Kategorie-Archiv: Versicherungen

Investmentfonds: Die 5 wichtigsten Änderungen 2018!

SteuerberatungSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

nach wie vor beklagen viele Medien und auch zahlreiche Politiker immer wieder die angeblich so hohe Komplexität des deutschen Steuersystems. Edmund Stoiber oder Guido Westerwelle stützten stellvertretend für viele weitere „Experten“ einst die Behauptung, dass 60 Prozent bis 80 Prozent der weltweiten Steuerliteratur in Deutsch verfasst sind. Speziell Steuerberater fördern diesen Mythos ebenfalls. Vermutlich um die Sorge der Steuerbürger vor der Steuerklärung zu bewahren. Ein uninformierter oder verunsicherter Steuerzahler ist nämlich der beste Kunde eines jeden Steuerberaters.

Die angebliche Komplexität des deutschen Steuerrechts ist ein Mythos!

Fundierte Untersuchungen kamen längst zu dem Ergebnis, dass lediglich rund 10 Prozent der Weltsteuerliteratur in Deutsch verfasst sind. Das sind „nur“ rund 200 Regalmeter an Büchern. Aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich: Die Angst vor dem Finanzamt und Steuersystem ist unbegründet!

infografik_8940_steuer_und_abgabenlast_oecd_vergleich_nDas Steuern ist wichtiger als die Steuern

In unserem aktuellen Steuerrecht gibt es heute noch gültige Gesetze, die bereits über ein Jahrhundert alt sind. Beispielsweise die Schaumweinsteuer aus dem Jahre 1902, die damals zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte eingeführt wurde und heute noch in Kraft ist.

Bereits im Jahr 1906 hat das Preußische Verwaltungsgericht eine Feststellung getroffen, die ebenfalls heute noch ihre Gültigkeit besitzt: „Niemand ist verpflichtet, sein Vermögen so zu verwalten oder seine Ertragsquellen so zu bewirtschaften, dass dem Staat darauf hohe Steuern zufließen.“ Das muss für Sie die ein Anspruch sein dem Sie folgen zum Schutz Ihres Geldes und getreu meinem Motto: „Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!“

Zum 01.01.2018 tritt das neue Investmentsteuerreformgesetz in Kraft

Die Einführung der Abgeltungsteuer zum 01.01.2009 war die letzte wesentliche Änderung, was die Besteuerung von Kapitalanlagen betrifft. Bereits im Dezember 2016 hat der Deutsche Bundestag mit dem Investmentsteuerreformgesetz InvStRefG ein neues Gesetz beschlossen, das die Besteuerung von Investmentfonds ganz grundlegend verändert und das zum 01.01.2018 in Kraft treten wird. Vor allem bei in Deutschland aufgelegten Investmentfonds und ETFs kommt es zu mehreren gravierenden Änderungen.

Die aktuellen Regelungen sind europarechtswidrig

Ausländische Fonds mit Erträgen aus deutschen Quellen waren bislang steuerlich schlechter gestellt als deutsche Fonds. Das widerspricht dem Europarecht. Deswegen waren die Änderungen zwingend erforderlich. Ein weiterer Grund ist das Bestreben, das Steuersystem einfacher und verständlicher zu gestalten. Allerdings ist von einer Vereinfachung des Steuersystems in meinen Augen weit und breit nichts zu sehen, wenn Sie sich die nachfolgenden Punkte betrachten. Aber das war wohl auch nicht wirklich zu erwarten.

5_wichtige_Aenderungen_InvestmentsteuerreformgesetzDie 5 wichtigsten Änderungen ab 2018 auf einen Blick

1. Körperschaftsteuer

Bisher waren Erträge auf Fondsebene steuerfrei, die Besteuerung fand in der Regel erst auf Anlegerebene statt. Ab 2018 müssen deutsche Fonds Dividendenausschüttungen, Mieteinnahmen sowie Kursgewinne aus Immobilienverkäufen mit 15 % versteuern, sofern diese Einkünfte in Deutschland erzielt werden. Sämtliche anderen Erträge bleiben auf Fondsebene steuerfrei, etwa Gewinne aus Veräußerungen von Wertpapieren oder Erträge aus Zinsen und Termingeschäften.

2. Zwischengewinnbesteuerung

Die bisherige Zwischengewinnbesteuerung fällt weg. Steuerliche Kennzahlen wie Zwischengewinn und Immobiliengewinn werden somit abgeschafft.

3. Zufluss-Prinzip

Die Fondsbesteuerung wird auf ein Zufluss-Prinzip umgestellt. Das bedeutet, dass Ausschüttungen zukünftig stets in voller Höhe steuerpflichtig sind. Es wird keine Unterteilung der Ausschüttungen nach steuerfreien und steuerpflichtigen Anteilen mehr geben.

4. Basisertrag und Vorabpauschale

Zukünftig ermittelt die depotführende Bank einen sogenannten Basisertrag, der versteuert werden muss. Er beträgt 70% des sogenannten Basiszinssatzes. Der Basiszins leitet sich aus der langfristigen Rendite öffentlicher Anleihen ab, den die Deutsche Bundesbank jeweils auf den ersten Börsentag des neuen Jahres errechnet. Für das Jahr 2016 beträgt dieser 1,1%. Erfreulicherweise ist dieser Basisertrag auf den Wertzuwachs im Kalenderjahr begrenzt. Dadurch wird nichts besteuert, was nicht auch Erwirtschaftet wurde.

Falls ein Fonds nicht ausschüttet (thesauriert) oder weniger als den Basisertrag ausschüttet, gilt die Differenz zum Basisertrag als sogenannte Vorabpauschale. Durch dieses Verfahren stellt der Gesetzgeber sicher, dass der Fonds-Anleger einen Mindestbetrag zu versteuern hat. Wirtschaftlich betrachtet ist die Vorabpauschale eine vorweggenommene Besteuerung zukünftiger Wertsteigerungen. Daher wird die Vorabpauschale beim Verkauf der Fondsanteile auch vom tatsächlichen Veräußerungsgewinn abgezogen.

Technisch behält Ihre Bank als depotführende Stelle am ersten Tag des neuen Kalenderjahres die Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale ein. Damit es nicht zu einer Doppelbesteuerung kommt, werden als Ausgleich zukünftige Erträge beim Anleger teilweise freigestellt. Diese Teilfreistellung beträgt zum Beispiel bei Aktienfonds 30%.

5. Bestandsschutzwegfall

Für Investmentfondsanteile, die vor dem 01.01.2009 erworben wurden, entfällt ab 01.01.2018 der Bestandsschutz für erzielte Kursgewinne. Das ist schmerzlich. Allerdings werden die aufgelaufenen Gewinne zum 31.12.2017 automatisch steuerfrei realisiert, ohne dass Sie tätig werden müssen.

Danach erhalten Sie einen hohen, einmaligen Freibetrag in Höhe von 100.000 Euro. Erst wenn dieser in der Zukunft aufgebraucht ist, müssen Sie wieder Steuern auf Kursgewinne Ihrer Investmentfonds, die einen Bestandsschutz hatten, bezahlen. Für Eheleute erhöht sich dieser Freibetrag sogar auf 200.000 Euro.

Finanzamt_SteuererklärungSie haben die Pflicht, Steuern zu zahlen – nutzen Sie Ihr Recht, Steuern zu sparen!

Der Bundesgerichtshof urteilte im Jahr 1965: „Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat das Recht, Steuern zu sparen!“ Dieses Urteil müssen Sie sich als Steuerbürger und Steuerzahler zum Vorbild nehmen. Und zwar zur Optimierung Ihrer Steuerlast durch die intelligente Strukturierung und Steuerung Ihrer Vermögenswerte im Hinblick auf den Schutz Ihres Geldes und Ihres Kapitals.

Im Steuerrecht ist es wie in der Medizin: In bestimmten Fällen ist der Weg zum Spezialisten wichtig und richtig!

Sie alle haben einen Hausarzt, einen Allgemeinmediziner. An ihn wenden Sie sich vertrauensvoll bei einer Grippe, bei Kopf- oder Bauchschmerzen, Übelkeit oder sonstigen leichten Gebrechen. Ein Kopfschmerz kann ganz harmlose Gründe haben, aber sich auch als Gehirntumor herausstellen. Würden Sie jetzt auf die Idee kommen, sich einer Gehirnoperation bei Ihrem Hausarzt zu unterziehen? Sicherlich nicht, weil er kein spezialisierter Chirurg ist.

Ähnlich beurteile ich auch die Zusammenarbeit mit Steuerberatern. Zwischen der Erstellung eines Lohnsteuerjahresausgleichs und der Abgabe einer strafbefreienden Selbstanzeige ist für mich beispielsweise ein ähnlicher Unterschied, wie zwischen einer Grippebehandlung und einer Gehirnoperation. Uli Hoeneß hat die Folgen einer fehlerhaften und somit unwirksamen Selbstanzeige durch einen nicht versierten Steuerberater dramatisch zu spüren bekommen. Er musste ins Gefängnis!

Kapitalschutz_Vertraulich_Markus_Miller_GEOPOLITICAL.BIZDie grenzüberschreitende Steuerkompetenz wird zunehmend wichtiger

Ich bin sehr stolz auf mein internationales Experten-Netzwerk an renommierten Rechtsanwälten und Steuerberatern, das ich mir über die letzten Jahre bzw. mittlerweile sogar Jahrzehnte aufgebaut habe und auch weiter ganz gezielt ausbaue. Auslandsinvestments und Dienstleister in Ländern und Rechtsräumen außerhalb der fragilen Systeme der Europäischen Union sind bereits seit vielen Jahren ein ganz wichtiger Baustein meiner Strategieempfehlungen.

