Schlagwort-Archiv: Europäische Zentralbank

Zentralbanken und Geldautomaten!

start_opengraph_logga_riksbankenfasad4_1200x630pxSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

eine Zentralbank oder Notenbank ist eine Institution, die für die Geld- und Währungspolitik eines Staates, oder Währungsraumes zuständig ist. Zentralbanken wurden in den meisten Ländern mit dem Ziel geschaffen, das Preisniveau unter Kontrolle zu halten, sowie ein wirtschaftliches Gleichgewicht und die Geldwertstabilität zu gewährleisten.

Um diese wesentlichen Ziele zu erreichen stehen den internationalen Notenbanken wie der europäischen EZB, der US-amerikanische FED, der japanische Nippon Ginkō oder der Bank of England zahlreiche Instrumente der geldpolitischen Einflussnahme zur Verfügung. Beispielsweise die Steuerungen der Zinshöhen und der Geldmengen. Aber auch aktive Eingriffe in die Devisenmärkte

Die Schwedische Reichsbank ist die älteste heute noch existierende Notenbank

Als älteste Zentralbank der Welt kann die im Jahre 1609 gegründete Amsterdamer Wechselbank bezeichnet werden. Die im Jahre 1668 gegründete Schwedische Reichsbank Sveriges Riksbank (Bild) ist heute die älteste noch existierende Notenbank der Welt, da die altehrwürdige Bank of England erst im Jahre 1694 gegründet wurde. Die Deutsche Bundesbank wurde hingegen erst am 26. Juli 1957 gegründet, als Nachfolgeinstitution der Bank deutscher Länder.

Wer sind eigentlich die Eigentümer der Zentralbanken?

Im Rahmen meiner Vorträge werfe ich immer mal wieder die Frage ins Publikum: Wer ist eigentlich der Eigentümer einer nationalen Notenbank? Die häufigste Antwort darauf ist: Der Staat. Diese Aussage ist so pauschal allerdings nicht Zutreffend.

Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren zahlreiche Notenbanken in Privatbesitz. Die Bank of England wurde erst im Jahr 1946 verstaatlicht. Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) betont auf ihrer offiziellen Internetseite, dass sie „Niemandem“ gehört. Die 12 regionalen Notenbanken in den USA befinden sich allerdings in privatem Besitz von Geschäftsbanken.

Die Europäische Zentralbank EZB wiederum gehört auf Basis eines Verteilungsschlüssels bestehend aus Bevölkerungsanteil und Bruttoinlandsprodukt den jeweiligen nationalen Notenbanken, die überwiegend im Staatsbesitz sind.

Das gilt aber nicht für alle Zentralbanken. Die italienische Nationalbank befindet sich im Besitz der Banken und Versicherungsgesellschaften des Landes. Die Zentralbank Griechenlands befindet sich vollständig in Privatbesitz, die Notenbank Belgiens zu rund 50%. International ist die Zentralbank Südafrikas sogar vollständig in Privatbesitz. Die Bank of Japan ist immerhin zu 45% in privater Hand.

Wussten Sie, dass es börsennotierte Zentralbanken gibt?

Viele Bürger dürften nach meiner Erfahrung sehr überrascht sein, dass es auch börsennotierte Zentralbanken gibt. Die Belgische Nationalbank hat die ISIN-Nr.: BE0003008019, die Nationalbank Griechenlands die ISIN-Nr.: GRS004013009. Die bekannteste börsennotierte Zentralbank dürfte die Schweizer Notenbank SNB sein mit der ISIN-Nr.: CH0001319265. Die drei ISIN-Nr. dienen rein zu Ihrer weiterführenden Information, das sind selbstverständlich KEINE Kaufempfehlungen von meiner Seite!

55% der Aktien der Schweizer Nationalbank SNB gehören den Schweizer Kantonen, 45% der Anteile befinden sich im Privatbesitz. Sie können also als Privatperson Eigentümer einer Zentralbank werden. Das scheint allerdings wenig empfehlenswert, weil die Gewinne in der Regel an den Staat fließen, nicht an die Aktionäre. Das derzeitige System der Zentralbanken ist für mich der Nährboden unseres kranken Geldsystems, das vor dem Geldinfarkt steht.

infografik_9927_geldautomaten_je_1_million_einwohner_nBargeld: Der Geldautomat wurde 50 Jahre alt!

