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Xetra-Gold: Einzelfall oder Systemrisiko?

Gold_Klopapier

XETRA-GOLD: Doch nur ein Papier? Bildquelle: Kelly Wearstler

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

zwei beliebte Kapitalanlagen in Deutschland sind Xetra-Gold und Euwax-Gold. Bei beiden Finanzprodukten handelt es sich um börsengehandelte Anleihen, die den Anspruch auf eine Auslieferung von Goldbarren garantieren.

Im Gegensatz zu Zertifikaten wird bei Xetra-Gold und Euwax-Gold eine physische Deckung gewährleistet. Bei Xetra-Gold werden die Edelmetalle der Kunden in Tresoren in Frankfurt am Main sicher verwahrt. Anleger erwerben aber weder ein Eigentums- noch ein Sicherungsrecht.

Warnsignal: Deutsche Bank liefert Xetra-Gold nicht aus!

Anfang September wurde bekannt, dass eine Filiale der Deutschen Bank aus angeblich „geschäftspolitischen Gründen“ einem investierten Anleger die Auslieferung seiner Xetra-Gold-Anteile verweigerte. Die Deutsche Börse als Emittentin von Xetra-Gold weist jede Schuld von sich und verweist auf die Zuständigkeit der jeweils depotführenden Bank. Mittlerweile spricht die Deutsche Bank von einem Einzelfall.

Kaufen Sie verbrieftes Gold über Auslandsfonds!

In der EU ist es rechtlich nicht zulässig, einen ETF oder einen Investmentfonds gezielt auf einen Anlagewert wie beispielsweise Gold zu emittieren. Um dies zu umgehen wurden die rechtlich sehr komplexen Finanzprodukte Xetra-Gold und Euwax-Gold als ETCs seitens der deutschen Finanzindustrie ins Leben gerufen.

Ein ETC ist allerdings im Gegensatz zu einem ETF oder Investmentfonds kein Sondervermögen, sondern eine Schuldverschreibung. Die Besicherung und Auslieferung der Edelmetalle soll dabei gewährleistet sein. Diese Garantieversprechen sind kritisch zu hinterfragen.

Nutzen Sie die attraktiven Möglichkeiten im Fürstentum Liechtenstein

Ich empfehle Ihnen deshalb einen Wechsel von deutschen ETCs in Liechtensteinische Investmentfonds basierend auf physischen Edelmetallen, verbunden mit einem rechtlich klaren Sondervermögensstatus. Diese Sachwert-Fonds sollten Sie aus strategischen Gründen der rechtlichen und geografischen Diversifikation auch direkt in Liechtenstein erwerben und verwahren.

Ich habe die komplexen deutschen Rechtsstrukturen Xetra-Gold und Euwax-Gold in meiner Best-Buy-Liste bereits vor Jahren ersetzt, und zwar durch solide Edelmetallfonds aus dem Fürstentum Liechtenstein. Dieser aktuelle Fall der Auslieferungsprobleme bei Xetra-Gold bestätigt mich erneut in meiner Strategie.

Ummanteln Sie Gold mit Liechtensteinischen Rechtsstrukturen

2000px-Flag_of_Liechtenstein.svgUmmanteln Sie reale Werte wie Edelmetalle und strategische Metalle, in die Sie gezielt als physisches Wertaufbewahrungsmedium investieren, durch Fondsstrukturen aus dem Fürstentum Liechtenstein. Das schützt Sie vor steuerlichen oder rechtlichen, aber auch möglichen politischen Repressionen, weil Sie formaljuristisch beispielsweise kein Gold besitzen, Eigentumsrechtlich aber sehr wohl.

Eine weitere Alternative oder auch Ergänzung sind Versicherungspolicen aus dem Fürstentum Liechtenstein, die wiederum auf Edelmetallen wie Gold und Silber basieren. Dadurch erreichen Sie stiftungsähnliche Vorteile für Ihre eingebrachten Vermögenswerte. Absolut rechts- und steuerkonform.

Damit profitieren Sie intelligent von Vorteilen ausländischer Rechtssysteme. Diese liechtensteinischen Versicherungspolicen sind im Gegensatz zu nicht deklarierten Auslandsdepots oder Briefkastenfirmen absolut gesetzeskonform und verfügen über zahlreiche anlagetechnische, rechtliche und zusätzlich steuerliche Vorteile.

Die Abgeltungsteuer wird erhöht oder abgeschafft werden

Die von mir erwartete Erhöhung oder Abschaffung der Abgeltungsteuer nach der Bundestagswahl 2017 wird zu massiv höheren Steuerbelastungen für Kapitalerträge führen. Ich rechne zukünftig mit einer Abgeltungsteuer von 35 %. Oder der Abschaffung und Rückkehr zur Progressionsbesteuerung mit Spitzensteuersätzen von 45 %.

