Die 16 größten Ängste der Deutschen!

Angst_SchreiSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

Angst und Gier sind die zwei besten Verkäufer, aber gleichzeitig auch meist die schlechtesten Ratgeber an denen Sie sich orientieren sollten. Wissenschaftlich betrachtet ist die Gier ein seelischer Antrieb zur Behebung eines subjektiven Mangelerlebens mit einem damit verbundenen Aneignungswunsch eines Gegenstandes oder Zustandes, welcher geeignet erscheint, diesen Mangel zu beheben.

So wie für den Surfer die Suche nach der perfekten Welle zur Gier werden kann, ist bei zahlreichen Anlegern beispielsweise die Suche nach dem ultimativen Aktientipp mit 1.000 Prozent Rendite eine Erscheinung, die oftmals leider zur Gier wird.

Das ist vor allem dann gefährlich, wenn – in Relation zum Gesamtvermögen – zu große Summen in derartige Anlagen investiert werden. Weil dann die gewählte Dosis zu einem Gift wird, quasi einer Überdosis für das Wertpapierdepot. Gleiches gilt allerdings auch für die Angst.

Hinterfragen Sie Ihre eigenen Ängste

Die Angst ist aus meiner Sicht speziell in Deutschland ein Grundgefühl, das noch weit verbreiteter ist als die Gier. Die Engländer haben dafür sogar einen Begriff gefunden namens „German Angst“.

Angst und Gier sind speziell für Kapitalanleger und Börsianer wichtige Einflussfaktoren, die aus meiner Sicht fortlaufend beobachtet und bewertet werden müssen. Die jährliche Studie „Die Ängste der Deutschen“ ist für mich immer sehr hilfreich, meine eigenen Ängste zu hinterfragen und zu reflektieren.

Seit 1992 befragt das R+V-Infocenter in einer repräsentativen Studie jedes Jahr im Sommer rund 2.400 Bürger nach ihren größten wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Ängsten. Die bundesweit einzige Langzeitstudie zu den Sorgen der deutschen Bevölkerung gilt inzwischen als Seismograph für die Befindlichkeiten der Bürger.

Langzeit-Auswertung: Die 16 größten Ängste der Deutschen

1. Naturkatastrophen 53%
2. Terrorismus 52%
3. Pflegefall im Alter 49%
4. Spannungen durch Zuzug von Ausländern 49%
5. Überforderung der Politiker 48%
6. Steigende Lebenshaltungskosten 48%
7. Schwere Erkrankung 47%
8. Krieg mit deutscher Beteiligung 41%
9. Schlechtere Wirtschaftslage 40%
10. Sinkender Lebensstandard im Alter 37%
11. Eigene Arbeitslosigkeit 32%
12. Höhere Arbeitslosigkeit in Deutschland 31%
13. Drogensucht der eigenen Kinder 31%
14. Vereinsamung im Alter 27%
15. Straftaten 26%
16. Zerbrechen der Partnerschaft 15%

Bedrohungen von außen jagen den Deutschen am meisten Angst ein

Aktuelle Bedrohungen und Herausforderungen, die von außen auf Deutschland zukommen, bereiten den Bürgern sehr große Sorgen, so das Fazit der R+V Langzeitstudie “Die Ängste der Deutschen 2015″. Spitzenreiter ist die Befürchtung, dass die Euro-Schuldenkrise teuer für die deutschen Steuerzahler wird.

Jeder zweite Bundesbürger hat Angst vor Konflikten durch Zuwanderung und politischem Extremismus. Dabei sind in dieser Studie die dramatischen Flüchtlings-Entwicklungen der letzten Wochen noch gar nicht ausreichend berücksichtigt.

Den stärksten Anstieg verzeichnet die repräsentative Studie im Jahr 2015 bei der Furcht vor Terror und einem Krieg mit deutscher Beteiligung. Auch die immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen beunruhigen die Bürger – dieses Thema steht bei den langjährig abgefragten Sorgen erstmals ganz vorn. Bei großen wirtschaftspolitischen Fragen sind die Deutschen jedoch erstaunlich entspannt.

