Schlagwort-Archiv: Bankenkrise

3 tickende EU-Zeitbomben!

European_UnionSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

in Nizza kam es am 14. Juli zu einem weiteren, islamistischen Terroranschlag mit weit über 80 Toten. Ich habe Ihnen vor einigen Monaten geschrieben, dass rund 10.000 Millionäre, aufgrund der sozialen Spannungen, Frankreich verlassen haben. Allein 7.000 Millionäre haben Paris den Rücken gekehrt.

Dieser Trend wird weitergehen. Frankreichs finanzielle und soziale Probleme werden dadurch weiter verstärkt. Diese Entwicklungen sind eine große Gefahr für die gesamte EU und Europa. Nach dem Brexit wäre ein Zusammenbruch Frankreichs nicht verkraftbar für die EU-Systeme und den Euro. Ein weiteres Land mit gigantischen Problemen, allen voran im maroden Bankensektor ist derzeit Italien.

Rentner und Kleinsparer wurden in Italien enteignet

Ist Ihnen bekannt, dass es auch in Italien viele Tote in den letzten Wochen und Monaten gibt, aufgrund sozialer Fehlentwicklungen? Nicht durch medienwirksame Terroranschläge, sondern von der breiten Öffentlichkeit relativ unbeachtet, durch Suizide. Mehrere Bankkunden, darunter zahlreiche Rentner und Kleinsparer, die aufgrund der aktuellen Bankenkrise in Italien ihre gesamten Ersparnisse und ihre Altersvorsorge verloren, haben sich aus Verzweiflung umgebracht.

Ich kann Ihnen leider keine genauen Zahlen liefern. Das liegt daran, dass das italienische Statistikinstitut „Istituto Nazionale di Statistica“ seit drei Jahren keine Wirtschaftsselbstmorde mehr gesondert ausweist. Hier wird nach meiner Einschätzung ganz gezielt ein soziales Spannungsfeld mit dramatischen Folgen vor der Öffentlichkeit verborgen.

Fakt ist, dass der Anstieg der Selbstmorde in Italien derzeit so hoch ist, wie letztmalig im Zweiten Weltkrieg. Ein nicht unerheblicher Anteil dürfte dabei – ähnlich übrigens wie in Griechenland – auf Selbstmorde zurückzuführen sein, die aus finanzieller und wirtschaftlicher Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung heraus erfolgen.

Italienische FlaggeItalien: Der Beginn des Flächenbrandes für das EU-Banksystem und den Euro

In den letzten Wochen hat der Brexit viele weitere negative Entwicklungen für die Staaten und Banken in Europa überlagert. Eine davon ist die immer schneller tickende Bankenzeitbombe in Italien, wo es derzeit eine nie dagewesene Bankenkrise gibt.

Diese wurde durch den Brexit noch verschlimmert, da die italienischen Banken auf gigantischen Bergen fauler Schulden sitzen. Die positivsten Zahlen gehen dabei von einem Kapitalbedarf von 40 Milliarden Euro aus, die zur Rettung des italienischen Banksystems benötigt werden.

Die Bank als Selbstmordgrund 

Ich habe bereits im Februar 2016 meine Leser vor den bedenklichen Entwicklungen in Italien gewarnt. Damals stand jedoch die Flüchtlingskrise im Mittelpunkt des Medieninteresses. Im Dezember 2015 musste der Italienische Staat vier Banken retten. Das Wort „retten“ ist dabei allerdings für betroffene Sparer ein Hohn.

Zahlreiche Rentner und Kleinsparer mussten nämlich einspringen und haben 750 Millionen Euro verloren. In Folge dessen kam es unter den verzweifelten Bankkunden, die teilweise ihre gesamten Ersparnisse und Altersrücklagen verloren haben, zu einer Selbstmordwelle. Nachfolgend finden Sie mein Editorial aus dem Februar 2016 zu diesen dramatischen Entwicklungen, die sich nun massiv verschärfen werden.

Mein Editorial der Kapitalschutz vertraulich-Februar-Ausgabe 2016  

EURO-Bankensystem: Die Einschläge kommen näher! 

Liebe Leserin, lieber Leser,

in Italien kam es aktuell bei scheinbar sicheren Regionalbanken zu einer Entwicklung, die Vorbildcharakter für Banksparer in anderen EU-Ländern haben wird. Bedenklich finde ich, dass in Deutschland keine nennenswerte Berichterstattung über diese Ereignisse erfolgte.  

