Kategorie-Archiv: Immobilien

Ihr Recht! Kennen Sie E-Justice?

european-e-justiceSehr geehrte Damen und Herren, geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

nach einer Statistik der Europäischen Union sind jedes Jahr mehr als zehn Millionen Menschen an grenzübergreifenden Gerichtsverfahren beteiligt! Ein relativ neues – von der EU konzipiertes – Online-Portal, das in 23 Sprachen verfügbar ist, unterstützt in der gesamten Europäischen Union betroffene Bürger mit Rechtsinformationen und schneller Hilfe bei Rechtsfragen.

Das Europäisches Justizportal „European Justice“ (E-Justice) ist als zentrale elektronische Anlaufstelle für den Justizbereich gedacht. Ich habe diese Dienstleistungen erstmalig im Jahr 2010 meinen Lesern von Kapitalschutz vertraulich vorgestellt und mittlerweile sehr umfangreiche, positive Erfahrungen gesammelt.

Bürgern bietet das E-Justiz-Portal umfassende Informationen zu zahlreichen Rechtsgebieten

In den letzten Jahren wurde das Portal sukzessive um neue Informationen, Instrumente und Funktionen ergänzt. Mittlerweile wurden beispielsweise Informationen über die Rechte von Opfern und Beklagten in allen EU-Mitgliedstaaten eingestellt. Darunter auch Informationen über den Umgang mit Verkehrsdelikten in den einzelnen Ländern. Diese Informationen dienen Juristen und Bürgern gleichermaßen als Referenz.

Dadurch können Sie als Urlauber oder auch als international tätiger Geschäftsmann im EU-Ausland mit wenigen Klicks einen geeigneten Anwalt oder Notar finden. Ebenso können Sie sich über die geltenden Bestimmungen in den jeweiligen Ländern zu unterschiedlichen Rechtsgebieten informieren.

Themenbereiche: Scheidung, Tod, Rechtsstreitigkeiten oder Wohnsitzverlagerungen

Als Bürger können Sie sich in Ihrer Sprache über die Rechtssysteme der – derzeit noch – 28 EU-Staaten informieren. Das Portal kann Ihnen bei Themen wie Scheidung, Tod, Rechtsstreitigkeiten oder Wohnsitzverlagerungen sehr schnell Auskunft geben. Sie finden beispielsweise Antworten darauf, ob ein meist sehr kostspieliges Gerichtsverfahren mit Hilfe einer Mediation (außergerichtliche Vermittlung) vermieden werden kann.

Ebenso bei welcher Stelle Sie bei Streitigkeiten Klage einreichen müssen, welches Recht in Ihrem Fall zur Anwendung kommt oder unter welchen Umständen Sie Anspruch auf Prozesskostenhilfe haben. Eine fundierte Suchfunktion nach Rechtsanwälten oder Notaren im EU-Ausland komplettiert das Angebot.

Die Berufsgruppen der Rechtsanwälte, Notare und Richter können über das E-Justice-Portal darüber hinaus Rechtsdatenbanken konsultieren, Kollegen über dieses Netzwerk kontaktieren oder auch Informationen zu Schulungs- und Fortbildungsmöglichkeiten abrufen. Ferner bietet die Plattform eine Unterstützung bei Videokonferenzen.

logo_EuropEjust_2Mein Fazit: Eine einzigartige Anlaufstelle für Online-Informationen zu internationalen Rechtsfragen

Für mich sind die umfassenden Dienstleistungen von E-Justice in der Tat eine tragende Säule eines modernen, gemeinschaftlichen, europäischen Rechtswesens. Dieses Internet-Justizportal ist dabei der praktische und absolut offene Eingang für jeden einzelnen Bürger. Aus meiner Sicht uneingeschränkt empfehlenswert. Das sehr übersichtlich gestaltete Online-Portal Inhalt finden Sie im Internet unter: e-justice.europa.eu

Als Abonnent und Leser meines Magazins Kapitalschutz vertraulich erhalten Sie exklusiv meinen „Rechtsreport 2016“ mit umfassenden Informationen, Empfehlungen und Kontaktadressen aus meinem einzigartigen Experten-Netzwerk.

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© Markus Miller – Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

 

Steuern: 5 wichtige Prinzipien!

Doppelbesteuerungsabkommen_abkommen-im-steuerbereich

Sehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

der Rechtsbereich von Doppelbesteuerungsabkommen ist ein Gebiet des internationalen Steuerrechts. Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) sind völkerrechtliche Verträge, die Vorrang vor dem nationalen Recht haben. Sie verfolgen das Ziel, eine Doppelbesteuerung derjenigen Steuerbürger zu vermeiden, die beispielsweise im Ausland ihre Konten führen, im Ausland berufstätig sind, eine Auslandsimmobilie vererben oder anderweitige grenzüberschreitende Aktivitäten entwickelt haben.

Eine Doppelbesteuerung liegt vor, wenn Sie als Steuerpflichtiger wegen des gleichen Steuertatbestandes für den gleichen Zeitraum eine gleichartige Steuer an verschiedene Staaten entrichten müssen.

Wann kommt es zu einer Doppelbesteuerung?

Eine internationale Doppelbesteuerung kommt vor allem dadurch zustande, dass Staaten nach ihrem nationalen Steuerrecht neben inländischen Wirtschaftsvorgängen und Vermögenswerten (Quellenprinzip) auch im Ausland geschehene Wirtschaftsvorgänge und gegebenenfalls im Ausland liegende Vermögenswerte besteuern, falls deren Ergebnisse einer inländischen natürlichen oder juristischen Person zu gute kommen (Wohnsitzprinzip oder Welteinkommensprinzip).

Das würde zu einer Kumulation von steuerlichen Belastungen führen, die Wettbewerbsverzerrungen hervorrufen und die Freizügigkeit des Waren- und Dienstleistungsverkehrs sowie des Einsatzes von Kapital und Arbeit erschweren. Inwieweit Doppelbesteuerungen vermieden werden können, wird in dem jeweiligen DBA geregelt. Somit ist ein gut ausgebautes und funktionierendes Netz von Doppelbesteuerungsabkommen eine wesentliche Voraussetzung für einen attraktiven Wirtschafts- und Investitionsstandort.

Nach welchen Prinzipien kann sich eine Doppelbesteuerung grundsätzlich richten?

In Deutschland gilt für Inländer das Wohnsitzland- und Welteinkommensprinzip, für Nicht-Inländer gilt das Quellenland- und Territorialitätsprinzip. Nach dem deutschen Einkommensteuergesetz wird beispielsweise die Person, die ihren Wohnsitz in Deutschland und ein Wertpapierdepot im Ausland hat, mit Einkünften aus dieser Kapitalanlage grundsätzlich in Deutschland steuerpflichtig.

Das DBA in dem betreffenden ausländischen Staat legt dann fest, ob Einkunftsarten wie beispielsweise Dividendenzahlungen von Deutschland oder dem ausländischen Staat besteuert werden dürfen. Nachfolgend habe ich Ihnen einmal fünf grundlegende, internationale Besteuerungsprinzipien zusammengefasst.


5 Internationale Besteuerungsprinzipien im Überblick

1. Wohnsitzlandprinzip: Eine Person ist in dem Staat steuerpflichtig, in dem sie ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

2. Quellenlandprinzip: Eine Person ist in dem Staat steuerpflichtig, aus dem das Einkommen stammt.

3. Welteinkommensprinzip: Der Steuerpflichtige wird mit seinem gesamten Welteinkommen besteuert.

4. Territorialitätsprinzip: Der Steuerpflichtige wird nur mit dem Einkommen veranlagt, das er auf dem Territorium des betreffenden Staates erwirtschaftet hat.

5. Belegenheitsprinzip: Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen (Mieteinkünfte bei Immobilien) und das unbewegliche Vermögen selbst (bei den Substanzsteuern) müssen weiterhin in dem Land besteuert werden, in welchem die Immobilie „liegt“.


Das Steuern ist wichtiger als die Steuern

Deutschland hat im Laufe der Jahre ein umfangreiches Netz an Doppelbesteuerungsabkommen geschaffen zu weit mehr als 100 Staaten. Gleichzeitig hat Deutschland aber auch Doppelbesteuerungsabkommen in bestimmten Segmenten gekündigt, um Einnahmeausfälle durch steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten zu unterbinden und Steuerschlupflöcher zu schließen.

Dennoch gibt es nach wie vor zahlreiche, ebenso attraktive wie legitime, internationale Handlungsalternativen für gut informierte Bürger und Investoren. Für meine Leser von Kapitalschutz vertraulich habe ich aktuell zu dieser Thematik einen „Steuerschutzreport 2016“ erstellt. Ganz nach meinem grundlegenden Prinzip: Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!

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Nießbrauch: Die wichtigsten Grundlagen!

Nießbrauch_Fruchtziehung_Usus_FructusSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

die Eintragung eines Nießbrauchs ist für mich eine der effizientesten und kostengünstigsten Rechts-Strategien, die ich kenne. Der Nießbrauch ist das unveräußerliche und unvererbliche absolute Recht, die Nutzungen aus einer fremden Sache, eines fremden Rechts oder eines Vermögens zu ziehen. In Deutschland ist der Nießbrauch im § 100 BGB geregelt.

Der Nießbrauch ist eine bewährte Kapitalschutz-Strategie für Immobilien

Der Nießbrauch (lat. usus fructus) ist, vereinfacht gesagt, die Schenkung eines Vermögenswertes, bei dem der Schenkende sein Eigentum abgibt, aber die daraus resultierenden Einnahmen oder Erträge und den Vermögenswert weiterhin nutzen kann.

