Kategorie-Archiv: Ökonomie

Die Geopolitik von Krieg und Flüchtlingen!

spider-1209598_1280Sehr geehrte Damen und Herren,
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das globale Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Aon hat aktuell seine Weltkarten der politischen Risiken und Terrorgefahren veröffentlicht. Das grundlegende Ergebnis lautet:

Die Wahrscheinlichkeit für einen Konflikt zwischen den Großmächten ist auf dem höchsten Stand seit dem Ende des Kalten Krieges. Basis dafür ist die jährliche Erhebung des Versicherungsmaklers Aon Risk Solutions. Geopolitische Spannungen in Kombination mit einer schwachen internationalen Diplomatie haben laut der Risiko-Experten zu einer erhöhten Gefahr bewaffneter Konflikte beigetragen.

In 17 weiteren Ländern sind die Risiken im Jahr 2017 gestiegen

Auch Zerwürfnisse zwischen den westlichen Mächten hätten demnach zur Verschlechterung der globalen Sicherheit geführt. Zunehmend seien in den reifen Demokratien bei politischen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen Dissonanzen zu verzeichnen gewesen.

Aufgrund der geopolitischen Spannungen, der Schwächung liberaler und demokratischer Regierungsformen sowie chronischer Konflikte auf der ganzen Welt seien die Risiken durch politische Gewalt gestiegen. Auf Aons Weltkarten der Risiken werden demzufolge im Vergleich zum Vorjahr mehr Länder mit einem höheren Risiko eingestuft (17) als mit einem niedrigeren (6).

In diesem Jahr sind weltweit:

1. 40% der Länder einem Risiko durch Terrorismus und Sabotage ausgesetzt.

2. 60% der Länder einem Risiko durch Bürgerunruhen ausgesetzt.

3. 33% der Länder einem Risiko durch Aufruhr, Krieg oder Staatsstreich ausgesetzt.

GEOPOLITICAL.BIZ_RISIKO_WELTKARTE46 Länder- oder Gebietsrisiken werden aktuell als „hoch“ oder „ernsthaft“ eingestuft

Die Risiken in 46 Ländern oder Gebieten werd  en jetzt von Aon als „hoch“ oder „ernsthaft“ eingestuft. Einige der Länder mit dem höchsten Risiko weltweit befinden sich im Nahen Osten: Irak, Syrien, Jemen und Ägypten. Die Region mit den meisten Einstufungen auf ein höheres Risiko im Vergleich zum Vorjahr ist Afrika. Anhaltende landesinterne Konflikte, die Aushöhlung demokratischer Regierungsformen und Korruptionsskandale haben hier zu mehr politischer Gewalt geführt. Und terroristische Gruppierungen wie der IS und Boko Haram missbrauchen die fragilen Institutionen und schwachen Grenzen auf dem Kontinent für ihre Zwecke. 

Eine besondere Zunahme politischer Risiken verzeichnet Aon in Lateinamerika im Vorfeld der dortigen Wahlkampfperiode, wodurch tiefgreifende Reformen in Brasilien verzögert und Ängste vor einer Reformumkehr in Mexiko geschürt würden. Große Länder sind dem Risiko ausgesetzt, dass populistische Regierungen gewählt werden – und kleinere Länder werden von diesem politischen Getöse nicht verschont.

Die Terroranschläge in westlichen Ländern haben sich mehr als verdoppelt

Die Zahl der Terroranschläge war in den westlichen Ländern im Jahr 2017 mit 204 ungefähr doppelt so hoch wie im Jahr 2016 (96). Jedoch blieb die Zahl der Opfer dieser Anschläge in beiden Jahren ungefähr gleich (1092 im Jahr 2017). Der IS hat im Jahr 2017 in 29 Ländern auf fünf Kontinenten Terroranschläge verübt. Dies ist die gleiche Zahl von Ländern wie im Vorjahr.

Besonders die Tourismuswirtschaft ist für einige terroris tische Organisationen ein attraktives Ziel. Im Jahr 2017 gab es weltweit 35 Anschläge auf Ziele, die für die Tourismusbranche von entscheidender Bedeutung waren, wie beispielsweise Hotels und Ferienanlagen, Nachtclubs, die zivile Luftfahrt und Besucherattraktionen. Krieg führt darüber hinaus zu Flüchtlingen.

trump-2815558_1280USA 2018: Die Anzahl aufgenommener Flüchtlinge aus Syrien beträgt 11

Seit dem Jahr 2011 ist der Bürgerkrieg in Syrien ein geopolitischer Konfliktherd, der die Welt in Atem hält. Aus einem einst friedlichen Protest gegen das autoritäre Regime Assads – im Zuge des Arabischen Frühlings – ist längst ein ebenso eisiger wie gefährlicher Winter geworden. Das verdeutlichen die aktuellen Bomben- und Raketenangriffe der westlichen Allianz unter Federführung der USA, der sich auch Frankreich und Großbritannien durch ihre militärische Unterstützung angeschlossen haben.

Deutschland hingegen „hilft“ vor allem durch die Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien. Ich will heute keine gesellschaftliche oder gar moralische Wertung dieser Vorgänge vornehmen, sondern als Analytiker rein einen Blick auf die nackten Zahlen werfen, weil hier aktuell ein Zahlenbereich zum Ausdruck kommt, den ich als vollkommen irrational bewerte. Ich spreche von den Flüchtlingen aus Syrien, die in den USA aufgenommen wurden.

Die USA haben ihre Grenzen für Syrer faktisch komplett geschlossen

Der TV-Sender FOX News Sunday hat mit Berufung auf das US-Außenministeriums aktuell die syrischen Flüchtlingszahlen des Jahres 2018 veröffentlicht. 2016 haben die USA noch 15.479 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Für die Größe der USA ist selbst diese Zahl noch sehr gering. Im Jahr 2017 wurden die Aufnahmekontingente unter US-Präsident Donald Trump massiv reduziert. Lediglich 3.024 Syrer wurden noch aufgenommen, die überwiegend christlichen Glaubens sind. 

Die aktuellen Zahlen des Jahres 2018 verdeutlichen, dass der im Januar 2017 eingeführte Erlass – der Vorrang von christlichen Flüchtlingen aus Syrien – von Donald Trump jetzt eine noch restriktivere Anwendung findet. Seit Jahresbeginn 2018 haben die USA lediglich 11 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Das ist faktisch ein Einreiseverbot für Syrer. Der „Hohn“ der 11 aufgenommenen Syrer wird deutlich, wenn Sie sich die nachfolgenden Zahlen und Relationen syrischer Flüchtlinge vor Augen führen.

infografik_13542_beine_13_millionen_syrische_fluechtlinge_nMittlerweile sind rund 13 Millionen Syrer auf der Flucht

Mittlerweile mussten über 13 Millionen Syrer ihre Heimat verlassen. Die meisten von ihnen sind Binnenflüchtlinge, die im eigenen Land Schutz suchen. An zweiter Stelle steht mit 3,4 Millionen Asylsuchenden Syriens nördlicher Nachbar die Türkei. Die größte Anzahl an Geflüchteten in Relation zur Einwohnerzahl nimmt das kleine Land Libanon auf. Der Zedernstaat zählt seit dem Bürgerkrieg im Nachbarstaat rund ein Sechstel neue Einwohner. Deutschland liegt mit etwas über einer halben Million auf Platz fünf der Länder mit den meisten syrischen Geflüchteten. Schweden und Österreich belegen Rang acht und zehn.

Die ungelöste Flüchtlingskrise wird die EU- und Euro-Systemkrise in Europa weiter verschärfen

Meine feste Überzeugung ist es, dass die Flüchtlingskrise die EU- und Euro-Krise massiv verschärfen wird. Ausgetragen wird dieser Konflikt überwiegend bzw. überproportional auf dem Rücken der deutschen Bürger und Steuerzahler. Schützen Sie sich selbstbestimmt und eigenverantwortlich vor diesen Entwicklungen durch eine strategische wie finanzielle Selbstverteidigung. Vor allem für den Fall eines weiteren, staatlichen Kontrollverlustes im Hinblick auf die unverantwortliche, Flüchtlingspolitik Deutschlands, der jegliche Rechtsstaatlichkeit abhanden gekommen ist.

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Edelmetalle: Haben Sie etwas zu verzollen?

Zoll_Schweiz_GrenzeSehr geehrte Damen und Herren,
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heute widme ich mich einem Thema, zu dem ich im Internet zahlreiche Falschinformationen gelesen habe. Selbst auf Websiten von Edelmetallhändlern. Ich hab mich hingegen bei meinen nachfolgenden Recherchen direkt an die Pressestelle des Deutschen Zoll, wie auch die des Schweizer Zoll gewandt. Vielen Dank an dieser Stelle an beide Behörden, für die tolle Zusammenarbeit!

Achtung Anlagemünzen: Zollmeldung bei Grenzübertritt!

Anlagemünzen werden aus den Edelmetallen Gold, Silber, Platin oder Palladium mit einem hohen Feingehalt in einer hohen Stückzahl hergestellt. Sie liegen von ihren Kaufkursen relativ nahe am Materialpreis mit relativ moderaten Aufschlägen und werden daher als mobile Wertspeicher sehr gerne durch konservative Kapitalanleger erworben. Das ist jetzt vermutlich nichts wirklich Neues für Sie.

Anlagemünzen müssen ab 10.000 Euro beim Grenzübertritt gemeldet werden – Barren nicht!

Wissen Sie aber, dass Anlagemünzen wie der Wiener Philharmoniker oder der Krügerrand ganz erhebliche, zollrechtliche Nachteile haben im Gegensatz zu Barren aus Edelmetallen? Wer Gold- und/oder Silbermünzen im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr aus Deutschland in ein Drittland (z.B. die Schweiz) überführt, muss diesen Betrag bei der Ausreise unaufgefordert bei der zuständigen deutschen Zollstelle schriftlich anmelden.