Neue EU-Gesetze führen zu massiven Bankpleiten in Italien  

Seit dem 1. Januar kommt die europäische Bankenregulierung zur Anwendung, vor der ich Sie seit Jahren intensiv warne. Banken müssen nun nicht mehr auf Steuerzahlerkosten gerettet werden, sondern können auf Kosten der Eigentümer und Kunden einfach abgewickelt werden.

12.500 Kunden von vier italienischen Regionalbanken und Sparkassen, darunter zahlreiche Rentner, haben jetzt über Nacht die gigantische Summe von 430 Millionen Euro verloren. Teilweise ihre gesamten Ersparnisse. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass derartiges in Italien geschieht. 

PS: Immer mehr Länder fahren Kampagnen gegen Bargeld. Barzahlungsgrenzen von 1.000 Euro haben Italien und Frankreich. In Schweden gibt es eine Initiative zur kompletten Bargeldabschaffung. In der Schweiz hingegen gilt seit 01.01.2016 ein neues Gesetz für Bargeldkäufe mit einer hohen Grenze von 100.000 Franken!  

Achtung! Die EU ist eine Haftungs- und Umverteilungsunion 

Wenn Sie nun in der Annahme sind, die gigantische Bankenkrise in Italien – die seitens der Politik und der Medien heruntergespielt wird um keinen direkten Flächenbrand entstehen zu lassen – betrifft deutsche oder österreichische Bankkunden oder Steuerzahler nicht, dann ist das ein Trugschluss!

Die EU ist längst eine Haftungs- und Umverteilungsunion. Durch die EU-Verträge, den ESM-Vertrag in Kombination mit seit diesem Jahr in Kraft getretenen EU-Bankenunion haften die Steuerzahler untereinander ebenso wie die Bankkunden.

Die italienische Regierung hat zur Bewältigung der aktuellen Bankenkrise nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Steuerzahler müssen einspringen, oder die Sparer und Anleger werden wie im Dezember 2015 bluten müssen.

Das würde allerdings in Italien zu massive politischen Spannungen und gesellschaftlichen Verwerfungen führen, so dass es sehr gut möglich ist, dass der Rest EU-Europas, deren Steuerzahler und Bankkunden für die italienischen Versäumnisse mitbezahlen müssen.

Die Europäische Bankenunion ist ein latentes Damoklesschwert

Denn sie beruht auf dem Haftungsprinzip des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Das rechtliche Klumpenrisiko, das sich aus der Kombination vom automatischen Informationsaustausch AIA mit dem Umverteilungssystem des ESM und der EU-Bankenunion ergibt, sollten Sie unbedingt reduzieren.

Nicht nur das EU-Banksystem ist gefährdet, auch Ihr Geld ist direkt von diesen Entwicklungen betroffen. Die Risiken für die Stabilität und den Bestandes des Euros als Gemeinschaftswährung sind in den letzten Monaten massiv angestiegen. Sie müssen sich bewusst sein: Die Bankenkrise in Italien betrifft auch Ihr Geld und Ihre Bank in Deutschland!

Schweden_FlaggeSchweden: Ein weiteres, krankes Land in EU-Europa

Zahlreiche Anleger und Bürger sind nach meinen Erfahrungen der Ansicht, dass die Probleme EU-Europas hauptsächlich im Süden liegen. Nordeuropa, allen voran Skandinavien ist hingegen solide und stabil.

Im Prinzip ist das grundsätzlich sogar richtig, allerdings gibt es in Nordeuropa ein Land, das ich als absolut „krank“ bewerte. Ich spreche von Schweden. Schweden hat – neben zahlreichen, politischen Fehlsteuerungen – vor allem in den letzten 40 Jahren eine vollkommen irrational-tolerante, großzügige Einwanderungspolitik verfolgt.

Das schwedische Sozialexperiment sollte eine Warnung für Deutschland sein!

Schweden hat damit ein Sozialexperiment mit einem gigantischen Ausmaß in Gang gesetzt. Das Land hat sich gravierend verändert. Heute gehen allein 58 Prozent aller Sozialleistungen an Migranten. Fast die Hälfte, nämlich 42 Prozent der Langzeitarbeitslosen sind ebenfalls Einwanderer. Schwedens weltberühmter Sozialstaat steht dadurch vor dem Kollaps. 26 Prozent aller Gefängnisinsassen und 50 Prozent aller Häftlinge in Schweden, die Strafen von mehr als fünf Jahren absitzen, sind ebenfalls Einwanderer.