Der Freibetrag für den Altbestandschutz kann erhöht – ja sogar vervielfacht – werden!

Beim Thema internationale Diversifikation stoßen klassische, rein regional fokussierte Steuerberater allerdings häufig schnell an die Grenzen ihrer Beratungskompetenz. In meiner kommenden Ausgabe von KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH stelle ich Ihnen eine Steuerberatungskanzlei aus Liechtenstein vor, die sowohl für Steuerbürger aus dem Fürstentum und der Schweiz, aber auch aus Deutschland und Österreich ebenso kompetente wie empfehlenswerte Möglichkeiten bietet.

Dabei präsentiere ich Ihnen ein weitestgehend unbekanntes Gestaltungsmodell – zur mehrfachen Erhöhung des Freibetrages für Altbestände bei Investmentfonds – im Hinblick auf das Investmentsteuerreformgesetz 2018. Diese Gestaltungsvariante ist vollkommen legal, ebenso natürlich auch legitim und wurde mittlerweile durch deutsche Finanzämter bestätigt.

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Liechtenstein goes Hongkong!

HongkongSehr geehrte Damen und Herren,
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ich befasse mich intensiv mit ausländischen Bankplätzen und Finanzzentren. Von der Schweiz und Liechtenstein über Norwegen bis Kanada. Es ist in diesem Bereich sehr wichtig, aktuelle Entwicklungen im Auge zu behalten. Die „Schweizer Postbank“ Postfinance hat beispielsweise vor einiger Zeit zusätzliche, monatliche Kontoführungsgebühren für Ausländer in Höhe von 25 Schweizer Franken eingeführt. Damit scheidet auch sie für Auslandskunden, beziehungsweise Auslandskonten aus. Das gilt gerade auch für Wertpapierdepots, die die Postfinance für Ausländer schon seit längerer Zeit nicht mehr anbietet. Bestehenden Auslandskunden wurde die Geschäftsbeziehung gekündigt.

40 Schweizer Banken im Test: Nur 3 sind empfehlenswert!

Zu Jahresbeginn 2016 habe ich für meine Leser von Kapitalschutz vertraulich einen umfassenden Test des Schweizer Bankplatzes gemacht. 40 Banken aus der Schweiz habe ich dafür getestet. Neben meinen beiden favorisierten Schweizer Discountbrokern stufe ich dabei nur noch drei Banken als empfehlenswert ein. Daran hat sich nichts geändert, im Gegenteil. Neben der Schweiz befasse ich mich mit dem Bankplatz im Fürstentum Liechtenstein sehr intensiv. Bei den dortigen Banken gibt es aktuell ebenfalls sehr interessante Entwicklungen

2 von 14 Banken aus LiechteMason-Group_Hongkong_Liechtensteinnstein haben jetzt Eigentümer aus Hongkong!

2 der kleineren Banken aus dem Fürstentum Liechtenstein haben mittlerweile Haupteigentümer oder Mehrheitsaktionäre aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Das Unternehmen Citychamp Watch & Jewellery Group Ltd. aus Hong Kong ist ein Luxusgüterkonzern mit dem Hauptaugenmerk auf Uhren und Schmuck. Für den Kaufpreis von 93,5 Millionen Schweizer Franken hat Citychamp bereits im Oktober 2016 83 Prozent der Aktien der Valartis Bank AG übernommen, die heute unter Bendura Bank AG firmiert.

Im Oktober 2017 hat die an der Hongkonger Börse notierte Mason Group Holdings (Bild: Unternehmenslogo) die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG mit Sitz in Vaduz von dem bisherigen Eigentümer aus dem österreichischen Kleinwalsertal – der Walser Privatbank AG – übernommen. Der Kaufpreis betrug in diesem Fall 58,6 Millionen Schweizer Franken. Auch hier ist zu erwarten, dass der bisherige Name „Raiffeisen Privatbank Liechtenstein“ nicht mehr allzu lange bestehen bleiben wird.

Interessant ist für mich, dass die Mason Group auch bereits beim Kauf der Valartis Bank AG mitgeboten hatte, damals aber nicht zum Zuge kam. Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass bestehende Kunden der Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG diesen Verkauf „ihrer“ Bank ins chinesische Hongkong durchaus sehr skeptisch bewerten. Wie im Falle der Bendura Bank AG ist es auch hier sehr wichtig, die weiteren Entwicklungen unter dem neuen Eigentümer aus China im Auge zu behalten.

Die Übernahme durch die kapitalstarke Mason Group Holdings bietet natürlich auch Chancen für die Bank und Kunden, aber für mich steht außer Frage, dass sich die einst genossenschaftliche Identität und DNA der Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG – wegen der zahlreiche Anleger dieses Institut mit österreichischen Wurzeln im Fürstentum Liechtenstein ausgewählt haben – nachhaltig verändern wird.

Flagge_HongkongHongkongs besonderer Status ist bis 2047 garantiert

Honkong zählt zu den international bedeutendsten Finanzzentren. Im Jahr 2011 traf das Weltwirtschaftsforum WEF in einer vielbeachteten Studie erstmals die Feststellung, dass die chinesische Sonderverwaltungszone das höchstentwickelte Finanzsystem der Welt aufweist. Hongkong vereint heute die wirtschaftliche Macht Chinas mit den liberalen und rechtssicheren Rahmendbedingungen aus den Zeiten als britische Kronkolonie.

Neben Singapur ist Hongkong einer der wichtigsten Finanzplätze in der boomenden Region Südostasiens. Hongkong ist dabei nicht nur ein sehr großer, sondern auch ein liberaler Finanzplatz. Die beeindruckende Metropole liegt am Südchinesischen Meer im Mündungsgebiet des Perlflusses. Der besondere Status der lediglich 1.104 km2 großen Sonderverwaltungszonist gegenüber China bis in das Jahr 2047 garantiert.

Diese Bedingung der Unabhängigkeit von Großbritannien aus dem Jahr 1997 schafft eine hhe Rechts- und Planungssicherheit. Der auf Grund der Geschichte bestehende britische Einfluss führt zu einer wirtschaftsfreundlichen Gesetzgebung. Die offizielle Landessprache ist weiterhin Englisch, die Landeswährung ist der Hongkong-Dollar, der wiederum seit dem Jahr 1983 zu einem festen Wechselkurs an den US-Dollar gekoppelt ist.

Das Fürstentum Liechtenstein bietet Ihnen einzigartige Standortvorteile

Das Fürstentum Liechtenstein verfügt traditionell über einen sehr hohen Schutz Ihrer Eigentumsrechte und Ihrer Privatsphäre. Basierend auf einer stabilen Sozial-, Rechts- und Wirtschaftsordnung, sowie einem hohen Maß an politischer und rechtlicher Kontinuität und Stabilität. Verbunden mit einer liberalen Wirtschaftspolitik und einem liberalen Gesellschaftsrecht.

Die Besteuerung der Unternehmensgewinne ist moderat. Das Fürstentum Liechtenstein hat keine Staatsschulden – als eines von weltweit nur noch 5 Ländern – aufgrund der soliden Finanzpolitik der öffentlichen Haushalte. Die öffentliche Hand verfügt dadurch über eine große Kapitalkraft. Gesetzliches Zahlungsmittel ist der starke Schweizer Franken. Dies führt zu einem AAA Länder-Rating durch Moody’s und Standard & Poors.

Ein großer Vorteil des Landes ist die überschaubare Größe der Volkswirtschaft mit nur 39.000 Einwohnern. Das bringt eine hohe Flexibilität und kurze Entscheidungswege mit sich. Der Bank- und Versicherungsplatz im Fürstentum Liechtenstein verfügt über eine hohe Vermögensverwaltungskompetenz und Nischenprodukte, die aufgrund der EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins EU-kompatibel sind.

Map-Europe-big-deSolide: Die Banken im Fürstentum Liechtenstein haben sehr hohe Eigenkapitalquoten

Das Fürstentum Liechtenstein ist aufgrund dieser Rahmenbedingungen ein einzigartiger Finanzplatz im Herzen Europas. Die Liechtensteiner Banken zeichnen sich seit jeher durch stabile Geschäftsmodelle und eine sehr solide Eigenmittel-Ausstattung aus. Das liegt daran, dass der Kern des Bankgeschäftes in Liechtenstein in der soliden Betreuung privater Vermögenswerte liegt und nicht im spekulativen Investmentbanking.

Liechtenstein ist bezogen auf die dort vertretenen Versicherungskonzerne und Banken mein Finanzplatz Nr. 1 in Europa. Die Eigenkapitalquote der 14 im liechtensteinischen Bankenverband vertretenen Banken beträgt solide 21,3 Prozent. Zum Vergleich einmal der Blick auf die deutschen Großbanken: Die Deutsche Bank kam im Banken-Stresstest des Jahres 2016 auf eine Eigenkapitalquote von 7,8 Prozent, die Commerzbank auf 7,4 Prozent.

Liechtensteins Banken sind auf Anlageberatung und Vermögensverwaltung spezialisiert

Zum Jahresbeginn 2017 habe ich die 14 Banken in Liechtenstein einem Test unterzogen. Hier ist festzustellen, dass der Bankplatz Liechtenstein vor allem auf Vermögensberatungen und Vermögensverwaltungen spezialisiert ist. Dadurch ist die Eröffnung eines einfachen Bankkontos für den Zahlungsverkehr bereits mit relativ großen Hürden und Kosten verbunden. Konto- und Depotführungen bleiben für Anlagesummen unter einem Mindestvolumen von 300.000 Euro absolut unwirtschaftlich.

