Schlagwort-Archiv: Einkommensteuer

Wie funktioniert ein Familienpool?

FamilienpoolSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

trotz der Tatsache, dass ich mich nach über 11 Jahren auf Mallorca mittlerweile mit Swimmingpools auch sehr gut auskenne, geht es im Kontext des Familienpools im nachfolgenden Beitrag natürlich um ein Rechts- und Steuerthema. Vermögenswerte innerhalb der Familie zu schützen ist ein Anspruch, den jeder Kapitalinhaber hat, zumindest solange die Familie intakt ist. Für große oder komplexe Familienvermögen werden oftmals eigene Gesellschaften (AG, GmbH, GmbH & Co. KG) gegründet, die diese Werte verwalten.

Dadurch werden die Vermögenswerte zu einem Betriebsvermögen, was bei optimaler Gestaltung attraktive Steuervorteile mit sich bringt. Dieser Aufwand schreckt natürlich zahlreiche Anleger mit mittleren Vermögenswerten ab. Was viele Kapitalanleger hier nicht wissen: Die Vorteile des Gesellschaftsrechts sind auch weit einfacher nutzbar – beispielsweise über einen Familienpool als vermögensverwaltende Gesellschaft.

Wie funktioniert ein Familienpool als vermögensverwaltende Gesellschaft?

Vermögensgegenstände – allen voran Grundstücke, Immobilien oder Wertpapiere – können dahin übertragen werden, so dass diese Familiengesellschaft die neue Eigentümerin der Vermögenswerte ist. An diesem Familienpool werden dann neben dem bisherigen Vermögensinhaber alle Familienmitglieder beteiligt, auf die das Vermögen übergehen soll. Die Vermögensübertragung wird also nur noch durch Ein- und Austritt der jeweiligen Familienmitglieder als Gesellschafter und durch die Veränderung der Beteiligungsquoten gesteuert.

Für eine derartige Vermögenskonstruktion bietet sich dabei die Gesellschaftsform einer Personengesellschaft an, in welcher die Vermögenswerte weiterhin Privatvermögen bleiben. Die in der Praxis gängigsten Gesellschaftsformen sind hierfür die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) sowie die Kommanditgesellschaft bei Beteiligung minderjähriger am Familienpool (KG). Nachfolgend wesentliche Vorteile eines Familienpools auf einen Blick:

infografik-erbschaftssteuerSteuervorteile für Erbschaft- und Schenkungssteuern

Durch Nutzung eines Familienpools können Sie Ihre hohen Freibeträge (je nach Verwandtschaftsverhältnis bis zu 500.000 Euro) optimal ausnutzen. Gesellschaftsanteile am Familienpool lassen sich prozentual weit besser aufteilen, als sich einzelne Vermögensgegenstände übertragen lassen. Die Freibeträge können dabei alle 10 Jahre neu genutzt werden.

Bildquelle ARAG: * Versorgungsfreibeträge für Ehegatten und Lebenspartner: 256.000 € ** Versorgungsfreibeträge für Kinder, Stiefkinder, Adoptivkinder, Kinder von verstorbenen Kindern oder Stiefkindern: bis 5 Jahre: 52.000 €, 5 bis 10 Jahre : 41.000 €, 10 bis 15 Jahre: 30.700 €, 15 bis 20 Jahre: 20.500 €, 20 bis 27 Jahre: 10.300 €.

Gezielte Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf den Erbfall

Die Vorteile ergeben sich durch die bessere Übertragbarkeit von Gesellschaftsanteilen, was im Gesellschaftervertrag an individuelle Bedingungen geknüpft werden kann. Gesellschaftsanteile fallen so im Todesfall beispielsweise nicht in den Nachlass und unterliegen somit bei entsprechender vertraglicher Gestaltung keinen Pflichtteilsansprüchen. Das ist beispielsweise wichtig bei möglichen Streitigkeiten und Konflikten innerhalb der Familie oder bei Familienzuwachs.