Wer Edelmetalle in Form von Barren oder Nuggets im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr aus Deutschland in ein Drittland verbringt, muss diesen Betrag bei der Ausreise auf Befragen der Zollbediensteten mündlich anzeigen. Im innergemeinschaftlichen Verkehr besteht die mündliche Anzeigepflicht sowohl für Barmittel (Scheine und Münzen) als auch für sonstige Edelmetalle (Barren und Nuggets).

Das heißt, wenn ein Bürger mit einem Goldbarren mit einem Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr von Deutschland in die Schweiz fährt, dann muss er den Betrag auf Befragen des Zollbediensteten mündlich anzeigen. Bei Münzen mit einem Wert von über 10.000 Euro muss der Betrag bei der zuständigen deutschen Zollstelle unaufgefordert, schriftlich angemeldet werden.

Zoll_KontrolleSchweiz: Anlagemünzen müssen Sie auch bei Einfuhr anmelden!

Nach den zollrechtlichen Bestimmungen bei der Ausfuhr von Edelmetallen im Hinblick auf die Unterschiede bei Barren und Münzen in Deutschland jetzt zu den Zollbestimmungen in der Schweiz. Müssen hier beim Schweizer Zoll auch bestimmte Vorschriften beachtet werden? Im Gegensatz zu zahlreichen Internet-Aussagen gilt rechtlich ein klares: JA!

Barmittel müssen bei Einfuhr in die Schweiz ab 10.000 CHF auf Nachfrage angegeben werden

Für die Einfuhr von Barmitteln und von Edelmetallen in die Schweiz gelten unterschiedliche Bestimmungen. Als Barmittel gelten gemäß Artikel 3 der Verordnung über die Kontrolle des grenzüberschreitenden Barmittelverkehrs Bargeld (Banknoten und Münzen, die als Zahlungsmittel im Umlauf sind) und übertragbare Inhaberpapiere, Aktien, Obligationen, Schecks und ähnliche Wertpapiere.

Barmittel, die unter diese Verordnung fallen, müssen nicht explizit angemeldet werden. Führt eine Person Barmittel im Gegenwert von 10.000 Schweizer Franken oder mehr mit, muss sie diese nur auf ausdrückliche Befragung eines Zollbeamten anmelden. Sie muss der Zollstelle zudem Auskunft erteilen zu ihrer Person, über die Herkunft, den vorgesehenen Verwendungszweck und über die wirtschaftlich berechtigte Person.

customs-44004_1280Anlagemünzen müssen unabhängig vom Wert angemeldet werden!

Führt eine Person (Anlage)Münzen, die nicht als Zahlungsmittel im Umlauf sind, und Edelmetalle ein, müssen diese auf jeden Fall – unabhängig vom Wert – aufgrund der Zollgesetzgebung in der Schweiz angemeldet werden: entweder elektronisch als Handelswaren oder mündlich als Waren des Reiseverkehrs.

Edelmetalle, die einer Bank oder einem Schließfachanbieter zur Aufbewahrung oder zu Anlagezwecke überlassen werden gelten als Handelswaren und müssen somit elektronisch angemeldet werden. Führt eine in der Schweiz wohnhafte Person Edelmetalle ein, um sie bei sich zu Hause aufzubewahren, gelten diese als Waren des Reiseverkehrs und müssen mündlich angemeldet werden.

Zurück zu den Anlagemünzen. Da es sich beim Krügerrand oder beim Wiener Philharmoniker um Edelmetall zu Anlagezwecken und nicht um Zahlungsmittel im Umlauf handelt, fallen diese nicht unter die Bestimmungen der Barmittel und müssen somit – unabhängig vom Wert – elektronisch angemeldet werden!

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Bargeldumsatz fällt Internetkriminalität steigt!

hacker-2883632_1280Sehr geehrte Damen und Herren,
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die Europäische Zentralbank EZB hat aktuell eine Studie veröffentlicht aus der – wieder einmal – hervorgeht, dass die Deutschen nach wie vor am liebsten mit Bargeld bezahlen. Der bargeldlose Zahlungsverkehr mittels Bank- und Kreditkarten nimmt jedoch weiter zu. Das gilt vor allem für die stark ansteigende Nutzung der ehemaligen EC-Karte, die heute den Namen Girocard trägt. Die kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten werden vor allem von jüngeren Menschen immer stärker genutzt.

In der Euro-Zone werden heute noch vier von fünf Einkäufen bar bezahlt

In den letzten Jahren waren die Barzahlungen in Deutschland lediglich leicht rückläufig. Sie sanken von 79 Prozent im Jahr 2014 auf 74 Prozent im vergangenen Jahr 2017. Auch in der gesamten Euro-Zone werden heute noch vier von fünf Einkäufen mit Bargeld getätigt. Vor allem Kleinstbeträge unter fünf Euro werden überwiegend mit Münzen oder Scheinen getätigt.

Ab einem Zahlungswert von rund 50 Euro nutzen die Bürger hingegen immer häufiger Kartenzahlungen oder alternative elektronische Zahlungsmittel. Dennoch fristen mobile Zahlungsmethoden über Smartphone-Anwendungen (Apps) derzeit in Deutschland noch ein absolutes Stiefmütterchendasein.

infografik_9478_laendern_in_denen_apple_pay_verfuegbar_ist_nDeutschland ist ein Entwicklungsland im Hinblick auf „Mobile Payment“

Ich war vor kurzem in Asien. Hier wurde mir wieder einmal deutlich vor Augen geführt wie – technologisch bzw. digital – rückständig Deutschland ist. Der in Asien führende Mobile Payment-Anbieter „Alipay“ ist dort an jeder Ecke nutzbar. Von Geschäften in großen Einkaufscentern bis hin zu mobilen Verkaufsständen auf abgelegenen Wochenmärkten. An einem Strand auf einer kleinen Insel in der Nähe von Bangkok hat vor mir beispielsweise ein Chinese eine Kokosnuss ganz schnell und einfach mit Alipay bezahlt.

Wenn ich immer in Deutschland im Supermarkt vor einer Kasse stehe und jemand kramt vor mir minutenlang seine Centmünzen für die Bezahlung zusammen, wird mir unsere technologische aber auch – in diesem Punkt – gesellschaftliche Rückständigkeit am deutlichsten bewusst. Aber das wird sich nach meiner Überzeugung massiv ändern in naher Zukunft.

Aktuell ist in Deutschland keiner der großen Mobile-Payment-Anbieter nutzbar. Auch international ist es noch ein weiter Weg, bis Verbraucher überall mit dem Smartphone bezahlen können. Apple Pay ist derzeit in 20 Märkten verfügbar. Zuletzt kamen Dänemark, Schweden, Finnland sowie die Vereinigten Arabischen Emirate hinzu.

In Europa ist Apple Pay mittlerweile in rund 10 Ländern nutzbar. Für den Start von Apple Pay in Deutschland gibt es derzeit hingegen noch keinen fixen Termin. Allerdings betonte Apple-Chef Tim Cook auf seiner Deutschlandreise im letzten Jahr, dass das Unternehmen intensiv an der Einführung arbeitet.

Der deutsche Bargeldumsatz ist mittlerweile unter 50 Prozent gefallen!

Ich bin davon überzeugt, dass – trotz aller Liebe der Deutschen zum Bargeld – die Tage der Scheine und Münzen längst gezählt sind. Nicht nur weil das teilweise politisch so gewollt ist, sondern allein aufgrund des technologischen Fortschritts. Seit 10 Jahren sind die Bargeld-Umsätze in Deutschland rückläufig. Jahr für Jahr geht der Bargeldumsatz um rund 1 Prozent weiter zurück.

Ich prognostiziere hier eine zunehmende Dynamik. Aktuell liegt der Bargeldumsatz in Deutschland noch bei 47,6 Prozent. In einigen Jahren wird der Bargeldumsatz die 10 Prozentmarke unterschreiten. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen haben Sie die Aufgabe, die positiven Entwicklungen proaktiv zu nutzen und sich gleichzeitig vor den negativen Entwicklungen zu schützen!

infografik_12706_anzahl_der_von_cyberkriminalitaet_betroffenen_nDie Internetkriminalität explodiert!

Ich weiß, dass viele unter Ihnen der zunehmenden Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche relativ skeptisch bis absolut restriktiv gegenüberstehen. Vor allem im Hinblick auf die weiter fortschreitende Abschaffung des Bargeldes und die die damit ansteigenden Überwachungsmöglichkeiten, aber auch Missbrauchsrisiken durch Dritte. Diese Sorgen sind absolut berechtigt, wie die nachfolgenden Zahlen belegen.

23,4 Millionen Deutsche wurden 2017 bereits Opfer von Cyberkriminalität

978 Millionen Cyberkriminalitäts-Opfer in 20 Ländern zählt der Norton Cyber Security Insights Report im vergangenen Jahr, darunter 23,4 Millionen aus Deutschland. Den Betroffenen ist insgesamt ein Schaden von 172 Milliarden US-Dollar entstanden. Das sind im Schnitt 142 US-Dollar pro Fall.

Die digitalen Hauptgefahren für Ihr Geld: Viren, gestohlene Passwörter und Kreditkartenbetrug!

Die häufigsten Formen von Internetkriminalität sind Viren, gestohlene Passwörter und Kreditkartenbetrug. Opfer von Cyberkriminalität zeichnen sich der Studie zufolge durch erhöhte Nachlässigkeit aus. Im Vergleich zu Nicht-Betroffenen nutzten sie beispielsweise fast doppelt so häufig dasselbe Passwort für alle ihre Online-Konten. Als Antwort auf diese dramatisch steigenden Zahlen habe ich aktuell für meine Leser von Kapitalschutz vertraulich eine Recherche und Analyse zu Cyberschutz-Versicherungen gemacht.

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Charles Ponzi ist der Vater aller Schneeballsysteme!