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Fürstentum: Liechtenstein versus Monaco!

crown-2024423_1280Sehr geehrte Damen und Herren,
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das Fürstentum Liechtenstein ist der viertkleinste Staat in Europa. Mit einer Landesfläche von lediglich 160 km² Fläche liegt das Fürstentum in der Liste der kleinsten Staaten der Welt auf dem sechsten Platz. Mit seinen 38.000 Einwohnern ist Liechtenstein vergleichbar mit einer deutschen Kleinstadt. Die Hauptstadt Vaduz ist mit seinen rund 5.500 Einwohnern eher vergleichbar mit einem Dorf.

Liechtenstein ist eines der reichsten Länder und ökonomisch stärksten Länder der Welt

Den dörflichen Einwohnerzahlen steht allerdings eine beeindruckende Wirtschaftsbilanz gegenüber. Durchaus kurios ist dabei der Fakt, dass Liechtenstein genauso viel Arbeitsplätze bietet wie Einwohner. Viele davon sind somit Pendler aus den Nachbarländern der Schweiz und Österreich, aber auch aus Deutschland. In den vergangenen 20 Jahren hat sich das Bruttoinlandsprodukt aufgrund der nachhaltigen Vollbeschäftigung auf rund 5,3 Milliarden Schweizer Franken verdoppelt. Das ist beeindruckend.

Unter den rund 4.500 im Fürstentum domizilierten Unternehmen finden sich weltbekannte Namen. Beispielsweise der Bautechnologiekonzern Hilti, der Automobilzulieferer thyssenkrupp Presta, oder der Industriekonzern Oerlikon Balzers. Liechtenstein ist der wahre Exportweltmeister, da fast alle produzierten Güter für den Export bestimmt sind. Waren im Wert von rund 3 Milliarden Schweizer Franken werden Jahr für Jahr ausgeführt. Die Güter die in die Schweiz gehen sind dabei gar nicht mitgezählt, da zwischen beiden Ländern bereits seit 1923 eine Zoll- und Währungsunion besteht.

Map-Europe-big-de1861 wurde die erste Bank im Fürstentum Liechtenstein gegründet

Nach wie vor sind viele Menschen der Ansicht, dass der Bankensektor einen großen Teil der volkswirtschaftlichen Leistung ausmacht. Das ist ein Trugschluss. Finanzdienstleistungen haben nur noch einen Anteil von 24% am Bruttoinlandsprodukt. 40% hingegen die Industrie und das warenproduzierendes Gewerbe. Selbst der allgemeine Dienstleistungssektor liegt mit 28% noch vor der Bruttowertschöpfung aller Finanzdienstleistungen.

Dennoch ist der Finanzdienstleistungsbereich eine der drei tragende Säule der Volkswirtschaft in Liechtenstein. Verbunden mit einer langen Tradition und einer hohen Stabilität. Die erste Bank in Liechtenstein wurde bereits im Jahr 1861 gegründet. Heute schätzen Banken, Versicherungen, Treuhänder, Fondsgesellschaften, Vermögensverwalter und gemeinnützige Stiftungen den liechtensteinischen Finanzplatz gleichermaßen. Das Fürstentum Liechtenstein ist stabil und souverän, sein Finanzplatz transparent, sicher und professionell. Auch Sie als ausländischer Bürger können diese Vorteile – absolut rechts- und steuerkonform – nutzen. Das muss ich offensichtlich in Zeiten von Luxemburg-Leaks, Panama- oder Paradise Papers – leider – nach wie vor dazuschreiben.

Liechtenstein hat den Status den Großbritannien nach dem Brexit gerne hätte

Absolut rechts- und steuerkonfrom deswegen, weil Liechtenstein seit 1995 Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ist. Dadurch kann das Fürstentum alle Vorteile des EU-Binnenmarktes nutzen, ohne die Haftungs- und Umverteilungsnachteile des EURO- und des ESM-Systems tragen zu müssen. Das ist genau der Status, den Großbritannien nach dem Brexit gerne hätte. In Liechtenstein finden Sie diese vorteilhaften Rahmenbedingungen!

monaco-1758837_1280Ist das Fürstentum Monaco eine Alternative zum Fürstentum Liechtenstein?

Ich bekomme häufiger die Frage gestellt, ob das Fürstentum Monaco eine Alternative zum Fürstentum Liechtenstein wäre? Beide Länder bzw. Fürstenhäuser haben durchaus einige Gemeinsamkeiten. Beispielsweise die Einwohnerzahl mit rund 38.000 Bürgern. Dennoch ist Liechtenstein flächenmäßig weit größer.

160 km² Staatsfläche in Liechtenstein stehen lediglich 2 km² in Monaco gegenüber. Auch in Monaco gibt es den Mythos vom Kasino- und Finanzplatz. Der Finanz- und Bankensektor ist zwar der größte Ertragspfeiler des Landes, aber dennoch liegt dieser nur bei 16% des Bruttoinlandsproduktes BIP. Der Kasinosektor trägt lediglich 1% zum BIP bei.

In Liechtenstein gibt es 14 Banken, in Monaco hingegen 31 und zusätzlich 53 Vermögensverwaltungsgesellschaften sowie 40 Treuhandfirmen. Unter den Banken befinden sich führende Schweizer Adressen wie UBS, Julius Bär, J. Safra Sarasin, EFG International, Edmond de Rothschild oder die Union Bancaire Privée (UBP). Auch zahlreiche französische Banken sind im Fürstentum vertreten.

Nur für Multimillionäre ist Monaco eine interessante Alternative

Als einzige lokale Bank gilt die Compagnie Monégasque de Banque (CMB) die ausschließlich in Monaco tätig ist. Diese verwaltet sogar einen Teil des Staatsvermögens. Ist nun das Fürstentum Monaco eine Alternative zum Fürstentum Liechtenstein? Ja, wenn Sie ein liquides Vermögen von mindestens 5 bis 10 Millionen Euro haben.

Umfassende Dienstleistungen für kleinere Vermögenswerte, wie diese im EWR-Staat Liechtenstein – in unterschiedlichen Formen – möglich sind gibt es im Fürstentum Monaco aber schlicht nicht. Im Umkehrschluss ist allerdings das Fürstentum Liechtenstein auch für Multimillionäre aus Monaco eine attraktive Alternative und Ergänzung mit seinem Banken- und Versicherungssystem.

flag-map-40467_1280Der kurze Blick auf das fast schon vergessene 3. Fürstentum in Europa!

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass es in Europa noch ein weiteres Fürstentum gibt. Das einzige Land der Welt, in dem zwei ausländische Amtsträger zusammen die Funktion des Staatsoberhauptes wahrnehmen. Diese Doppelherrschaft führen der Bischof von Urgell und der Präsident von Frankreich.

Ich spreche dabei vom Fürstentum Andorra, dem mit 468 km² und rund 80.000 Einwohnern größten unter den 6 europäischen Zwergstaaten. Als Finanzplatz hat Andorra heute aus meiner Sicht – nach einem gigantischen Geldwäscheskandal und  einem massiven Konflikt mit den USA –  überhaupt keine Reputation und Relevanz mehr. Der Tourismus und der Wintersport sind in Andorra heute der mit Abstand wichtigste Wirtschaftsfaktor.

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KRYPTO-X: Blockchain, Cryptocoins und Fintechs!

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Sehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

in der vergangenen Woche habe ich in Aachen einen exklusiven Vortrag gehalten vor Sparkassen-Vorständen, etablierten Unternehmern und jungen Startup-Firmen zum Thema Bitcoin und Blockchain. Auf Einladung des Venture Capital Arms der Sparkassen-Organisation S-UBG. Obwohl von rund 30 Teilnehmern erst einer ein Bitcoin-Konto hatte, war ich sehr überrascht, wie offen meine Zuhörer für die grundlegende Thematik waren. Allen voran die umfassenden Möglichkeiten der Blockchain-Technologie trafen auf ein großes Interesse.

Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial für eine branchenübergreifende Revolution!

Hinter einer Blockchain, was mit „Blockketten-Technik“ übersetzt werden kann, steht einfach ausgedrückt ein Register, in dem alle Transaktionen wie in einem elektronischen Kassenbuch verzeichnet werden. Dieses Register wird von einer Vielzahl von Rechnern dezentral verwaltet. Das macht die Technik fälschungssicher. Im übertragenen Sinne zu herkömmlichen Währungen ersetzt die unabhängige Blockchain somit die Bank, oder auch andere Dienstleister. Beispielsweise einen Notar oder Rechtsanwalt.

Grundlegend sind Blockchains nichts anderes als Software-Architekturen, die Prozesse in einer neuartigen Infrastruktur programmieren und automatisiert verarbeiten. Eine hohe Schnelligkeit, große Transparenz und Sicherheit, sowie niedrige Transaktionskosten sind dabei die großen Pluspunkte. Blockchains werden in Zukunft in Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen Einzug halten. Ebenso in staatliche Behörden, Notenbanken oder den Geschäftsbanken, verbunden mit der Digitalisierung unseres Geldes.

close-1540642_1280Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen: Start von KRYPTO-X

Vor diesen Rahmenbedingungen habe ich seit Monaten intensiv an einem neuen Projekt gearbeitet, für das ich jetzt den Startschuss geben kann. Frei nach Aristoteles “Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen”. Sie dürfen gespannt sein. Gemeinsam mit dem Investor Verlag aus der Verlagsgruppe Norman Rentrop startet zum Ende des Jahres KRYPTO-X.