Tragen Sie beispielsweise für Ihre Immobilie einen Nießbrauch in Form eines lebenslangen Wohnrechtes für Ihre Frau, Ihre Kinder oder Ihre Enkel ein, dann wird die Immobilie selbst bei einer Zwangsversteigerung unattraktiv. Selbst für den Fall des schmerzlichen Eigentumsverlustes an Ihrer Immobilie haben Sie die beruhigende Sicherheit, dass Sie selbst oder Ihre Familienangehörigen weiterhin dort wohnen können durch das eingetragene Nießbrauchsrecht.

Alle Vermögenswerte können grundsätzlich mit einem Nießbrauch versehen werden!

Sie können grundsätzlich alle Vermögenswerte mit einem Nießbrauch versehen. Das sind beispielsweise Mieteinnahmen bei Immobilien, Zinsen bei Bankguthaben oder Anleihen, oder Dividenden bei Aktiendepots. Ein Nießbrauch kann selbst bei beweglichen Sachen, beispielsweise einem Auto, eingetragen werden. Ebenso bei Rechten wie Gesellschaftsanteilen oder Versicherungspolicen.

Wie erfolgt der Nießbrauch bei einem Wertpapierdepot oder einer Versicherungspolice?

Im Gegensatz zum Nießbrauch bei Immobilien ist für die Einräumung des Nießbrauchs an beweglichen Sachen oder Rechten keine notarielle Beurkundung erforderlich. Es bedarf lediglich einer Vereinbarung zwischen dem Vermögensinhaber und dem Nießbraucher. Diese Vereinbarung wird beispielsweise im Zusammenhang mit der Übertragung eines Wertpapierdepots oder einer Lebens- oder Rentenversicherung geschlossen. Die Bank beziehungsweise das Versicherungsunternehmen muss davon Kenntnis erhalten.

Das Nießbrauchsrecht ist in vielen Fällen, vor allem bei der vorweggenommenen Erbfolge und Absicherung von Familiengenerationen (Erblassern und Erben), eine empfehlenswerte Kapitalschutz-Strategie für die Vermögenswerte Immobilien, Bankeinlagen, Wertpapierdepots sowie Lebens- und Rentenversicherungen. Nicht nur für inländische Vermögen, sondern gerade auch für Kapitalanlagen im Ausland.

Wertpapierdepots bei Banken außerhalb der EU in der Schweiz oder Versicherungspolicen bei Gesellschaften in Liechtenstein haben für Sie den Vorteil, dass Sie Teile Ihrer Vermögenswerte fern der direkten Haftungs- und Umverteilungssysteme der Europäischen Union investieren können. Gleichzeitig können Sie aber die dadurch entstehenden Auslandsvorteile kombinieren mit den rechtlichen und steuerlichen Nießbrauchs-Vorteilen Ihres Heimatlandes.

Kombinieren Sie die rechtlichen Vorteile unterschiedlicher Länder

Eine Versicherungspolice aus Liechtenstein nutzt beispielsweise das vorteilhafte System des liechtensteinischen Versicherungsaufsichtsgesetzes in Kombination mit den steuerrechtlichen Vorteilen des deutschen Versicherungsvertragsrechts. Bei einem Wertpapierdepot in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein kommen die dortigen Bankwesengesetze ohne EU-Bankenhaftung zur Anwendung. Steuerliche oder rechtliche Nachteile in Ihrem Heimatland haben Sie durch eine derartige Auslandsstrukturierung hingegen nicht.

Auch für andere Länder gelten diese Möglichkeiten, falls Sie Ihren Wohnsitz im Ausland haben. In der Schweiz und in Österreich gibt es den Nießbrauch beispielsweise unter den Namen Nutz- oder Fruchtnießung.

Setzen Sie Nießbrauchsverträge stets mit Experten auf!

Steuerlich ist bei Nießbrauchsgestaltungen zwischen einem Zuwendungs- und einem Vorbehaltsnießbrauch zu unterscheiden. Aufgrund der vielschichtigen Möglichkeiten, aber auch der damit verbundenen Komplexität, empfehle ich Ihnen, Nießbrauchsverträge niemals ohne Beratung aufzusetzen, sondern immer in Begleitung eines versierten Fachanwalts für Steuerrecht. Hier stehe ich Ihnen mit meinem Experten-Netzwerk von Kapitalschutz vertraulich sehr gerne für Kontakte zu entsprechend versierten Anwälten und Steuerberatern aus meiner einzigartigen Datenbank zur Verfügung.

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Workshop: Finanzielle Selbstverteidigung!

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Sehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

ich freue mich sehr, dass ich mit der kurs plus GmbH aus München einen neuen Kooperationspartner für GEOPOLITICAL.BIZ für den Event-Bereich gewinnen konnte. Dadurch können und werden wir in Zukunft gemeinsam qualitativ hochwertige Workshops und Seminare anbieten, in ausgesuchten Städten und an attraktiven Standorten.

Die kurs plus GmbH wurde 2008 als Spin-off der Münchner Verlagsgruppe gegründet. Mit deutschlandweiten Veranstaltungen rund um die Themen Wirtschaft und Finanzen ergänzt kurs plus das Buchangebot des FinanzBuch Verlages sowie der Schwesterverlage mi-Wirtschaftsbuch und Redline.

Kapitalschutz Workshop – Finanzielle Selbstverteidigung

BörseMünchen

Start in München am 07.11.2016 

Starten werden wir mit einem Workshop am 07. November 2016 in den exklusiven Räumlichkeiten der Bayerischen Börse in München.

Die Themenübersicht des Workshops mit Markus Miller am 07.11.2016 in München:

Mobile Sachwerte: Die besten Strategien für Investments in Gold, Silber, Diamanten und/oder edle Anlageuhren

Ausland: Die besten Märkte und Strategien für Immobilieninvestments im Ausland

Internationale Bankkonten: So eröffnen Sie am besten ein Konto in Kanada, der Schweiz, Liechtenstein, Norwegen oder der Karibik

Bauen Sie Ihr persönliches Fort Knox: So einfach nutzen Sie Zollfreilager in Kanada, Liechtenstein, der Schweiz oder Singapur

• Die besten Kapitalschutz-Strategien …

– … für Wertpapierdepots – Die besten Zukunftstrends für Investments
– … am Finanzplatz des Fürstentums Liechtenstein
– … für Immobilieneigentümer

Liechtenstein_Kanada Kanada: Bankkonto, Aktien-ETF, Geldmarktfonds, Immobilien und Grundstücke

Bargeldabschaffung: Die besten Gegenstrategien für Ihr Geld

Fremdwährungen: So bauen Sie Ihr eigenes Bargeld-Portfolio auf

Alternative Geldsysteme: Mit diesen acht Bausteinen schaffen Sie Ihr eigenes Geldsystem

• Risiko-Analyse: So prüfen Sie professionell und unabhängig Ihre persönliche finanzielle Risikobereitschaft

Rechtsschutz: Fünf bewährte Grundregeln bei rechtlichen Konflikten

Ablaufdetails zum Workshop mit Markus Miller

Senden Sie im Vorfeld all Ihre Fragen per E-Mail an seminare@kursplus.de, damit diese nach Möglichkeit in den Workshop integriert werden können.

Veranstaltungsort: Bayerische Börse – Börse München

Einlass: ab 13:30 Uhr mit Kaffee und Tee

Start: 14:00 Uhr

Ende: 18:00 Uhr

Seminarkosten: 195 Euro

MARKUS_MILLERAnschließend haben Sie Zeit für persönliche Fragen an Herrn Miller:

  • Die ersten 10 Anmeldungen / Teilnehmer, erhalten die Möglichkeit für ein kurzes Vier-Augen-Gespräch mit Markus Miller im Anschluss an die Veranstaltung.
  • Für die restlichen Teilnehmer sind im Anschluss an die Vier-Augen-Gespräche noch 30 Minuten für Fragen in der Gruppe eingeplant. Zudem hat jeder Teilnehmer hat die Chance, uns im Nachhinein eine E-Mail mit Fragen zuzusenden. Diese werden von Markus Miller persönlich beantwortet.

ZUR WORKSHOP-ANMELDUNG: Kapitalschutz Workshop – Finanzielle Selbstverteidigung

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3 tickende EU-Zeitbomben!

European_UnionSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

in Nizza kam es am 14. Juli zu einem weiteren, islamistischen Terroranschlag mit weit über 80 Toten. Ich habe Ihnen vor einigen Monaten geschrieben, dass rund 10.000 Millionäre, aufgrund der sozialen Spannungen, Frankreich verlassen haben. Allein 7.000 Millionäre haben Paris den Rücken gekehrt.

Dieser Trend wird weitergehen. Frankreichs finanzielle und soziale Probleme werden dadurch weiter verstärkt. Diese Entwicklungen sind eine große Gefahr für die gesamte EU und Europa. Nach dem Brexit wäre ein Zusammenbruch Frankreichs nicht verkraftbar für die EU-Systeme und den Euro. Ein weiteres Land mit gigantischen Problemen, allen voran im maroden Bankensektor ist derzeit Italien.

Rentner und Kleinsparer wurden in Italien enteignet

Ist Ihnen bekannt, dass es auch in Italien viele Tote in den letzten Wochen und Monaten gibt, aufgrund sozialer Fehlentwicklungen? Nicht durch medienwirksame Terroranschläge, sondern von der breiten Öffentlichkeit relativ unbeachtet, durch Suizide. Mehrere Bankkunden, darunter zahlreiche Rentner und Kleinsparer, die aufgrund der aktuellen Bankenkrise in Italien ihre gesamten Ersparnisse und ihre Altersvorsorge verloren, haben sich aus Verzweiflung umgebracht.

