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OneCoin the Bitcoin Killer?

OneCoin_Event_London_KillerSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

mitte dieser Woche habe ich n-tv ein neues Interview gegeben rund um die Entwicklungen bei Cryptocoins, allen voran dem Bitcoin. Mein Interview für n-tv mit dem Titel “Kryptogeld-Fieber: Bitcoin klettert in riskante Höhen” finden Sie hier.

Ich bin davon Überzeugt, dass unser Geldsystem der Zukunft auf der technologischen Basis kryptographischer Währungen und der Blockchain-Technologie basieren wird. Der Bitcoin (BTC) ist dabei heute der uneingeschränkte Marktführer und auch mein Basis-Investment in diesem spezifischen Investmentbereich. Der Blick auf weitere Kryptowährungen macht dennoch Sinn, weil es gerade auch in diesem hochinnovativen Segment nicht sicher ist, dass der First Mover sich monopolartig durchsetzt. Das Unternehmen OneCoin mit seiner gleichnamigen “Währung” bezeichnet sich dabei selbst als “Bitcoin Killer” (Bild: OneCoin Veranstaltung in London). Warum das ein absoluter Unsinn ist, zeige ich Ihnen nachfolgend.

Neben dem Fakt, dass ich grundlegend solide ausgestaltete und konzeptionierte, kryptographische Währungen, die sogenannten Cryptocoins wie Bitcoin oder Ether meinen Lesern vor Jahren bereits erstmalig vorgestellt habe, habe ich auch vor sogenannte Pseudowährungen bereits vor Jahren ausdrücklich gewarnt. Beispielsweise vor der angeblichen Digitalwährung mit dem Namen OneCoin. Auch in meinem neuen Buch „Die Welt vor dem Geldinfarkt“ gibt es mehrere warnende Berichte vor derartigen Pseudowährungen, Pyramiden- oder Schneeballsystemen.

Daraufhin wurde ich von dubiosen und überwiegend vollkommen unqualifizierten Beratern bzw. Vermittlern und sogenannten „Sponsoren“ (MLM-Fuzzis) dieser Währungen massiv angegangen und vom Unternehmen OneCoin über eine deutsche Anwaltskanzlei sogar juristisch belangt. Journalistisch lasse ich mir jedoch meinen Mund nicht verbieten und die eingeleiteten rechtlichen Schritte gegen mich waren erfolglos, da meine Berichte absolut sauber und belastbar recherchiert waren und ich selbst – über mein umfassendes Experten-Netzwerk – auch nicht gerade über die schlechtesten Anwälte verfüge. Zugleich habe ich damals die Behörden eingeschaltet.

Veranstaltungen weisen Parallelen zu einer Sekte auf!

Der scheinbare, temporäre Erfolg von Pseudo-Kryptowährungen wie OneCoin wird überhaupt erst durch die Teilnahme von aufgeputschten Menschen möglich, die sich in einer Art kollektivem Wahn befinden. Vor allem auf Verkaufsveranstaltungen sind aus meiner Sicht klare Parallelen zu Sekten erkennbar. Die Initiatoren verfügen nicht selten über eine nicht unerhebliche kriminelle Energie. Viele Vermittler die eigentlich aufrichtige Absichten haben sind schlicht von grenzenloser Naivität, bis hin zu großer Gier vollkommen irrational geblendet und geben diese Emotionen unreflektiert wiederum an Dritte weiter. Auch das zeigt die Empirie immer wieder.

Meine erste große medienwirksame Warnung gegen OneCoin und deren dubiose Vermittler datiert übrigens aus dem Mai 2016. Rund ein Jahr später hat dann auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin (Bild) massive Schritte gegen OneCoin eingeleitet. Ebenso gegen verbundene Unternehmen des komplexen OneCoin-Gesellschaftsgeflechts.