Ich freue mich sehr, Ihnen die ersten Details heute bereits präsentieren zu dürfen, über die Website www.krypto-x.biz. Hier finden Sie eine kostenlose Registrierungsmöglichkeit für ausführliche Informationen zu den kommenden Entwicklungen! Ebenso lade ich Sie sehr herzlich ein, in unsere neuen KRYPTO-X Community auf XING die Sie ebenfalls über www.krypto-x.biz finden. Für frei zugängliche Informationen und Diskussionen rund um die Themenbereiche Blockchain, Cryptocoins und Fintechs.

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Rechtsruck? Deutschland erhält seine blaue Quittung!

Bundestagswahl_2017Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

Sie kennen den Blauen Brief aus den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Beginnend in der Schule. Hier steht der Blaue Brief umgangssprachlich für eine Benachrichtigung, dass die Versetzung gefährdet ist. Also quasi eine Frühwarnung. Im Berufsleben werden Kündigungsschreiben derart tituliert. Die Bezeichnung der blauen Briefe stammt ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert, die in dieser Zeit preußisch Blau waren.

infografik_11220_so_hat_deutschland_gewaehlt_nDie blaue AFD wird drittstärkste Kraft im Deutschen Bundestag

Am 24.09.2017 gab es im Rahmen der Wahl zum Deutschen Bundestag nun keinen blauen Brief, aber eine blaue Quittung des Deutschen Volkes für die Politik in Deutschland und eine Frühwarnung für die Gesellschaft.

Die Alternative für Deutschland AFD zieht in großer Fraktionsstärke als drittstärkste Kraft in den Bundestag im Reichstagsgebäude ein.

Warum wurde die AFD drittstärkste Kraft in Deutschland?

infografik_11222_warum_die_afd_drittstaerkste_kraft_wurde_nDieses Ergebnis ist vor allem die Quittung für die unbefriedigende Zusammenarbeit der Großen Koalition in den letzten Jahren. Die unqualifizierte und verantwortungslose Flüchtlingspolitik – unter maßgeblicher Führung Angela Merkels – war und ist dabei für mich der bestimmende Faktor dieser blauen Quittung.

Im Zuge der Bundestagswahl 2017 kam es bereits am Wahlabend zu ebenso interessanten, teilweise überraschenden aber auch bedenklichen Entwicklungen. Die SPD unter ihrem blassen, phrasendreschenden EX-EU-Bürokraten Martin Schulz liefert dabei einen Tiefpunkt für die Parteien-Demokratie in Deutschland. Vor wenigen Tagen noch posaunte Martin Schulz – bereits relativ unglaubwürdig – seine angebliche Überzeugung von seiner kommenden Kanzlerschaft über diverse Marktplätze und TV-Mikrofone in Deutschland.

SPDDie SPD setzt ihr existenzielles Eigeninteresse vor Deutschland

Demokratie bedeute vor allem auch Verantwortung für das Land zu übernehmen, in dem man antritt. So wie im Fußball der Verein immer größer ist als der einzelne Spieler, so ist in der Politik stets die Partei wichtiger als die einzelne Person. Aber das Land muss gleichzeitig stets wichtiger sein als eine einzelne Partei.

Diese wichtigen Leitplanken und Werte einer demokratischen Kultur tritt die Schulz-SPD aus parteipolitischen Gründen nun mit Füßen. Ohne jegliche Verhandlungen geben die SPD-Parteifunktionäre wenige Minuten nach dem Schließen der Wahllokale bekannt, dass die SPD für eine neue Regierung, bzw. eine neue Große Koalition nicht mehr zur Verfügung steht. Die SPD stellt ihre existenziellen Parteiinteressen somit vor das Deutsch Volk und die Interessen des Landes.

JamaicaDie Alternativlosigkeit geht weiter: Deutschland wird in eine Jamaika-Koalition genötigt

Es gibt somit nur noch eine realistische Koalitionsmöglichkeit. Die Zusammenarbeit von CDU/CSU mit der FDP und den Grünen. Hier einen gemeinsamen Nenner zu finden – und sei er auch noch so klein – wird eine enorme Herausforderung. Martin Schulz hat sich für mich bereits demaskiert und in der großen Fernsehrunde am Wahlabend um Kopf und Kragen geredet.

Er weiß, dass sich die SPD in der Opposition neu sammeln kann, gleichzeitig erwartet er ein mittel- bis langfristiges Scheitern der Jamaika-Koalition, so dass dann die SPD scheinbar wieder wie der berühmte Phönix aus der Asche steigen kann. Dieser berechnende Weg ist charakterlos, weil verantwortungslos gegenüber Deutschland. Das Kommunikationsverhalten von Schulz ist aber auch gleichzeitig unfassbar dumm. Der Bundespolitiker Martin Schulz ist für mich jetzt bereits endgültig verbrannt und gescheitert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Mann jemals für Deutschland eine politische Verantwortung übernehmen kann und wird. Für die EU hingegen schon.

bundestag-2463236_1280Nicht „Rechtsruck“ ist die Hauptgefahr für Deutschland sondern „Stillstand“!

In zahlreichen Medien ist nun von einem angeblichen „Rechtsruck“ in Deutschland zu lesen. Das ist für mich rational nicht nachvollziehbar. Die CDU unter Angela Merkel hat in den letzten Jahren zahlreiche Themen der SPD bzw. der Linken und Grünen schlicht übernommen. Vom Atomausstieg bis hin zur „Ehe für Alle“. Es kam daher zu einer sukzessiven Linksverschiebung der Merkel-Union. Das Vakuum, dass hier entstanden ist, hat nun die AFD, aber natürlich auch die wiedererstarkte FDP, aufgefüllt. Es gibt somit gar keinen signifikanten Rechtsruck in Deutschland und daher auch keine neue Gefahr von rechts.

Franz_Josef_StraussDie CSU wird ihr rechtskonservatives Profil massiv schärfen

Das große Risiko, dass auf Deutschland jetzt zukommt ist ein Stillstand basierend auf den eingeschränkten, alternativlosen Koalitionsmöglichkeiten in Kombination mit der großen thematischen Unterschiedlichkeit des Jamaika-Bündnisses aus CDU, CSU, FDP und den Grünen. Allein der massive Absturz der CSU in Bayern wird – ein Jahr vor der bayerischen Landtagswahl – dazu führen, dass diese ihr rechtskonservatives Profil durch Maßnahmen und Taten stärken muss. Aktuell hat die AFD diese Postionen sogar in der Wahlkampwerbung (Bild) übernommen. Dieses Profil wird aus meiner Sicht in wesentlichen Punkten kaum kompatibel sein, mit den Positionen der Grünen. “Rechts von uns darf Nichts mehr sein” waren einst die Worte des CSU-Übervaters Franz Josef Strauß. Darauf wird sich die CSU wieder rückbesinnen müssen. Seehofers Ende ist längst eingeläutet.

Jamaika ist für mich ein traumhaftes Urlaubsland, aber kein Vorbild für Deutschland. Auch nicht rein farblich. Die Gefahr ist sehr groß, dass diese exotische Koalition Deutschland in endlose Debatten und Flügelkämpfe führen wird. In einer außenpolitischen Welt aus den Fugen ist ein innenpolitisches Jamaika-Experiment für mich zwar spannend zu analysieren, aber gefährlich für Deutschland.

Gruene_Logo_RGB_aufTransparent_hellesBlau_aufGruenGrüne in der Regierung = Weniger Rechts- und Planungssicherheit!

Durch die Beteiligung der Grünen an einer neuen Regierung im Rahmen eines Jamaika-Bündnisses sinkt für mich darüber hinaus die Rechts- und Planungssicherheit in Deutschland signifikant. Auch Neuwahlen sind im Bereich des Möglichen. Hier würde die blaue Quittung allerdings nach meiner Überzeugung noch deutlicher ausfallen. Das können die Altparteien nicht wollen.

Meine feste Überzeugung ist es, dass die Flüchtlingskrise die EU- und Euro-Krise massiv verschärfen wird. Ausgetragen wird dieser Konflikt überwiegend bzw. überproportional auf dem Rücken der deutschen Steuerzahler. Schützen Sie sich selbstbestimmt und eigenverantwortlich vor diesen Entwicklungen durch eine finanzielle Selbstverteidigung.

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Politische und Geopolitische Märchenstunden!

Donald_Trump_Atomkrieg_NordkoreaSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

zu meinem letzten BLOG “Ihre Bank wird zum Glashaus” auf unserem Portal www.geopolitical.biz habe ich enorm viel positives Feedback erhalten. Darauf baue ich heute auf. “Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind”. Das waren einst die Worte Angela Merkels auf dem Höhepunkt der letzten großen Finanzkrise im Jahr 2008. vertrauen Sie auf diese gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro? Falls ja, sollten Sie sich einmal mit den Zahlen im Detail beschäftigen, die hinter den angeblichen Garantieversprechen der Politiker und Banken stehen.

Die politischen Märchenstunden der Angela Merkel benötigen einen Realitäts-Check

Die Bürger werden in der Scheinsicherheit – einem Merkel-Märchen – gewogen, dass ihre Bankeinlagen pro Bank und Kunde bis zum Betrag von 100.000 Euro abgesichert sind. Das gesetzliche Garantieversprechen ist allerdings das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist. Das belegen die erschreckenden aktuellen Zahlen der Europäischen Bankenaufsicht (EBA – European Banking Authority) überdeutlich.