Optimierter Zusammenhalt und Schutz des Vermögens

In zahlreichen Fällen führen Erbschaften und Schenkungen zu einer Zersplitterung der Vermögenswerte. Im Unterschied zu einer Erbengemeinschaft kann beim Familienpool keiner der Gesellschafter eine Teilungsversteigerung erzwingen. Sie können beispielsweise im Gesellschaftervertrag im Voraus eine Abfindung für Gesellschafter festlegen, die ihre Anteile veräußern möchten. Ebenso können Nießbrauchsrechte oder Widerrufsrechte sowie weiterführende Bedingungen festgelegt werden.

Vorteile bei der Einkommensteuer

Durch eine gezielte Verteilung der Einkünfte auf die Gesellschafter können Sie erhebliche Vorteile in der Einkommensteuerprogression erzielen – insbesondere durch die Beteiligung von Kindern oder nicht erwerbstätigen Personen an der Familiengesellschaft. Auch hier lassen sich die Freibeträge durch Definition entsprechender Gewinnverteilungsschlüssel im Gesellschaftsvertrag optimal nutzen.

Die Einbringung von Immobilienvermögen in den Familienpool ist im Übrigen grunderwerbsteuerfrei. Ein Familienpool lohnt sich also insbesondere bei größeren Vermögen oder komplexen Familienverhältnissen.  Ob es nun besser ist, für Vermögenswerte ein eigenständiges Betriebsvermögen zu schaffen, oder die Vermögenswerte weiterhin im Privatvermögen zu belassen, kann ich pauschal nicht beantworten. Es kommt auf Ihre individuellen Rahmenbedingungen und Bedürfnisse an.

Hier müssen Sie einen kompetenten steuer(recht)lichen Beistand für die Ausgestaltung des Gesellschafts- sowie des Einbringungsvertrages hinzuziehen. Meinen Lesern von Kapitalschutz vertraulich stehen dafür ausgesuchte Spezialisten und persönliche Ansprechpartner aus unserem einzigartigen Experten-Netwerk zur Verfügung.

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Die wichtigsten Rechts- und Steuerfallen bei Währungskonten!

Markus Miller - Gründer und Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. - www.geopolitical.biz

Markus Miller – Gründer und Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. – www.geopolitical.biz

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Euro-Krise führt dazu, dass viele Kapitalanleger mittlerweile Fremdwährungskonten bei Banken eingerichtet haben. Allen voran Fremdwährungskonten in Schweizer Franken (CHF), Norwegischen Kronen (NOK), Schwedischen Kronen (SEK), Australischen Dollar (AUD) oder auch Kanadischen Dollar (CAD) erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit. In diesem Zusammenhang fallen mir immer wieder gravierende Wissenslücken bei Anlegern und sogar bei Vermögensberatern und „Finanz-Experten“ auf. Nachfolgend habe ich Ihnen einige dieser Fallstricke mit Hintergrundinformationen und Tipps zusammengefasst.

Vorsicht: Rechtsfalle! Fremdwährungskonten unterliegen nicht der gesetzlichen Einlagensicherung!

Es gibt ein europäisches Einlagensicherungs- und Anlegerschutzgesetz. Das besagt, dass der gesetzliche Einlagenschutz nur für Konten gilt, die auf Euro oder auf die Währung eines EU-Mitgliedstaates lauten. Daneben gibt es über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus Sicherungseinrichtungen von Privatbanken, Volksbanken oder Sparkassen.

Ich bezweifle allerdings, ob diese Sicherungseinrichtungen bei einer massiven Schieflage auch wirklich alle Ausfälle bedienen könnten. Sogar Staatsgarantien sind mittlerweile stark zu hinterfragen – denken Sie nur an die immer weiter ausufernde Staatsschuldenkrise. Sie sollten also sowohl bei inländischen als auch bei ausländischen Banken die Einlagensicherung Ihrer Konten überprüfen.

Checken Sie die Sicherheit Ihrer Fremdwährungskonten

Ein Beispiel: Ein Auslandskonto in der Schweiz in Schweizer Franken ist für Sie als deutscher Bürger ein Fremdwährungskonto. Da bei diesem Auslandskonto Schweizer Recht gilt, kommt hier die gesetzliche Einlagensicherung des Schweizer Staates für Kontoguthaben bis 100.000 Schweizer Franken zum Tragen. Haben Sie hingegen das Schweizer-Franken-Konto bei einer deutschen, österreichischen oder luxemburgischen Bank, gilt die Schweizer Staatsgarantie natürlich nicht. Auch eine deutsche Staatsgarantie beziehungsweise gesetzliche Einlagensicherung greift dann nicht. Sie müssen sich ausschließlich auf die Bonität der kontoführenden Bank sowie auf die privaten Sicherungseinrichtungen verlassen.