Die Abgeltungsteuer kommt beispielsweise bei Versicherungspolicen nicht zur Anwendung. Die Erträge müssen nur zu 50 % versteuert werden, wenn die spätere Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr erfolgt und die Laufzeit mindestens zwölf Jahre betragen hat. Das ist der einzige Bereich, in dem somit das ehemalige Halbeinkünfteverfahren weiterhin Gültigkeit hat.

Nutzen Sie Versicherungspolicen aus Liechtenstein als Steuerspardose

Auch ausländische Versicherungsgesellschaften, also auch Policen aus Liechtenstein, können diese Vorteile nutzen, wenn die Versicherungspolicen auf deutsches oder auch österreichisches Steuerrecht abgestimmt sind. Bei all meinen bisherigen wie zukünftigen Empfehlungen war und ist dies selbstverständlich der Fall.

Meine Empfehlungen und Anlagealternativen zu Xetra-Gold und Euwax-Gold finden Sie in meiner aktuellen Oktober-Ausgabe von Kapitalschutz vertraulich. Ebenso in meiner Grundlagenausgabe „Geheimtipp Alpenfestung“, die Sie als Leser und Abonnent von Kapitalschutz vertraulich erhalten.

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Kanada: Investieren Sie in das beste Land der Welt!

Eagles-Paradise-Premium-Resorts-grauSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

mein Lieblingsstaat außerhalb Europas ist Kanada. Das meine ich nicht aus Sicht eines Urlaubers, sondern vor allem aus Anlegersicht. In meiner positiven Einschätzung bestätigt mich der aktuelle Report des Reputation Institute. Das renommierte Forschungsinstitut mit Sitz in New York ist ein internationales Expertennetzwerk aus Wissenschaftlern und Praktikern.

Jährlich veröffentlicht das Institut den „Reputation Report“ zu den wirtschaftlich wichtigsten Staaten weltweit. Dabei wird das Ansehen der 55 Länder mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt untersucht, und zwar im Hinblick auf Kriterien wie Umwelt, Lebensqualität, Freundlichkeit, Sicherheit, politische Stabilität durch die Leistungsfähigkeit der Regierung, Rechtssicherheit bei Investitionen und Wirtschaftskraft.

Kanada erobert den 1. Platz von der Schweiz zurück

Im vergangenen Jahr wurde Kanada durch die Schweiz vom Spitzenplatz verdrängt. In diesem Jahr hat das flächenmäßig zweitgrößte Land unserer Welt den ersten Platz aber wieder zurückerobert. Diese Top-Platzierung ist dabei sehr stabil. Bereits 2011, 2012 und 2013 war Kanada Spitzenreiter.

Vielleicht fragen Sie sich, warum ich dem zwar renommierten, aber hierzulande relativ unbekannten „Reputation Report“ eine so große Beachtung beimesse? Das erkläre ich Ihnen sehr gerne. In unserer derzeitigen Welt verlieren immer mehr Menschen das Vertrauen in ganz entscheidende Grundpfeiler und Institutionen unseres täglichen Lebens, die uns eigentlich Halt und Orientierung geben sollten: Staaten, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sicherheit, Rechtsprechung, Geld und Banken.

Gerade die Griechenland-Rettungsmaßnahmen, die zahlreiche Menschen in unserem Land ablehnen oder mit großer Sorge für ihr eigenes Vermögen betrachten, sowie die absolut chaotische Flüchtlingspolitik sorgen aktuell mit Sicherheit für einen weiteren Vertrauensverlust in den deutschen Staat.

Nach meiner Einschätzung wird das auch im aktuellen Reputation Report des Jahres 2015 bereits sehr deutlich. Deutschland verliert 5 Plätze, mehr als alle anderen Länder aus den Top 20, und rutscht damit auf Rang 15 ab.

Darüber hinaus ist festzuhalten, dass Größe und Wirtschaftsstärke eines Landes keine Garanten für eine gute Reputation sind. Russland belegt den viertletzten Platz. China liegt abgeschlagen auf Rang 46. Selbst die USA, als großer nordamerikanischer Nachbar Kanadas, haben es nicht unter die TOP 20 geschafft.

Nationalflagge_KanadaDie fünf besten und schlechtesten Länder der Welt

Die fünf besten Länder unserer Welt sind derzeit Kanada, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Australien.

Die fünf schlechtesten Länder unserer Welt sind laut dem aktuellen Reputation Report 2015 die Staaten Nigeria, Russland, Irak, Iran und Pakistan. Vor allem der massive Abstieg Russlands ist sehr bedenklich!

Vertrauen ist der Anfang von allem!