Die Ängste vor einer Wirtschaftsflaute oder vor Arbeitslosigkeit – vor 10 Jahren noch Top-Themen der Deutschen – sind heute geringer als je zuvor im Verlauf der Studie. Erstaunlich: Die seit über zwei Jahrzehnten konstant große Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten ist um 10 Prozentpunkte abgesackt – mehr als jede andere Sorge in diesem Jahr.

EU-Schuldenkrise, Terrorismus, Zuwanderung: Aktuelle Bedrohungen und Herausforderungen, die von außen auf Deutschland zukommen, lösen in diesem Jahr sehr große Ängste aus. Auch die immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen beunruhigen die Bürger. Die großen wirtschaftspolitischen Fragen gehören 2015 hingegen nicht zu den Top 7.

Die 7 größten Ängste der Deutschen 2015

1. Kosten für Steuerzahler durch EU-Schuldenkrise 64%
2. Naturkatastrophen 53%
3. Terrorismus 52%
4. Überforderung von Bürgern/Behörden durch Asylbewerber 50%
5. Gefährdung des Euro durch EU-Schuldenkrise 49%
6. Politischer Extremismus 49%
7. Pflegefall im Alter 49%

Mein Fazit: Das Flüchtlingschaos verstärkt die EU-Schuldenkrise

Ich bin davon überzeugt: Würde diese Angst-Studie aktuell erhoben werden, dann wäre die Sorge vor einer Überforderung von Bürgern und Behörden durch den vollkommen außer Kontrolle geratenen Zustrom von Asylanten und illegalen Einwanderern noch deutlich höher als „nur“ bei 50%. Die EU kalkuliert mit Kosten von 6.000 Euro je Asylbewerber. Auf kommunaler Ebene in Deutschland werden die jährlichen Kosten eines Asylanten je nach Bundesland mit 12.000 bis 13.000 Euro beziffert.

Ich beurteile beide Kalkulationen als vollkommen unrealistisch und viel zu niedrig. Die Einwanderung-, oder besser gesagt die Völkerwanderungswelle nach Europa wird die sowieso schon fragile Stabilität der Europäischen Union weiter destabilisieren. Die Kosten werden explodieren. Die Steuerzahler werden am Ende dieses Prozesses auch dafür in die Haftung und Enteignung genommen werden.

Die Angst vor illegalen Einwanderern ist absolut berechtigt

Die Angst vor einer weiteren, unkontrollierten Zuwanderung nach Deutschland ist für mich keine Sorge die als „German Angst“ verharmlost werden darf. Die Politik muss die Sorgen der Bürger endlich ernst nehmen. Die Asyl- und Zuwanderungspolitik Deutschlands ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Baustellen. Weil hier die Stabilität unserer Gesellschaftsordnung und die innere Sicherheit Deutschlands auf dem Spiel steht. Die Griechenland-Probleme sind dagegen Peanuts.

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4 Gedanken zu „Die 16 größten Ängste der Deutschen!

  1. claudio grass

    die deutschen fühlen anscheinend was auf sie in zukunft zukommt – jetzt müssen sie nur noch verstehen, dass man es selber in der hand hat und stellung dazu beziehen muss …am eben das sollte jeder einzelne verstehen

    Antworten
  2. Jörg Lenau

    Um eine Sache zu verstehen, bedarf es neben der Inhaltlichkeit dessen der Differerenzierung. Angst läßt sich nur nachvollziehen in Verbindung mit dem Verständnis für Respekt und Mitgefühl. Ich habe einen speziellen Bezug dazu, denn ich kenne selbst keine Angst, sondern nur Respekt. Ist das außergwöhnlich oder gar abnormal?