BaFin_LogoAm 27.04.2017 hat die BaFin auf ihrer Internetseite folgende Stellungnahme veröffentlicht:

„Die BaFin hat der Onecoin Ltd. (Dubai) und der OneLife Network Ltd. (Belize) heute untersagt, im Internet ein öffentlich zugängliches System anzubieten, um darüber Geschäfte mit „OneCoins“ durchzuführen. Darüber hinaus hat sie die Unternehmen angewiesen, jegliche Werbung für den Vertrieb und Verkauf von „OneCoins“ in Deutschland sofort einzustellen. Die Geschäfte mit „OneCoins“ in Deutschland sind nach Auffassung der BaFin als Eigenhandel nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 Kreditwesengesetz (KWG …) zu qualifizieren. Die Erlaubnis, die für diese Finanzdienstleistung nach § 32 Abs. 1 KWG für den Betrieb im Inland erforderlich ist, haben die Betreiber nicht. Der One Network Services Ltd: (Sofia/Bulgarien) hat die BaFin unterstützende Tätigkeiten untersagt. Die Verfügungen beruhen auf § 37 Abs. 1 Satz 1 und 4 KWG. Die Maßnahmen sind von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig“.

Aufsichtsbehörden weltweit sind mittlerweile gegen OneCoin eingeschritten

Zahlreiche weitere, nationale Aufsichtsbehörden sind mittlerweile gegen OneCoin und deren Verbundunternehmen aktiv geworden. Im Juli 2016 hat die Belgische Finanzaufsicht beispielsweise bereits vor OneCoin gewarnt. In Italien wurde OneCoin von den Wettbewerbsbehörden zum Jahresende 2016 faktisch bereits verboten. Zuletzt ist die Österreichische Finanzmarktaufsicht FMA mit einer Investorenwarnung am 12. Juli 2017 gegen OneCoin eingeschritten. Dazu muss ich sagen: Besser spät als nie!

Bitcoin_Label_LogoOneCoin ist keine Kryptowährung sondern missbraucht den Namen und das Konzept von Bitcoin!

OneCoin und deren Fans und Vermittler behaupten von sich der neue Bitcoin zu sein. OneCoin ist allerdings überhaupt keine alternative Kryptowährung, vergleichbar mit dem Bitcoin. Ein OneCoin ist im Gegensatz zum Bitcoin zentralisiert, hat keinen offenen Quellcode, keine effiziente Limitierung und es gibt keinen freien Handel. Mir ist vor allem in den Jahren 2015 und 2016 sehr stark negativ aufgefallen, dass zahlreiche freie Finanzdienstleister auf einmal OneCoin als alternative Kapitalanlage empfohlen haben.

Für mich ist es jetzt allerdings unbegreiflich, wie nach all diesen Entwicklungen selbst heute noch Vermittler, oder besser gesagt OneCoin-Drücker daran glauben können, dass es wirklich im Jahr 2018 zu einem Börsengang von OneCoin – wie vom Unternehmen angekündigt – kommen soll. Aufgrund der zahlreichen Klagen, behördlicher Verbote, regulatorischer Anforderungen und formaljuristischer Zulassungsvoraussetzungen kann ich mir einen Börsengang von OneCoin maximal in Nordkorea oder Taka-Tuka-Land noch vorstellen.

Viele freie Finanzdienstleister, Vermögensberater und Vermittler sind „arme Schweine“!

Diese Berater haben derzeit große Probleme. Zum einen wurden in der Vergangenheit oftmals schlechte Finanzprodukte vermittelt, die zu großen Vermögensschäden bei Kunden geführt haben, bis hin zu Totalverlusten. Das Vertrauen bei den betroffenen Kunden ist dadurch vollkommen weg. Einnahmen und Selbstvertrauen bei den Vermittlern fehlen dadurch ebenfalls. Zusätzlich sind viele Finanzberater mittlerweile in Prozesse verwickelt und dadurch teilweise in ihrer beruflichen, finanziellen und privaten Existenz bedroht.