Ich kann Ihnen leider keine genauen Zahlen liefern. Das liegt daran, dass das italienische Statistikinstitut „Istituto Nazionale di Statistica“ seit drei Jahren keine Wirtschaftsselbstmorde mehr gesondert ausweist. Hier wird nach meiner Einschätzung ganz gezielt ein soziales Spannungsfeld mit dramatischen Folgen vor der Öffentlichkeit verborgen.

Fakt ist, dass der Anstieg der Selbstmorde in Italien derzeit so hoch ist, wie letztmalig im Zweiten Weltkrieg. Ein nicht unerheblicher Anteil dürfte dabei – ähnlich übrigens wie in Griechenland – auf Selbstmorde zurückzuführen sein, die aus finanzieller und wirtschaftlicher Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung heraus erfolgen.

Italienische FlaggeItalien: Der Beginn des Flächenbrandes für das EU-Banksystem und den Euro

In den letzten Wochen hat der Brexit viele weitere negative Entwicklungen für die Staaten und Banken in Europa überlagert. Eine davon ist die immer schneller tickende Bankenzeitbombe in Italien, wo es derzeit eine nie dagewesene Bankenkrise gibt.

Diese wurde durch den Brexit noch verschlimmert, da die italienischen Banken auf gigantischen Bergen fauler Schulden sitzen. Die positivsten Zahlen gehen dabei von einem Kapitalbedarf von 40 Milliarden Euro aus, die zur Rettung des italienischen Banksystems benötigt werden.

Die Bank als Selbstmordgrund 

Ich habe bereits im Februar 2016 meine Leser vor den bedenklichen Entwicklungen in Italien gewarnt. Damals stand jedoch die Flüchtlingskrise im Mittelpunkt des Medieninteresses. Im Dezember 2015 musste der Italienische Staat vier Banken retten. Das Wort „retten“ ist dabei allerdings für betroffene Sparer ein Hohn.

Zahlreiche Rentner und Kleinsparer mussten nämlich einspringen und haben 750 Millionen Euro verloren. In Folge dessen kam es unter den verzweifelten Bankkunden, die teilweise ihre gesamten Ersparnisse und Altersrücklagen verloren haben, zu einer Selbstmordwelle. Nachfolgend finden Sie mein Editorial aus dem Februar 2016 zu diesen dramatischen Entwicklungen, die sich nun massiv verschärfen werden.

Mein Editorial der Kapitalschutz vertraulich-Februar-Ausgabe 2016  

EURO-Bankensystem: Die Einschläge kommen näher! 

Liebe Leserin, lieber Leser,

in Italien kam es aktuell bei scheinbar sicheren Regionalbanken zu einer Entwicklung, die Vorbildcharakter für Banksparer in anderen EU-Ländern haben wird. Bedenklich finde ich, dass in Deutschland keine nennenswerte Berichterstattung über diese Ereignisse erfolgte.  

Neue EU-Gesetze führen zu massiven Bankpleiten in Italien  

Seit dem 1. Januar kommt die europäische Bankenregulierung zur Anwendung, vor der ich Sie seit Jahren intensiv warne. Banken müssen nun nicht mehr auf Steuerzahlerkosten gerettet werden, sondern können auf Kosten der Eigentümer und Kunden einfach abgewickelt werden.

12.500 Kunden von vier italienischen Regionalbanken und Sparkassen, darunter zahlreiche Rentner, haben jetzt über Nacht die gigantische Summe von 430 Millionen Euro verloren. Teilweise ihre gesamten Ersparnisse. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass derartiges in Italien geschieht. 

PS: Immer mehr Länder fahren Kampagnen gegen Bargeld. Barzahlungsgrenzen von 1.000 Euro haben Italien und Frankreich. In Schweden gibt es eine Initiative zur kompletten Bargeldabschaffung. In der Schweiz hingegen gilt seit 01.01.2016 ein neues Gesetz für Bargeldkäufe mit einer hohen Grenze von 100.000 Franken!  

Achtung! Die EU ist eine Haftungs- und Umverteilungsunion 

Wenn Sie nun in der Annahme sind, die gigantische Bankenkrise in Italien – die seitens der Politik und der Medien heruntergespielt wird um keinen direkten Flächenbrand entstehen zu lassen – betrifft deutsche oder österreichische Bankkunden oder Steuerzahler nicht, dann ist das ein Trugschluss!

Die EU ist längst eine Haftungs- und Umverteilungsunion. Durch die EU-Verträge, den ESM-Vertrag in Kombination mit seit diesem Jahr in Kraft getretenen EU-Bankenunion haften die Steuerzahler untereinander ebenso wie die Bankkunden.

Die italienische Regierung hat zur Bewältigung der aktuellen Bankenkrise nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Steuerzahler müssen einspringen, oder die Sparer und Anleger werden wie im Dezember 2015 bluten müssen.

Das würde allerdings in Italien zu massive politischen Spannungen und gesellschaftlichen Verwerfungen führen, so dass es sehr gut möglich ist, dass der Rest EU-Europas, deren Steuerzahler und Bankkunden für die italienischen Versäumnisse mitbezahlen müssen.

Die Europäische Bankenunion ist ein latentes Damoklesschwert

Denn sie beruht auf dem Haftungsprinzip des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Das rechtliche Klumpenrisiko, das sich aus der Kombination vom automatischen Informationsaustausch AIA mit dem Umverteilungssystem des ESM und der EU-Bankenunion ergibt, sollten Sie unbedingt reduzieren.

Nicht nur das EU-Banksystem ist gefährdet, auch Ihr Geld ist direkt von diesen Entwicklungen betroffen. Die Risiken für die Stabilität und den Bestandes des Euros als Gemeinschaftswährung sind in den letzten Monaten massiv angestiegen. Sie müssen sich bewusst sein: Die Bankenkrise in Italien betrifft auch Ihr Geld und Ihre Bank in Deutschland!

Schweden_FlaggeSchweden: Ein weiteres, krankes Land in EU-Europa

Zahlreiche Anleger und Bürger sind nach meinen Erfahrungen der Ansicht, dass die Probleme EU-Europas hauptsächlich im Süden liegen. Nordeuropa, allen voran Skandinavien ist hingegen solide und stabil.

Im Prinzip ist das grundsätzlich sogar richtig, allerdings gibt es in Nordeuropa ein Land, das ich als absolut „krank“ bewerte. Ich spreche von Schweden. Schweden hat – neben zahlreichen, politischen Fehlsteuerungen – vor allem in den letzten 40 Jahren eine vollkommen irrational-tolerante, großzügige Einwanderungspolitik verfolgt.

Das schwedische Sozialexperiment sollte eine Warnung für Deutschland sein!

Schweden hat damit ein Sozialexperiment mit einem gigantischen Ausmaß in Gang gesetzt. Das Land hat sich gravierend verändert. Heute gehen allein 58 Prozent aller Sozialleistungen an Migranten. Fast die Hälfte, nämlich 42 Prozent der Langzeitarbeitslosen sind ebenfalls Einwanderer. Schwedens weltberühmter Sozialstaat steht dadurch vor dem Kollaps. 26 Prozent aller Gefängnisinsassen und 50 Prozent aller Häftlinge in Schweden, die Strafen von mehr als fünf Jahren absitzen, sind ebenfalls Einwanderer.

Die größte Immobilienblase Europas liegt in Schweden 

Weder in Spanien, noch in Großbritannien gibt es die größte Immobilienblase in Europa, sondern in Schweden. Schweden hat den größten Immobilienboom in Europa in den letzten Jahren zu verzeichnen. Gleichzeitig ist die Erschwinglichkeit für Immobilieneigentum in Schweden für die Bevölkerung am schlechtesten. Mein Fazit: Würde es eine Put-Option auf ein einzelnes Land geben, würde ich Schweden Short gehen! Frankreich, Italien und Schweden sind daher für mich derzeit die größten, tickenden EU-Zeitbomben.

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Auswanderungskrise: Millionäre verlassen die EU!

Is.amisierung_EuropaSehr geehrte Damen und Herren,
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ich bin bereits im Jahre 1998 aus Deutschland ausgewandert. Zunächst nach Österreich, dann in die Schweiz, danach für ein halbes Jahr in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Dubai. Mittlerweile ist seit über zehn Jahren die spanische Baleareninsel Mallorca mein Lebensmittelpunkt und somit auch mein Wohn-, Geschäfts- und Steuersitz. Spanien ist allerdings kein Steuerparadies, im Gegenteil.

Das Land ist wie viele südeuropäische Saaten hochverschuldet, hat große strukturelle Probleme. Die Planungs- und Rechtssicherheit als Unternehmer und Vermögensinhaber beurteile ich sogar als relativ schlecht. Es gibt beispielsweise eine Vermögensteuer, die in der Spitze 3,45 Prozent jährlich beträgt. Bei den derzeitigen Zinsniveaus ist das eine Art der Enteignung. Dennoch überwiegen für mich persönlich die Vorteile.

Erhalt oder Steigerung von Lebensqualität ist der wichtigste Aspekt bei einer Auswanderung

Die Lebensqualität auf Mallorca ist enorm hoch. Die gesamte Infrastruktur sowie die übrigen Rahmenbedingungen wie Wetter, Meer und Strände, Berge, Golfplätze, Schulen, ärztliche Versorgung, oder die zahlreichen Flug- und Schiffsverbindungen sind in Europa relativ einzigartig. Die grundlegenden derzeitigen Rahmenbedingungen für Unternehmer sind ebenfalls sehr gut.

