Der Mythos von der Einlagensicherung!

bankenunion-dgs-schutzniveau-einlagensicherungSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

Sie haben die scheinbar beruhigenden Aussagen von Norbert Blüm „Die Rente ist sicher“ aus dem Oktober 1997, oder die von Angela Merkel aus dem Oktober 2008 „Die Spareinlagen sind sicher“ bestimmt noch in Erinnerung.

Im März 2013 hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble der Zeitschrift „Die Welt“ ein Interview gegeben mit einer Aussage, die ich noch viel bemerkenswerter beurteile. Leider ist dieses Interview heute kaum mehr präsent. Dem Bundesfinanzminister wurde dabei u.a. folgende Frage gestellt:

Sind die Spareinlagen in allen anderen Euro-Staaten sicher?

Wolfgang Schäuble antwortete darauf: „Die Spareinlagen sind in Deutschland und in allen europäischen Ländern sicher, weil die Vorstellung, dass irgendein europäisches Land zahlungsunfähig wird, unrealistisch ist. In Deutschland gibt es die Sicherungssysteme der Banken für den nirgendwo erkennbaren Fall, dass eine Bank ins Straucheln gerät, und in dem äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass diese Sicherungssysteme Probleme hätten, würde der Bundeshaushalt einspringen.“

Diese Aussage aus dem Jahr 2013 ist nach dem ganzen Griechenland-Drama heute fast kaum zu glauben, aber Wolfgang Schäuble hat damals allen Ernstes behauptet, dass es nicht vorstellbar, beziehungsweise unrealistisch ist, dass ein europäisches Land zahlungsunfähig wird. Was für ein Hohn, vor dem Hintergrund der Entwicklungen in Griechenland. Bei nüchterner Betrachtung der rationalen Zahlen ist ein Staatsbankrott in Europa keinesfalls unrealistisch. Außerdem bestätigt Wolfgang Schäuble eindeutig, dass dann der Bundeshaushalt, also der Bürger und Steuerzahler in die Haftung genommen würde.

Die absoluten Zahlungen mögen sicher sein, die Kaufkraft ist es nicht!

Wenn man sich die aktuellen Entwicklungen betrachtet, hat Wolfgang Schäuble nicht einmal so Unrecht. Nicht weil Staaten nicht Bankrott gehen können, sondern dadurch, dass weiterhin eine staatlich und notenbankpolitisch unterstützte Insolvenz- und Konkursverschleppung in Griechenland erfolgt. Der griechische Staat wird dadurch bis auf weiteres nicht Pleite gehen.

Dafür werden aber eines Tages die gesamte Europäische Union und der Euro scheitern. Dann wäre die Aussage von Wolfgang Schäuble sogar wieder richtig, weil dann kein einzelnes europäisches Land zahlungsunfähig werden würde. So soll das bei einer Haftungsgemeinschaft und Umverteilungsunion auch sein. Einer für Alle und Alle für Einen, oder besser gesagt mitgehangen ist mitgefangen.

Es ist wie mit der einstigen Aussage von Norbert Blüm zur Sicherheit der gesetzlichen Rente. Diese ist nicht falsch. Die absolute Rente wird auch in Zukunft sicher sein. Aber die relative Rentenhöhe und vor allem die Kaufkraft der Rentenzahlungen in der Zukunft werden massiv an Wert verlieren.

bankenunion_grafikDie Einlagensicherungsfonds der Banken sind Makulatur

Gleiches gilt für die Einlagensicherungsfonds der Banken. „Feuerwehrfonds“ nennen die Volks- und Raiffeisenbanken sowie die öffentlichen Sparkassen ihre Sicherungseinrichtungen. Ganz schön vollmundig: In der Praxis wäre es bei einem „Feuer“ jedoch so, als wolle man versuchen, den Brand des kompletten Schwarzwaldes mit einem Eimer Wasser zu löschen.

Privatpersonen, Unternehmen und sonstige Institutionen öffentlicher Einrichtungen bis hin zu Stiftungen unterhalten bei allen Banken in Deutschland rund 3 Billionen Euro an Bankguthaben. Diese gigantische Summe unterliegt auf den ersten Blick dem gesetzlichen Schutz durch Entschädigungseinrichtungen, Sicherungstöpfe und Feuerwehrfonds unterschiedlicher Verbände, sowie der Europäischen Einlagensicherung durch die neue EU-Bankenunion.

Fakt ist: Der Einlagenschutz basiert auf ungedeckten Haftungszusagen

Der Einlagenschutz ist lediglich gesetzlich geregelt. Es gibt keine Staatsgarantie. In den jeweiligen Sicherungsfonds steht weit weniger als 1% der Gesamteinlagen für den Notfall zur Verfügung. Der Rest besteht aus eingeschränkten beziehungsweise ungedeckten Haftungszusagen. In nüchternen Zahlen ausgedrückt dürften aktuell von 100.000 Euro gesetzlicher Einlagensicherung gerade einmal ungefähr 400 Euro gedeckt sein.

Mein Fazit: Sparguthaben bei Banken sind eine Wette

Mathematisch ist die Einlagensicherung eine reine Scheinsicherheit. Rechtlich ist die Einlagensicherung in einem Leistungsfall aufgrund der fehlenden mathematischen Grundvoraussetzungen gar nicht darstellbar. Sparguthaben bei Banken sind dadurch eine Wette. Eine Wette auf den Erhalt der Kaufkraft unserer Währung. Aber auch eine Wette auf die Rechtssicherheit sowie die Stabilität unseres gesamten Finanz- und Bankensystems. Aus diesem Grund sollten Sie Teile Ihres Kapitals außerhalb des Euro- und EU-Raumes gezielt und intelligent strukturieren.

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2 Gedanken zu „Der Mythos von der Einlagensicherung!

  1. Dieter Seyfarth

    Um die Scheinheiligkeit der Finanzbranche bei der Diskussion über die Einlagensicherung zu entlarven, bedarf es eigentlich nur des Hinweises auf die Lehmann-Pleite 2009, als der Bankenverband nicht einmal in der Lage war, die privaten Gläubiger beim deutschen Ableger von Lehmann Brothers aus dem Feuerwehr-Fonds zu entschädigen, sondern der Fonds auf die finanzielle Unterstützung des deutschen Staates in Form eines Sonderkredites angewiesen war, weil das Geld aus dem Fonds für die Entschädigung nicht ausgereicht hat. Und das war in Anbetracht der Größe von Lehmann Brothers Deutschland ein überschaubarer Schadensfall. An einen größeren Schadensfall mag ich heute garnicht denken wollen. Leider werden solche unangemehmen Sachverhalte allzu schnell verdrängt und viele Menschen haben oft auch nur ein Kurzzeitgedächtnis.

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  2. Michael Gebert

    Man darf sich also überlegen, womit man sich sicherer fühlt – mit einer Forderung an irgendeine Bank (Sparbuch, Anleihe o.ä.) oder mit Gold- und Silbermünzen und –barren diskret zu Hause im Tresor.

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