MLM_Marketing

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Schneeball-, Lawinen- oder Pyramidensysteme sind nach wie vor gängige Betrugsmaschen, bei denen Jahr für Jahr – allein in Deutschland – Milliarden an Anlegergeldern veruntreut werden. Hinter einem Schneeballsystem, dem klassischen Kapitalanlagebetrugsmodell, verbirgt sich ganz grundlegend ein betrügerisches Geschäftskonzept. Getarnt als scheinbar lukrative Lizenz zum Reichwerden.

Die Gier ist eine der wichtigsten Säulen von Schneeballsystemen

Die Initiatoren von Schneeballsystemen bauen darauf, dass eine wachsende Anzahl an neuen Kunden Investitionen tätigt, aufgrund irrational hoher Gewinnversprechen. Durch die neuen Einzahlungen können dann Gewinne an bestehende Teilnehmer wieder ausbezahlt werden. Signifikante Erträge aus einer operativen Tätigkeit werden hingegen überhaupt nicht erwirtschaftet. Schneeballsysteme fliegen in der Regel erst dann auf, wenn bereits sehr viele Teilnehmer zu Schaden kommen.

Bei einem Pyramidensystem (Multi-Level-Marketing-System – MLM) das als Schneeballsystem konzipiert wird, werden hohe Vermittlungsprovisionen ausgeschüttet für die Anwerbung neuer Mitglieder. Dadurch profitieren nicht nur die Initiatoren, sondern auch jene Mitglieder, die schon besonders lange dabei sind. Früher oder später reicht die Anzahl der neu geworbenen Mitglieder aber nicht mehr aus, um die Gewinnversprechen an die besehenden Altmitglieder aufrecht zu erhalten. Dann bricht das gesamte System in sich zusammen. Investierte Gelder sind überwiegend verloren.

EsoterikSchneeballsysteme und MLM-Vertriebe verfolgen häufig esoterische und sektenähnliche Ansätze

Bernie Cornfeld mit seiner Investors Overseas Services (IOS), der European Kings Club oder auch der ehemals milliardenschwere Börsenmakler Bernard Madoff – dem selbst Family Offices Gelder anvertraut haben – sind bekannte Beispiele für sehr große Zusammenbrüche von Schneeballsystemen aus der Vergangenheit. Vor dem digitalen Zeitalter gab es bereits Schneeballsysteme die unter dem Begriff “Schenkkreise” ebenso berühmt wie berüchtigt wurden.

Diese Schenkkreise nutzten häufig den damals schenkungsteuerlichen Freibetrag in Höhe von umgerechnet 5.200 Euro als dubioses Geschäftsmodell. Zahlreiche damaligen Schenkkreise, aber auch heutige MLM-Konzepte – besonders jene Frauen ansprechen sollen – haben einen esoterischen, ja sektenähnlichen Ansatz.

Aktuell gibt es nach meiner Einschätzung eine Vielzahl an Schneeballsystemen, allen voran rund um die boomenden Kryptowährungen. Im Windschatten des Bitcoin läuft eine gigantische Herde an schwarzen Schafen mit. Diese Schneeballsysteme basieren überwiegend auf MLM-Vertriebsmodellen. Nach Onecoin ist jetzt mit Optioment ein weiteres Kryptowährungs-Anlagesystem zusammengebrochen. Mittlerweile gehen die ermittelnden Behörden allein im Optioment-Fall von einer Schadenssumme in Höhe von 100 Millionen Euro aus.

Eines der international bekanntesten Schneeballsysteme ist das Ponzi-Schema!

Aber auch bei klassischen Kapitalanlagen gibt es zahlreiche Vorfälle. Aktuell ist in der Schweiz rund um die PICCOR AG ein großer Schneeballsystem-Betrugsfall sehr wahrscheinlich, mit einem möglichen Schadensvolumen von über 300 Millionen Euro. In der Literatur gibt es mittlerweile fast schon eine eigene Wissenschaft zur Abgrenzung von Schneeballsystemen, Pyramiden-Systemen oder dem hierzulande relativ unbekannten Ponzi-System, das auch als Ponzi-Schema bezeichnet wird. Die kriminelle Energie und die Betrugsabsicht der Initiatoren ist eine große Gemeinsamkeit die alle Ausprägungen von Schneeballsystemen gemeinsam haben. Daher läuft für mich auch das hierzulande von der Begrifflichkeit nicht so bekannte Ponzi-Schema unter dem Oberbegriff des Schneeballsystems.

Charles_PonziDer italienische Auswanderer Charles Ponzi war der Vater aller Schneeballsysteme

Charles Ponzi (1882 – 1949) war ein gebürtiger Italiener aus Parma, der im Jahre 1903 – bettelarm – in die USA ausgewandert ist. Dort arbeitete er zunächst als Kellner in Restaurants und begann erste kriminelle Handlungen, beispielsweise im Bereich des Scheckbetrugs.

Nach dem 1. Weltkrieg gründete er Ende des Jahres 1919 in Boston eine Firma mit dem Namen Securities Exchange Company. Diese handelte mit internationalen Antwortscheinen. Einer Art Briefmarkenersatz zu jener Zeit, für den es nur einen ganz kleinen Markt gab. Ponzi versprach den Anlegern gigantische Renditen in Höhe von 400 Prozent. Durch aggressive Werbemaßnahmen machte er sein „Geschäftsmodell“ einem breiten Publikum bekannt.

Immer mehr Anleger wollten an dieser „Gelddruckmaschine“ teilhaben, so dass Ponzi gigantische Kapitalzuflüsse verzeichnete, durch die er wiederum seinen bestehenden Investoren die versprochenen Renditen auszahlen konnte. Es erfolgte nie ein Handel mit internationalen Antwortscheinen, sondern rein eine Umverteilung zwischen den Kunden.

Der Name und der Geist von Charles Ponzi lebt in zahlreichen Betrugsmodellen weiter

Rund 40.000 Kunden vertrauten Ponzi ungefähr 15 Millionen US-Dollar an. Zur damaligen Zeit war das ein gigantisches Vermögen. Als Ponzi einem ersten Kunden bereits Mitte 1920 kein Geld mehr zurückzahlen konnte, brach das System in sich zusammen. Lediglich 1,5 Millionen US-Dollar konnten noch sichergestellt werden. Ponzi musste für mehrere Jahre ins Gefängnis. Nach seiner Haftentlassung baute Ponzi in Florida ein neues Schneeballsystem mit Immobilien auf. Daraufhin folgten weitere Jahre im Gefängnis.

Im Jahr 1934 wurde Ponzi auf dem Seeweg nach Italien ausgewiesen. Nach dem Krieg folgte eine erneute Auswanderung nach Südamerika. Dort starb Charles Ponzi in Armut und Krankheit im Jahr 1949 in Brasilien an einem Hirnschlag. Der Geist von Charles Poinzi hat jedoch überlebt. Er ist nach meiner Überzeugung heute so aktiv wie selten zuvor.

Bezeichnenderweise wurde und wird Charles Ponzi von vielen Italienern heute noch als Held verehrt. Für jeden Kapitalanleger – oder an einem bestimmte Vertriebs- und Geschäftskonzept interessierten Menschen – muss die Geschichte von Charles Ponzi hingegen eine Warnung und Sensibilisierung sein. Ich erhalte derzeit soviele Zuschriften mit Fragen in diesem Kontext wie nie zuvor.

Es gibt kein funktionierndes System das auf unendlichem Wachstum unter endlichen Rahmenbedingungen basiert!

Weitere Unternehmen aus diesem Krypto-Segment, deren Geschäfskonzepte ich aktuell – auf Basis zahlreicher Zuschriften, Recherchen und Erfahrungen – zumindest als stark fragwürdig einstufe sind beispielsweise USI-Tech, Bitclub Network, Bitcoin Code, Platincoin, Plan-C oder Infinity Economics. Ich führe eine umfassende Datenbank, die nicht nur empfehlenswerte Experten beinhaltet, sondern auch eine Warnliste.

Fazit: Kein Geschäftsmodell und kein System das auf einem unendlichen Wachstum unter endlichen Rahmenbedingungen basiert wird überleben. Das gilt übrigens auch für unser derzeitiges Fiat-Geldsystem!

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Weniger Rente mehr Schusswaffen!

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in Deutschland altert die Gesellschaft. Das führt gleichzeitig dazu, dass das Rentenniveau immer weiter sinken wird, weil die Finanzierung der deutschen Rentenversicherung im sogenannten Umlageverfahren erfolgt. Das heißt die laufenden Ausgaben werden zum allergrößten Teil aus den laufenden Beitragseinnahmen und einem Bundeszuschuss finanziert. In den kommenden Jahren wird sich die Anzahl der Rentenbezieher im Verhältnis zu der Zahl der Beitragszahler weiter erhöhen.

Die aktuelle Standardrente beträgt in Deutschland derzeit rund 1.200 Euro. Dieser Wert ist der Netto-Betrag, den ein Berufstätiger mit einem durchschnittlichen Gehalt nach 45 Beitragsjahren aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhält. Bei einem Durchschnittsgehalt in Höhe von rund 2.500 Euro bedeutet diese Rentenzahlung ein Rentenniveau von 47,9 Prozent.

4 Millionen deutsche Rentnerinnen und Rentner haben Bruttorenten von unter 500 Euro

Im Jahr 2000 lag das Rentenniveau in Deutschland noch bei 52,9 Prozent. Nach relativ optimistischen Schätzungen wird das Rentenniveau bis ins Jahr 2030 auf rund 44 Prozent weiter absinken. Diese Durchschnittswerte hören sich noch relativ undramatisch an. Erschreckend ist allerdings, dass heute bereits über 4 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland monatliche Bruttorenten von unter 500 Euro erhalten. Deutschland ist längst ein Niedrigrentenland.

Rund 5,5 Millionen weitere Rentenzahlungen liegen unter 700 Euro. Über 8,3 Millionen Rentner erhalten derzeit eine Erwerbsminderungsrente in Höhe von 670 Euro. In den Niederlanden hingegen erhält jeder Rentner eine Mindestrente in Höhe von 1.050 Euro. Eheleute je 768 Euro.