Mittlerweile kommt für mich der Sicherheitsaspekt dazu. Allen voran in Bezug auf die negativen Entwicklungen in der Flüchtlingskrise, die ich auf Mallorca – anders als bei meinen vielen Terminen in Deutschland und den zahlreichen besorgten Berichten von Lesern – nicht wahrnehme. In meiner Einschätzung bestärkt mich auch der aktuelle Bericht des New World Wealth Instituts.

Religiöse Spannungen sind der Hauptauswanderungsgrund in Frankreich

Der bekannteste Franzose der in den letzten Jahren ausgewandert ist, war Gérard Depardieu. Seine Motivation war die unter François Hollande eingeführte Reichensteuer in Höhe von 75 Prozent. Französische Millionäre verlassen aktuell nicht wegen der Steuerbelastungen, sondern wegen ethnischer Spannungen und ansteigender Kriminalität sowie aus Angst vor den Folgen der zunehmenden Islamisierung ihre Heimat und auch meist Europa.

In Südeuropa beginnt eine zunehmende Auswanderungskrise!

Derzeit beherrschen Europa die enormen Herausforderungen der Masseneinwanderung. Die gerechte Verteilung von Flüchtlingen spaltet dabei die EU. Die nationalkonservative Regierung Polens verweigert beispielsweise nach den Terroranschlägen von Brüssel grundsätzlich die Aufnahme von Flüchtlingen. Österreich hat sein Asylrecht durch einen Notstands-Artikel massiv verschärft. Dadurch können Flüchtlinge bei Bedarf an der Grenze direkt abgewiesen werden.

Die Schuldenprobleme und strukturellen Defizite zahlreicher EU-Staaten werden durch die Flüchtlingskrise massiv verschärft. Zusätzlich kommt nun eine weitere, sehr bedenkliche Entwicklung dazu: Die Flucht von leistungsstarken Millionären aus EU-Staaten. Frankreich hat im letzten Jahr 10.000 Millionäre verloren.

In Italien haben 6.000, in Griechenland 3.000 und in Spanien 2.000 Millionäre im selben Zeitraum ihren Wohnort aufgegeben und somit auch ihren Steuersitz. Diese leistungsstarken Menschen fallen dadurch auch als wichtige Beitrags- und Steuerzahler für die betroffenen Staaten weg. Das ist eine weitere, ebenso bedenkliche, wie auch gefährliche Entwicklung für das gesamte System der Europäischen Union.

Deutschland haftet über den ESM und die Bankenunion für EU-Staaten wie Frankreich, Italien oder Spanien. Wandern dort die Millionäre aus, bedeutet das weiter steigende Haftungsrisiken für deutsche Bankkunden und Steuerzahler!

Paris, Rom und Athen haben 2015 tausende Millionäre verloren

Die europäischen Städte, die 2015 am meisten Millionäre verloren haben, sind Paris, Rom und Athen. Französische Millionäre zieht es überwiegend nach Großbritannien, in die USA, nach Kanada, Australien oder Israel. Die beliebtesten Zuzugsstädte für Millionäre weltweit sind Sydney, Melbourne, Tel Aviv, Dubai, San Francisco, Vancouver, Seattle und Perth.

Aus Sicht der Analytiker des New World Wealth Instituts gehören zu den nächsten Ländern, die vor gravierenden religiösen Spannungen durch Muslime und Auswanderungen einheimischer Millionäre stehen, vor allem europäische Länder wie Deutschland, Belgien und Schweden. Außerhalb Europas sind die Türkei und Nigeria am gefährdetsten. Das Pew Research Center (Washington D.C.) hat im Jahr 2011 den Anstieg des muslimischen Bevölkerungsanteils bis in das Jahr 2030 umfassend prognostiziert. Allerdings weit vor den Entwicklungen der Migrationswelle. Die Grafik dazu finden Sie oben. Ich beurteile die Zahlen aufgrund der aktuellen  Entwicklungen und der Dynamik der muslimischen Einwanderung längst als überholt und viel zu niedrig.

Australien_MasseneinwanderungEmpfehlenswerte Auswanderungsländer schützen Ihre Grenzen vor illegaler Einwanderung!

Meine favorisierten Auswanderungsländer außerhalb Europas sind Australien und Kanada. Allen voran deswegen, weil Australien und Kanada solide Rahmenbedingungen in Kombination mit sehr strengen Einwanderungsgesetzen haben. Das Bild zeigt ein offizielles “Werbeplakat” der Australischen Regierung zur Warnung gegenüber illegalen Einwanderern. Das ist für mich ein vorbildlicher Weg! In dieser Einschätzung bestätigt mich die aktuelle Analyse des New World Wealth Instituts.

Auch die USA werte ich in Bezug auf die rechtsstaatliche Sicherung der Grenzen des Landes vor illegaler Einwanderung als positiv für eine mögliche Auswanderung außerhalb Europas. Sollte Donald Trump der nächste US-Präsident werden, was mittlerweile nicht mehr unwahrscheinlich ist, dann dürfte die zurzeit nur noch sehr geringe Einwanderung von Muslimen in die USA faktisch zum Erliegen kommen.

Ausblick: Themenspezial-Sonderausgabe „Auswandern”

Aufgrund der Entwicklungen werde ich in den kommenden Monaten eine Sonderausgabe zur Thematik „Auswandern“ für meine Leser erstellen. Sollten Sie hierzu bestimmte Fragen ganz besonders interessieren, gehe ich sehr gerne darauf ein. Lassen Sie mir Ihre Fragen unter dem Schlagwort „Auswandern“ gerne zukommen.

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Belastungen für Immobilien voraus!

ImmobilieSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

Staaten versuchen den Abbau ihrer Schuldenberge und werden dabei immer ungenierter. Über Steuererhöhungen, Inflation, kalte Progression und finanzielle Repression durch neue Steuern und Sonderbelastungen auf bestimmte Kapitalvermögen wird sich der Fiskus auch einen Teil Ihrer Vermögenswerte holen. Dazu werden auch Ihre Immobilien gehören. Die Hälfte des Vermögens deutscher Bürger steckt in Immobilien, das ist zu verlockend für den Fiskus. Immobilieneigentümer sind zudem über die Grundbücher absolut eindeutig erfasst, dadurch leicht zuordenbar und belastbar.

Immobilien können weder rechtlich auswandern noch steuerlich verlagert werden

Das Wort Immobil bedeutet „nicht beweglich“. Eben weil sie nicht mobil sind, können Immobilien wie Häuser oder Grundstücke auch nicht auswandern. Sie können physisch nicht ins Ausland verlagert werden, allenfalls indirekt, indem man seine Immobilie im Inland verkauft und im Gegenzug eine Auslandsimmobilie erwirbt.

Steuerrechtlich gilt bei Immobilienvermögen das so genannte Belegenheitsprinzip. Das bedeutet, das Besteuerungsrecht hat der Staat, in dem die Immobilie liegt. Das ist ein ganz großer Nachteil gegenüber mobilen Sachwerten.

Zwangshypotheken: 1923 und 1948 müssen für Immobilieneigentümer eine Warnung sein

Bei Aktien werden sehr häufig die großen Crashs von 1929 und 1987 als warnende Beispiele herangezogen. Für private Immobilienbesitzer gibt es auch zwei einschneidende Jahreszahlen aus der jüngeren Geschichte. Sowohl 1923 als auch 1948 kam es nach den Währungsreformen zu staatlichen Zwangshypotheken. Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass man auch in Deutschland noch einmal auf diese Geldbeschaffungsmaßnahme zurückgreift.

Die Zwangshypothek am Beispiel von 1948

Die Auswirkungen einer Zwangshypothek erläutere ich Ihnen an einem Beispiel aus der jüngeren Geschichte Deutschlands. Die Währungsreform von 1948 führte zur Deutschen Mark als alleinigem gesetzlichem Zahlungsmittel. Im Zuge dieser Währungsreform wurde die Geldmenge durch die Umstellung wirkungsvoll zu Lasten der Bürger verringert. Genau dieser Effekt wird auch in der Zukunft eines Tages wieder notwendig sein.

100_Deutsche_Mark_Serie_1948

Bild: 100 Deutsche Mark Banknote der Serie des Jahres 1948

Die neue D-Mark wurde um 90 % abgewertet!

Die ersten Notierungen in Deutscher Mark lagen um mehr als 90 Prozent unter den letzten Reichsmark-Kursen. Immobilienbesitzer erhielten Zwangshypotheken eingetragen. Die Hälfte des ermittelten Immobilienwertes musste verteilt auf 30 Jahre in 120 vierteljährlichen Raten in einen neu eingerichteten Lastenausgleichsfonds einbezahlt werden. Bei einem Immobilienwert von 150.000 Mark mussten also monatlich 625 D-Mark über 30 Jahre zurückbezahlt werden, auf ein einst lastenfreies Vermögen!

Immobilieneigentümer stehen vor zunehmenden Steuerbelastungen

Aktuell gibt es in Deutschland bereits sehr bedenkliche Entwicklungen, Immobilieneigentümer finanziell zu schröpfen. Allein in den letzten anderthalb Jahren hat die Hälfte der deutschen Bundesländer die Grunderwerbsteuer teilweise massiv erhöht. Auch die Grundsteuern können bei Bedarf sehr schnell und sehr deutlich angehoben werden, ohne dass eine generelle Vermögensteuer oder Zwangsabgabe eingeführt werden muss. Durch den Zensus 2011 ist der Immobilienbesitz in Deutschland zusätzlich zu den Grundbüchern noch ein Stück transparenter geworden für den Staat.