Die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro ist eine Farce

Eine Garantie macht nur dann Sinn, wenn diesem Versprechen auch eine belastbare Sicherheit gegenübersteht. Die EU verlangt, dass bis zum Jahr 2024 die Geldtöpfe, die als Sicherheit für die Einlagengarantie dienen, zu 0,8 Prozent gefüllt sein müssen. Lediglich Banken in Norwegen, Schweden, Finnland, Tschechien, Polen und Rumänien erfüllen dieses eh schon äußerst fragwürdige Ziel bislang.

Spareinlagen bei Deutschen Banken sind nur zu 0,34 Prozent abgesichert!

In Deutschland hingegen sind die Sicherungsfonds der Banken im Verhältnis zu den Spareinlagen nur zu 0,34% gefüllt. Das bedeutet im Klartext der nackten Zahlen: Zur Deckung der angeblichen Einlagengarantie von 100.000 Euro sind gerade einmal 340 Euro vorhanden!

EBA corporate pic 4.JPGWir befinden uns nach wie vor in einer ungelösten Systemkrise der Banken!

Das verdeutlichen nicht nur die Sicherungsdefizite bei den Spareinlagen deutscher Banken, sondern auch eine Vielzahl weiterer, massiv negativer Entwicklungen in der internationalen Bankenbranche. Nur das billige Geld, das die Notenpressen auf Hochtouren drucken, hält unser Banksystem noch am Leben.

Seit 2013 wurden in Russland 338 Banken geschlossen

Mitte Juli kam es zur Pleite einer der größten russischen Banken. Die Jurga Bank wurde unter staatliche Aufsicht gestellt. Das ist der größte Versicherungsfall in der russischen Finanzgeschichte. In den Medien habe ich kaum etwas darüber gelesen. Vielleicht weil – abgesehen von der Größe der Bank – dieser Vorgang nichts Ungewöhnliches mehr ist. Denn seit 2013 wurden in Russland sage und schreibe 338 Banken geschlossen.

Italien und die Europäische Union kaschieren und verschlimmern wieder einmal die EU-Bankenkrise

In Italien gingen mit der Veneto Banca und der Banca Populare di Vicenza zuletzt ebenfalls zwei weitere Banken pleite. Sehr schnell wurden diese seitens der EZB als nicht systemrelevant eingestuft, so dass der italienische Staat – auf Kosten der Steuerzahler – für die Abwicklung bzw. Rettung zuständig ist. So wird die bestehende EU-Bankenkrise einfach wieder einmal kaschiert. Die Banken-Bombe die früher oder später platzen wird quillt dadurch nur noch mehr an.

Vertrauen Sie nicht auf Garantien: Schaffen Sie sich Ihr eigenes Fort Knox!

Angelas Merkels Aussagen im Zusammenhang mit der “Flüchtlingskrise” – die in der realen Wirklichkeit eine massive Krise der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland darstellt – ist ein weiteres Kapitel aus “Merkels Märchen”! Die Thematik der unkontrollierten und unqualifizierten Massenmigration ist dagegen ein quantifizierbares und verifizierbares Kapitel in meinem neuen Buch “Die Welt vor dem Geldinfarkt“.

Nationalflagge_GuamSchauen Sie nicht in den Blitz oder Feuerball!

In unserer fragilen Welt gibt es derzeit mit Sicherheit gravierende, geopolitische Krisenherde. Beispielsweise der Umgang mit Nordkorea in Asien, aber auch die Situation in Venezuela in Südamerika. Derzeit wird der Konflikt mit Nordkorea seitens der USA und ihrem Präsidenten Donald Trump hauptsächlich über die Angriffs- und Verteidigungswaffe mit dem Namen „Twitter“ geführt.

Wie ernst die Lage allerdings angeblich ist, zeigen die Entwicklungen auf der Insel Guam (Bild: Nationalflagge). Die Behörden des US-Außengebiets haben der dort lebenden Bevölkerung mittlerweile Verhaltensregeln an die Hand gegeben für den Fall, dass Nordkorea seine Drohungen eines atomaren Angriffs in die reale Tat umsetzen sollte. Eine dieser Empfehlungen – das ist wirklich kein Witz – lautet beispielsweise: „Schauen Sie nicht in den Blitz oder in den Feuerball“.

Empfehlung: Duschen Sie mit sehr viel Seife und Wasser

Ein anderer Hinweis lautet: „Duschen Sie mit sehr viel Seife und Wasser“. Ein weiterer „Legen Sie sich flach auf den Boden und bedecken Sie Ihren Kopf“. Diese behördlichen Hinweise werden die immerhin rund 163.000 Einwohner Guams, dessen Staatsoberhaupt Donald Trump ist, sicherlich nicht sehr beruhigen. Stellen Sie sich einmal vor, unsere Bundesregierung würde derartige Empfehlungen publizieren.

Für mich ist das einfach nur ein gezielter Aktionismus, über den ich fast lachen muss und als eine Art “Comedy” bewerten würde, wäre die geopolitische Situation und die absolute Unberechenbarkeit der handelnden Staatsmänner Kim Jong Un sowie Donald Trump nicht so ernst zu nehmen. Ich beurteile derzeit jedoch einen Angriff Nordkoreas als weit unwahrscheinlicher, als einen möglichen Präventivschlag der USA gegen Nordkorea.

Krieg ist vor allem ein ganz hervorragendes Ablenkungs- aber vor allem auch ein effizientes Konjunkturprogramm. Dennoch: Ich bin Analytiker, kein Prophet, deswegen habe ich auch keine Antworten auf die aktuellen Entwicklungen, sondern warte gespannt auf die kommenden Ereignisse. Vor allem aber habe ich keine Antworten auf Fragen, die sich aus meiner Sicht gar nicht stellen.

Thomas_de_MaiziereDenken Sie immer daran: Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern!

Vor den Antworten des US-Merkblatts das auf der Insel Guam – aus meiner Sicht entweder ganz gezielt für die internationalen Medien, und/oder unverantwortlich gegenüber den auf Guam lebenden Menschen – in Umlauf gebracht wurde, erinnere ich an die Aussage von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (Bild) aus dem November 2015.

De Maizières öffentliche Aussagen waren im Gegensatz zum Merkblatt auf Guam nach meiner Überzeugung vollkommen spontan und unüberlegt. In Folge der Absage des Fußball-Länderspiels Deutschlands gegen die Niederlande – wegen eines möglicherweise drohenden Terroranschlags – antwortete er auf einer Pressekonferenz auf Fragen von Journalisten zur Sicherheitslage in Deutschland: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“.

Dieselaffäre und Eierskandal: Wie „toll“ sind dagegen unsere typisch deutschen Probleme!

In Deutschland hingegen gibt es auch im Jahr 2017 wieder ein Sommermärchen. Nicht die nach wie vor ungelöste EU-Staatsschuldenkrise, das angeschlagene Bankensystem die in Europa dafür sorgen, dass „Die Welt vor dem Geldinfarkt“ steht, oder der weiterhin ebenfalls ungelöste, gemeinschaftliche europäische Umgang mit der Flüchtlingskrise und der illegalen Einwanderung in die EU stehen in Deutschland derzeit im Mittelpunkt.

Sondern Themen wie die Dieselaffäre oder der Eierskandal. Auch diese wichtigen Themen will ich gar nicht herunterspielen oder gar ins Lächerliche ziehen. Dennoch bin ich mir sicher, dass diese Probleme die Menschen auf Guam sehr gerne hätten. Meine persönliche Einschätzung ist übrigens die, dass das Behörden-Merkblatt auf Guam nicht zum Schutz der der dort lebenden Bevölkerung in Umlauf gebracht wurde – die mögliche Verunsicherung der Bewohner Guams wurde billigend in Kauf genommen, oder auch entsprechend vor Ort wieder schnell relativiert – sondern strategisch für die internationalen Medien als PR-Material.

Warum? Um den Ernst der Lage und mögliche weitere Maßnahmen im Vorfeld bereits zu relativieren bzw. das Verständnis der Bevölkerung im Inland der USA und bei auch im Ausland für bestimmte (Gegen)Maßnahmen gezielt zu fördern. Also eine Gefahrenlage zu schaffen, die vermutlich überhaupt nicht da ist. Auch derartige Strategien kennen wir bereits aus der Vergangenheit zur Genüge, beispielsweise im Vorfeld des 2. Golf-Krieges bzw. des Krieges gegen den Irak.

Sie haben keinen Einfluss auf geopolitische Entwicklungen. Sehr wohl aber auf Ihre Werte. Von Geld über Kapital bis hin zur Lebensqualität die Sie sich mit diesen materiellen Werten kaufen bzw. gestalten können. Werte, die frei von Schulden sind, bleiben eine ganz wichtige Strategie.

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Ihre Bank wird zum Glashaus!

architecture-768432_1280Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

nach dem Bundestag hat am 02.06.2017 der Bundesrat das Gesetz zur Bekämpfung der Steuerumgehung und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften endgültig verabschiedet. Das neue Gesetz trägt den Namen Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz (StUmgBG). Es tritt zum 01.01.2018 mit weitreichenden Auswirkungen für Steuerbürger in Kraft.

Die Meldevorschriften von Banken und Steuerzahlern werden massiv ausgeweitet

Das neue Gesetz bringt vor allem deutlich erweiterte Meldepflichten für Banken und Steuerzahler mit sich. Die bereits ab dem kommenden Jahr zu erfüllenden Verpflichtungen der Banken in Deutschland gehen weit über die bereits sehr umfassenden Erfassungs- und Meldevorschriften des bislang schon geltenden Geldwäschegesetzes (GWG) und des Finanzkontenaustauschgesetzes (FKAustG) hinaus.