Der globale Ruf eines Landes entscheidet darüber, ob Menschen dort leben, investieren oder Urlaub machen möchten. Dadurch werden die Grundvoraussetzungen gelegt, damit ein Staat ökonomisch erfolgreich ist. Kanada erfüllt diese Voraussetzungen bestens, so dass auch Sie diese vorteilhaften Rahmenbedingungen für Ihre Investitionen in Kanada aktiv nutzen sollten.

Sei es als strategisches Standbein durch ein Bankkonto in Kanada fern der Systeme Europas, eine Investition in Kanadische Dollar oder kanadische Aktien über Ihr bestehendes Wertpapierdepot, alternative Lagerstätten für physische Edelmetalle oder den Erwerb eines Grundstücks oder einer Immobilie in Kanada.

Für all diese unterschiedlichen Bereiche finden Sie in meinem aktuellen Spezialreport „Kanada“ meine ausgewählten Recherchen und Analysen. Ich bin davon überzeugt, dass Sie mindestens eine Empfehlung finden, die Sie direkt in die Praxis umsetzen können. Für Ihr eigenes, vertrauensvolles Standbein in Kanada.

Süßwasserspeicher: Kanada verfügt über rund 2 Millionen Seen

Wenn Sie an Kanadas Rohstoffe denken, denken Sie wahrscheinlich vor allem an Bergbauprodukte wie Gold, oder Öl und Gas. Neben gigantischen Vorkommen in diesen Bereichen verfügt Kanada über enorme Holzreserven. 40 Prozent des kanadischen Landes ist von Wald bedeckt. Das entspricht ungefähr 10 Prozent des weltweiten Waldbestandes. 7,6 Prozent der Landmasse Kanadas besteht aus rund 2 Millionen Seen. Ein gigantischer Speicher für den wichtigsten Rohstoff der Menschheit für die Zukunft: sauberes Trinkwasser. Kanada verfügt damit über die größten Süßwasservorräte der Welt.

Nova Scotia: Mein Favorit als Banken- und Immobilienstandort

Davon konnte ich mich selbst schon persönlich überzeugen, bei einer Kanufahrt auf einem glasklaren kanadischen See in Nova Scotia (Neuschottland), nahe der Provinzhauptstadt Halifax.

Die zweitkleinste Provinz Kanadas ist mein Favorit als Finanzplatz für ein Bankkonto oder ein Wertpapierdepot in Kanada. Und als Standort für Grundstücks- und Immobilieninvestitionen in Kanada.

Die Themen meines Kanada-Spezialreports auf einen Blick

Editorial: Investieren Sie in das beste Land der Welt!

Trinkwasser: Kanada verfügt über den wichtigsten Rohstoff der Zukunft

Reputation Report 2015: Kanada hat den besten Ruf der Welt

Währung: So einfach legen Sie sich den Kanadischen Dollar in Ihrem Heimatland zu

Aktien: Mit diesem ETF investieren Sie kostengünstig in den kanadischen Aktienmarkt

Immobilien: Meine Top-Empfehlung für Ihr Immobilien-Investment in Kanada

Auslandstresor: Immer noch ein Geheimtipp: Tresormetalle in Toronto kaufen und lagern

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Swap me: Die ETF-Tauschwirtschaft

Ich bin ja schon sehr lange ein Verfechter von aktivem Porfoliomanagement mit passiven Produkten, analog der Grundkonzeption einer Core Satellite-Strategie. Hier freut es mich sehr, dass ich in diesem Zusammenhang Focus Money ein Interview geben konnte. Den Bericht zu den ETF-Strategien, auch aus steuerlichen Gesichtspunkten von Focus Money möchte ich Ihnen heute vorstellen.

Swap oder nicht Swap, dass ist hier die Frage?

Helmut Kohl hätte wahrscheinlich seine wahre Freude daran, gerade jetzt Bundeskanzler zu sein. „Geschichte wird gemacht“, würde er sagen. Ein historisches Ereignis jagt das nächste: die viertgrößte US-Investmentbank – pleite. Die größte Versicherung der Welt – verstaatlicht. Der nächste Präsident der USA – ein Farbiger.

Eine wahrlich historische Chance haben noch einen wenige Tage deutsche Anleger. Sie können sich für immer der Abgeltungsteuer auf Kursgewinne und Dividenden entziehen – zumindest für den Anlagebetrag, der ihnen heute zur Verfügung steht. Möglich ist dies mit sogenannten swapbasierten ETFs. „Geswapte ETFs sind ideale Steueroptimierungsmodelle. Wer jetzt nicht handelt, ist selber schuld“, sagt Markus Miller, Ex-Banker und Betreiber des Finanzportals GEOPOLITICAL.BIZ. FOCUS-MONEY erklärt,was Anleger bei diesem Produkt beachten müssen.

