte), streuen aber dennoch Ihr Risiko und haben im Gegensatz zu Einzelaktien bessere Verlustverrechnungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Abgeltungsteuer, falls die Investitionen fehlschlagen. Grundsätzlich ist mein Rat an Sie: Indexing statt Stockpicking. Setzen Sie auf Marktbreite Aktienindices über ETFs, anstatt dass Sie versuchen, einzelne Aktien herauszupicken! Eine der besten und empfehlenswertesten ETF-Suchmaschinen für Ihre gezielte ETF Auswahl ist für mich übrigens das kostenlose Angebot von www.etfexplorer.com

3. Adaptieren Sie Ihre Strategie, aber bleiben Sie Strategien treu

Nehmen Sie keine unüberlegten und überhasteten Änderungen Ihrer Asset Allocation vor. Ich beobachte immer wieder, dass viele Anleger, welche mit Aktien Geld verloren haben dazu neigen, sich von der Börse komplett zu verabschieden und ihre Aktienquote auf null reduzieren. Das ist der falsche Ansatz. Wenn Sie mit Aktien in der Abwärtsentwicklung voll dabei waren, dann sollten Sie auch von einer möglichen Erholung der Aktienmärkte – eines Tages zumindest – profitieren. Auch hier empfehle ich Ihnen beispielsweise marktneutrale Strategien, oder quantitative Strategien. Achten Sie dabei darauf: Die Aktienquote sollte sich immer an Ihrem persönlichen Risikoprofil orientieren. Allerdings habe ich auch in der Praxis eine sehr gute Erfahrung mit der bewährten Formel (Die maximale Aktienquote sollte 100 – Ihr Lebensalter sein). Wichtig ist allerdings dabei schon Ihre persönliche und individuelle Risikotragfähigkeit, die langfristig vor allem aufgrund Ihres Alters, Ihres Einkommens, Ihrer Vermögensverhältnisse und Ihrer Ausgabenpläne definiert werden sollte. Diese Aktienquote sollte dann auch in Krisenzeiten durchgehalten werden!

4. Gezielte Strukturierung statt blinder Aktionismus

Verfallen Sie als Anleger (ich spreche hier nicht von aktiven Tradern) keinem hektischen Timing und Trading, um die derzeitigen hohen Schwankungen an den Börsen ausnutzen zu wollen. Die Kursschwankungen sind seit etwa einem Jahr besonders dramatisch. Die Volatilitäten (Schwankungsbreiten) sind derzeit circa doppelt so hoch wie in den vergangenen fünf Jahren. Tagesschwankungen von über 10 Prozent sind auch bei Standardaktien keine Seltenheit mehr. Einige Anleger versuchen, genau diese Schwankungen zu nutzen und setzen, mit Hilfe von Derivaten, auf fallende oder steigende Kurse. Dieses kurzfristige Trading gelingt allerdings selbst professionellen Händlern und Daytradern – nachhaltig und langfristig – nur selten. Auch wenn es reizvoll ist, ich rate Ihnen dies als Anleger nicht zu tun. Frieren Sie lieber die hohen Volatilitäten beispielsweise durch Deep-Bonuszertifikate ein und gehen Sie in die Aktienmärkte mit einem Risikopuffer ohne dass Sie jeden Tag – nervenaufreibend – auf die Börsen schauen müssen.

Mein Fazit

Ich merke derzeit in der Praxis, dass viele Anleger finanziell und nervlich sehr angeschlagen sind. Ebenso nehmen die Zukunftsängste und Existenzängste – gerade auch von Vermögensinhabern – dramatisch zu. Wenn Sie heute Ihren Arbeitsplatz verlieren ist das sehr schlimm, aber eine neue Arbeit kann sehr wohl gefunden werden. Wenn Sie aber Ihr Vermögen verlieren, dann ist der Wiederaufbau weit schwieriger als der gezielte Substanzerhalt und Vermögensschutz mit einem intelligenten, kompetenten und modernen Vermögensmanagement unter Einbeziehung entsprechender Banken, Bankplätzen und Produkten.

Kapitulieren Sie nicht vor den Kapitalmärkten und flüchten Sie nicht NUR in die Scheinsicherheiten von Festgeldern, Staatsanleihen oder „nur Gold“!

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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