Zum anderen haben viele freie Vermittler das sehr große Problem, dass sie aufgrund gesetzlicher Regulierungen zahlreiche Finanzprodukte gar nicht mehr beraten und vermitteln dürfen. Speziell ältere, eigentlich sehr erfahrene Finanzberater vertreiben aufgrund dieser Problematik mittlerweile ausschließlich Produkte, die keine aufsichtsrechtliche Zulassung als Finanzdienstleister erfordern.

partnership-526413_1280Zahlreiche freie Finanzberater sind heute reine Marketing-Vertriebler

Mit Erschrecken musste ich darüber hinaus feststellen, dass viele freie Finanzberater ihren Lebensunterhalt mittlerweile nicht mehr über die Beratung und Vermittlung von Finanzprodukten verdienen, sondern über sogenannte MLM-Systeme. Dieses Kürzel steht für „Multi Level Marketing“. Der Begriff ist auch unter Network- oder Empfehlungs-Marketing bekannt.

Auch das ist grundsätzlich nicht pauschal schlecht. Vielleicht kennen Sie seriöse Unternehmen wie „Tupperware“, die ihre Kunststoff-Küchenartikel sehr erfolgreich seit Jahren durch ein direktes Empfehlungsmarketing vertreiben. Aber eine solche Vertriebsform hat natürlich überhaupt nichts mehr mit einer soliden Anlage- und Finanzberatung zu tun.

Passive Einkommensquellen sind ein unseriöser Unsinn!

Der Haken dabei ist: Bei Vertriebssystemen wie OneCoin werden Neukunden animiert, sich als Partner für mehrere Tausend Euro einzukaufen für angebliche Schulungspakte und neue Kunden zu vermitteln. Dadurch entsteht ein Pyramidensystem. An jedem neu geworbenen Kunden verdient der Vermittler – der sich häufig auch „Sponsor“ nennt, weil dieser Begriff weit positiver klingt – wiederum mit. Am Ende des Tages sind diese angeblichen Einkaufsgemeinschaften schlicht und einfach organisierte und strukturierte Schneeballsysteme.

crosshair-97971_1280In OneCoin investiert? Stellen Sie jetzt Strafanzeige und verklagen Sie Ihren Vermittler!

Es ist für mich traurig feststellen zu müssen, dass freie Finanzberater aus ihrer eigenen Orientierungslosigkeit heraus nunmehr derart fragwürdige Geldquellen erschließen und ihre Kunden mit scheinbar gigantischen Gewinnversprechen oder sogenannten „passiven Einkommensmöglichkeiten“ ködern. Es gibt kein passives Einkommen, das ist schlicht unseriöser Unsinn! Jedes Einkommen basiert auf einer Aktivität. Selbst ein Lottogewinn basiert auf der Aktivität, der Abgabe eines Scheins.

Deswegen habe ich beim Thema OneCoin vier grundlegende Empfehlungen für Sie:

1. Sollten Sie OneCoin als angebliche Investition im Internet empfohlen, oder über einen Berater bzw. Vermittler/Sponsor angeboten bekommen gilt ausnahmslos: Finger weg!

2. Sollten Sie bereits investiert, oder besser gesagt finanziell betroffen und betrogen sein: Stellen Sie jetzt eine Strafanzeige gegen Ihren Vermittler/Sponsor bei der Staatsanwaltschaft bzw. Ihrer zuständigen Polizeidirektion wegen Betrug.

3. Schalten Sie zusätzlich umgehend einen versierten (Fach)Anwalt ein, so dass Sie parallel zu den strafrechtlichen Schritten auch zivilrechtlich Ihre Ansprüche auf Kapitalwiederherstellung bzw. Schadenersatz gegen Ihren „Sponsor“ und Vermittler von OneCoin sichern!

4. Informieren Sie die Aufsichtsbehörden (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin, FMA (Österreich), FMA (Liechtenstein) oder FINMA (Schweiz).

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

 

Blockchain, Cryptocoins und Pseudocoins!