Zurück zur Tauschwirtschaft – Was ist eigentlich ein Swap

Ein Swap ist eine Vereinbarung zwischen zwei Vertragspartnern, in der Zukunft Zahlungsströme auszutauschen. So lautet die allgemeine Definition. In der Vereinbarung wird dann festgelegt, wie die Zahlungen berechnet werden und wann sie fließen.

Traditionell setzen Marktteilnehmer Swaps vor allem bei Zinsgeschäften ein. Große institutionelle Anleger schützen sich damit im Wesentlichen vor Zinsschwankungen und sichern sich von vornherein festgelegte Zahlungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Dabei tauschen die Vertragspartner im Prinzip variable, beispielsweise an den Geldmarkt angelehnte Zinsen gegen einen festen Satz.

Mit Swaps können Anleger theoretisch auf alle vorstellbaren Differenzen setzen. So könnten zwei Fußballfans beispielsweise auf die Tordifferenz ihrer Lieblingsvereine im nächsten Duell wetten. Der Gewinner bekäme vom Verlierer die Tordifferenz in vorher festgelegten Geldeinheiten ausgezahlt.

Prinzipiell funktionieren ETF-Swaps ähnlich. Sie stellen nicht den Index und die darin enthaltenen Aktien dar, sondern verbriefen, vereinfacht gesagt, das Recht auf die Auszahlung der prozentualen Veränderung des Index.

Der Anteilseigner partizipiert durch die Kurssteigerung des Anteilswerts somit indirekt an den im Index enthaltenen Dividendenerträgen, die dadurch steuerfrei bleiben. Aufwendungen für Börsengebühren oder Umschichtungen im Index entfallen.

ETFs – börsengehandelte Indexfonds

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsennotierte Indexfonds. Die Gebühren sind wesentlich niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds. Darüber hinaus bieten sie über die Swap-Variante noch einen satten Steuervorteil. Ursprünglich wurden die Swaps entwickelt, um möglichst genau den zu Grunde liegenden Index nachbilden zu können. Dabei wird das Wertpapierportfolio gegen den zu Grunde liegenden Aktienindex getauscht, also geswapt.

In der Regel entspricht das Wertpapierdepot des ETF-Anbieters nicht exakt dem Index. Das wird durch den Swap ausgeglichen. Bei einem PerformanceIndex wie dem Dax bedeutet das, dass die Wertentwicklung des ETF den Dax exakt nachbildet. Im Dax sind aber die Dividendenausschüttungen schon enthalten. Und die sind als Kursgewinn dann steuerfrei, wenn der ETF vor dem 31.12.2008 gekauft wird. Bei Preisindizes wie dem Euro-Stoxx-50 ist der Mechanismus komplizierter, aber das Ergebnis ist dasselbe: Dividenden und Kursgewinne bleiben steuerfrei.

Lohnender Zinseszinseffekt

Der Zinseszinseffekt macht Swap-ETFs gerade über einen längeren Anlagezeitraum sehr interessant, wie eine Musterrechnung zeigt. Darin wird verglichen, wie sich 10000 Euro in zwanzig Jahren entwickeln – je nachdem, in welchen Fondstyp der Anleger investiert. Annahme: Aktien steigen im Schnitt um sechs Prozent pro Jahr und schütten zwei Prozent Dividende aus. Das entspricht in etwa dem zwanzigjährigen Durchschnitt.

Vor Kosten und Steuern erwirtschaftet ein Indexfonds (ETF) ziemlich exakt die Durchschnittsrendite des Aktienmarkts. Gut gemanagte aktive Fonds können eine höhere Rendite bringen, auch wenn sich das oft erst im Nachhinein herausstellt. In der Musterrechnung wird von einer Rendite von jährlich neun Prozent ausgegangen.

Trotzdem ist das Endvermögen eines Anlegers nach 20 Jahren höher, wenn er in ETFs investiert. Der ETF ohne Swap ist allein deshalb besser, weil die Managementgebühr entfällt. Beim ETF mit Swap kommt der Steuervorteil hinzu. Insgesamt hat der Investor am Ende über 7000 Euro mehr in der Tasche, obwohl der Fondsmanager sogar besser war als der Markt.