In der Vergangenheit wurden Vermieter von Immobilien in Krisenphasen durch den Staat wiederholt mit Mietpreisfestschreibungen belastet. Dadurch war ein Inflationsausgleich nicht mehr realisierbar. Wie schnell eine solche Mietpreisfestschreibung eingeführt werden kann, zeigt die neu eingeführte Mietpreisbremse. Das ist für mich ein weiteres Warnsignal.

Seit dem 01.01.2015 gibt es ein neues EU-Immobilienmeldegesetz

Neben diesen Entwicklungen aus Deutschland gibt es in der EU ein derzeit noch vollkommen unbekanntes neues Gesetz, das alle EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, Daten von Immobilien und ihren Eigentümern automatisch untereinander auszutauschen. Das Gesetz mit dem Namen EUAHiG ist bereits seit dem 01.01.2015 in Kraft. Die relevanten Informationen – wie beispielsweise Eigentum an unbeweglichem Vermögen und Einkünfte daraus (§ 7 Abs. 1 Nr. 5 EUAHiG) – werden ohne vorheriges Ersuchen automatisch übermittelt. Betroffen sind natürliche wie juristische Personen.

ssb_rechtsschutzreport_coverBelasten Sie Ihre Immobilienwerte vorsorglich selbst, bevor es andere tun!

Feuer lässt sich bekanntermaßen nicht nur mit Wasser bekämpfen, sondern auch mit einem Gegenfeuer. Gleiches gilt auch für Belastungen. Wenn Sie die Sorge haben, dass Ihre unbelasteten Immobilien durch Dritte mit einer Zwangs- oder Sicherungshypothek belastet werden könnten, dann ist es überlegenswert, Ihr Eigentum vorsorglich einfach selbst durch eine erstrangige Hypothek mit Schulden zu belegen. Vor allem in der derzeitigen Niedrigzinsphase ist das sinnvoll.

Das frei werdende Kapital können Sie dann wiederum anderweitig veranlagen, beispielsweise in Immobilien im Ausland oder in mobile Sachwerte wie Aktien, Edelmetalle oder Diamanten, die Sie wiederum außerhalb der EU verwahren. Dadurch bleiben Sie in einem Krisenfall flexibler. Im Rahmen meines Magazins Kapitalschutz vertraulich habe ich einen Sonderreport erstellt mit dem Titel: Die 6 besten Kapitalschutzstrategien für Immobilien! Diesen können Sie als bestehender oder neuer Abonnent von Kapitalschutz vertraulich sehr gerne anfordern.

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Globale Briefkästen? Die Fakten zu Panama Papers!

Flag_of_Panama.svgSehr geehrte Damen und Herren,
geschätzte GEOPOLITICAL.BIZ Community,

die sogenannten Panama Papers sind ein Thema, das flächendeckend in allen Zeitungen sowie zahlreichen TV-Sendungen behandelt wird.

200.000 Briefkastenfirmen sind aufgeflogen

Ein anonymer Informant hat der Süddeutschen Zeitung Dokumente zu über 200.000 Briefkastenfirmen zur Verfügung gestellt. Diese Briefkastenfirmen wurden von der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama in Zusammenarbeit mit Banken, Rechtsanwälten und Finanzberatern gegründet, verkauft und verwaltet. Die Kunden erhielten durch die Zwischenschaltung von Offshore-Gesellschaften anonyme Konten und Aktiendepots.

Panama Papers hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Begriff entwickelt der derzeit durch alle Medien getrieben wird. Bezeichnenderweise ist allerdings selbst diese Begrifflichkeit schon falsch.

Was steht hinter den Panama Papers?

Bei den Dokumenten handelt es sich um E-Mails, Briefe, Faxnachrichten, Gründungsurkunden, Kreditverträge, Rechnungen und Bankauszüge als PDF- und Textdateien sowie Bilder aus den Jahren 1977 bis 2016. Von „Papers“, also Papierdokumenten ist in der Praxis nichts zu sehen.

Die 11,5 Millionen Dokumente in den Panama Papers sind keine Papierseiten, sondern Dateien mit einer Größe von 2,6 Terabyte. „Panama Bytes“ oder „Panama PDFs“ wäre daher viel zutreffender.

12961239_255040851496973_236583282160662548_oWas ist eine Offshore-Gesellschaft?

Offshore bedeutet frei übersetzt „vor der Küste“. Der Name kommt vor allem daher, dass diese Firmen als juristische Personen gegründet werden – außerhalb der Gerichtsbarkeit des steuerlichen Heimatlandes.

Eine weitere, aus meiner Sicht noch treffendere Bezeichnung für derartige Gesellschaften ist der Begriff „Briefkastenfirma“. Derartige Gesellschaften werden lediglich in das Firmen- oder Handelsregister des Staates eingetragen, in dem diese gegründet werden. Darüber hinaus wird meist lediglich eine Anschriftenadresse „Briefkasten“ bei einer Anwaltskanzlei oder einem Treuhänder im Gründungsland unterhalten.

Derartige Firmen und Gesellschaften sind rein rechtlich Auslandsbeteiligungen

Gemäß § 138 Abgabenordnung (AO) ist ein Steuerpflichtiger in Deutschland zur steuerlichen Erfassung von Auslandsbeteiligungen verpflichtet. Eine entsprechende Mitteilung muss somit nach geltendem Recht an das deutsche Finanzamt gesendet werden.

Die Meldung ist auf einem amtlichen Formular, das Sie von Ihrem Heimatfinanzamt erhalten, innerhalb eines Monats nach Eintritt des meldepflichtigen Ereignisses zu erstatten. Sollten Sie hier „Altlasten“ haben in der Form, dass Sie Auslandsfirmen als Offshore-Gesellschaften bzw. Briefkastenfirmen in der Vergangenheit gegründet haben, ohne dass diese Meldungen erfolgt sind, rate ich Ihnen dazu, diesen Sachverhalt frühzeitig mit einem Fachanwalt für Steuerrecht zu besprechen. Nehmen Sie bitte weder eine Meldung noch eine Nachmeldung im Alleingang vor.

Die Panama Papers betreffen selbst Deutsche auf Mallorca

Von Christoph Albeck, dem Geschäftsführer einer Steuerberatungskanzlei mit Sitz auf meiner Heimatinsel Mallorca habe ich aktuell in diesem Kontext ebenfalls sehr interessante Informationen erhalten. Die von der Süddeutschen Zeitung recherchierten Panama Papers sorgen mittlerweile selbst für vereinzelte Panik auf Mallorca.

Betroffen sind nämlich auch Deutsche, und zwar sowohl Residenten als auch Nicht-Residenten auf Mallorca, die vor Jahren Immobiliengeschäfte mit Panama Gesellschaften getätigt haben und dabei Firmenmäntel der Kanzlei Mossack Fonseca verwendeten.

Im großen Stil wurde in den Zeiten der DM-Euro-Umstellung Schwarzgeld in Immobilien gesteckt

Und zwar über Gesellschafts-Konstruktionen, bei denen ein Gesellschafter – die berüchtigte Panama Gesellschaft – Kapital in eine spanische GmbH einbringt. Die spanische Sociedad Limitada wurde mit dem notwendigen Kapital ausgestattet und kaufte dann ganz legal die Finca auf Mallorca.

Und das Ganze blieb anonym, da zur damaligen Zeit sogenannte Shelf-Companies ein beliebtes Geschäftsmodell in Spanien waren: der Kunde kaufte sich eine speziell zu diesem Zweck von Spaniern vorgegründete GmbH und blieb als eintretender Gesellschafter damit anonym. Eine Nennung erfolgte nur beim Notar in der Escritura.

28 Deutsche Banken hatten Geschäftsverbindungen zu Mossack Fonseca

Steuer- und Strafbehörden verschiedener Länder haben mittlerweile angekündigt, die Geschäfte von Briefkastenfirmen mit Sitz u.a. in Panama und Niue sowie auf den britischen Jungferninseln zu prüfen. Die erhobenen Vorwürfe beziehen sich auf Steuerhinterziehung und Geldwäsche sowie auf die Beihilfe zu diesen Taten.

Mindestens 28 deutsche Banken haben beispielsweise mit der Wirtschaftskanzlei Mossack Fonseca aus Panama kooperiert. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin wird ebenfalls Ermittlungen einleiten. Gleichzeitig haben zahlreiche Banken bereits diskret Bußgelder für ihre Verfehlungen bezahlt.

Mossack Fonseca tauchte bereits bei den Luxemburg-Leaks auf

Der Name von Mossack Fonseca den viele offensichtlich noch nie gehört hatten ist für mich keine unbekannte Kanzlei. Der Name tauchte bereits im Frühjahr 2015 im Zusammenhang mit der Durchsuchung der Commerzbank in Frankfurt am Main auf. Diese Ermittlungen gingen auf Enthüllungen im Rahmen der „Luxemburg-Leaks“ zurück.

Die USA gehen seit längerer Zeit massiv gegen europäische Banken vor. Der Vorwurf ist die Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Ausländische Banken aus der Schweiz oder auch aus Deutschland mussten mittlerweile Milliardensummen an Geldbußen bezahlen. Doch was passiert in den USA?

delawareGlobale Briefkästen: Delaware ist die Mutter aller Steueroasen

Auf den Cayman Islands in der Karibik gibt es vergleichbar mit der Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama ein lediglich viergeschossiges Gebäude, dessen einziger Mieter eine Anwaltskanzlei ist.

Das kleine Haus ist der Unternehmenssitz von 18.000 Firmen, oder besser gesagt von 18.000 Briefkästen. Wenn Sie nun glauben, das muss einer der größten Unternehmenssitze der Welt sein, dann ist das bei Weitem nicht zutreffend.