Deutschland profitiert von EU und Euro? EU-Europa ist für deutsche Rentner und Steuerzahler ungerecht!

Der gesellschaftspolitische Sprengstoff ist auf Basis dieser ernüchternden Zahlen enorm. Für Deutschland, aber auch im Hinblick auf ein ungerechtes Europa, in dem deutsche Bürger in Relation zu fast allen anderen Ländern länger arbeiten müssen, weniger Rente bekommen und auf Basis der Euro- und ESM-Verträge noch zusätzlich mithaften müssen für die hohen Staatsausgaben und strukturellen Fehlentwicklungen der anderen EU-Staaten! Deswegen sollten Sie zumindest Teile Ihrer Ersparnisse und Ihrer Altersvorsorge in solide Staaten verlagern.

IndikatorEin kleiner Grundlagenblick in die ökonomische Welt der Indikatoren

Bei Börsen-, Wirtschafts- aber auch Gesellschaftsthemen verwenden Analytiker, Experten und Berichterstatter sehr häufig Indikatoren. In Deutschland werden regelmäßig rund ein Dutzend Indikatoren beobachtet, um konjunkturelle Entwicklungen besser einschätzen zu können. In den Wirtschaftsmedien finden Sie fortlaufend Informationen zu wichtigen Börsenindikatoren. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche technische Indikatoren die unter Börsianern eine große Beachtung finden. Dazu gehören beispielsweise „Gleitende Durchschnitte“ oder der „Relative Stärke Index“.

Ein Einkaufsmanagerindex ist – im Gegensatz zu einem rein technischen Indikator – ein sehr wichtiger, fundamentaler Indikator. In den USA werden hier monatlich mehr als 400 Unternehmen aus über 20 Branchen zum aktuellen wirtschaftlichen Befinden ihres Unternehmens und den weiteren Erwartungen befragt.

Die Auftragseingänge der Unternehmen sind dabei ein sogenannter Früh- oder Vorlaufindikator, für später erzielbare Unternehmensgewinne und somit erwartungsgemäß steigende Börsenkurse. Die Börsenkurse können aber selbst bei einem steigenden Einkaufsmanagerindex trotzdem fallen, wenn beispielsweise aufgrund guter Konjunkturerwartungen schädliche Zinserhöhungen von den Markteilnehmern erwartet werden.

Neben den Früh- und Vorlaufindikatoren gibt es auch Gegenwarts- oder Präsenzindikatoren sowie Nachlauf- oder Spätindikatoren. Bekannte Gegenwartsindikatoren sind beispielsweise die Zahlen des monatlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) oder der ebenfalls monatlich veröffentlichte Gesamtindex des Produzierenden Gewerbes. Beachtenswerte Spätindikatoren sind beispielsweise die Arbeitslosenzahlen oder die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen.

Die Zahlen zum kleinen Waffenschein sind ein Indikator für das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung!

Soweit der grundlegende Blick in die Welt der ökonomischen und technischen Indikatoren. Heute möchte ich Sie für einen Indikator sensibilisieren, der nach meiner analytischen Einschätzung sehr viel Aussagekraft im Hinblick auf die Verfassung, das Vertrauen und das grundlegende Sicherheitsempfinden einer Gesellschaft hat. Ich spreche vom Indikator der Anträge für den kleinen Waffenschein in Deutschland.

Der kleine Waffenschein ist eine behördliche Genehmigung, die in Deutschland zum Führen einer sogenannten Schreckschusswaffe außerhalb der eigenen Wohnräumlichkeiten, also in der Öffentlichkeit, berechtigt. Schreckschusswaffen sehen echten Pistolen oder Revolvern zum Verwechseln ähnlich, verschießen aber keine Projektile aus Metall, sondern sind rein für Signal-, Platz- oder Reizgaspatronen bestimmt.

kleiner-WaffenscheinDie Anträge für einen kleinen Waffenschein sind seit 2016 um rund 86 Prozent gestiegen

Im Januar 2016 gab es in Deutschland rund 300.000 kleine Waffenscheine. Bis zum Ende des Jahres 2017 explodierte diese Zahl auf rund 560.000. Das ist ein Anstieg um 86 Prozent. Eine ansteigende Selbstbewaffnung der Bürger stellt das staatliche Gewaltmonopol infrage. Für die Politik muss dieser Indikator ein Warnsignal sein. Dahingehend, dass die Bevölkerung offensichtlich das Vertrauen in die Innere Sicherheit zunehmend verliert.

Ich verfolge die Entwicklungen im Hinblick auf den kleinen Waffenschein in Deutschland, aber auch die Verkaufszahlen bei Schusswaffen in den USA stets mit großem Interesse. Als Indikator für das Sicherheitsbefinden einer Bevölkerung. Ich bin allerdings kein großer Fan von Schreckschusswaffen.

Aus meiner Sicht haben diese überwiegend psychologische Effekte, die aber auch zu einer gefährlichen Scheinsicherheit und Selbstüberschätzung führen können. Die Wirkung im Hinblick auf eine effiziente Selbstverteidigung ist für mich hingegen stark fraglich. Die Gefahr, dass ein Kontrahent oder auch ein Polizist eine echte Schusswaffe einsetzt zusätzlich latent hoch. Mein Hauptaugenmerk liegt ebenso in einem ganz anderen Bereich, nämlich der „Finanziellen Selbstverteidigung

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Die Bitcoin-Analyse: 10 Punkte die jetzt wichtig sind!

KRYPTO-X.BIZSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

im Gegensatz zu vielen anderen Marktteilnehmern die – teilweise seit Jahren und bald Jahrzehnten – pauschal warnende oder irrational euphemistische Prognosen abgeben für die weitere Kursentwicklung des Bitcoin, – von Kurszielen bei 0 (Null) bis John McAfee der sagt: “Ich fresse meinen Penis wenn der Bitcoin bis 2020 nicht auf mindestens 500.000 US-Dollar steigt – bin ich Analytiker und möchte heute einmal ganz rational einen ebenso kurzen wie fundierten Blick auf 10 aktuelle Fakten werfen:

Die Bitcoin-Analyse: 10 Punkte die jetzt wichtig sind!

1. Der Bitcoin hatte in den vergangenen Jahren überwiegend eine absolut dominierende Stellung im Markt der Kryptowährungen. Das ist auch heute noch so, aber die Dominanz war zuletzt massiv rückläufig. Der Bitcoin hat die höchste Marktkapitalisierung, derzeit rund 260 Milliarden US-Dollar.

2. Die gesamte Marktkapitalisierung der rund 1.400 Cryptocoins die mittlerweile auf Coinmarketcap gelistet sind beläuft sich derzeit auf rund 780 Milliarden US-Dollar. Ich bin kein Prognostiker sondern Analytiker, dennoch beurteile ich das Erreichen der Billion als sehr wahrscheinlich.

3. Auch bei Kryptowährungen gibt es – vergleichbar mit dem Aktienbereich – Standard- und Nebenwerte, aber auch eine Art „vorbörsliche Beteiligungen“, die sogenannten ICOs (Initial Coin Offerings). Die nach der Marktkapitalisierung führenden 10 bis 20 Kryptowährungen sind für mich die Blue Chips, also die Standardwerte unter den Cryptocoins.

4. Es gibt eine interessante Kennzahl mit dem Namen “BTC Dominance”. Diese liegt aktuell bei 33.4%. Das bedeutet die Altcoins – das sind alle Coins außer dem Bitcoin – haben massiv aufgeholt in den letzten Monaten. Diese Entwicklung kann sich aber auch wieder umkehren. Ich bin der Meinung, dass durch das zunehmende Aufkommen von Finanzderivaten wie Futures und ETFs oder Spezialfonds, diese zukünftig verstärkt in die Cryptocoins mit den höchsten Marktkapitalisierungen investieren werden, bzw. müssen.

5. Der Altcoin der zuletzt am stärksten dem Bitcoin nähergekommen ist, ist Ripple. Das ist eigentlich gar keine richtige bzw. konventionelle Cryptocoin im klassischen, dezentralisierten blockchainbasierten Sinne der Kryptowährungen. Allerdings kombiniert Ripple derzeit am besten die Verknüpfung zwischen der “alten Geld- und Bankenwelt” mit der neuen Kryptowelt. Und genau das finde ich auch sehr interessant. Ich bin der Ansicht, dass wir keine harte Substitution unseres derzeitigen Systems sehen, sondern eine weiche Evolution die in vielen Bereichen des Bankwesens aber natürlich eine Revolution sein wird. Ripple zählte – bereits im letzten Jahr – zu meinen 5 Top-Performern in meinem Sonderreport für mein Magazin KRYPTO-X.

6. Viele Marktteilnehmer versuchen derzeit den “neuen Bitcoin oder die neue Ripple” zu finden im Meer der Cryptocoins. Weil ja die großen Coins wie Bitcoin, Ripple oder Ethereum mittlerweile oder angeblich “gesättigt” erscheinen. Ich warne vor dieser Sichtweise. Nehmen Sie sich die Aktienmärkte als Vorbild: Amazon oder Google sind seit Jahrzehnten gesättigte Aktien. Wer nach der “neuen Google” oder der “neuen Amazon” gesucht hat, hat diese nie gefunden. Alle anderen Suchmaschinen oder Internet-Versandhändler um diese beiden “Tech-Monopolaktien” sind faktisch gestorben. Derartige Entwicklungen sind auch an den Kryptomärkten zu erwarten. Viele Cryptocoins werden sterben! Sie werden auf Null (0) fallen.