Deloitte_BlockchainSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

aus zahlreichen Gesprächen und Zuschriften weiß ich, dass viele Menschen immer noch denken, dass kryptographische Währungen, die sogenannten Cryptocoins, nur etwas für absolute Internetfreaks sind. Sie gehen nicht davon aus, dass sich Kryptowährungen in der Praxis durchsetzen oder Auswirkungen auf ihr eigenes Leben haben werden. Das ist nach meiner Einschätzung ein Trugschluss, und es gibt gute Gründe dafür, dass ich das denke.

Notenbanken, Geschäftsbanken, aber auch führende Technologie-Unternehmen wie Apple und Amazon erforschen derzeit intensiv die Möglichkeiten von Kryptowährungssystemen, die auf der Blockchain-Technologie basieren. Die Stadt Zug in der Schweiz akzeptiert bereits seit dem Jahr 2016 weltweit als erste Behörde die Kyptowährung Bitcoin als Zahlungsmittel.

Die Blockchain-Technologie ersetzt die Banken als Zentralinstanzen des Geldes!

Mittels kryptographisch abgesicherter Protokolle in Kombination mit einer dezentralen Datenspeicherung ermöglichen Kryptowährungen den digitalen Zahlungsverkehr, vollkommen ohne Banken als Zentralinstanzen. Der Besitz eines kryptographischen Schlüssels repräsentiert dabei das Eigentum an einem ebenfalls kryptographisch signierten Guthaben in einer gemeinschaftlichen, sogenannten Blockchain.

Hinter einer Blockchain, was mit „Blockketten-Technik“ übersetzt werden kann, steht einfach ausgedrückt ein Register, in dem alle Transaktionen wie in einem elektronischen Kassenbuch verzeichnet werden. Dieses Register wird von einer Vielzahl von Rechnern dezentral verwaltet. Das macht die Technik fälschungssicher. Im übertragenen Sinne zu herkömmlichen Währungen ersetzt die unabhängige Blockchain somit die Bank.

Die Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie gehen weit über das Wirtschaftsleben hinaus

Der Begriff der Blockchain-Technologie ist für viele heute noch sehr abstrakt. Deswegen stelle ich Ihnen einmal 7 Praxisbeispiele vor die ich in einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte entdeckt habe, und die sehr eindrucksvoll die Blockchain-Möglichkeiten und das Zukunftspotential der Blockchain-Anwendungen verdeutlichen.

GEOPOLITICAL.BIZ_7_Blockchain7 Blockchain-Anwendungen in der Praxis!

+  Im Oktober 2014 wurde die erste Heirat in der Blockchain notariell beurkundet, vergleichbar mit einer Eintragung in einem behördlich geführten Personenstandsregister.

+ Die Universität Nicosia zertifiziert die Zeugnisse ihrer Studenten in Form von Transaktionen in der Blockchain.

+ Die britische Regierung erforscht derzeit den Nutzen der Integritätsgarantie der Blockchain.

+ Die Isle of Man betreibt ein Handelsregister für Unternehmen im Kryptowährungsbereich basierend auf der Blockchain.

+ In der Initiative R3 haben sich 30 weltweit agierende Banken zusammengefunden, um eine eigene, private Blockchain zu entwickeln, mit der Zahlungen kostengünstig abgewickelt werden können.

+ Die renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte arbeitet bereits mit der Blockchain-Technologie, um größeres Vertrauen in die Bücher von Firmen zu   schaffen und Prüfungen zu automatisieren.

+ Der Technologiekonzern IBM wagte bereits im Jahr 2015 einen neuen Vorstoß, um die weltweite IoT-Infrastruktur auf ein System umzustellen, das auf einer   Blockchain basiert.

IoT steht für „Internet of Things“. Das „Internet der Dinge“ ist ein gigantischer Zukunftsmarkt. Intelligente Gegenstände werden unseren Alltag zunehmend bestimmen. Auch in diesen Bereichen fern der reinen Finanzwirtschaft und des Geldwesens werden Blockchain-Anwendungen zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen.

Befassen Sie sich mit den Entwicklungen und Vorteilen der Blockchain-Technologie!