Delaware ist ein kleiner US-amerikanischer Bundesstaat (Bild: Flagge von Delaware) mit 950.000 Einwohnern. Delaware hat vollkommen autarke, liberale und progressive Steuergesetze. Das hat dazu geführt, dass mittlerweile auf jeden Einwohner ein registriertes Unternehmen kommt. In Delaware gibt es ein eingeschossiges Gebäude. In diesem sind derzeit 285.000 Firmen registriert mit ihrem offiziellen Unternehmenssitz. Einfach unglaublich!

US-Präsident Barack Obama hat einmal über dieses Gebäude gesagt “Entweder ist es das größte Gebäude der Welt oder der größte Steuerbetrug der Welt”. Aber was tut er dagegen? Die größte Steueroase der Welt liegt somit nicht in der Schweiz, Liechtenstein, Asien oder in der Karibik, sondern direkt in den USA.

Bürgerrechte und Privatsphäre müssen auch in Zukunft ihre Berechtigung haben!

Kampf den Steueroasen und Kampf gegen das Bankgeheimnis anderer Länder. Derartige Aussagen haben Sie in den letzten Jahren wiederholt in den breiten Medien gelesen. Ich halte diesen meist undifferenzierten Weg für sehr bedenklich für eine freiheitlich, liberale Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.

Für mich ist die Kapitalanlage im Ausland, also eine gezielte Streuung von Vermögenswerten bei ausländischen Banken gerade jetzt ein wichtiger Beitrag zu einem professionellen privaten Vermögens- und Risikomanagement.

Entgegen der derzeitigen, teilweise sehr polemisch geführten Diskussionen um die Steueroasenthematik, hat dies in Keiner Weise mit der immer wieder angesprochenen Steuerhinterziehungsthematik zu tun!

s-l1000Freiheit und Bürgerrechte: 8 reale Privatsphären-Schutz-Fälle aus meiner Praxis

Steuerhinterziehung oder Schwarzgeld stehen bei vielen Auslandskapitalanlegern schon lange nicht mehr im Vordergrund. Nicht einmal mehr die vollkommen legale Steueroptimierung.

Vielmehr der verständliche und absolut legitime Wunsch nach Diskretion und Wahrung der Privatsphäre.

Ich möchte Ihnen aus diesem Grunde einmal einige Praxisbeispiele aufzeigen, welche belegen, dass der Wunsch nach Privatsphäre eben nichts mit der Steuer zu tun hat, sondern mit der Steuerung von Vermögenswerten, getreu meinem Motto: „Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!“.

8 reale Privatsphären-Schutz-Fälle aus meiner Praxis

1. Uneheliche “verschwiegene” Kinder

Sie haben ein uneheliches Kind, von dem Ihre Familie nichts weiß und auch nach Ihrem Tod nichts wissen soll. Über eine Vermögensstrukturierung – gerade beispielsweise über Ausländische Versicherungspolicen aus dem Fürstentum Liechtenstein – können Sie hier eine flexible Begünstigung vornehmen, auch für Ihren Todesfall.

Vermögenswerte können somit außerhalb des Nachlasses, diskret übertragen werden. Nicht diskret gegenüber dem Staat, sondern diskret gegenüber Ihrer Familie.

2. Geliebte/r

Sie haben eine Geliebte (oder einen Geliebten), von dem Ihre Familie nichts weiß. Sie möchten dieser Person nach Ihrem Tod etwas zukommen lassen. Sie wollen allerdings auch nach Ihrem Tod dieses Geheimnis bewahren und können somit natürlich keine testamentarische Verfügung vornehmen.

3. Probleme im Familienkreis

Sie haben Probleme im Familienkreis, beispielsweise mit Ihrer Ex-Frau (oder Ihrem Ex-Mann), mit Ihren Kindern, mit Ihrer Schwiegertochter oder Ihrem Schwiegersohn. Mir sind hier Fälle aus der Praxis bekannt, in denen beispielsweise drogenabhängige oder charakterlich noch nicht gefestigte Kinder vor dem Geld „geschützt“ werden sollen, bis sie beispielsweise einen Weg aus ihrer Lebenskrise gefunden haben.

Ebenso gibt es immer wieder den Fall, dass Eltern diskret bestimmte Kinder besser stellen wollen, beispielsweise weil diese ihnen aus den unterschiedlichsten Gründen (Pflege im Alter, Verhalten, Wertschätzung) näher stehen als die anderen Geschwister.

4. Sie sind Homosexuell – Gegenseitige Absicherung

Sie sind homosexuell und möchten sich und Ihren Lebenspartner absichern. Hier stoßen Sie bei der Vermögensübertragung auf erhebliche Nachteile und Hürden, vor allem, wenn Sie sich nicht für die sogenannte eingetragene Lebenspartnerschaft (Homo-Ehe) entscheiden.

Vielleicht haben Sie in diesem Fall auch einen hohen Diskretionsbedarf, wenn Sie Ihre Neigungen nicht öffentlich gemacht haben. Das ist immer noch häufig der Fall. Denn gerade Unternehmer oder Personen im öffentlichen Fokus haben weiterhin Nachteile zu befürchten, wenn sie sich „outen“.

6. Diskretionsbedarf innerhalb der Familie

Sie wollen nicht, dass Ihre Kinder oder Ihre zukünftige Ehefrau/Ehemann frühzeitig wissen, wie viel Geld Sie wirklich haben. Geld kann ja bekanntlich den Charakter verderben, und viele Eltern oder Partner möchten nicht, dass Kinder zu früh von großen Vermögenswerten erfahren.

Sie können in solchen Fällen eine sogenannte Begünstigtenregelung auf einen Zeitpunkt legen, zu welchem Sie davon ausgehen, dass Ihre Erben die nötige menschliche wie fachliche Reife haben.

6. Individuelle, flexible Vermögensübertragungen

Gerade Großeltern übertragen gerne Vermögenswerte direkt auf ihre „Lieblingsenkel“ und wollen die gesetzliche Erbfolge für bestimmte Vermögensbestandteile umgehen. Dies ist ebenfalls durch Strukturen möglich, welche auch diskret vor den eigenen Kindern umgesetzt werden können. Auch der Schwiegersohn oder die Schwiegertochter sollen manchmal „ausgeschlossen“ und stattdessen direkt die Enkel bedacht werden.

7. Vermögens- und Haftungsschutz

Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist der Haftungsschutz für Unternehmer: Sie sind beispielsweise Geschäftsführer einer GmbH und gehen somit in Ihrem operativen Geschäft unternehmerische Risiken ein.

Wenn Sie nun auch ein Haus und ein Wertpapierdepot haben, ist es nicht zwangsläufig so, dass Sie bei einer Schieflage Ihrer GmbH nur mit Ihrem Stammkapital haften. In Deutschland gibt es unter Umständen auch eine Durchgriffshaftung auf den Geschäftsführer. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn Sie eine Schieflage Ihrer Gesellschaft falsch beurteilen. Dann können – bei entsprechendem Gerichtsurteil – auch Ihr Eigenheim und Ihr Wertpapierdepot in die Konkursmasse mit einfließen.

Viele GmbH-Geschäftsführer haben aus diesem Grunde beispielsweise ihr Eigenheim auf ihre Ehefrau überschrieben, um dieses Haftungsrisiko zu minimieren. Allerdings gehen Sie mit diesem Transfer des Eigentums auf Ihre Frau natürlich ein neues Risiko ein, nämlich das einer Scheidung.

Nicht selten passiert es gerade im Falle einer Insolvenz, dass die daraus auch immer resultierenden psychischen Anspannungen auch Auswirkungen auf Ihr Privatleben haben. Und wenn Ihre Frau Sie dann eventuell verlässt – dieses Risiko ist in Deutschland rein statistisch nun mal sehr hoch, da jede 2. Ehe geschieden wird –, haben Sie Ihr Eigenheim, rein vom rationalen Risikomanagementgedanken her, eben nicht abgesichert.

Ich weiß, dass bei diesem Thema oft viele Emotionen vorhanden sind und die Rationalität ausgeblendet wird, aber auch hier kann ich aus meiner Praxiserfahrung sagen, dass viele ehemals verliebte Paare nur wenige Jahre später die erbittertsten gerichtlichen Auseinandersetzungen geführt haben. Wenn man frühzeitig und gemeinsam die richtigen Strukturen schafft, ist dies aus meiner Sicht der sehr viel intelligentere Weg.

Jedenfalls immer für den Ehepartner, der entweder das Hauptvermögen mitbringt oder den Zugewinn erwirtschaftet, und das muss natürlich nicht zwangsläufig immer der Ehemann sein! Hier müssen Sie übrigens auch gerade in guten Zeiten (also Ihre Firma ist wirtschaftlich erfolgreich und Ihre Ehe intakt) die entsprechenden Strukturen schaffen. Nicht erst dann wenn Sie kurz vor der Insolvenz stehen und Ihre Ehe kurz vor dem Aus steht. Dann ist es zu spät.

Schutz der Familie bei gleichzeitigem Schutz vor der Familie

Das bedeutet, Sie müssen zum einen für Ihre Familie vorsorgen, falls die Firma in Schieflage gerät, und zum anderen Ihre Firma schützen – also sie vor Ihrer „Familie“ schützen –, falls Ihre Ehe in die Brüche geht. Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit für Streitigkeiten mit anderen Familienangehörigen wie Kindern, Eltern oder Geschwistern in der heutigen Zeit ja auch sehr hoch, mit teilweise gravierenden finanziellen Folgen, gerade bei Erbstreitigkeiten.

8. Risikomanagement: Rechtliche Diversifikation und geografische Streuung

Ausländische Versicherungspolicen, beispielsweise aus Liechtenstein sind rechtlich eine eigenständige „juristische Person“. Sie schaffen also durch Abschluss einer Versicherungsstruktur eine eigenständige, rechtlich isolierte Gesellschaftsform für Teile Ihrer Vermögenswerte.