7. Dennoch werden sich in den unterschiedlichsten Segmenten mehrere Cryptocoins durchsetzen. Der Bitcoin sehr wahrscheinlich als weltweite Konvertierungswährung, eine Art “digitales Gold bzw. digitaler US-Dollar als Weltleit- und Konvertierungswährung”. Im Zahlungsverkehr werden mehrere Coins überleben. Ripple hat sehr gute Chancen sich hier zu etablieren. Im Bereich der intelligenten Verträge (smart contracts) hat Ethereum sicherlich große Chancen zum Marktstandard zu werden. Im so lukrativen Segment des IoT (Internet of Things), also dem Internet der Dinge und der intelligenten Verknüpfung von Gegenständen bleibt abzuwarten welche Standards sich hier etablieren. Cryptocoins wie IOTA aber auch Cardano habe hier großes Potential, gleichzeitig aber auch ein hohes Risiko bei fehlender Akzeptanz und Marktdurchdringung.

8. ACHTUNG! Der Krypto-Boom lockt zunehmend Schwarze Schafe an. Ich erhalte derzeit zahlreiche Zuschriften von Investoren, die Konten bei vollkommen dubiosen Online-Plattformen für binäre Optionen eröffnet haben, um dort in Kryptowährungen zu investieren. Diese sind vollkommen unreguliert und sprießen nicht selten in rein betrügerischer Absicht aus dem Boden, um den Kryptoboom für kriminelle Machenschaften zu missbrauchen. Gleiches gilt für zahlreiche neue, MLM-Programme (Multi-Level-Marketing) die überwiegend reine Provisionspyramiden und Schneeballsysteme sind. Täglich bekomme ich SCAM- und SPAM-Mails über die Sozialen Netzwerke wie XING, Facebook, Linkedin, Google+ oder auch via E-Mail.

9. Handeln Sie Cryptocoins nicht über Derivate oder CFD-Broker. Bei Anbietern wie Lynx, Plus500, Markets.com, Avatrade und Etoro kaufen Sie gar keine echten, blockchainbasierten Cryptocoins mit eigenem Zugangsschlüssel und Walletverwahrung. Nein, Sie kaufen nur Finanzderivate in Form von Optionen und Differenzkontrakten. Wollen Sie das wirklich? Ich nicht, meine Strategien basieren auf unmittelbaren Investitionen in reale Cryptocoins über echte Kryptobörsen. Keine Derivate-Broker!

Wenn es einmal kracht am Kryptomarkt – und das wird es – werden diese ganzen CFD-Broker kollabieren, bzw. die Gefahr eines derartigen Impacts ist latent. Bei den echten Kryptobörsen gibt es auch Kapazitätsprobleme und auch Zugangsprobleme bei starken Marktturbulenzen keine Frage, aber hier sind und bleiben die Coins in der Blockchain. Bei reinen Derivate-Brokern wie Etoro gibt es allerdings gar keine Coins und keine Blockchain. Die Kontrakte werden dann schlicht liquidiert in einem derartigen Extremfall. Denken Sie bitte einfach zurück was am 15. Januar 2015 passiert ist mit den Schweizer Franken Positionen bei FX- und CFD-Brokern! Viele Anleger haben Ihr gesamtes Kapital verloren, oder sogar noch mehr, da es damals auch noch zahlreiche Nachschusspflichten gab. Und der Schweizer Franken war jetzt ein ganz solides und konventionelles Underlying in Relation zu den Cryptocoins!

10. Erste Praxistipps speziell für “Neueinsteiger” aber auch fortlaufend fundierte Praxisinformationen und Handlungsempfehlungen in diesem so hochinteressanten aber auch komplexem Marktsegment – mit einem echten Mehrwert, weil überprüft und bewährt – finden Sie auf unserem Themen-Portal www.krypto-x.biz

PS: Wichtige Grundlagen der Geschichte, Gegenwart und Zukunft unseres Geldsystems finden Sie in meinem aktuellen Buch „Die Welt vor dem Geldinfarkt

PPS: Werden Sie Mitglied in unserer KRYPTO-X Community auf XING – Empfehlen Sie uns weiter und laden Sie Ihr Netzwerk gerne in unsere KRYPTO-X Community ein!: KRYPTO-X Community

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2018: Digitalisierung, Geopolitik, Ökologie und Ökonomie!


new-years-day-2566661_1280Sehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

wenn ich aus analytischer Sicht zurückblicke auf das Jahr 2017, dann war es für mich – mit Blick auf die politische und ökonomische Welt – ein weiteres Übergangsjahr voller ungelöster Probleme. Nur die Symptome wurden – seit dem vorläufigen Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008 – seitens der Politik und der Notenbanken weiter kaschiert und in die Zukunft verschoben. Gleichzeitig werden die Problemlösungen immer stärkere Anstrengungen und Opfer erfordern, allen voran von den steuerzahlenden Bürgern und Vermögensinhabern.

Innenpolitische Herausforderungen 2018: Demographie, Migration und Staatsverschuldung

Rund 3 Monate nach der Bundestagswahl ist Deutschland relativ orientierungslos, ohne gewählte Regierung, in das neue Jahr 2018 gegangen. In diesem Jahr werden die bestehenden, innenpolitischen Probleme der Demographie, der Migration und der Staatsverschuldung nicht weniger. Zusätzlich gibt es außenpolitisch zahlreiche geopolitische Krisenherde.

Außenpolitische Herausforderungen: Brexit und Geopolitik

Der bevorstehende Brexit und die weitere Politik der USA unter Donald Trump werden die globale Welt, und somit auch Sie als Bürger, Steuerzahler und Kapitalanleger auch im Jahr 2018 vor große Herausforderungen stellen. Dennoch liegen essentielle Probleme unserer Welt in ganz anderen Bereichen. Neben großen Chancen, beispielsweise rund um die Themenbereiche Bitcoin, Blockchain, Cryptocoins und Fintechs habe ich auch im Jahr 2017 wieder zahlreiche kritische Beiträge verfasst zu einer Welt, die in vielen Bereichen aus den Fugen geraten ist.

IRAN_GEOPOLITIK_GEOPOLITICAL.BIZNaher Osten: Quo Vadis Iran?

Von den explodierenden, weltweiten Staatsschulden über die System- und Strukturkrise in EU-Europa, die Auswirkungen der ungelösten Flüchtlingskrise, die nach meiner Überzeugung die Euro-Krise noch weiter verstärken wird und die Wahl Donald Trumps mit den damit verbundenen geopolitischen Auswirkungen und Risiken, bis hin zum beschlossenen und geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU. Gerade die aktuellen Entwicklungen im Iran sind mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen. Der Iran ist auf dem geopolitischen Schachfeld dieser Welt bereits seit Jahrzehnten eine wichtige Schlüsselfigur.

Was ist schlimmer: Strafzinsen, Schulden, Trump, Brexit oder Glyphosat?

Vor kurzem gab Deutschlands Agrarminister Christian Schmidt vor der EU-Kommission seine Zustimmung für den weiteren Einsatz des Unkrautgifts Glyphosat. Die Nutzung dieser fragwürdigen Chemikalie in der konventionellen bzw. industriellen Landwirtschaft ist für viele Experten mit ein Grund für den dramatischen Rückgang in der Artenvielfalt.

Das Artensterben ist eine der größten Katastrophen unserer Zeit

Das Artensterben ist für unsere Welt und für nachkommende Generationen – auch nach meiner Überzeugung – weit gravierender als beispielsweise die Euro-Krise oder die weltweiten Staatsschuldenkrisen. Reale Entwicklungen wie das Bienensterben, der Verlust wertvoller Böden aufgrund von Überdüngung und die Zunahme pestizidbelasteter Nahrung werden uns noch lange Zeit begleiten, als Verbraucher, aber auch als Kapitalanleger.

Oekologie_GEOPOLITICAL.BIZDie Permakultur ist eine ökologisch sinnvolle Antwort auf industrielle Monokulturen

Dennoch hat jeder einzelne von uns die Möglichkeit, einen kleinen Teil zur Veränderung – auch im eigenen Sinne und dem nachfolgender Generationen – beizutragen. Beispielsweise durch Kapitalanlagen die ökonomisch und ökologisch sinnvoll sind. Zu den Themenbereichen „Grund und Boden“ in Kombination mit einer landwirtschaftlichen Nutzung in Form von Ackerland habe ich in den letzten Jahren zahlreiche Anfragen bekommen. Von den Beteiligungsmöglichkeiten hat mich allerdings kaum ein Konzept überzeugt.

Jetzt bin ich auf ein neues Genossenschaftsmodell aus Deutschland gestoßen. Solide Genossenschaftsanteile können dabei bereits ab einer Investitionssumme von 50 Euro gezeichnet werden zum Erwerb von Agrarflächen in ganz Europa für den Anbau von Bio-Lebensmitteln in Permakultur, also einer dauerhaften Garten- und Landwirtschaft.

Landwirtschaftlichen Produkte in Form unbelasteter Lebensmittel – die gänzlich ohne künstliche Dünger und Pestizide auskommen – fördern die Artenvielfalt. Beispielsweise durch den Aufbau neuer Humusschichten, die das Grundwasser schonen und für die Bindung von CO2 aus unserer Atmosphäre sorgen. Nutzen Sie diese ökonomisch wie ökologisch lukrativen Möglichkeiten, die ich meinen Lesern im Rahmen von Kapitalschutz vertraulich vorstelle.

Unternehmen wissen was Sie klicken, was Sie lesen, was Sie suchen, was Sie kaufen und wie Sie bezahlen!

Im Zusammenhang mit der Überwachung durch Dritte haben mich die nachfolgenden Zahlen nicht wirklich überrascht, aber dennoch sehr stark beeindruckt und weiter sensibilisiert. Google kontrolliert und dokumentiert nach einer Analyse des Unternehmens Ghostery fast zwei Drittel des gesamten Web-Traffics. Das belegt nach einer Meldung von Ghostery eine aktuelle Analyse von über 144 Millionen geladenen Internetseiten. Das verdeutlicht die nachfolgende Grafik auf einen Blick.

infografik_12252_tracking_reichweite_von_internet_unternehmen_nAmazon oder Google kennen Ihr digitales Leben!