Viele Noten- und Geschäftsbanken und zahlreiche neue und bestehende Dienstleister im Zahlungsverkehr testen ausgiebig die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie. Die Deutsche Bundesbank hat bereits eine Kooperation für Blockchain-Anwendungen mit der Deutschen Börse geschlossen. Ich bin der Überzeugung, dass der breite Einsatz der Blockchain-Technologie die gesamte Finanzbranche und das Geldwesen in der nahen Zukunft revolutionieren wird.

Mir geht es so, dass ich die wertvollsten Erfahrungen dann erziele, wenn ich etwas selbst in der Praxis teste. Ich bin sicher, das trifft auch auf Sie zu. Bitcoins sind und bleiben mein Basis-Investment im Bereich der blockchainbasierten Kryptowährungen. Deswegen empfehle ich meinen Leser ganz aktuell: Eröffnen Sie ein kostenloses Online-Bitcoin-Wallet (Elektronische Geldbörse) auf einer der führenden Blockchain-Plattformen, die auch in deutscher Sprache zugänglich sind. Dadurch erfahren Sie die Funktionsweise einer Blockchain in der Praxis!

Finger weg von Pseudo-Kryptowährungen die auf MLM-Vertriebssystemen basieren!

Zu Jahresbeginn saß ich auf Mallorca in meinem Lieblingscafe „Cappuccino“, als mich ein eigentlich solider und gestandener Geschäftsführer einer etablierten Bauträgerfirma auf Kryptowährungen ansprach, weil er meine Berichte sehr schätzt und einiges von mir zum Thema „Bitcoin“ gelesen hatte.

Er sagte mir, er hätte im letzten Jahr auf Empfehlung der hübschen Wirtin seiner Stamm-Kneipe (!) 12.500 US-Dollar (12.000 Euro) in eine neue Kryptowährung namens MyCryptoCoin (MCC) investiert. Er ging davon aus, dass sich der Wert noch in diesem oder spätestens dem nächsten Jahr auf mehr als 5.000.000 Euro vervielfachen werde. Der MCC sei der neue Bitcoin. Grundlage für diese Einschätzung waren ebenfalls die Aussagen der Wirtin, die mir übrigens auch bekannt ist.

Angst und Gier sind die besten Verkäufer und schlechtesten Ratgeber

Selbst wenn ich überhaupt kein Wissen und keine Erfahrungen mit Kryptowährungen hätte, würden bei mir angesichts dieser irrationalen und unrealistischen Aussagen sämtliche Alarmglocken schrillen. Und tatsächlich: Auch MyCryptoCoin wird im pyramidenartigen Strukturvertrieb an den Mann gebracht. In diesem Zusammenhang muss ich immer wieder feststellen, dass derartige Vertriebsstrukturen ähnliche psychologische Auswirkungen auf Menschen haben, wie es bei religiösen Sekten der Fall ist.

Der Erfolg solcher Pseudo-Kryptowährungen wird überhaupt erst durch die Teilnahme von aufgeputschten Menschen möglich, die sich in einer Art kollektivem Wahn befinden. Und die Initiatoren verfügen nicht selten über eine nicht unerhebliche kriminelle Energie. Auch das zeigt die Empirie. Der obige Fall steht stellvertretend für hunderte weitere Zuschriften und Gespräche, die ich in den letzten Monaten und Jahren in ähnlicher Form erhalten und geführt habe.

BAFIN_LOGODie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verbietet die Pseudowährung OneCoin in Deutschland

Weitere, mittlerweile spektakuläre Entwicklungen gibt es bei einer angeblichen Digitalwährung mit dem Namen OneCoin. Die Unternehmen OneCoin Ltd, OneLife Network Ltd und One Network Services Ltd stehen in einem ebenso komplexen wie weitestgehend intransparenten Firmenverbund. Unter der Marke OneCoin wird Anlegern und Geschäftspartnern dabei weltweit ein mehrstufiges, pyramidiales Vertriebssystem zur Verfügung gestellt, das angeblich – über den Verkauf von Schulungspaketen mit Schürfrechten (Tokens) – den Zugang zu einer angeblichen Kryptowährung ermöglicht. Dabei wird immer wieder – überwiegend von Vertriebspartnern – damit geworben, dass der OneCoin vergleichbar mit dem BitCoin ist. Gigantische Kurschancen würden noch bevorstehen.