Das ist über Ausländische Lebensversicherungen bereits ab 20.000 Euro möglich. Im Falle von Sparverträgen sogar bei bestimmten Anbietern bereits ab 50 Euro. Für andere Gesellschaftsformen wie Stiftungen oder Trusts beispielsweise würden Sie das 10-fache Anlagevolumen benötigen.

Sie schaffen somit eine rechtliche Streuung Ihres Vermögens und durch Nutzung ausländischer Anbieter, Bankplätze und Rechtsräume zusätzlich noch eine geografische Verteilung Ihrer Werte. Das bedeutet in der Praxis ein besseres Anlage- und Risikomanagement auch über das reine Verwalten Ihrer Wertpapiere hinaus.

Eine ausländische Versicherungspolice beispielsweise wird somit zu einer eigenständigen und isolierten Gesellschaft, die den Schutz Ihrer Vermögenswerte deutlich verbessert.

So wie Sie aus Diversifikationsüberlegungen Aktien aus unterschiedlichen Branchen oder Ländern kaufen, sollten Sie auch – je nach Höhe Ihrer Vermögenswerte – überlegen, Ihre Vermögensstrukturen in unterschiedlichen Rechtsräumen und bei verschiedenen Banken zu verteilen. Grundlagen für all diese Modelle sind für mich jedoch intakte Bankgeheimnisse. Außerhalb von steuerlichen Angelegenheiten!

2000px-Flag_of_Liechtenstein.svgEmpfehlungen: Die aktuellen Entwicklungen bestätigen mich in meiner langjährigen Strategie!

Die aktuellen Entwicklungen rund um Panama Papers bestätigen mich in meiner langjährigen Strategie.

Nach zahlreichen Recherchen und daraus resultierenden Empfehlungen habe ich wiederholt darauf hingewiesen, dass sogenannte Offshore-Gesellschaften für Kapitalanleger oder auch unternehmerisch tätige Personen mit Steuerwohnsitz in Deutschland erhebliche Risiken bergen.

Meine ersten Warnungen zu Panama-Gesellschaften datieren aus dem Jahr 2007

Ich habe beispielsweise bereits im Jahr 2007 in einem Beitrag für mein Magazin Kapitalschutz vertraulich aktiv davon abgeraten, als „Lösungsansatz“ im Hinblick auf die kommende Abgeltungsteuer sogenannte International Business Companies (IBCs) wie Panama-Gesellschaften, Singapur-Trusts, US Incorporations, beispielsweise im Bundesstaat Delaware, oder sonstige „Steueroasen“-Auslandsfirmen als Vermögensverwaltungsgesellschaften (Besitzgesellschaften) oder operativ tätige Firmen (Betriebsgesellschaften) ohne steuerrechtlichen Beistand zu gründen.

Besteht die Gefahr, dass Sie derartige Offshore-Dienstleistungen in Anspruch genommen haben und dass hierbei Steuer in Deutschland verkürzt worden ist, so stehen Ihnen auf internationales Steuerstrafrecht spezialisierten Steuerberater und Rechtsanwälte aus unserem einzigartigen Experten-Netzwerk von Kapitalschutz vertraulich als Ansprechpartner für eine Beratung sehr gerne zur Verfügung.

Vorbildlich: Meine Empfehlung ist das Fürstentum Liechtenstein

Das Fürstentum Liechtenstein hat seine Datendiebstahl und seine Enthüllungen schon viele Jahre hinter sich. Seither hat sich das Land vorbildlich entwickelt. Heute gilt der Finanzplatz Liechtenstein (Bild: Flagge Fürstentum Liechtenstein) als weitestgehend sauber und weiß. Vor einigen Jahren gab es noch rund 80.000 Gesellschaften im Fürstentum Liechtenstein. Heute sind es noch weit weniger als 40.000 aufgrund verschärfter Regularien.

Mein Fazit: Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!

Durch die Verteilung von Vermögenswerten auf mehrere Länder mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen und geografischen Lagen, differierenden Gesetzgebungen sowie verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern streuen Sie operative und strategische Risiken, ohne dass grenzüberschreitende Querverbindungen der einzelnen Anbieter negative Einflüsse haben.

Nicht zu vergessen bleibt, dass Sie auf diese Weise auch von den besseren Rahmenbedingungen im Ausland profitieren, zum Beispiel in Form von höher Beratungskompetenz, einem besseren Produktangebot oder flexibleren Anlagemodellen. Das alles schlägt sich schließlich in Ihrer Rendite nieder, was in der Praxis einen höheren Vermögensschutz bedeutet.

Wenn Sie dann noch Teile Ihres Vermögens in eine juristische Person einbringen reduzieren Sie vor allem Risiken, die beispielsweise durch Streitigkeiten, Scheidung, Erbfolgen, Schenkungen oder im allgemeinen negativen Rechtsprechungen und höherer Gewalt entstehen können.

Liechtenstein bietet beispielsweise die einzigartige Kombination: Keine EU-Mitgliedschaft, keinen EURO, keine ESM-Haftungsrisiken, keine EU-Bankenunion aber EWR-Vorteile!

Beichtgeheimnis, Ärztliche Schweigepflicht, Schweigepflicht eines Anwaltes

Das alles hat mit einer möglichen Steuerhinterziehung nichts, aber absolut gar nichts zu tun! Deswegen gehört für mich das Bankgeheimnis bzw. die finanzielle Privatsphäre in meinem Demokratieverständnis genauso geschützt und anerkannt, wie das Beichtgeheimnis, die Ärztliche Schweigepflicht oder die Schweigepflicht eines Anwaltes!

Das Arztgeheimnis beispielsweise stellt eine wesentliche Grundlage des Vertrauens des Patienten in den Arzt dar. Das Arztgeheimnis ist damit die Grundlage der rückhaltlosen Offenbarungsmöglichkeit für den Patienten gegenüber seinem Arzt. Diese rückhaltlose Offenbarungsmöglichkeit ist aber aus meiner Sicht auch gerade gegenüber dem Vermögensberater des Vertrauens dringend notwendig. Die absolut legitime Grundlage dafür ist ein funktionierendes Bankgeheimnis beziehungsweise der Schutz der finanziellen Privatsphäre.

Das Fürstentum Liechtenstein bietet dafür ebenso legale wie legitime Möglichkeiten!: 10 Gründe für Ihr sicheres Standbein in Liechtenstein!

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EU-Europa wird untergehen!

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Markus Miller – Gründer von www.geopolitical.biz

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heute präsentiere ich Ihnen ein persönliches Interview mit mir zu aktuellen Fragen und Themen. Von der Verschuldungsproblematik über die Situation der Rechtssicherheit in Deutschland, die Flüchtlingskrise bis hin zu Fragen von Auswanderung und Vermögensstrukturierung.

Es ist still um die Verschuldungsproblematik geworden, wie ist der aktuelle Stand?

Markus Miller: Das Thema wurde in den letzten Monaten durch die Flüchtlingskrise überlagert. Dabei steckt gerade auch darin eine besondere Schuldenproblematik, die momentan kaum beachtet wird. Bereits die Bundesregierung kalkuliert in ihrem Haushalt 2016 mit „Flüchtlingskosten“ von 7,6 Milliarden Euro. Mein früherer Professor, Bernd Raffelhüschen aus Freiburg, rechnet mit 17 Milliarden Euro – falls es gut geht, also die Flüchtlinge schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Gesamtkosten auf Sicht der nächsten sechs Jahre werden sich – wiederum falls es gut geht – auf 900 Milliarden Euro belaufen.

Wie schätzen Sie ansonsten die Situation in Deutschland ein?

Markus Miller: Die beurteile ich sehr kritisch, besonders den Rückzug von Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit. Beim schlechten Management der Flüchtlingskrise wurden erneut Verträge wie das Schengen- und die Dublin-Abkommen verletzt. Auch unser Asylrecht wird nicht in der vorgesehenen Form angewendet. Zudem gibt es sehr bedenkliche Entwicklungen in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg. Hier wurden erste Beschlagnahmungsgesetze für private Wohnimmobilien verabschiedet.

Leider halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass die Flüchtlinge, die derzeit ankommen, unsere Probleme in Bezug auf die Demographie und den Fachkräftemangel lösen werden können. Eher sieht es mir so aus, dass viele Flüchtlinge mit niedrigem Bildungsniveau nicht in den Arbeitsmarkt einwandern, wo sie dringend benötigen würden, sondern in die schon angeschlagenen Sozialsysteme.

Notenbanken können nur Zeit kaufen

Eine weitere politische Baustelle ist die Geld- und Reformpolitik. Die internationalen Notenbanken haben durch ihre künstliche Geldpolitik niedriger Zinsen dafür gesorgt, dass die Wirtschaft durch billiges Geld gestützt wurde. Diese Maßnahmen bleiben nach wie vor ein noch nie dagewesenes Experiment mit absolut offenem Ausgang.

Sie müssen sich bewusst sein, dass die Macht der Notenbanken darauf begrenzt ist, Zeit zu kaufen. Zeit dafür, dass die Politik Strukturreformen umsetzt. Für die Zeit, in der die Zentralbanken wieder zu einer soliden Geldpolitik zurückfinden müssen. Ansonsten wird das Währungssystem scheitern und Geld entwertet sein.