Bei 77,4 Prozent aller geladenen Webseiten (engl. page loads) sind laut Ghostery, einem Anbieter von Anti-Tracking-Software, Tracker (z.B. Google Analytics) involviert. Die Analyse basiert auf über 144 Millionen durch 850.000 Ghostery-Nutzer (in mehr als 20 Ländern) geladenen Seiten.

Mitunter werden Onliner von neugierigen Skripten durch weite Teile des Internets verfolgt. Googles Tracking-Tools erfassen sogar 64,4 Prozent aller page loads. Die größte Reichweite hat Google Analytics gefolgt von Facebook Connect. Daneben sind noch weitere Google-Dienste, darunter etwa der Tag Manager oder das Werbenetzwerk DoubleClick, weit verbreitet. Ich zeige Ihnen im Rahmen von Kapitalschutz vertraulich und KRYPTO-X wie Sie sich vor diesen Entwicklungen wirkungsvoll schützen können, ohne dass Sie Ihr Internet “abmelden” müssen.

Der Verlust von Steuervorteilen ist ein Risiko für die Aktienmärkte

Die Themen Kapital, Recht und Steuern korrelieren stark zueinander. Die Paradise Papers haben zuletzt erneut verdeutlicht, dass internationale Großkonzerne und Superreiche kaum Steuern bezahlen. Diese Steuerungsmöglichkeiten ermöglichen es Aktiengesellschaften wie Apple und Google, aber auch der Allianz, Bayer und Siemens – um nur einige wenige beispielhaft zu nennen –, ihre Gewinne zu maximieren. Das strahlt wiederum positiv auf die Aktienkursentwicklungen an der Börse aus.

infografik_5610_apples_barreserven_nUS-Konzerne erwirtschaften 40% ihrer Gewinne in Steueroasen

Apple unterhält mittlerweile 250 Milliarden US-Dollar seines Konzernvermögens in Steueroasen. Im Jahr 2016 waren es noch rund 215 Milliarden US-Dollar wie die Grafik veranschaulicht. 40% aller Unternehmensgewinne erwirtschaften US-Großkonzerne in Steueroasen. Nike bezahlte auf seine milliardenschweren Auslandsgewinne beispielsweise nur 1,4% Steuern.

Ein deutscher Steuerzahler gilt ab einem zu versteuernden Einkommen von 53.666 Euro bereits als Spitzenverdiener und bezahlt 42% Steuern. In Europa spart Amazon hingegen dank der vorteilhaften Bedingungen im EU-Land Luxemburg jährlich über 250 Millionen Euro an Steuern. Das passt schlicht nicht zusammen.

Die Paradise Papers erhöhen den Steuerdruck auf Unternehmensgewinne und Börsenkurse

Die vorteilhaften Bedingungen, die sich für die internationalen Großkonzerne nur noch verschlechtern können, relativieren natürlich die guten Unternehmensgewinne und Kurssteigerungen an den Börsen. Neben den geopolitischen Risiken und konjunkturellen Gefahren ist der Verlust der Steuervorteile daher ein weiteres Damoklesschwert für die Aktienmärkte in der Zukunft. Alternative Anlagestrategien werden vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen daher immer wichtiger.

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Investmentfonds: Die 5 wichtigsten Änderungen 2018!

SteuerberatungSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

nach wie vor beklagen viele Medien und auch zahlreiche Politiker immer wieder die angeblich so hohe Komplexität des deutschen Steuersystems. Edmund Stoiber oder Guido Westerwelle stützten stellvertretend für viele weitere „Experten“ einst die Behauptung, dass 60 Prozent bis 80 Prozent der weltweiten Steuerliteratur in Deutsch verfasst sind. Speziell Steuerberater fördern diesen Mythos ebenfalls. Vermutlich um die Sorge der Steuerbürger vor der Steuerklärung zu bewahren. Ein uninformierter oder verunsicherter Steuerzahler ist nämlich der beste Kunde eines jeden Steuerberaters.

Die angebliche Komplexität des deutschen Steuerrechts ist ein Mythos!

Fundierte Untersuchungen kamen längst zu dem Ergebnis, dass lediglich rund 10 Prozent der Weltsteuerliteratur in Deutsch verfasst sind. Das sind „nur“ rund 200 Regalmeter an Büchern. Aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich: Die Angst vor dem Finanzamt und Steuersystem ist unbegründet!

infografik_8940_steuer_und_abgabenlast_oecd_vergleich_nDas Steuern ist wichtiger als die Steuern

In unserem aktuellen Steuerrecht gibt es heute noch gültige Gesetze, die bereits über ein Jahrhundert alt sind. Beispielsweise die Schaumweinsteuer aus dem Jahre 1902, die damals zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte eingeführt wurde und heute noch in Kraft ist.

Bereits im Jahr 1906 hat das Preußische Verwaltungsgericht eine Feststellung getroffen, die ebenfalls heute noch ihre Gültigkeit besitzt: „Niemand ist verpflichtet, sein Vermögen so zu verwalten oder seine Ertragsquellen so zu bewirtschaften, dass dem Staat darauf hohe Steuern zufließen.“ Das muss für Sie die ein Anspruch sein dem Sie folgen zum Schutz Ihres Geldes und getreu meinem Motto: „Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!“

Zum 01.01.2018 tritt das neue Investmentsteuerreformgesetz in Kraft

Die Einführung der Abgeltungsteuer zum 01.01.2009 war die letzte wesentliche Änderung, was die Besteuerung von Kapitalanlagen betrifft. Bereits im Dezember 2016 hat der Deutsche Bundestag mit dem Investmentsteuerreformgesetz InvStRefG ein neues Gesetz beschlossen, das die Besteuerung von Investmentfonds ganz grundlegend verändert und das zum 01.01.2018 in Kraft treten wird. Vor allem bei in Deutschland aufgelegten Investmentfonds und ETFs kommt es zu mehreren gravierenden Änderungen.

Die aktuellen Regelungen sind europarechtswidrig

Ausländische Fonds mit Erträgen aus deutschen Quellen waren bislang steuerlich schlechter gestellt als deutsche Fonds. Das widerspricht dem Europarecht. Deswegen waren die Änderungen zwingend erforderlich. Ein weiterer Grund ist das Bestreben, das Steuersystem einfacher und verständlicher zu gestalten. Allerdings ist von einer Vereinfachung des Steuersystems in meinen Augen weit und breit nichts zu sehen, wenn Sie sich die nachfolgenden Punkte betrachten. Aber das war wohl auch nicht wirklich zu erwarten.

5_wichtige_Aenderungen_InvestmentsteuerreformgesetzDie 5 wichtigsten Änderungen ab 2018 auf einen Blick

1. Körperschaftsteuer

Bisher waren Erträge auf Fondsebene steuerfrei, die Besteuerung fand in der Regel erst auf Anlegerebene statt. Ab 2018 müssen deutsche Fonds Dividendenausschüttungen, Mieteinnahmen sowie Kursgewinne aus Immobilienverkäufen mit 15 % versteuern, sofern diese Einkünfte in Deutschland erzielt werden. Sämtliche anderen Erträge bleiben auf Fondsebene steuerfrei, etwa Gewinne aus Veräußerungen von Wertpapieren oder Erträge aus Zinsen und Termingeschäften.

2. Zwischengewinnbesteuerung

Die bisherige Zwischengewinnbesteuerung fällt weg. Steuerliche Kennzahlen wie Zwischengewinn und Immobiliengewinn werden somit abgeschafft.

3. Zufluss-Prinzip

Die Fondsbesteuerung wird auf ein Zufluss-Prinzip umgestellt. Das bedeutet, dass Ausschüttungen zukünftig stets in voller Höhe steuerpflichtig sind. Es wird keine Unterteilung der Ausschüttungen nach steuerfreien und steuerpflichtigen Anteilen mehr geben.

4. Basisertrag und Vorabpauschale

Zukünftig ermittelt die depotführende Bank einen sogenannten Basisertrag, der versteuert werden muss. Er beträgt 70% des sogenannten Basiszinssatzes. Der Basiszins leitet sich aus der langfristigen Rendite öffentlicher Anleihen ab, den die Deutsche Bundesbank jeweils auf den ersten Börsentag des neuen Jahres errechnet. Für das Jahr 2016 beträgt dieser 1,1%. Erfreulicherweise ist dieser Basisertrag auf den Wertzuwachs im Kalenderjahr begrenzt. Dadurch wird nichts besteuert, was nicht auch Erwirtschaftet wurde.

Falls ein Fonds nicht ausschüttet (thesauriert) oder weniger als den Basisertrag ausschüttet, gilt die Differenz zum Basisertrag als sogenannte Vorabpauschale. Durch dieses Verfahren stellt der Gesetzgeber sicher, dass der Fonds-Anleger einen Mindestbetrag zu versteuern hat. Wirtschaftlich betrachtet ist die Vorabpauschale eine vorweggenommene Besteuerung zukünftiger Wertsteigerungen. Daher wird die Vorabpauschale beim Verkauf der Fondsanteile auch vom tatsächlichen Veräußerungsgewinn abgezogen.

Technisch behält Ihre Bank als depotführende Stelle am ersten Tag des neuen Kalenderjahres die Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale ein. Damit es nicht zu einer Doppelbesteuerung kommt, werden als Ausgleich zukünftige Erträge beim Anleger teilweise freigestellt. Diese Teilfreistellung beträgt zum Beispiel bei Aktienfonds 30%.

5. Bestandsschutzwegfall

Für Investmentfondsanteile, die vor dem 01.01.2009 erworben wurden, entfällt ab 01.01.2018 der Bestandsschutz für erzielte Kursgewinne. Das ist schmerzlich. Allerdings werden die aufgelaufenen Gewinne zum 31.12.2017 automatisch steuerfrei realisiert, ohne dass Sie tätig werden müssen.