Die derzeitige Wertschöpfungskette unseres Geldes beginnt bei den Zentralbanken und endet im Bargeldverkehr, beispielsweise beim Gang zum Geldautomaten. am 27. Juni 1967 nahm die britische Großbank Barclays in ihrer Filiale in Enfield, nördlich von London gelegen, den ersten Geldautomaten in Betrieb. In Deutschland stellte – fast ein Jahr später am 27. Mai 1968 – die Kreissparkasse Tübingen den ersten Geldautomaten auf. Der erste Geldautomat der mit dem Banksystem online verbunden war, wurde erst im Jahr 1978 durch die Kreissparkasse Köln installiert.

Die skandinavischen Staaten sind die Vorreiter der Bargeldabschaffung

Der Geldautomat feierte also in diesen Tagen seinen 50-jährigen Geburtstag. Ich gehe davon aus, dass die Tage des Geldautomaten in der heutigen Form bereits gezählt sind. Ich glaube nicht, dass der Geldautomat 75 oder gar 100 Jahre alt wird. Das belegen bereits die Entwicklungen in Skandinavien. Die innovativen und technisch hochaffinen nordischen Länder sind die Vorreiter der Bargeldabschaffung aus technologischen Gesichtspunkten.

Schweden und Norwegen forschen längst an digitalen Landeswährungen. In Schweden ist das Bargeld faktisch heute schon abgeschafft. Dänemark hat seine letzte Münzprägeanstalt mittlerweile geschlossen. Weniger als 20% aller Transaktionen werden in Dänemark heute noch in Bar abgewickelt. Die Bürger bezahlen längst über Karten oder mobile Applikationen über ihre Smartphones. In Deutschland und Österreich liegt dieser Barzahlungs-Wert hingegen derzeit noch bei rund 80%. Das wird sich zukünftig massiv ändern!

Österreich ist das Land der Geldautomaten in EU-Europa

Bei der Anzahl der Geldautomaten liegen die Österreicher vorn, wie Zahlen der Europäischen Zentralbank EZB belegen. Auf eine Million Einwohner kommen in der Alpenrepublik ganze 1.600 Geldautomaten. Das sind fast doppelt so viele wie der EU-Durchschnitt der bei 879 Geldautomaten liegt.

Generell liegt die Anzahl im Euroraum mit durchschnittlich 940 etwas höher als im Durchschnitt aller EU-Länder. Deutschland liegt auf Rang 6 mit 1.052 Geldautomaten. Blicken wir auf die großen Volkswirtschaften liegt in Großbritannien der Wert bei 1.079, in Spanien bei 1.074, in Frankreich bei 910 und in Italien bei 832.

Die wenigsten Geldautomaten gibt es in Schweden und Finnland

Die wenigsten Geldautomaten gibt es in Schweden. Hier teilen sich eine Million Einwohner lediglich 335 Geldautomaten. In Finnland ist die Anzahl der Bankautomaten in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen und lag 2015 nur noch bei 372. Auch in den Niederlanden ist die Anzahl der Geldautomaten mit 414 sehr gering. Ebenso in Litauen mit 418 und in Tschechien mit 431. Auch diese Entwicklungen sind Indikatoren für das kommende Ende des Bargeld-Zeitalters in Kombination mit der weiteren Digitalisierung des Geldwesens.

Geldinfarkt_Markus_Miller_3DMarkus Miller: Die Welt vor dem Geldinfarkt!

Die derzeitigen Systemrisiken sind so hoch wie selten zuvor in den letzten Jahrzehnten. Deswegen sind und bleiben reale Werte, die frei von Schulden sind, eine ganz wichtige Strategie zur Schaffung Ihres persönlichen Fort Knox.

Die Probleme unseres kranken Geldsystems zu analysieren und zu erkennen, ist die eine Seite. Gesunde Alternativen aufzuzeigen ist jedoch viel wichtiger. Praktische Lösungsansätze liegen dabei zusätzlich in der enorm hohen Dynamik des technologischen Fortschritts.

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Ich unterscheide mich von den zahlreichen Kritikern unseres derzeitigen Geldsystems vor allem dahingehend, dass ich die Vorteile der elektronischen Welt des bargeldlosen Zahlungsverkehrs mit den Vorteilen der physisch hinterlegten Welt der realen Werte heute schon kombiniere. Mein neues Buch können Sie neben dem Buchfachhandel und zahlreichen Online-Buchhändlern beispielsweise über Amazon bestellen. Als klassische, hochwertige Hardcover-Variante (Gebundene Ausgabe), oder auch als digitales eBook.