Zufälliger Vorteil des Steuereffekts

Der Steuereffekt war allerdings nicht der Grund für diese Konstruktionen. Eigentlich ging es nur darum, die Wertentwicklung präzise nachzubilden. Vor allem bei ausländischen Aktien spielen dabei die Dividenden eine wichtige Rolle. Große Indizes wie MSCI oder Stoxx gehen bei der Indexbildung davon aus, dass die Dividende tatsächlich am Ex-Tag gezahlt wird. In der Praxis stehen die Zahlungen aber erst später zur Verfügung. So dauert es in Japan 74 Tage, bis die Dividenden auf dem Konto der Aktienbesitzer sind. Das ist durchaus ein Problem für Fondsanbieter, weil sie das Geld nicht zur Verfügung haben, um den Index nachzubilden. Also tauschen sie die Forderung auf die Dividenden per Swap schon früher ein. Quasi per Zufall ist diese Finanzierungsform vor dem Zugriff des Finanzamts geschützt, weil es so nicht zu echten Ausschüttungen kommt.

Es besteht ein auf maximal 10% begrenztes Kontrahentenrisiko

Allerdings entsteht so ein Kontrahentenrisiko, das normalerweise bei ETFs ausgeschlossen ist. ETFs sind ein sogenanntes Sondervermögen und werden getrennt von den Aktiva des Emittenten gehalten. Bei Insolvenz bekommt der Anleger trotzdem sein Geld. Für den geswapten Anteil besteht aber das Risiko, dass der Swap-Partner pleitegeht. „Ein gewisses Swap-Risiko sehen wir, halten es aber für tragbar“, sagt Wolfgang Köbler, Manager des Dachfonds Vitreo ETF-Global. ETF-Anbieter dürfen nach gesetzlichen Vorgaben ohnehin nur bis zu zehn Prozent des Sondervermögens in Swaps stecken. In der Praxis ist es in der Regel weniger.

Reiche Ernte. Dieses relative geringe Risiko wird durch den Steuervorteil reich entlohnt. Der Gesamtertrag des Anlegers steigt erheblich, wie eine Beispielrechnung zeigt. Bei einer Anlage von nur 10.000 Euro beträgt der Zusatzertrag gegenüber einem regulären Aktienfonds nach 20 Jahren mehr als 7000 Euro! Kleinere Differenzen können sich über einen so langen Zeitraum gewaltig auswirken.

Das gilt generell bei Aktienanlagen. Die oft so mickrig wirkende Dividende hat im Lauf der Zeit ganz erheblichen Einfluss auf die Gesamtperformance. Laut Deutschem Aktieninstitut konnten Anleger im Schnitt der vergangenen dreißig Jahre mit deutschen Aktien zehn Prozent per annum verdienen – ein Viertel davon aus Dividenden.

Zuletzt kündigten viele Dax-Unternehmen an, für 2008 eine hohe Ausschüttung zu planen. Das verschafft dieser Anlagestrategie einen ausnehmend guten Start. Die steuerfreien Erträge sind in Relation zum Kurs besonders hoch und der Dax im historischen Vergleich billig.

Auf eines weist Markus Miller noch hin: „Vorsichtige Anleger warten die endgültige Verabschiedung des Jahressteuergesetzes durch den Bundesrat am 19. Dezember 2008 ab. Aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Regelung so bleibt, wie sie jetzt geplant ist.“

Sinnvolle Swap-ETFs

Nur ein Teil der in Deutschland handelbaren Indexfonds (ETFs) arbeitet mit Swaps und taugt deshalb zur Steueroptimierung. Bei der Masse der Produkte verwenden die Anbieter das klassische ETF-Konzept, halten also ständig die im jeweils abgebildeten Index gebündelten Aktien. Marktführer iShares hat unter seine etwa 140 verschiedenen Fonds weniger als 20 Swap-ETFs eingereiht.

Die kleineren iShares-Konkurrenten Deutsche Bank (x-trackers) und Lyxor setzen dagegen stärker auf das innovative Swap-Konzept. Vor allem bei Exotenmärkten dürfte sich die Swap-Konstruktion positiv bemerkbar machen. Späte Dividendenzahlungen, Stempelsteuern und ausländische Quellensteuern erschweren dort den Fondsanbietern ohne Swaps die exakte Indexnachbildung.

Newcomer Comstage setzt ausschließlich auf geswapte ETFs. Die ersparten Kosten werden zu einem Gutteil an den Kunden weitergegeben, sodass Comstage häufig auch die geringste Verwaltungsgebühr aufweist. Der aktuell interessanteste ETF setzt auf die Euro-Stoxx-600-Aktien, die in ihren Heimatmärkten zu den dividendenstärksten Werten zählen. Hier kommt der Swap-Vorteil stark zum Tragen.

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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ETF- und Trendfolge-Strategien

Die starken Kurseinbrüche der jüngsten Vergangenheit (auch mit den darauf folgenden Kursanstiegen) an den internationalen Aktienmärkten machen es deutlich: Heutzutage kann der Anleger nicht mehr darauf vertrauen, dass Aktien langfristig steigen. In früheren Jahren konnte der Anleger davon ausgehen, dass sein breit gestreutes Aktiendepot nach 10 Jahren an Wert gewonnen hatte und sogar noch mehr Rendite einbrachte als mit festverzinslichen Wertpapieren zu erzielen war. In den letzten 10 Jahren war der Aktienmarkt durch zwei dramatische Kurseinbrüche gekennzeichnet, die bei vielen privaten und institutionellen Investoren zu erheblichen Vermögensverlusten geführt haben.