Danach erhalten Sie einen hohen, einmaligen Freibetrag in Höhe von 100.000 Euro. Erst wenn dieser in der Zukunft aufgebraucht ist, müssen Sie wieder Steuern auf Kursgewinne Ihrer Investmentfonds, die einen Bestandsschutz hatten, bezahlen. Für Eheleute erhöht sich dieser Freibetrag sogar auf 200.000 Euro.

Finanzamt_SteuererklärungSie haben die Pflicht, Steuern zu zahlen – nutzen Sie Ihr Recht, Steuern zu sparen!

Der Bundesgerichtshof urteilte im Jahr 1965: „Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat das Recht, Steuern zu sparen!“ Dieses Urteil müssen Sie sich als Steuerbürger und Steuerzahler zum Vorbild nehmen. Und zwar zur Optimierung Ihrer Steuerlast durch die intelligente Strukturierung und Steuerung Ihrer Vermögenswerte im Hinblick auf den Schutz Ihres Geldes und Ihres Kapitals.

Im Steuerrecht ist es wie in der Medizin: In bestimmten Fällen ist der Weg zum Spezialisten wichtig und richtig!

Sie alle haben einen Hausarzt, einen Allgemeinmediziner. An ihn wenden Sie sich vertrauensvoll bei einer Grippe, bei Kopf- oder Bauchschmerzen, Übelkeit oder sonstigen leichten Gebrechen. Ein Kopfschmerz kann ganz harmlose Gründe haben, aber sich auch als Gehirntumor herausstellen. Würden Sie jetzt auf die Idee kommen, sich einer Gehirnoperation bei Ihrem Hausarzt zu unterziehen? Sicherlich nicht, weil er kein spezialisierter Chirurg ist.

Ähnlich beurteile ich auch die Zusammenarbeit mit Steuerberatern. Zwischen der Erstellung eines Lohnsteuerjahresausgleichs und der Abgabe einer strafbefreienden Selbstanzeige ist für mich beispielsweise ein ähnlicher Unterschied, wie zwischen einer Grippebehandlung und einer Gehirnoperation. Uli Hoeneß hat die Folgen einer fehlerhaften und somit unwirksamen Selbstanzeige durch einen nicht versierten Steuerberater dramatisch zu spüren bekommen. Er musste ins Gefängnis!

Kapitalschutz_Vertraulich_Markus_Miller_GEOPOLITICAL.BIZDie grenzüberschreitende Steuerkompetenz wird zunehmend wichtiger

Ich bin sehr stolz auf mein internationales Experten-Netzwerk an renommierten Rechtsanwälten und Steuerberatern, das ich mir über die letzten Jahre bzw. mittlerweile sogar Jahrzehnte aufgebaut habe und auch weiter ganz gezielt ausbaue. Auslandsinvestments und Dienstleister in Ländern und Rechtsräumen außerhalb der fragilen Systeme der Europäischen Union sind bereits seit vielen Jahren ein ganz wichtiger Baustein meiner Strategieempfehlungen.

Der Freibetrag für den Altbestandschutz kann erhöht – ja sogar vervielfacht – werden!

Beim Thema internationale Diversifikation stoßen klassische, rein regional fokussierte Steuerberater allerdings häufig schnell an die Grenzen ihrer Beratungskompetenz. In meiner kommenden Ausgabe von KAPITALSCHUTZ VERTRAULICH stelle ich Ihnen eine Steuerberatungskanzlei aus Liechtenstein vor, die sowohl für Steuerbürger aus dem Fürstentum und der Schweiz, aber auch aus Deutschland und Österreich ebenso kompetente wie empfehlenswerte Möglichkeiten bietet.

Dabei präsentiere ich Ihnen ein weitestgehend unbekanntes Gestaltungsmodell – zur mehrfachen Erhöhung des Freibetrages für Altbestände bei Investmentfonds – im Hinblick auf das Investmentsteuerreformgesetz 2018. Diese Gestaltungsvariante ist vollkommen legal, ebenso natürlich auch legitim und wurde mittlerweile durch deutsche Finanzämter bestätigt.

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Liechtenstein goes Hongkong!

HongkongSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

ich befasse mich intensiv mit ausländischen Bankplätzen und Finanzzentren. Von der Schweiz und Liechtenstein über Norwegen bis Kanada. Es ist in diesem Bereich sehr wichtig, aktuelle Entwicklungen im Auge zu behalten. Die „Schweizer Postbank“ Postfinance hat beispielsweise vor einiger Zeit zusätzliche, monatliche Kontoführungsgebühren für Ausländer in Höhe von 25 Schweizer Franken eingeführt. Damit scheidet auch sie für Auslandskunden, beziehungsweise Auslandskonten aus. Das gilt gerade auch für Wertpapierdepots, die die Postfinance für Ausländer schon seit längerer Zeit nicht mehr anbietet. Bestehenden Auslandskunden wurde die Geschäftsbeziehung gekündigt.

40 Schweizer Banken im Test: Nur 3 sind empfehlenswert!

Zu Jahresbeginn 2016 habe ich für meine Leser von Kapitalschutz vertraulich einen umfassenden Test des Schweizer Bankplatzes gemacht. 40 Banken aus der Schweiz habe ich dafür getestet. Neben meinen beiden favorisierten Schweizer Discountbrokern stufe ich dabei nur noch drei Banken als empfehlenswert ein. Daran hat sich nichts geändert, im Gegenteil. Neben der Schweiz befasse ich mich mit dem Bankplatz im Fürstentum Liechtenstein sehr intensiv. Bei den dortigen Banken gibt es aktuell ebenfalls sehr interessante Entwicklungen

2 von 14 Banken aus LiechteMason-Group_Hongkong_Liechtensteinnstein haben jetzt Eigentümer aus Hongkong!

2 der kleineren Banken aus dem Fürstentum Liechtenstein haben mittlerweile Haupteigentümer oder Mehrheitsaktionäre aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Das Unternehmen Citychamp Watch & Jewellery Group Ltd. aus Hong Kong ist ein Luxusgüterkonzern mit dem Hauptaugenmerk auf Uhren und Schmuck. Für den Kaufpreis von 93,5 Millionen Schweizer Franken hat Citychamp bereits im Oktober 2016 83 Prozent der Aktien der Valartis Bank AG übernommen, die heute unter Bendura Bank AG firmiert.

Im Oktober 2017 hat die an der Hongkonger Börse notierte Mason Group Holdings (Bild: Unternehmenslogo) die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG mit Sitz in Vaduz von dem bisherigen Eigentümer aus dem österreichischen Kleinwalsertal – der Walser Privatbank AG – übernommen. Der Kaufpreis betrug in diesem Fall 58,6 Millionen Schweizer Franken. Auch hier ist zu erwarten, dass der bisherige Name „Raiffeisen Privatbank Liechtenstein“ nicht mehr allzu lange bestehen bleiben wird.

Interessant ist für mich, dass die Mason Group auch bereits beim Kauf der Valartis Bank AG mitgeboten hatte, damals aber nicht zum Zuge kam. Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass bestehende Kunden der Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG diesen Verkauf „ihrer“ Bank ins chinesische Hongkong durchaus sehr skeptisch bewerten. Wie im Falle der Bendura Bank AG ist es auch hier sehr wichtig, die weiteren Entwicklungen unter dem neuen Eigentümer aus China im Auge zu behalten.

Die Übernahme durch die kapitalstarke Mason Group Holdings bietet natürlich auch Chancen für die Bank und Kunden, aber für mich steht außer Frage, dass sich die einst genossenschaftliche Identität und DNA der Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG – wegen der zahlreiche Anleger dieses Institut mit österreichischen Wurzeln im Fürstentum Liechtenstein ausgewählt haben – nachhaltig verändern wird.

Flagge_HongkongHongkongs besonderer Status ist bis 2047 garantiert

Honkong zählt zu den international bedeutendsten Finanzzentren. Im Jahr 2011 traf das Weltwirtschaftsforum WEF in einer vielbeachteten Studie erstmals die Feststellung, dass die chinesische Sonderverwaltungszone das höchstentwickelte Finanzsystem der Welt aufweist. Hongkong vereint heute die wirtschaftliche Macht Chinas mit den liberalen und rechtssicheren Rahmendbedingungen aus den Zeiten als britische Kronkolonie.

Neben Singapur ist Hongkong einer der wichtigsten Finanzplätze in der boomenden Region Südostasiens. Hongkong ist dabei nicht nur ein sehr großer, sondern auch ein liberaler Finanzplatz. Die beeindruckende Metropole liegt am Südchinesischen Meer im Mündungsgebiet des Perlflusses. Der besondere Status der lediglich 1.104 km2 großen Sonderverwaltungszonist gegenüber China bis in das Jahr 2047 garantiert.

Diese Bedingung der Unabhängigkeit von Großbritannien aus dem Jahr 1997 schafft eine hohe Rechts- und Planungssicherheit. Der auf Grund der Geschichte bestehende britische Einfluss führt zu einer wirtschaftsfreundlichen Gesetzgebung. Die offizielle Landessprache ist weiterhin Englisch, die Landeswährung ist der Hongkong-Dollar, der wiederum seit dem Jahr 1983 zu einem festen Wechselkurs an den US-Dollar gekoppelt ist.

Das Fürstentum Liechtenstein bietet Ihnen einzigartige Standortvorteile

Das Fürstentum Liechtenstein verfügt traditionell über einen sehr hohen Schutz Ihrer Eigentumsrechte und Ihrer Privatsphäre. Basierend auf einer stabilen Sozial-, Rechts- und Wirtschaftsordnung, sowie einem hohen Maß an politischer und rechtlicher Kontinuität und Stabilität. Verbunden mit einer liberalen Wirtschaftspolitik und einem liberalen Gesellschaftsrecht.

Die Besteuerung der Unternehmensgewinne ist moderat. Das Fürstentum Liechtenstein hat keine Staatsschulden – als eines von weltweit nur noch 5 Ländern – aufgrund der soliden Finanzpolitik der öffentlichen Haushalte. Die öffentliche Hand verfügt dadurch über eine große Kapitalkraft. Gesetzliches Zahlungsmittel ist der starke Schweizer Franken. Dies führt zu einem AAA Länder-Rating durch Moody’s und Standard & Poors.