Das betrifft beispielsweise die Pflicht zur Legitimationsprüfung bei Banken, die bislang nur für Kontoinhaber oder verfügungsberechtigte Personen gegolten hat. Diese werden jetzt auch auf wirtschaftlich Berechtigte ausgeweitet. Die Steueridentifikationsnummer von Kontoinhabern, Verfügungsberechtigten und wirtschaftlich Berechtigten wird dazu in Zukunft wie ein Brandzeichen bei allen Bankaktivitäten erfasst und verknüpft.

Deutsche Banken werden zu vorgelagerten Behörden des Staates

Die Banken in Deutschland haften sogar für entgangene Steuern gegenüber dem Staat. Sie können auf Basis des neuen Gesetzes zusätzlich mit Bußgeldern von bis zu 200.000 Euro belegt werden. Das wird in der Praxis dazu führen, dass die deutschen Banken aus administrativer und steuerlicher Sicht faktisch zur Außenstelle der Finanzämter werden, quasi als externe „Bankbehörden“.

Auch Beteiligungen deutscher Banken an ausländischen Gesellschaften müssen zukünftig gemeldet werden. Gleiches gilt für die Herstellung von Beziehungen deutscher Kunden zu Gesellschaften in Drittstaaten (§§ 138 ff. AO). Neben der beschlossenen Aufhebung des steuerlichen Bankgeheimnisses nach § 30a AO werden zusätzlich bereits ein erweitertes Kontenabrufverfahren und ein Sammelauskunftsverfahren diskutiert.

Vermögensverhältnisse, Zahlungsströme und die gesamten wirtschaftlichen Aktivitäten sollen dadurch so transparent werden, dass eine Steuerumgehung mittels einer Domizilgesellschaft im Ausland umgehend aufgedeckt wird. Das Gesetz soll eine Reaktion auf die „Panama Papers“ sein.

Ob es derartige Steuermodelle wirklich effizient einschränkt, wage ich zu bezweifeln. Das Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz führt allerdings dazu, dass deutsche Banken und deren Kunden in der Praxis in einem totalen Glashaus sitzen, bei dem selbst der Boden zum Keller durchsichtig sein wird.

588470983_640x360Bankkonten: Der Automatische Informationsaustausch startet zum 30.09.2017

Zum 30. September 2017 werden erstmals im Rahmen des Automatischen Informationsaustausches (AIA) Steuerdaten zwischen nationalen Finanzbehörden ausgetauscht. Die Staatenliste der Länder die bereits zu diesem Datum starten wurde aktuell veröffentlicht.

64 Staaten beginnen ab dem 30. September 2017 mit dem Datenaustausch

64 Staaten werden bereits zum 30.09.2017 beginnen Daten von Bankkonten und Wertpapierdepots übermitteln. Weit über 50 Staaten, darunter beispielsweise auch die Schweiz werden dann zum 30. September 2018 folgen. Insgesamt haben sich somit bereits über 100 Länder weltweit zur Teilnahme am AIA verpflichtet.

Die komplette Staatenliste zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten zum 30.09.2017

  • Aland Inseln (FI)
  • Anguilla (AI)
  • Argentinien (AR)
  • Azoren (PT)
  • Belgien (BE)
  • Bermuda (BM)
  • Bonaire (BQ)
  • Britische Jungferninseln (VG)
  • Bulgarien (BG)
  • Cayman Islands (KY)
  • Dänemark (DK)
  • Estland (EE)
  • Färöer (FO)
  • Finnland (FI)
  • Frankreich (FR)
  • Französisch-Guayana (FR)
  • Gibraltar (GI)
  • Griechenland (GR)
  • Grönland (GL)
  • Großbritannien (GB)
  • Guadeloupe (FR)
  • Guernsey (GG)
  • Indien (IN)
  • Insel Man (IM)
  • Irland (IE)
  • Island (IS)
  • Italien (IT)
  • Jersey (JE)
  • Kanarische Inseln (ES)
  • Kolumbien (CO)
  • Korea, Republik (KR)
  • Kroatien (HR)
  • Lettland (LV)
  • Liechtenstein (LI)
  • Litauen (LT)
  • Luxemburg (LU)
  • Madeira (PT)
  • Malta (MT)
  • Martinique (FR)
  • Mayotte (FR)
  • Mexiko (MX)
  • Montserrat (MS)
  • Niederlande (NL)
  • Norwegen (NO)
  • Österreich (AT)
  • Polen (PL)
  • Portugal (PT)
  • Réunion (FR)
  • Rumänien (RO)
  • Saba (BQ)
  • Saint-Barthélemy (BL)
  • San Marino (SM)
  • Saint-Martin (französischer Teil) (FR)
  • Schweden (SE)
  • Seychellen (SC)
  • Sint Eustatius (BQ)
  • Slowakei (SK)
  • Slowenien (SI)
  • Spanien (ES)
  • Südafrika (ZA)
  • Tschechien (CZ)
  • Turks- und Caicosinseln (TC)
  • Ungarn (HU)
  • Zypern (CY)

Der Automatische Informationsaustausch macht Bürger und Finanzkonten weltweit transparent

Der Automatische Informationsaustausch wird zukünftig den weltweiten Finanzbehörden ein effektives Werkzeug zur Aufspürung von Steuerhinterziehungen im Zusammenhang mit Auslandsvermögen liefern.

Die internationale Staatengemeinschaft sieht den Automatischen Informationsaustausch berechtigterweise als wirksames Instrument zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung. Von der Steuerhinterziehung auf Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden) bis hin zu Hinterziehung von Veräußerungserträgen aufgrund von Kursgewinnen bei Wertpapieren. Zusätzlich stehen Ausländischen Steuerbehörden weitere Mittel zur Verfügung, wie direkte Gruppenanfragen oder Einzelanfragen an Banken.

Eine Gruppenanfrage an eine Schweizer Bank durch den deutschen Fiskus kann beispielsweise lauten: Aufforderung zur Übermittlung aller Kundendaten, die im Jahr 2016 mehr als 5.000 Euro in bar abgehoben haben. Eine Einzelanfrage beinhaltet den konkreten Namen, ob dieser bei einer bestimmten Bank ein Konto oder Depot unterhält.

indexDiese Bank-, Investment- und Versicherungsdaten werden gemeldet!

Die über den Automatischen Informationsaustausch gemeldeten Stammdaten sind bereits sehr weitgehend und umfassen: Name des Kontoinhabers, Adresse, Kontonummer, Steuernummer, Geburtsdatum, Geburtsort, Kontosalden, Zinsen, Dividenden und Kursgewinne.

Meldende Finanzinstitute sind sowohl Verwahr- und Einlageninstitute (z.B. Banken), Investmentunternehmen (z.B. Investmentfonds) als auch spezifizierte Versicherungsgesellschaften (z.B. Lebensversicherungen). In meiner kommenden Ausgabe von Kapitalschutz vertraulich zeige ich Ihnen eine ebenso legitime wie legale Möglichkeit, die nicht unter den Automatischen Informationsaustausch fällt!

Übrigens: Cryptocoin-Konten fallen ebenfalls nicht unter den Automatischen Informationsaustausch!

Die EU plant die Meldepflicht für Anwälte und Steuerberater!

Zusätzlich zum Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz und Finanzkonten-informationsaustauschgesetz  bahnt sich eine weitere, ganz gravierende Entwicklung an, die zu mehr staatlicher Kontrolle und Überwachung der Bürger führen wird.

Der mittlerweile schon berühmt-berüchtigte französische EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici hat dazu ganz aktuell ein neues Meldegesetz vorgelegt, das in Fachkreisen bereits seit längerem diskutiert wurde. Bereits im März 2017 hat die Bundessteuerberaterkammer vor den Auswirkungen dieses geplanten EU-Gesetzes für Steuerzahler und deren Steuerberater gewarnt.

Kommt nach dem Finanzkonteninformationsaustauschgesetz nun das Steuerberaterinformationsaustauschgesetz?

Nachdem die Banken über den Automatischen Informationsaustausch (AIA) sowie das Finanzkonteninformationsaustauschgesetz weltweit faktisch zu Handlangern der Staaten und Finanzbehörden geworden sind, plant die EU diese Vorgehensweise jetzt auch bei Anwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern.

Im Klartext bedeutet das, dass diese Berufsgruppen potenzielle Steuersünder – also ihre eigenen Mandanten, denen Sie verpflichtet sind – aktiv an die Behörden melden sollen! In unserem Rechtssystem gilt auf Basis eines Urteils des Bundesgerichtshofes von 1965 schließlich: „Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat das Recht, Steuern zu sparen!“. Offensichtlich will die EU diesen Rechtsgrundsatz aufheben.

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Zentralbanken und Geldautomaten!

start_opengraph_logga_riksbankenfasad4_1200x630pxSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

eine Zentralbank oder Notenbank ist eine Institution, die für die Geld- und Währungspolitik eines Staates, oder Währungsraumes zuständig ist. Zentralbanken wurden in den meisten Ländern mit dem Ziel geschaffen, das Preisniveau unter Kontrolle zu halten, sowie ein wirtschaftliches Gleichgewicht und die Geldwertstabilität zu gewährleisten.

Um diese wesentlichen Ziele zu erreichen stehen den internationalen Notenbanken wie der europäischen EZB, der US-amerikanische FED, der japanische Nippon Ginkō oder der Bank of England zahlreiche Instrumente der geldpolitischen Einflussnahme zur Verfügung. Beispielsweise die Steuerungen der Zinshöhen und der Geldmengen. Aber auch aktive Eingriffe in die Devisenmärkte

Die Schwedische Reichsbank ist die älteste heute noch existierende Notenbank

Als älteste Zentralbank der Welt kann die im Jahre 1609 gegründete Amsterdamer Wechselbank bezeichnet werden. Die im Jahre 1668 gegründete Schwedische Reichsbank Sveriges Riksbank (Bild) ist heute die älteste noch existierende Notenbank der Welt, da die altehrwürdige Bank of England erst im Jahre 1694 gegründet wurde. Die Deutsche Bundesbank wurde hingegen erst am 26. Juli 1957 gegründet, als Nachfolgeinstitution der Bank deutscher Länder.