Gemessen am Deutschen Aktienindex (DAX) hat der Anleger nach 10 Jahren mit einer Kauf-Halte-Strategie sogar leichte Verluste eingefahren. Auch für die Zukunft ist mit starken Schwankungen am Aktienmarkt zu rechnen.

Doch was kann der Anleger in einem derartigen Umfeld tun?

Er sollte die Chancen aktiv nutzen und seine Risiken konsequent begrenzen. Für aktive Investoren existieren zwei nachvollziehbare Ansätze, um an den Finanzmärkten Geld zu verdienen.

1. Ansatz „Prognose“

Beim ersten Ansatz versucht der Anleger die Marktentwicklung vorauszuahnen und handelt entsprechend seiner Prognose. Zu diesem Zweck werden beispielsweise fundamentale Daten, wie die voraussichtliche Gewinnentwicklung oder Konjunkturdaten herangezogen. Aber auch die Technische Analyse kann zur Prognose der zukünftigen Marktentwicklung verwendet werden. Dieser Ansatz ist in der Praxis weit verbreitet. Allerdings steht und fällt er mit der Fähigkeit des Anlegers die Zukunft vorherzusagen. Und wer kann das schon?

2. Ansatz „Trendfolge“

Der zweite und jüngere Ansatz ist die „Trendfolge“. Die so genannten „Trendfolger“ versuchen nicht die zukünftige Marktentwicklung zu prognostizieren, sondern warten bis sich ein Trend etabliert hat und springen dann auf den fahrenden Zug auf. Sie bleiben solange investiert bis der Trend wieder gedreht hat. Der Trendfolger verpasst grundsätzlich den Anfang eines Trends und gibt am Ende wieder einen Teil der Gewinne ab. Der Trendfolger zieht seinen Gewinn aus dem Mittelstück eines Trends. Als Trendfolger wird man nie zum Tiefstkurs kaufen und zum Höchstkurs wieder verkaufen. Trendfolger wissen, dass sie die Zukunft nicht vorhersagen können. Deshalb nutzen sie ein einfaches Prinzip: Sie folgen Trends und haben Respekt vor dem Risiko.

Bevor wir uns eingehender mit der Trendfolge beschäftigen, muss der Begriff „Trend“ näher erläutert werden. Als Trend wird eine anhaltende Kursbewegung in eine bestimmte Richtung bezeichnet. Dabei verläuft ein Trend nicht gradlinig in eine Richtung, sondern wird durch Korrekturphasen unterbrochen, also kleineren Bewegungen entgegen der Trendrichtung. Und genau hier liegt eine Herausforderung für jeden Trendfolger, nämlich zu erkennen wann es sich um eine Trendwende handelt. Denn jede Trendwende beginnt mit einer Korrektur und lässt sich erst im Nachhinein einfach erkennen. Daher benötigt jeder Trendfolger einen Indikator, der ihm anzeigt, wann ein Trend gebrochen ist und er agieren muss. Wenn man den Begriff „Trendfolge“ in seine Einzelteile zerlegt, haben wir den „Trend“ als ersten Teil des Begriffs. Nach dem Einstieg benötigt jeder Anleger einen Trend, um Geld zu verdienen, egal welche Methode er anwendet. Gibt es nach dem Kauf keinen Aufwärtstrend kann man nicht zu einem höheren Preis verkaufen. Der zweite Teil des Begriffs „folge“ sagt etwas über die Methode aus, nämlich das der Trendfolger zuerst wartet bis der Trend gedreht hat und anschließend dem neuen Trend folgt.

Doch warum entstehen eigentlich Trends?

Die Börsen reagieren zwar schnell auf Neuigkeiten, die großen Veränderungen finden allerdings über längere Zeiträume statt. Trends entwickeln sich, weil sie eine wachsende Übereinstimmung über zukünftige Preise darstellen und sich erst im Laufe der Zeit ein neues Kursniveau herausbildet, welches von der Mehrzahl der Marktteilnehmer als fair betrachtet wird. Da sich die Anleger nie zu 100% sicher sein können, zweifeln sie daran, ob sie mit ihrer Meinung richtig liegen oder nicht. Aufgrund dieser Unsicherheit dauert es einige Zeit bis sich ein neuer Konsens über das angemessene Kursniveau herausgebildet hat und damit die neue Faktenlage eingepreist ist.