Ein großer Vorteil des Landes ist die überschaubare Größe der Volkswirtschaft mit nur 39.000 Einwohnern. Das bringt eine hohe Flexibilität und kurze Entscheidungswege mit sich. Der Bank- und Versicherungsplatz im Fürstentum Liechtenstein verfügt über eine hohe Vermögensverwaltungskompetenz und Nischenprodukte, die aufgrund der EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins EU-kompatibel sind.

Map-Europe-big-deSolide: Die Banken im Fürstentum Liechtenstein haben sehr hohe Eigenkapitalquoten

Das Fürstentum Liechtenstein ist aufgrund dieser Rahmenbedingungen ein einzigartiger Finanzplatz im Herzen Europas. Die Liechtensteiner Banken zeichnen sich seit jeher durch stabile Geschäftsmodelle und eine sehr solide Eigenmittel-Ausstattung aus. Das liegt daran, dass der Kern des Bankgeschäftes in Liechtenstein in der soliden Betreuung privater Vermögenswerte liegt und nicht im spekulativen Investmentbanking.

Liechtenstein ist bezogen auf die dort vertretenen Versicherungskonzerne und Banken mein Finanzplatz Nr. 1 in Europa. Die Eigenkapitalquote der 14 im liechtensteinischen Bankenverband vertretenen Banken beträgt solide 21,3 Prozent. Zum Vergleich einmal der Blick auf die deutschen Großbanken: Die Deutsche Bank kam im Banken-Stresstest des Jahres 2016 auf eine Eigenkapitalquote von 7,8 Prozent, die Commerzbank auf 7,4 Prozent.

Liechtensteins Banken sind auf Anlageberatung und Vermögensverwaltung spezialisiert

Zum Jahresbeginn 2017 habe ich die 14 Banken in Liechtenstein einem Test unterzogen. Hier ist festzustellen, dass der Bankplatz Liechtenstein vor allem auf Vermögensberatungen und Vermögensverwaltungen spezialisiert ist. Dadurch ist die Eröffnung eines einfachen Bankkontos für den Zahlungsverkehr bereits mit relativ großen Hürden und Kosten verbunden. Konto- und Depotführungen bleiben für Anlagesummen unter einem Mindestvolumen von 300.000 Euro absolut unwirtschaftlich.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Bitcoin: Achtung Bauernfänger!

hacking-2903156_1280Sehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

die Digitalisierung ist nicht nur ein Schlagwort, sondern hält in immer mehr Bereiche unseres Lebens Einzug. Wir befinden uns derzeit inmitten einer Digitalen Revolution, die ganz grundlegend eine Vielzahl an positiven Veränderungen mit sich bringt. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Ich bin grundsätzlich von der Evolution unseres Geldsystems auf Basis der Blockchain-Technologie absolut überzeugt.

Dennoch stehe ich dem aktuellen Hype basierend auf der – derzeit – wichtigsten Kryptowährung – dem Bitcoin – in Teilbereichen auch sehr kritisch gegenüber. Eine Entwicklung ist dabei nach meiner Einschätzung mit großen Risiken verbunden: Tag für Tag sehe ich in den sozialen Netzwerken wie XING, Facebook, Twitter oder Linkedin Postings von Personen, die mit gigantischen Gewinnversprechen oder vollkommen irrationalen Aussagen und Geschichten die unterschiedlichsten Investitionsmöglichkeiten rund um Bitcoin- und Blockchain-Geschäftsmodelle anpreisen.

Gestern Tupperware, Cremes, Kaffee, Heilsaft oder Nahrungsergänzungsmittel heute Bitcoin!

Dahinter stehen häufig vollkommen unseriöse MLM-Systeme. Dieses Kürzel steht für „Multi Level Marketing“. Der Begriff ist auch unter Network- oder Empfehlungs-Marketing bekannt. Das ist nicht grundsätzlich bzw. pauschal schlecht. Sie kennen sicherlich seriöse Unternehmen wie „Tupperware“, die ihre Kunststoff-Küchenartikel sehr erfolgreich seit Jahren durch ein direktes Empfehlungsmarketing vertreiben.

Zwischen einer Plastikdose für die Küche und einer kryptographischen Digitalwährung für Ihr Geld gibt es allerdings signifikante Unterschiede. Überwiegend werden Sie ebenso auf MLM-Systeme treffen im Zusammenhang mit Gesundheitsprodukten wie beispielsweise Anti-Faltencremes oder Abnehmpillen, Nahrungsmitteln wie – angeblich – besondere Kaffeesorten, Heilsäfte oder die unterschiedlichsten Nahrungsergänzungsmittel.

colorful-pyramid-3d-2253141_1280Hat Sie Ihr Friseur, der Kellner Ihrer Pizzeria oder ein Finanzvermittler auch schon auf Bitcoin-Mining angesprochen?

Teilweise bekomme ich Zuschriften verbunden mit Angeboten von Personengruppen, die vor wenigen Monaten vermutlich noch nicht einmal die Begriffe Bitcoin oder Blockchain kannten, geschweige denn ihre grundlegenden Funktionsweisen verstanden haben. Das wird mir bewusst, wenn ich gelegentlich einmal fachliche Nachfragen stelle. Wenn ich mir dann die Lebensläufe der Personen anschaue muss ich feststellen, dass schlicht keine fundierte Kompetenz außerhalb einer reinen Vertriebsaktivität vorliegt!

Das mag arrogant klingen dessen bin ich mir bewusst. Ich habe großen Respekt vor Quereinsteigern in den unterschiedlichsten Segmenten, aber ein Friseur, ein Bäcker, ein Kellner, ein Automechaniker oder eine Hausfrau die gestern Tupperware oder ein Nahrungsergänzungsmittel verkauft hat und heute in das scheinbar so lukrative Bitcoin-Mining-Geschäft einsteigt ist für mich stark zu hinterfragen. Gleiches gilt für reine Finanzvermittler und Vertriebler die versuchen, in diesem unregulierten Markt Fuß zu fassen und die derzeitige Goldgräberstimmung zu nutzen. Oftmals sind sich diese Menschen in ihrer naiven Gutgläubigkeit überhaupt nicht bewusst, dass Sie Teil eines kaskadenartigen Pyramidensystems werdn das langfristig nur funktioniert, wenn eine ständig wachsende Anzahl an neuen Teilnehmern generiert wird.

Die Geschichte vom „passiven Einkommen“ ist ein aktiver Unsinn!

Es für mich traurig, feststellen zu müssen, dass gerade freie Finanzberater aus ihrer eigenen Orientierungslosigkeit heraus nunmehr derart fragwürdige Geldquellen erschließen und ihre Kunden mit scheinbar gigantischen Gewinnversprechen oder sogenannten „passiven Einkommensmöglichkeiten“ ködern. Es gibt kein passives Einkommen, das ist schlicht unseriöser Unsinn! Jedes Einkommen basiert auf einer Aktivität. Selbst ein Lottogewinn basiert auf der Aktivität, der Abgabe eines Scheins, verbunden mit einem Kapitaleinsatz in Kombination mit einer Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Der größte Haken bei vielen MLM-Systemen, die auf rein virtuellen Produkten basieren ist, dass Neukunden animiert werden, sich als Partner für mehrere Tausend Euro einzukaufen und wiederum neue Kunden zu vermitteln. Am Ende des Tages sind derartige Konzepte eine Mischung aus einer Art „Kapitalanlage“ und einem eigenen „Kapitalanlagevertrieb“, ohne dass aufsichtsrechtliche Regularien beachtet werden müssen. Das ist eine Grauzone, die auch für die nationalen Aufsichtsbehörden (Bafin, FMA, FINMA) zunehmend zu einem Problem wird.

bitcoin-2722391_1280Bitcoin-Mining über Mining-Pools ist überwiegend ineffizient

Im Bitcoin-Markt gibt es hier sogenannte Miningpools, die auch Mining-Farmen genannt werden. Das bedeutet Sie investieren Geld in ein reines, hypothetisches Auszahlungsversprechen eines Unternehmens, das wiederum große Bitcoin-Miningfarmen mit Hochleistungsservern (Bild) betreibt. Im besten Fall erwirtschaften Sie dadurch positive Renditen. Häufig sind aber die Stromkosten des Minings und vor allem die pyramidenartigen Unternehmens- und Vertriebskostenstrukturen so hoch, dass aus der operativen Tätigkeit des Minings überhaupt keine positiven Erträge anfallen.

Im schlechtesten Fall ist das ganze Modell sogar von Anfang an als Schneeballsystem ausgelegt und somit Betrug, der Kapitaleinsatz mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren. Zu einem Unternehmen bekomme ich derzeit zahlreiche Negativberichte, basierend auf realen Erfahrungswerten. Das ist der sogenannte „Bitclub Network“. Vertriebler die sich hier engagieren und versuchen neue Gelder zu akquirieren agieren sehr häufig mit vollkommen irrationalen Argumenten, ohne tiefergehende Fachkompetenz.

“Passive” Vertriebsprovisionen durch MLM-Vermittlung statt operative Mining-Erträge

Erträge entstehen – ganz allgemein in Bezug auf das spezifische MLM-Mining-Marktsegment – nach meiner Einschätzung häufig nicht durch das Mining, sondern durch Provisionen über die MLM-Vermittlung von neuen Kunden. Ab hier ist es dann nicht mehr weit zu einem reinen Schneeballsystem, dass spätestens dann scheitert, wenn der Zufluss an einzahlenden Neukunden abreißt. Lassen Sie die Finger von derartigen Programmen! Fundierte Informationen zu diesen Segmenten rund um Blockchain, Cryptocoins und Fintechs finden Sie auf unserem Themen-Portal KRYPTO-X.BIZ.

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