Die größte Immobilienblase Europas liegt in Schweden 

Weder in Spanien, noch in Großbritannien gibt es die größte Immobilienblase in Europa, sondern in Schweden. Schweden hat den größten Immobilienboom in Europa in den letzten Jahren zu verzeichnen. Gleichzeitig ist die Erschwinglichkeit für Immobilieneigentum in Schweden für die Bevölkerung am schlechtesten. Mein Fazit: Würde es eine Put-Option auf ein einzelnes Land geben, würde ich Schweden Short gehen! Frankreich, Italien und Schweden sind daher für mich derzeit die größten, tickenden EU-Zeitbomben.

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Reduzieren Sie rechtliche Klumpenrisiken bei Banken!

Bankia_Gebaeude_MadridSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

das Wort Bankenunion ist wie der Begriff des Europäischen Stabilitätsmechanismus grundsätzlich sehr positiv behaftet. Mit einer „Union“ verbinden wir im Grunde genommen alle einen Zusammenschluss, der aus einzelnen Teilnehmern eine starke Gemeinschaft bildet. Diese Ansicht wird unterstützt von der Politik und breiten Teilen der Medien.

Achtung: Die Bankenunion ist keine Hilfe zur Selbsthilfe!

Ein wenig erinnert die Kommunikationsstrategie der Politiker und Banklobbyisten sogar an den ursprünglichen genossenschaftlichen Gedanken von Friedrich Willhelm Raiffeisen. Im 19. Jahrhundert entstand das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Aus dieser Idee wurde die gegenseitige Notfallhilfe der Volks- und Raiffeisenbanken geboren, die heute noch ihre Gültigkeit hat. Die europäische Bankenunion hat damit überhaupt nichts gemein. Im Gegenteil!

Unter dem Begriff der Bankenunion fallen unterschiedliche Bestandteile, die auf europäischer Ebene durch drei ganz wesentliche Maßnahmen erreicht werden sollen. Viele Bürger und Steuerzahler sind der Meinung, dass die Bankenunion die Banken stabilisiert und sicherer macht. Diese Annahme ist grundsätzlich gar nicht so falsch. Doch die neue Scheinsicherheit hat einen hohen Preis: Die Kosten, die durch die gemeinsame Haftung entstehen, muss zukünftig jeder Bürger in der Europäischen Union bei einer Bankenschieflage mittragen.

Die wichtigsten Maßnahmen der Bankenunion auf einen Blick

  1. Schaffung einer europäischen Finanzaufsichtsbehörde mit einer Entscheidungsmacht für alle Mitgliedstaaten
  1. Zusammenschluss aller nationalstaatlichen Systeme der Einlagensicherung der Banken
  1. Möglichkeit, Finanzhilfen aus dem ESM-Rettungsfonds direkt an Banken in Schieflage zu vergeben, anstatt diese an die Staaten zu leisten

EU_BankenunionDas System EU-Europas basiert auf sozialistischer Planwirtschaft

Theoretisch haften wir unbegrenzt, jedenfalls so lange, wie wir noch über Geld bei den teilnehmenden Banken in der EU verfügen. Wir bewegen uns in Europa mittlerweile in einem System der sozialistischen Planwirtschaft. Der ESM sorgt dafür, dass alle teilnehmenden Länder untereinander haften.

Die Bankenunion stellt einen weiteren einschneidenden Schritt auf dem Weg zum europäischen Umverteilungssystem dar, für das am Ende Sie als Bürger und Steuerzahler eines noch starken Landes mithaften. Im Ernstfall werden dadurch auch Kunden und Gläubiger der gesunden EU-Banken mitbezahlen müssen.

Die finanzpolitischen Fehlentwicklungen der Vergangenheit lassen sich nicht wegzaubern. Deswegen müssen diese gigantischen Altlasten und Schuldenberge zwangsläufig auf die breite Masse der Bevölkerung und somit auch auf Sie umverteilt werden. Mit dem ESM und der Bankenunion sind die rechtlichen Grundvoraussetzungen für dieses Vorhaben nun endgültig gelegt.

Die Europäische Bankenunion ist ein Damoklesschwert

Denn sie beruht auf dem Haftungsprinzip des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Das rechtliche Klumpenrisiko, das sich aus der Kombination vom automatischen Informationsaustausch AIA mit dem Umverteilungssystem des ESM und der EU-Bankenunion ergibt, sollten Sie unbedingt reduzieren.

„Eigentum verpflichtet“: Selbst das Grundgesetz ist auf Seiten der Politik

Private Eigentumsrechte dienen allen voran dem Schutz Ihrer Vermögenswerte. Im deutschen Grundgesetz finden Sie den Satz „Eigentum verpflichtet“. Dieser Passus ist ganz klar eine gesetzliche Legitimation, möglicherweise Ihre Eigentumsrechte einzuschränken für den Fall, dass der Staat nicht mehr die finanziellen Mittel hat, um selbst handlungsfähig zu bleiben.