    Meine Auseinandersetzung damit entstand einst aufgrund einer Situation, in welcher ich Angst spürte, mir aber in der Auseinandersetzung damit klar wurde, daß ich mich gar nicht in Gefahr befand. Mir wurde deutlich, daß sich die Angst meiner Gegenüber mir vermittelte und dies identifizierte sich als Mitgefühl.

    So erklärt sich mir darüber aber auch die Massenpanik über mein Erleben des Mitgefühls. Es verbreitet sich wie eine La-Ola-Welle. Jeder kennt das Mitgefühl, aber wie ich ersehe nur im Bezug auf das Leid anderer, nicht jedoch im Bezug auf die Angst, obwohl es sich dabei ebenfalls um das Leid anderer handelt. Leider nicht so ganz, denn handelt es sich um ein Erleiden, wenn Menschen über ihre Verhältnisse leben und der Sachverhalt droht, daß sie dies mehr an Substanz verlieren? Ist es nicht so, daß Menschen, welche respektvoll mit ihren Ressourcen umgehen, eben nicht über ihre Verhältnisse leben?

    Wer sind diese Menschen, die ein solches Leben leben und Lotterie spielen mit dem, was sie haben? Es sind viele und es hat den Anschein, es würden immer mehr, aber irgendwie stimmt da etwas nicht mit den Relationsverhältnissen und darauf weist uns nicht nur das Kapitel German-Angst hin. Ich habe andere Kulturen kennengelernt und da ist das Verhältnis zu Respekt und Angst kulturell verankert. Uns wurde eine Mauer gesetzt zu unsrer geschichtlichen Kultur und es ist an der Zeit, daß man auch in der breiten Masse lernt, über diese hinwegzusehen, um uns wesentliche Substanzen wieder zu beschaffen, die keineswegs verloren sind.

    Wer die Angst nährt, kann keinen Respekt ernten.

    Antworten
  3. Paul-Gerhard Lemcke

    Fast jedes Tier – vielleicht der Löwe nicht – kennt die Angst. Daher auch der Fluchtgedanke, die jedes Lebewesen als Selbsterhaltung kennt.
    Die Flüchtlinge , die zu uns kommen, kommen aus Angst vor Krieg, aber auch vor Armut.
    Diese Ängste , die natürlich sind, wollen die “Gutmenschen” den Flüchtlingen zugestehen, der Bevölkerung in Deutschland aber absprechen, indem sie auf das Mitgefühl hinweisen, das uns angeblich fehlt.
    Von diesen “Vordenkern” fühle ich mich diskriminiert in meinem eigenen freiheitlichen Leben, welches ich mir über Jahrzehnte aufgebaut und dafür gearbeitet habe.
    Diese “Gedankenpolizei” haben wir jetzt endlich seit 70 Jahren hinter uns – jetzt wollen bestimmte Leute uns wieder kontrollieren. “Haben Sie schon gespendet?” wird jetzt wieder gefragt.
    Wir werden schon zwangsweise spenden müssen.
    Was ist eigentlich aus dem “Heiligen Sankt Martin” und dem Bettler geworden?
    Beide sind erfroren, weil der geteilte Mantel für jeden zu wenig war , um zu überleben.

    Antworten
  4. Torsten Sieweke

    Herr Miller,
    ich gebe Ihnen völlig Recht, dass die Kalkulationen sicherlich schön gerechnet sind. Ich persönlich glaube eher an Kosten in dem Bereich von 25.000 – 30.000 €/Person. Die Kosten werden in Kürze explodieren und die positiven Effekte, die es natürlich auch gibt, leider überkompensieren.
    Was mir aber wirklich Sorgen bereitet sind nicht die ca. 2 mio Syrer, die im moment versuchen nach Deutschland zu kommen, sondern die gut 30-40 Millionen (!), die in Afrika auf gepackten Koffern sitzen und nur auf ein Signal warten, um loszuziehen. Das wird dann eine Herausforderung, welche nicht mehr mit den heutigen Mitteln zu bewältigen wäre.

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