Inzwischen hat die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin (Bild) mehrere, massive Maßnahmen gegen OneCoin bzw. nahestehende oder verbundene Unternehmen eingeleitet. Am 27.04.2017 hat die BaFin auf ihrer Internetseite folgendes veröffentlich:

„Die BaFin hat der Onecoin Ltd. (Dubai) und der OneLife Network Ltd. (Belize) heute untersagt, im Internet ein öffentlich zugängliches System anzubieten, um darüber Geschäfte mit ‚OneCoins’ durchzuführen. Darüber hinaus hat sie die Unternehmen angewiesen, jegliche Werbung für den Vertrieb und Verkauf von ‚OneCoins‘ in Deutschland sofort einzustellen. Die Geschäfte mit ‚OneCoins’ in Deutschland sind nach Auffassung der BaFin als Eigenhandel nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 Kreditwesengesetz (KWG …) zu qualifizieren. Die Erlaubnis, die für diese Finanzdienstleistung nach § 32 Abs. 1 KWG für den Betrieb im Inland erforderlich ist, haben die Betreiber nicht. Der One Network Services Ltd: (Sofia/Bulgarien) hat die BaFin unterstützende Tätigkeiten untersagt. Die Verfügungen beruhen auf § 37 Abs. 1 Satz 1 und 4 KWG. Die Maßnahmen sind von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig“.

Ich habe bereits vor über einem Jahr vor Pseudo-Kryptowährungen wie OneCoin ausführlich gewarnt

OneCoin (Bild unten: Pressefoto) ist keine neue Kryptowährung, vergleichbar mit Bitcoin. Ein OneCoin ist im Gegensatz zum Bitcoin zentralisiert, hat keinen offenen Quellcode, keine effiziente Limitierung und es gibt keinen freien Handel. Mir ist im vergangenen Jahr sehr stark negativ aufgefallen, dass zahlreiche freie Finanzdienstleister auf einmal OneCoin als alternative Kapitalanlage empfohlen haben.

Onecoin_PressefotoLesen Sie meine Sonderausgabe Cryptocoins – Kryptowährungen – Blockchain – Pseudocoins!

In der Praxis wurden allerdings lediglich enorm teure Schulungspakete an Anleger verkauft. Die Provisionszahlungen und Prämien dafür waren enorm. In meiner kommenden Sonderausgabe „Cryptocoins“ gehe ich auf diese Thematik ein. Ich kann mich nur immer wiederholen: Finger weg von Pseudo-Kryptowährungen, die auf MLM-Vertriebssystemen basieren!

Cryptocoins: 5 Empfehlungen und 5 Warnungen!

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen und Entwicklungen habe ich aktuell eine umfassende Sonderausgabe für Kapitalschutz vertraulich fertiggestellt zu Cryptocoins, verbunden mit einer Empfehlung für 5 Alternative Kryptowährungen neben dem Bitcoin. Ebenso eine Warnung vor 5 MLM-basierten Systemen, den sogenannten Pseudo-Kryptowährungen. Die Dynamik im Segment der – echten – Kryptowährungen, die auf der Blockchain-Technologie mit offenem Quellcode, kryptographischen Schlüsseln und freiem Handel basieren, ist unglaublich hoch.

Das zeigt sich nicht nur am aktuellen Bitcoin-Kurs von rund 1.600 US-Dollar, sondern auch an fast täglich neuen Konzeptionen und Adaptierungen. Sie dürfen gespannt sein auf diese kommende Sonderausgabe! Nutzen Sie jetzt unser Probeabo, dann erhalten Sie automatisch auch meine neue Sonderausgabe Cryptocoins – Kryptowährungen – Blockchain – Pseudocoins.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.