John W. Henry, ein Altmeister der Trendfolge beschreibt es wie folgt: „Unsicherheit schafft Trends und genau die nutzen wir. Auch wenn sich Informationen schneller und besser verbreiten lassen, so hat sich die Fähigkeit der Menschen, Informationen zu verarbeiten noch nicht verbessert. Die Reaktion der Menschen bewegt Kurse und verursacht Trends“ (John W. Henry in Michael Covels Buch: Trend Following).

Die wichtigsten Merkmale einer Trendfolge-Strategie

Anhand eines Beispiels sollen nachfolgend die wichtigsten Merkmale einer Trendfolge-Strategie erläutert und die Ergebnisse mit ein Kauf-Halte-Strategie verglichen werden. Betrachten wir zuerst die Kauf-Halte-Strategie.

Wer am 01.06.1999 10.000 Euro in ein ETF auf den Deutschen Aktien Index (DAX) investiert hatte und nach 10 Jahren wieder ausstieg, bekam 9.711 Euro gutgeschrieben. Von Rendite keine Spur! Der Anleger hat sogar gut 0,29% pro Jahr verloren. Doch am Ende ist es für den Anleger noch glimpflich ausgegangen, wenn man bedenkt, dass sein Investment im März 2003 nur noch 4200 Euro wert war.

Lösung: Exchange Traded Funds (ETFs)

ETFs (Exchange Traded Fund) sind börsennotierter Indexfonds, die die Wertentwicklung eines Index nahezu eins zu eins nachbilden. Ein ETF auf den DAX bildet die gewichtete Wertentwicklung eines Portfolios aus den 30 im DAX enthaltenen Aktien nach. Der Anleger kann mit dem Kauf eines ETFs auf einen Schlag alle Aktien des zugrunde liegenden Index kaufen und damit für eine Streuung seiner Risiken sorgen. ETFs sind aufgrund ihrer passiven Ausrichtung kostengünstig und transparent.

Mit einer einfachen Trendfolge-Strategie soll nun das ernüchternde Ergebnis der Kauf-Halte-Strategie verbessert werden. Es soll nur in Phasen mit starken Aufwärtstrends in das DAXETF investiert werden. Das Geld wird in einem EONIA-ETF geparkt, wenn die Strategie nicht investiert ist. Ein EONIA-ETF bildet die Wertentwicklung des Geldmarktes nach. Der Privatanleger könnte alternativ sein Geld auf einen Tagesgeldkonto parken und sogar noch höhere Zinsen als am Geldmarkt erzielen.

Beispiel: Gleitender Durchschnitt als Strategie Indikator

In unserer einfachen Beispiel-Strategie wird ein 200-Tage-Durchschnitt zur Trenderkennung eingesetzt. Beim 200-Tage-Durchschnitt werden jeweils die letzten 200 Kurse addiert und anschließend durch 200 geteilt. Der 200-Tage-Durchschnitt ist ein Standardinstrument aus der Technischen Analyse, welches häufig zur langfristigen Trendanalyse eingesetzt wird. Die Verwendung eines Durchschnitts führt zur Glättung des Kursverlaufs und filtert zufallsbedingte Schwankungen heraus. Liegt der aktuelle Kurs über dem Durchschnitt, war die Kursentwicklung überdurchschnittlich gut. Liegt der aktuelle Kurs unter seinem Durchschnitt, war die Kursentwicklung unterdurchschnittlich. Der Einstieg erfolgt, wenn der Kursverlauf über seinen 200-Tage-Durchschnitt steigt. Der Ausstieg wird vorgenommen, wenn der Kurs wieder unter seinen 200-Tage-Durchschnitt fällt.

Verluste automatisiert begrenzen!

Zum Schutz vor großen Verlusten wird ein 10%-Stopp als Sicherheitsausstieg verwendet. Sobald sich die Kurse nach oben bewegen, wird auch der Stopp angehoben, so dass dieser immer 10% unterhalb eines einmal erreichten Höchststands liegt. Überschreitet der Stopp das Niveau des Einstandskurses, wird aus der Verlustbegrenzung eine Gewinnsicherung. Hätte der Anleger sich strikt an die oben beschriebenen Regeln gehalten und sein Geld nur dann in DAX-ETFs investiert wenn der Kurs des DAX oberhalb seines Durchschnitts liegt, hätte er in den letzten 10 Jahren aus seinen 10.000 Euro immerhin 17.893 Euro gemacht. Dies entspricht einer durchschnittlichen Rendite von nahezu 6%. Im Vergleich zur DAX-Kauf-Halte-Strategie mit einer Rendite von -0,29% pro Jahr ist das sicher schon ein Fortschritt.