Wenn Sie sich für Fremdwährungskonten entscheiden, sollten Sie sich bei Ihrer Bank zunächst detailliert über die jeweils gültigen Modalitäten der Einlagensicherung für das jeweilige Konto informieren. Ganz grundsätzlich empfehle ich, dass Sie beispielsweise ein Währungskonto in Schweizer Franken (CHF) auch bei einer Schweizer oder Liechtensteiner Bank eröffnen sollten. Alternativ empfehle ich Fremdwährungsfonds – beispielsweise Geldmarktfonds auf Einzelwährungen oder einen breit gestreuten Fremdwährungs-Publikumsfonds.

Vorsicht: Steuerfalle! Fremdwährungskonten als Abwicklungskonten für Wertpapierdepots

Ich weiß, dass zahlreiche Anleger ihre Fremdwährungskonten mit einem Wertpapierdepot kombinieren, speziell dann, wenn Aktien an Auslandsbörsen gekauft werden. Wenn Sie beispielsweise McDonald’s in New York in US-Dollar erwerben, können Sie den Kauf über Ihr US-Dollar-Fremdwährungskonto im Hinblick auf die Devisenabrechnung oftmals sehr kostengünstig abwickeln. Das Gleiche gilt für den Kauf oder Verkauf der Schweizer Nestlé-Aktie direkt in Zürich über Ihr Schweizer-Franken-Fremdwährungskonto. Grundsätzlich gilt das für alle Aktien, die in ihrer Heimatwährung notieren und die Sie direkt über Ihr Fremdwährungskonto an einer Auslandsbörse in der jeweiligen Heimatwährung des Unternehmens handeln. Auch hier gibt es Fallstricke.

Die wichtigsten steuerlichen Grundlagen bei Fremdwährungskonten

Bei Fremdwährungskonten müssen Sie zunächst einmal zwischen verzinsten und unverzinsten Konten unterscheiden. Für unverzinste Konten gilt entsprechend § 23 Abs.1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 Einkommensteuergesetze nach wie vor eine Spekulationsfrist von einem Jahr. Das bedeutet: Wenn Sie beispielsweise Norwegische Kronen gekauft haben und damit nach zwölf Monaten 10% Kursgewinne erzielt haben, sind diese komplett steuerfrei. Für verzinste Konten gilt das nicht!

Auch für Wertpapierabwicklungskonten gelten differierende steuerliche Regelungen. Wenn Sie über Ihr Fremdwährungskonto eine Aktie kaufen, stellt dieser Vorgang neben dem Kauf des eigentlichen Wertpapiers gleichzeitig einen Verkauf der Fremdwährung dar. Das hört sich zunächst etwas ungewöhnlich an, aber es ist logisch, da das Guthaben Ihres Fremdwährungskontos durch den Aktienkauf belastet wird.

Die Spekulationsfrist des unverzinsten Währungskontos als Abwicklungskonto kommt auch bei diesem Vorgang zum Tragen. Liegen beispielsweise zwischen der Anschaffung und dem Verkauf der Aktie über das Fremdwährungskonto weniger als zwölf Monate, müssen Sie den in Euro umgerechneten Währungsgewinn versteuern. Diese Währungsgewinne unterliegen dabei nicht der – noch – vorteilhaften Abgeltungsteuer in Höhe von 25%, sondern sind mit Ihrem persönlichen Steuersatz zu versteuern, der bis zu 45% betragen kann.

Trennen Sie Fremdwährungs-Anlagekonten und Fremdwährungs-Verrechnungskonten

Ich rate Ihnen angesichts dieser steuerlichen Rahmenbedingungen zu einer gezielten Trennung von Fremdwährungs-Anlagekonten und Fremdwährungs-Verrechnungskonten, über welche Sie Wertpapiertransaktionen durchführen.

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