Wählen Sie starke Banken ohne Haftungsrisiken selbst au

Das bedeutet, dass selbst die solideste Bank in der Europäischen Union latenten, unkalkulierbaren Haftungsrisiken unterliegt. Dieser Fakt sollte für Sie als mündiger Bürger und Kapitalanleger Anlass genug sein, selbstbestimmt und eigenverantwortlich eine Bankverbindung zu wählen, und zwar außerhalb dieses vordiktierten Zwangssystems. Länder wie Liechtenstein, die Schweiz, Norwegen oder Kanada sind dafür bestens geeignet.

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Vier Finanzkrisen-Tipps

Ich habe derzeit so viele Anfragen und Anrufe wie nie zuvor. Standen im letzten Jahr noch die Abgeltungsteuerthemen stark im Mittelpunkt, so bekomme ich derzeit sehr viele Fragen zu Einzelaktien, Finanzprodukten welche Leser in ihrem Wertpapierdepot haben oder auch mögliche „sichere“ Anlagealternativen wie Edelmetalle. Ich spüre hier bei vielen Anlegern eine große Verunsicherung und teilweise auch wirkliche Ängste vor der Zukunft.

Ebenso haben viele Anleger allem Anschein nach das Vertrauen in die Politik, die Finanzsysteme und vor allem ihre Bank und den persönlichen Vermögensberater verloren. Glauben Sie bitte nicht, falls Sie all Ihr Geld – oder leider oftmals auch – Ihr noch verbliebenes Kapital nun in Gold anlegen oder nur noch Staatsanleihen kaufen, dass Sie dann auf der sicheren Seite stehen. Nur Geldwerte sind auch ein Risiko – nämlich vor Geldentwertung – und gar keine Aktien zu haben ist auch ein Risiko, nämlich das Risiko nicht dabei zu sein, wenn die Aktienmärkte wieder steigen. Ich habe nun aus diesen Praxisgesprächen, welche ich in den letzten Wochen und Monaten geführt habe einmal die aus meiner Sicht wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.Ich möchte Ihnen diese nachfolgend kurz vorstellen, um Ihnen klar zu machen, auf welche Grundlegenden Dinge Sie achten sollten. Ich gebe normalerweise nicht viel auf Floskeln, aber der Spruch „Angst und Gier sind schlechte Ratgeber“ hat sich aus meiner Sicht bewahrheitet und gilt wirklich. Lassen Sie sich bitte bei Ihren Anlageentscheidungen ganz bewusst nicht von Angst oder Gier leiten! Auch Hektik und blinder Aktionismus sind schlechte Ratgeber. Diese Reaktionen führen aus meiner Erfahrung gerade in Krisenzeiten zu noch mehr Risiken für Ihre Vermögenswerte.

4 Tipps aus meiner Praxis für Ihre Anlageentscheidungen

1. Streuen und verteilen Sie Ihr Vermögen und vermeiden Sie Klumpenrisiken

Setzen Sie nun aus Angst oder auch Kapitulation vor den Finanzmärkten bitte nicht alles auf eine Karte. Ich habe in letzter Zeit mit vielen Anlegern gesprochen, die all Ihr Kapital nun auf einmal in Gold oder Staatsanleihen platzieren wollen, oder dies bereits getan haben. Gerade aus Angst vor weiteren Verlusten sollten Sie sich keinen Klumpenrisiken aussetzen. Anleger welche angesichts des dahinschmelzenden Vermögens nun panisch in Gold investieren vergeben mit dieser „Strategie“ Renditepotenzial und verzichten auf Risikominderung durch eine Streuung. Sie erhöhen also somit ihr Risiko. Außerdem wird es Ihnen nicht gelingen bei steigenden Aktienkursen rechtzeitig umzuschichten. Streuen Sie also Ihr Vermögen nicht nur auf unterschiedliche Anlageklassen, sondern auch in unterschiedliche Produkte und auch gerade Produktstrategien, wie beispielsweise marktneutrale oder quantitative Strategien.