Wer sind eigentlich die Eigentümer der Zentralbanken?

Im Rahmen meiner Vorträge werfe ich immer mal wieder die Frage ins Publikum: Wer ist eigentlich der Eigentümer einer nationalen Notenbank? Die häufigste Antwort darauf ist: Der Staat. Diese Aussage ist so pauschal allerdings nicht Zutreffend.

Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren zahlreiche Notenbanken in Privatbesitz. Die Bank of England wurde erst im Jahr 1946 verstaatlicht. Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) betont auf ihrer offiziellen Internetseite, dass sie „Niemandem“ gehört. Die 12 regionalen Notenbanken in den USA befinden sich allerdings in privatem Besitz von Geschäftsbanken.

Die Europäische Zentralbank EZB wiederum gehört auf Basis eines Verteilungsschlüssels bestehend aus Bevölkerungsanteil und Bruttoinlandsprodukt den jeweiligen nationalen Notenbanken, die überwiegend im Staatsbesitz sind.

Das gilt aber nicht für alle Zentralbanken. Die italienische Nationalbank befindet sich im Besitz der Banken und Versicherungsgesellschaften des Landes. Die Zentralbank Griechenlands befindet sich vollständig in Privatbesitz, die Notenbank Belgiens zu rund 50%. International ist die Zentralbank Südafrikas sogar vollständig in Privatbesitz. Die Bank of Japan ist immerhin zu 45% in privater Hand.

Wussten Sie, dass es börsennotierte Zentralbanken gibt?

Viele Bürger dürften nach meiner Erfahrung sehr überrascht sein, dass es auch börsennotierte Zentralbanken gibt. Die Belgische Nationalbank hat die ISIN-Nr.: BE0003008019, die Nationalbank Griechenlands die ISIN-Nr.: GRS004013009. Die bekannteste börsennotierte Zentralbank dürfte die Schweizer Notenbank SNB sein mit der ISIN-Nr.: CH0001319265. Die drei ISIN-Nr. dienen rein zu Ihrer weiterführenden Information, das sind selbstverständlich KEINE Kaufempfehlungen von meiner Seite!

55% der Aktien der Schweizer Nationalbank SNB gehören den Schweizer Kantonen, 45% der Anteile befinden sich im Privatbesitz. Sie können also als Privatperson Eigentümer einer Zentralbank werden. Das scheint allerdings wenig empfehlenswert, weil die Gewinne in der Regel an den Staat fließen, nicht an die Aktionäre. Das derzeitige System der Zentralbanken ist für mich der Nährboden unseres kranken Geldsystems, das vor dem Geldinfarkt steht.

infografik_9927_geldautomaten_je_1_million_einwohner_nBargeld: Der Geldautomat wurde 50 Jahre alt!

Die derzeitige Wertschöpfungskette unseres Geldes beginnt bei den Zentralbanken und endet im Bargeldverkehr, beispielsweise beim Gang zum Geldautomaten. am 27. Juni 1967 nahm die britische Großbank Barclays in ihrer Filiale in Enfield, nördlich von London gelegen, den ersten Geldautomaten in Betrieb. In Deutschland stellte – fast ein Jahr später am 27. Mai 1968 – die Kreissparkasse Tübingen den ersten Geldautomaten auf. Der erste Geldautomat der mit dem Banksystem online verbunden war, wurde erst im Jahr 1978 durch die Kreissparkasse Köln installiert.

Die skandinavischen Staaten sind die Vorreiter der Bargeldabschaffung

Der Geldautomat feierte also in diesen Tagen seinen 50-jährigen Geburtstag. Ich gehe davon aus, dass die Tage des Geldautomaten in der heutigen Form bereits gezählt sind. Ich glaube nicht, dass der Geldautomat 75 oder gar 100 Jahre alt wird. Das belegen bereits die Entwicklungen in Skandinavien. Die innovativen und technisch hochaffinen nordischen Länder sind die Vorreiter der Bargeldabschaffung aus technologischen Gesichtspunkten.

Schweden und Norwegen forschen längst an digitalen Landeswährungen. In Schweden ist das Bargeld faktisch heute schon abgeschafft. Dänemark hat seine letzte Münzprägeanstalt mittlerweile geschlossen. Weniger als 20% aller Transaktionen werden in Dänemark heute noch in Bar abgewickelt. Die Bürger bezahlen längst über Karten oder mobile Applikationen über ihre Smartphones. In Deutschland und Österreich liegt dieser Barzahlungs-Wert hingegen derzeit noch bei rund 80%. Das wird sich zukünftig massiv ändern!

Österreich ist das Land der Geldautomaten in EU-Europa

Bei der Anzahl der Geldautomaten liegen die Österreicher vorn, wie Zahlen der Europäischen Zentralbank EZB belegen. Auf eine Million Einwohner kommen in der Alpenrepublik ganze 1.600 Geldautomaten. Das sind fast doppelt so viele wie der EU-Durchschnitt der bei 879 Geldautomaten liegt.

Generell liegt die Anzahl im Euroraum mit durchschnittlich 940 etwas höher als im Durchschnitt aller EU-Länder. Deutschland liegt auf Rang 6 mit 1.052 Geldautomaten. Blicken wir auf die großen Volkswirtschaften liegt in Großbritannien der Wert bei 1.079, in Spanien bei 1.074, in Frankreich bei 910 und in Italien bei 832.

Die wenigsten Geldautomaten gibt es in Schweden und Finnland

Die wenigsten Geldautomaten gibt es in Schweden. Hier teilen sich eine Million Einwohner lediglich 335 Geldautomaten. In Finnland ist die Anzahl der Bankautomaten in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen und lag 2015 nur noch bei 372. Auch in den Niederlanden ist die Anzahl der Geldautomaten mit 414 sehr gering. Ebenso in Litauen mit 418 und in Tschechien mit 431. Auch diese Entwicklungen sind Indikatoren für das kommende Ende des Bargeld-Zeitalters in Kombination mit der weiteren Digitalisierung des Geldwesens.

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Interview auf n-tv zum Buchstart “Die Welt vor dem Geldinfarkt”

N-TV_Markus_MillerSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

zum 12. Juni 2017 ist mein neues Buch “Die Welt vor dem Geldinfarkt” offizell erschienen. Es freut mich sehr, dass der Nachrichtensender n-tv parallel zur Neuerscheinung bereits einen großen Beitrag – zu einem spezifischen Kapitel und Themenbereich meines neuen Buches – veröffentlicht hat, basierend auf einem Interview mit mir.

Interview mit Markus Miller auf n-tv + Telebörse: Papiergeld überlebt nicht “Die Zukunft gehört den Cryptocoins”

Die Bevölkerung verliert zunehmend das Vertrauen in das Geldsystem

Das Wort “Geldsorgen” verbinden wir in der Regel damit, dass bei einzelnen Personen oder Familien zu wenig Einkommen oder Vermögen vorhanden ist. Mittlerweile hat dieser Begriff aber auch für eigentlich wohlhabende Bürger eine wichtige Bedeutung bekommen. Ich spreche von der Sorge um die grundsätzliche Stabilität unseres Geldes.

Unsere verschuldeten und inflationären Papiergeldwährungen verlieren in immer größeren Teilen der Bevölkerung stark an Vertrauen. Das belegt unter anderem eine Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest sehr deutlich. 46 Prozent aller Deutschen haben mittlerweile Angst, dass ihr Vermögen durch eine kommende Inflation verloren geht. Jeder Dritte Deutsche gibt in der Studie an, seinen Glauben an die Stabilität des Euro verloren zu haben. Am größten ist der Vertrauensverlust in die eigene Währung bei Bürgern zwischen 40 und 59 Jahren. Staatliche Regulierungen und notenbankpolitische Eingriffe führen weltweit zu einem Vertrauensverlust in etablierte Währungen.

Parallel dazu erlebt die weltweit führende, zentralbankfreie Digitalwährung Bitcoin einen wahren Boom. Von Henry Ford (1863–1947) stammt das Zitat: »Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh«. Von 599 Papiergeldsystemen, die in den letzten 1.000 Jahren eingeführt wurden, sind 100 Prozent gescheitert! Die durchschnittliche Lebensdauer einer Währung beträgt dabei lediglich 27 Jahre!

Ludwig_von_MisesDas schuldenbasierte Geldsystem ist ein latentes Risiko

Ich bin mir bewusst, dass ich, genau wie alle anderen, nichts weiß, bis auf den Fakt, dass unser Geldsystem sehr krank ist. Durch künstliche Eingriffe der Notenbanken wird es aber weiter am Leben erhalten. Aber auch hier kann niemand seriös prognostizieren, wie lange das noch gutgehen wird. Die Welt steht nach meiner Überzeugung daher vor dem Geldinfarkt.

Je länger die Fehlsteuerungen andauern, desto größer wird der Schmerz

Der große Ökonom Ludwig von Mises hat bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts nachfolgende Feststellung getroffen, die heute so gültig ist wie selten zuvor.

„Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion – oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem“.

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Geld für den Müll!