Schaut man sich die Transaktionen der Trendfolge-Strategie im Einzelnen an, ist zu erkennen, dass die Strategie bei starken Aufwärtstrends investiert ist und bei ausgeprägten Abwärtsbewegungen in den Geldmarkt wechselt. Der erste Teil eines Aufwärtstrends wird immer verpasst, da der Kurs erst über seinen Durchschnitt steigen muss. Am Ende wird ein Teil der Gewinne wieder abgegeben, weil der Kurs sich erst nach unten bewegen muss, um wieder unter den Durchschnitt zu fallen oder den Stopp auszulösen. Als problematisch erweist sich die niedrige Trefferquote von 25%, von 20 Transaktionen wurden nur 5 mit Gewinn abgeschlossen. Am Ende kam trotzdem ein positives Ergebnis heraus, weil die Gewinne um ein Vielfaches höher ausgefallen sind als die Verluste. Dass wenige große Gewinne vielen kleinen Verlusten gegenüberstehen ist typisch für Trendfolge-Strategien und macht es aus psychologischer Sicht für viele Anleger schwierig diese Art von Strategien diszipliniert in die Praxis umzusetzen. Die Mehrzahl der Fehlsignale ist in Seitwärtstrends aufgetreten, in denen der Kurs um seinen Durchschnitt pendelt.

Risiko: Seitwärtsphasen

Ausgeprägte Seitwärtsphasen bereiten Trendfolge-Strategien grundsätzlich Probleme. Um die negativen Auswirkungen zu mildern, wird ein 2%-Schwellwert eingeführt, das bedeutet, dass der Einstieg erst erfolgt, wenn der Kurs den Durchschnitt um mehr als 2% übersteigt. Der Ausstieg erfolgt analog erst dann, wenn der Kurs den Durchschnitt um mehr als 2% unterschreitet. Nach der Einführung dieser Zusatzbedingung hat sich das Ergebnis weiter verbessert. Aus 10.000 Euro wurden nun 22.187 Euro, was einer Rendite von rund 8,3% p.a. entspricht. Diese Maßnahme hatte zur Folge, dass die Trefferquote von 25% auf 50% stieg, weil viele kleine Fehlsignale herausgefiltert wurden. Dadurch sank auch die Anzahl der Transaktionen von 20 auf 8.

Mit acht Umschichtungen in 10 Jahren ist diese Strategie sicher nichts für „Vieltrader“, aber sie zeigt, dass auch mit begrenztem Aufwand ein beachtliches Ergebnis erzielt werden konnte. Selbstverständlich können Trendfolge-Strategien auch in kurzfristigen Zeitrahmen eingesetzt werden. Allen Trendfolge-Strategien ist gemein, dass sie eine langfristige Perspektive (Ausdauer) und Disziplin bei der Umsetzung erfordern.

Praxis Empfehlungen

Normalerweise handeln Trendfolger rein mechanisch nach festen, vorab definierten Regeln, welche sie mit Hilfe von Computerprogrammen intensiv testen, bevor sie danach ihr Geld oder das Geld ihrer Kunden investieren. Grundsätzlich sollte der Anleger Trendfolge-Strategien nicht nur auf einen Markt, sondern auf eine Vielzahl von Märkten anwenden. Auch wenn das Investment in einen Index, wie den DAX schon eine gewisse Risikostreuung bedeutet, ist zu empfehlen weitere, möglichst unabhängige Märkte einzubeziehen. Hier bieten sich zum Beispiel weitere Länderindizes, Branchenindizes, aber auch Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin an.

Das sorgt für mehr Möglichkeiten einen Trend zu „erwischen“ und führt zu einer stabileren Wertentwicklung des Gesamtportfolios. In diesem Zusammenhang muss auch noch das Money-Management eingegangen werden, welches wir in unseren Beispielstrategien (sträflich) vernachlässigt haben. Damit Trendfolger auch mehrere Verlustgeschäfte in Folge unbeschadet überstehen können, gehen sie immer nur ein niedriges Positionsrisiko von weniger als 2% ein. Das bedeutet, dass bei jedem Fehlsignal, und die sind bei Trendfolgern nicht gerade selten, maximal 2% des Kapitals eingebüsst werden. Um die Stückzahl des zu erwerbenden Wertpapiers zu ermitteln, kann der Anleger beispielsweise 2% seines Kapitals durch die Differenz aus dem aktuellen Kurs und dem Stopp teilen. Professionelle Trendfolge-Fonds gehen deutlich niedrigere Positionsrisiken ein.

Grundsätzlich sollte der Anleger nicht nur die Rendite im Auge haben, sondern auch das Risiko in seine Überlegungen einbeziehen. Eine Möglichkeit das Risiko abzuschätzen ist beispielsweise, sich die Rückschläge in der Wertenwicklung seines Investments oder seiner Strategie anzuschauen.

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