2. Indexing statt Stockpicking

Gehen Sie als Anleger keine Einzelwetten ein, vor allem nicht um Verluste schneller wieder aufzuholen. Beispielsweise investieren einige Anleger derzeit in „ausgebombte“ Bankaktien oder Automobiltitel, weil diese Branchen ja staatlich gestützt und gerettet werden. Solche Einzelwetten sind aus meiner Sicht extrem riskant und für Ihr strategisches, privates Vermögens- und Risikomanagement ungeeignet. Wenn sollten Sie in Einzelaktien nur mit einem kleinen Teil Ihres Vermögens investieren. Besser ist aus meiner Sicht der Kauf von Exchange Traded Funds (ETFs). Hier haben Sie auch die Möglichkeit, beispielsweise in Branchen ETFs zu investieren (auch Automobil oder Bankenwerte), streuen aber dennoch Ihr Risiko und haben im Gegensatz zu Einzelaktien bessere Verlustverrechnungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Abgeltungsteuer, falls die Investitionen fehlschlagen. Grundsätzlich ist mein Rat an Sie: Indexing statt Stockpicking. Setzen Sie auf Marktbreite Aktienindices über ETFs, anstatt dass Sie versuchen, einzelne Aktien herauszupicken! Eine der besten und empfehlenswertesten ETF-Suchmaschinen für Ihre gezielte ETF Auswahl ist für mich übrigens das kostenlose Angebot von www.etfexplorer.com

3. Adaptieren Sie Ihre Strategie, aber bleiben Sie Strategien treu

Nehmen Sie keine unüberlegten und überhasteten Änderungen Ihrer Asset Allocation vor. Ich beobachte immer wieder, dass viele Anleger, welche mit Aktien Geld verloren haben dazu neigen, sich von der Börse komplett zu verabschieden und ihre Aktienquote auf null reduzieren. Das ist der falsche Ansatz. Wenn Sie mit Aktien in der Abwärtsentwicklung voll dabei waren, dann sollten Sie auch von einer möglichen Erholung der Aktienmärkte – eines Tages zumindest – profitieren. Auch hier empfehle ich Ihnen beispielsweise marktneutrale Strategien, oder quantitative Strategien. Achten Sie dabei darauf: Die Aktienquote sollte sich immer an Ihrem persönlichen Risikoprofil orientieren. Allerdings habe ich auch in der Praxis eine sehr gute Erfahrung mit der bewährten Formel (Die maximale Aktienquote sollte 100 – Ihr Lebensalter sein). Wichtig ist allerdings dabei schon Ihre persönliche und individuelle Risikotragfähigkeit, die langfristig vor allem aufgrund Ihres Alters, Ihres Einkommens, Ihrer Vermögensverhältnisse und Ihrer Ausgabenpläne definiert werden sollte. Diese Aktienquote sollte dann auch in Krisenzeiten durchgehalten werden!

4. Gezielte Strukturierung statt blinder Aktionismus

Verfallen Sie als Anleger (ich spreche hier nicht von aktiven Tradern) keinem hektischen Timing und Trading, um die derzeitigen hohen Schwankungen an den Börsen ausnutzen zu wollen. Die Kursschwankungen sind seit etwa einem Jahr besonders dramatisch. Die Volatilitäten (Schwankungsbreiten) sind derzeit circa doppelt so hoch wie in den vergangenen fünf Jahren. Tagesschwankungen von über 10 Prozent sind auch bei Standardaktien keine Seltenheit mehr. Einige Anleger versuchen, genau diese Schwankungen zu nutzen und setzen, mit Hilfe von Derivaten, auf fallende oder steigende Kurse. Dieses kurzfristige Trading gelingt allerdings selbst professionellen Händlern und Daytradern – nachhaltig und langfristig – nur selten. Auch wenn es reizvoll ist, ich rate Ihnen dies als Anleger nicht zu tun. Frieren Sie lieber die hohen Volatilitäten beispielsweise durch Deep-Bonuszertifikate ein und gehen Sie in die Aktienmärkte mit einem Risikopuffer ohne dass Sie jeden Tag – nervenaufreibend – auf die Börsen schauen müssen.

Mein Fazit

Ich merke derzeit in der Praxis, dass viele Anleger finanziell und nervlich sehr angeschlagen sind. Ebenso nehmen die Zukunftsängste und Existenzängste – gerade auch von Vermögensinhabern – dramatisch zu. Wenn Sie heute Ihren Arbeitsplatz verlieren ist das sehr schlimm, aber eine neue Arbeit kann sehr wohl gefunden werden. Wenn Sie aber Ihr Vermögen verlieren, dann ist der Wiederaufbau weit schwieriger als der gezielte Substanzerhalt und Vermögensschutz mit einem intelligenten, kompetenten und modernen Vermögensmanagement unter Einbeziehung entsprechender Banken, Bankplätzen und Produkten.

Kapitulieren Sie nicht vor den Kapitalmärkten und flüchten Sie nicht NUR in die Scheinsicherheiten von Festgeldern, Staatsanleihen oder „nur Gold“!

(c) Markus Miller, Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

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