1_Euro_Cent_MuenzeSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

mit Italien hat ein weiteres Land beschlossen, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen. Finnland und die Niederlande haben diesen Schritt bereits seit langem vollzogen. Italien ist mittlerweile das fünfte Euro-Land, das auf das umgangssprachliche “Klimpergeld” verzichtet. Auf Basis von Statistiken der Europäischen Zentralbank EZB gibt es in der Eurozone rund 122 Milliarden Münzen. Diese haben einen Wert von ungefähr 27 Milliarden Euro. Den größten Anteil machen dabei die Ein- und Zwei-Cent-Münzenn aus. Das verdeutlicht die nachfolgende Grafik von Statista.

1,65 Cent an Kosten für 1 Cent an Wert!

Das Prägen dieser Kupfercent-Münzen ist dabei sehr teuer. Die Prägekosten liegen über dem reinen Materialwert. Es kostet beispielsweise 1,65 Cent, eine 1-Cent-Münze zu produzieren. Zahlreiche dieser Münzen sind darüber hinaus überhaupt nicht im Umlauf. Sie lagern häufig in Spardosen oder sonstigen Gefäßen. Ihr Gesamtwert am Münzumlauf ist zusätzlich sehr gering.

infografik_9657_muenzumlauf_in_den_euro_staaten_nBargeld: Die Abschaffung des Kleingeldes ist längst überfällig und sinnvoll!

Als gebürtigem Schwaben wurde mir einst ein Zitat in die Wiege gelegt, dass ich seit meinen frühesten Kindheitstagen in Erinnerung habe: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“. In diesem Sprichwort steckt die Annahme, dass Menschen die mit kleinen Beträgen achtlos umgehen, es zu keinem Wohlstand bringen werden. In unserer Gesellschaft führt das dazu, dass sich zahlreiche Bürger nach wie vor um jeden Pfennig, beziehungsweise Cent bücken, obwohl eine Coladose oder eine Plastikpfandflasche beispielsweise einen weitaus höheren Wert aufweisen.

Wertemaßstab oder Aberglaube? „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“

Wenn Sie einmal in den USA oder in Kanada waren, werden Sie bestätigen können, dass dieses ausgeprägte Verhalten auf Basis der angeblich so begrüßenswerten Einstellung „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“ dort nicht üblich ist. Ich habe selten so viele US-Centmünzen auf den Straßen gesehen, wie beispielsweise bei meinen Besuchen in New York.

Deswegen muss dieses Verhalten hinterfragt werden. In Deutschland bücken sich viele Menschen nicht wegen dem Wert und der damit verbundenen Kaufkraft nach einer Euro-Centmünze, sondern weil es für viele Bürger eben eine generationenübergreifend überlieferte Tugend ist, das zu tun.

Das wurde mir selbst erst vor wenigen Jahren richtig bewusst. Meine Eltern sind Kriegskinder, ich ein Wohlstandskind, dennoch habe ich mir dieses Verhalten aufgrund meiner prägenden Erziehung in der Kindheit angeeignet. Das ist auch grundsätzlich sehr gut so, nur die Zeiten haben sich auch gewandelt. Mir ist mittlerweile Bewusst geworden, dass dieses Verhalten kein rationaler Wertemaßstab ist, sondern ein innerlicher Aberglaube.

Nach wie vor ist der Aberglaube in der Bevölkerung weit verbreitet, dass ansonsten Armut und Unglück folgen, falls man ein auf dem Boden entdecktes Centstück nicht aufhebt. Ich habe auch Jahrzehnte so gedacht und gehandelt. Heute tue ich das nicht mehr. Ich habe sogar vor kurzem zahlreiche, halbverschimmelte und verrostete Centmünzen die ich seit Jahren oder wahrscheinlich sogar seit Jahrzehnten in einer alten Dose aufbewahrt hatte endlich im Müll entsorgt. Das ist für einen bayerischen Schwaben wie mich ein durchaus bemerkenswerter Vorgang. In anderen Ländern Europas allerdings mehr als üblich.

Finland_FlaggeIn Finnland wandern 1- und 2-Eurocent-Münzen regelmäßig auf den Müll

Die finnische Nationalbank hat die beiden kleinsten Centmünzen beispielsweise nie eingeführt, sondern rein für Sammlerzwecke geprägt. Touristen bringen die Münzen allerdings ins Land und die Geschäfte müssen sie annehmen, weil es gesetzliche Zahlungsmittel in EU-Europa sind. Das führt in der Praxis dazu, dass die importierten Centmünzen in Finnland überwiegend im Abfall landen. Bereits im Jahr 2006 sagte Pertti Rauhio, zum damaligen Zeitpunkt Staatssekretär im Finanzministerium Finnlands, dass 1- und 2-Eurocent-Münzen in Finnland auf den Müll wandern, weil sie keinen Wert haben.

Aufgrund der hohen Verbraucherpreise in Kombination mit den hohen Kosten für die Entgegennahme gibt es in Finnland für die Centmünzen schlicht keine ökonomische Nachfrage. Das führt in Finnland – erfreulicherweise – auch dazu, dass es im Einzelhandel keine 0,99 Euro Preisauszeichnungen gibt.

Auch Italien schafft zum 01.01.2018 die 1- und 2-Eurocent-Münzen ab

Dem Vorbild Finnlands folgt nun zum 01.01.2018 auch Italien. 1- und 2-Eurocent-Münzen werden dann nicht mehr geprägt. Sie werden sukzessive aus dem Verkehr gezogen. Preise für Waren und Dienstleistungen werden zukünftig auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag gerundet. Ich begrüße diesen intelligenten Schritt ausdrücklich.

Zahlungsverkehrs-Münzen: Cryptocoins statt Metallcoins!

Den „Metallmüll“ endlich aus unseren Hosentaschen und Geldbörsen zu verbannen ist positiv. Die Münzen des Zahlungsverkehrs-Alltages in der Zukunft werden digital sein, nicht aus Metall. Deswegen rate ich Ihnen: Beschäftigen Sie sich jetzt mit den Funktionsweisen, Möglichkeiten, Chancen aber auch Risiken der digitalen Münzen, den sogenannten Cryptocoins wie beispielsweise dem Bitcoin und Mobile Payments. Das ist die Zukunft unserer Geldsysteme, allerdings ist Deutschland hier noch ein Entwicklungsland.

infografik_9478_laendern_in_denen_apple_pay_verfuegbar_ist_nMobile Payment: Deutschland ist ein Entwicklungsland

Aktuell ist in Deutschland keiner der großen Mobile-Payment-Anbieter nutzbar. Auch international ist es noch ein weiter Weg, bis Verbraucher überall mit dem Smartphone bezahlen können. Apple Pay ist derzeit lediglich in 18 Märkten verfügbar. Gleiches gilt für die Konkurrenz. In Europa ist Apple Pay in sechs Ländern verfügbar. Für den Start von Apple Pay gibt es in Deutschland derzeit noch keinen fixen Termin. Allerdings betonte Apple-Chef Tim Cook auf einer Deutschlandreise Anfang Februar 2017, dass das Unternehmen intensiv an der Einführung arbeitet.

Das Zahlungszeitalter von Papiergeld und Metallmünzen neigt sich dem Ende entgegen!

Die üblichen Dauerpessimisten und Bargeldfanatiker hingegen werden hier selbstverständlich umgehend wieder ein neues Signal für ein kommendes Bargeldverbot erkennen. Erste Berichte und Warnungen habe ich bereits gelesen. Bei allen negativen Entwicklungen der Einschränkung von Bürger- und Freiheitsrechten – über die ich ja auch regelmäßig berichte – sind derartige Schlussfolgerungen und Warnungen für mich schlicht ein nicht belastbarer Unsinn.

Die Diskussion um eine Abschaffung des Bargelds hat zweifelsohne deutlich an Fahrt gewonnen. Dänemark oder Schweden begründen die Abschaffung von Bargeld mit den hohen Produktions-, Zähl- und Bearbeitungskosten. In den nordischen Ländern Europas hat das elektronische Bezahlen das Zahlen mit Bargeld bereits weitestgehend verdrängt. Die Notenbank Dänemarks hat angekündigt, ab 2017 keine neuen Banknoten mehr zu drucken.

Auch Italien begründet die Abschaffung der kleinen Centmünzen berechtigterweise mit den hohen Herstellungskosten. Im Gegensatz zu Skandinavien lehnen in Deutschland nach wie vor drei von vier Bürgern die Abschaffung von Bargeld ab. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in der Furcht vor einem absolut gläsernen Menschen. Freiheits- und Eigentumsrechte könnten dann eingeschränkt werden. Ja, richtig!

Geldinfarkt_Markus_Miller_3DDie Abschaffung der kleinen Centmünzen hat NICHTS mit einem staatlichen Bargeldverbot zu tun, sondern ist ökonomisch sinnvoll!

Selbstverständlich sind diese Ängste grundsätzlich berechtigt. Dennoch sehe ich Bargeld in seiner heutigen Form als Auslaufmodell. Ich erwarte allerdings keine vollkommene Abschaffung. Das Geldsystem wird sich aber allein aufgrund der technologischen Entwicklungen massiv verändern.

Wenn ich jetzt allerdings Berichte oder gar Warnungen lese, dass die Abschaffung der Centmünzen in Italien die Vorboten bzw. ein weiterer Mosaikstein des kommenden Bargeldverbotes sein sollen und die Freiheit dadurch eingeschränkt wird, muss ich schlicht laut lachen. In meinem neuen Buch “Die Welt vor dem Geldinfarkt” befasse ich mich im Detail auf 352 Seiten mit den aktuellen Rahmenbedingungen und Entwicklungen unserer Geldsystems.

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