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Todesanzeige!

ptd-16-23-zinsSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

die Nullzinspolitik der EZB gefährdet die Altersvorsorge von Millionen Deutschen. Kommt der Negativzins droht sogar die Enteignung von Sparern. Diese Politik von Mario Draghi muss dringend gestoppt werden!

Aus diesem Grunde hat MARKUS MILLER, der Geschäftsführer von GEOPOLITICAL.BIZ und Chefanalyst von KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH ein Petitionsschreiben an den EZB-Präsidenten Mario Draghi und die Mitglieder des EZB-Rats ins Leben gerufen. Sie können diese Petition unterstützen und sehr gerne auch weiterleiten, in Ihrem persönlichen Bekanntenkreis und Netzwerk. Nachfolgend die Grundlagen der Petition:

Was ist eine Petition und wie funktioniert sie?

Nach Artikel 227 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) hat jeder EU-Bürger das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit einer Petition, also mit einer Bitte oder Beschwerde, an die dafür zuständigen politischen Stellen zu wenden.

Wann wird die Petition übergeben?

Bis zum 01.10.2016 wollen wir so viele Unterzeichner wie möglich für unser Anliegen gewinnen und die Petition mitsamt den gesammelten Unterschriften im Anschluss an die EZB übermitteln. So wollen wir öffentlichen Druck auf EZB-Präsident Mario Draghi ausüben, seine Niedrigzinspolitik zu beenden, und klarmachen, dass eine große Mehrheit der Sparer sich eine Enteignung durch die Hintertür nicht gefallen lässt.

EZB_EuroSehr geehrter Herr EZB-Präsident Mario Draghi,

sehr geehrte Mitglieder des EZB-Rats,

hiermit fordern die Unterzeichner dieser Petition Sie auf, Ihre Nullzinspolitik umgehend zu beenden und endlich aufzuhören, die deutschen und europäischen Sparer zu enteignen! Die Nullzinspolitik der EZB führt dazu, dass die einzelnen Banken ihren Kunden, den Sparern, auch keine Zinsen mehr zahlen.

Mindestens 39 Prozent des deutschen Volksvermögens sind betroffen!

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank liegen 39 Prozent der Ersparnisse der Deutschen auf Giro-, Tagesgeldkonten oder Sparbüchern. Wer aber sein Geld dort angelegt hat, kann wegen Ihrer Politik keine Zinsen mehr erwarten.

Sparen lohnt sich nicht mehr. Wer spart, handelt eigentlich klug und vorausschauend, ist aber plötzlich der Dumme. Und das hat ganz reale Auswirkungen: Viele Menschen haben jahrelang gespart, um sich etwa eine eigene Rücklage fürs Alter zu sichern. Genau diese Menschen drohen nun in Altersarmut abzurutschen.

Negativzinsen sind gleichbedeutend mit einer Enteignung!

Als wäre das nicht schon schlimm genug, droht jetzt sogar die endgültige Enteignung der Sparer: die Einführung von Negativzinsen! Das bedeutet: Wer sein Geld bei der Bank anlegt, bekommt nicht nur keine Zinsen dafür, er muss stattdessen sogar Strafgebühren zahlen. Zwei deutsche Banken haben solche Strafzinsen für Sparer schon eingeführt, wenn auch vorerst nur ab einer gewissen Anlagesumme. Aber der Trend zeigt klar in eine Richtung: Sparer drohen enteignet zu werden! Vermögen, die über Jahre hart erarbeitet worden sind, drohen vernichtet zu werden!

Diese absurde Politik lassen sich die Bürger aber nicht gefallen. Wie eine Umfrage ergeben hat, würden mehr als 75 Prozent der Deutschen ihr Geld von Konten abheben, für die sie Strafzinsen bezahlen sollen. Es wird also dringend Zeit umzudenken.

Wir fordern Sie daher auf,

  1. Ihre Nullzinspolitik umgehend zu beenden!
  1. den Leitzins wieder auf ein normales Niveau anzuheben!
  1. eine normale Verzinsung von Sparguthaben wieder zu ermöglichen!

Wir machen hiermit von unserem Petitionsrecht nach Art. 227 AEUV Gebrauch und fordern Sie auf, Ihre Zinspolitik gemäß diesen Forderungen zu korrigieren.

Ich bitte Sie: unterstützen Sie meine Initiative der Petition gegen die EZB-Politik. Informieren Sie Ihre Bekannten und Freunde über meine Online-Petition!

Zur Volkspetition von Markus Miller: Enteignung der Sparer durch Negativzinsen stoppen!

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