Die Politik hat die gekaufte Zeit nicht genutzt

Aus meiner Sicht hat es die Politik in den letzten Jahren seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 nicht geschafft, diese gekaufte Zeit zu nutzen. Die Ursachen der damaligen Finanzkrise wurden nicht genügend durch konsequente Strukturreformen beseitigt. Es wurde vielmehr an Einzelsymptomen gearbeitet, durch rechtliche Überregulierungen. Ebenso durch kaschierende, planwirtschaftliche Rettungsmaßnahmen die uns am Beispiel Griechenlands oder in der Flüchtlingskrise in erschreckender Weise vor Augen führen, wie begrenzt die Politik in ihren Möglichkeiten und Maßnahmen ist.

Wenn die Rechtssicherheit auf dem Rückzug ist, soll man dann überhaupt noch in Deutschland wirtschaften?

Markus Miller: Johann Wolfgang von Goethe hat gesagt: „Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.“ Aber nicht jeder wird auswandern können oder mögen. Zum anderen ist die Rechtssicherheit in Deutschland nach wie vor relativ hoch, auch wenn die Planungssicherheit nicht mehr so gut ist wie in der Vergangenheit.

Wer sich generell um die Rechtssicherheit in der Europäischen Union sorgt, sollte Standbeine außerhalb der EU in Erwägung ziehen, etwa in der Schweiz oder in Liechtenstein. Liechtenstein muss einerseits die Nachteile der Europäischen Union nicht tragen, weil es kein EU-Mitglied ist. Andererseits ist es aber Mitglied im Europäischen Wirtschaftsraum EWR und darf damit alle Vorteile des EU-Binnenmarktes in Anspruch nehmen – auch mit seinen Banken und Versicherungsgesellschaften.

Ist so ein kleines Land nicht erpressbar? Ein früherer deutscher Finanzminister wollte sogar schon die Kavallerie Richtung Schweiz schicken.

Markus Miller: Absolut richtig. Die kleinen Länder können natürlich stark unter außenpolitischen Druck kommen. So waren die USA dafür verantwortlich, dass das Schweizer Bankgeheimnis gefallen ist. Liechtenstein und die Schweiz sind aber heute keine Steueroasen mehr, die dann angegriffen wurden, sondern rechtstaatliche Haftungsschutzoasen. Das ist etwas ganz anderes. Diese Rechtstaatlichkeit ist aus meiner Sicht derzeit gut abgesichert.

Der Blick auf die berühmte Waterfront von Halifax

Die Region rund um Halifax in Kanada (Nova Scotia)  ist der Top-Standort von Markus Miller außerhalb Europas!

Wie sieht es denn außerhalb Europas aus?

Markus Miller: In Übersee ist Kanada mein Favorit – ein Land, rohstoffreich, gigantisch groß, mit intakter Demographie und ohne Migrationsprobleme. Das Land hat ideale Rahmenbedingen – sowohl von der rechtlichen Struktur als auch von den wirtschaftlichen Voraussetzungen. Von Frankfurt aus kann die Ostküste zudem innerhalb von nur 6,5 Flugstunden erreicht werden. Natürlich gibt es auch andere attraktive Länder – z.B. Paraguay in Südamerika oder Singapur in Asien –, aber die sind doch sehr weit weg von Deutschland.

Sie selbst leben auf Mallorca. Ist das auch eine Alternative?

Markus Miller: Nein, ich würde keinen Quadratmeter Grund auf Mallorca kaufen. Hier gibt es eine Partei – Podemos – vergleichbar der Syriza in Griechenland. Auf Mallorca bin ich wegen der Lebensqualität – Wetter, Meer, Berge, Infrastruktur, Flugverbindungen, die gesamten Rahmenbedingungen. Aber wenn sich hier die politischen Rahmenbedingungen verschlechtern sollten, dann stöpsle ich halt übermorgen meinen Laptop in Kanada ein.

Flexibilität ist das höchste Gut. Mallorca ist ein idealer Standort zum Leben, aber nicht zum Investieren. Sie sehen, man kann die Lebensentscheidungen durchaus von den Investitionsentscheidungen trennen. Sollte die EU in welcher Art und Weise auch immer untergehen, gibt es dennoch auch zukünftig attraktive Alternativen!

Welche Alternativen für ein zweites Standbein gibt es, ohne gleich die Zelte komplett abbrechen zu müssen?

Markus Miller: Der ESM und die Europäische Bankenunion führen dazu, dass die EU zur Haftungs- und Umverteilungsgemeinschaft wird. Hier muss sich jeder deutsche Bankkunde fragen: „Will ich das überhaupt?“ Zukünftig haftet nicht mehr der Steuerzahler für Banken – was positiv ist –, sondern der Aktionär, aber auch der Bankkunde und Kontoinhaber.

Um diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen, sollte aus meiner Sicht jeder Bürger ein Konto und/oder Wertpapierdepot außerhalb der Europäischen Bankenunion haben – z. B. in der Schweiz oder in Liechtenstein. Das geht ganz einfach und man muss auch keine großen Anlagesummen mehr mitbringen wie in der Vergangenheit.

Neben diesen bekannten Entwicklungen gibt es ja auch neue restriktive Gesetze unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle. Können Sie dazu etwas sagen?

Markus Miller: Ja, da gibt es z.B. das Kulturschutzgesetz, das bei enger Auslegung gravierende Konsequenzen haben könnte – etwa, dass Münzsammlungen meldepflichtig würden. Es gibt auch Tendenzen zu einer Meldepflicht für Schmuck. Die Zielrichtung des Staates ist klar: Er erweitert die Bemessungsgrundlage in Richtung mobile Sachwerte.

Zudem erwarte ich die Abschaffung der Abgeltungssteuer zugunsten einer Rückkehr zur Progressionsbesteuerung oder eine drastische Erhöhung des Steuersatzes – deutliche Steuererhöhungen also für Vermögensbesitzer und Kapitalanleger. Daneben besteht die Finanzielle Repression fort.

Marus_Miller

Markus Miller: Chefanalyst und Chefredakteur von www.kapitalschutz.me

Kommen wir zu konkreten Anlagen. Worauf achten Sie besonders?

Markus Miller: Das Wichtigste ist heute Diversifikation. Wir leben in einer hochkomplexen Welt, in der es immer schwieriger wird, risikoadjustierte Erträge zu erwirtschaften. Ein wichtiger Baustein sind reale Anlagen, die sowohl einen inneren Wert als auch eine große Zukunftsfähigkeit aufweisen. Dazu zählen Aktien und Edelmetalle, aber auch mobile Sachwerte wie Diamanten oder ausgesuchte Anlageuhren. In jedem Fall muss der Anleger sein individuelles Risikoprofil kennen – passt die Vermögensstruktur zur Risikotragfähigkeit?

Können Sie unabhängig von diesen individuellen Kriterien eine allgemeine Richtschnur geben?

Markus Miller: Die allgemeine Richtschnur ist, dass man ein ausgewogenes Verhältnis seiner Kapitalanlagen anstreben sollte. Das hört sich relativ einfach an, in der Praxis stellt sich aber heraus, dass viele Menschen ihre Sachwerte und Geldwerte völlig falsch beurteilen, weil sie beispielsweise bei den Sachwerten ihr Immobilienvermögen und bei den Geldwerten ihre Rentenanwartschaften nicht berücksichtigen. Zur Diversifikation gehört auch eine geographische und eine rechtliche Streuung – also etwa Aktien im Schweizer Depot und Edelmetalle in Liechtenstein.

Zur individuellen Situation gehören auch die persönlichen Risiken. Was ist hier Ihre Einschätzung?

Markus Miller: Ich stelle immer wieder fest, dass viele Menschen Sorge vor globalen Risiken wie Euro-Krise oder Terror haben. Die wesentlich wahrscheinlicheren Risiken, die jeder Mensch hat, werden jedoch vernachlässigt – Krebs, Herzinfarkt oder Alzheimer-Demenz. Solche Langlebigkeitsrisiken lassen ich beispielsweise über „Dread Disease“-Versicherungen abdecken. So hat man in schwerer Zeit eine Sorge weniger.

Haben sie trotz solcher bedrückenden Themen einen positiven Ausblick?

Markus Miller: Selbstverständlich. Ich bin weder ein Schwarzseher noch ein Weltuntergangsprophet, sondern ein rationaler Analytiker der das Leben liebt. Lebensqualität ist die höchste Rendite, die ein Mensch erzielen kann und sollte auch für Anleger das oberste Ziel sein. Alles andere sind nur Bausteine, um dieses Ziel zu erreichen

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Freiheits-Index: Deutschland zwischen Litauen und Ruanda!

economic-freedom-of-the-world-2015-infographicSehr geehrte Damen und Herren,
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Ende des Jahres 2014 wurde zuletzt die Studie „Economic Freedom of the World“ veröffentlicht. Eine Länder-Rangliste in Bezug auf die wirtschaftliche Freiheit. Diese fundierte Auswertung fasst das Maß der wirtschaftlichen Freiheit von 152 Ländern weltweit in einem Index zusammen. Die wichtigsten Eckpunkte dieses Freiheits-Index sind dabei rechtliche Rahmenbedingungen und andere Kriterien, die Sie als Staatsbürger und Privatanleger nicht hoch genug wertschätzen können. Die Grafik des Fraser Instituts gibt zusätzlich einen schnellen, globalen Überblick.

Wirtschaftliche Freiheit und Rechtssicherheit sind in Deutschland stark rückläufig

Der Freiheits-Index setzt sich zusammen aus der individuellen Handlungsfreiheit in einem Land, den freiwilligen Austauschbeziehungen, dem freien Wettbewerb und der Sicherheit privater Eigentumsrechte. Deutschland rutschte bei diesen Werten aufgrund der ausufernden Euro-Rettungspolitik in den letzten Jahren immer weiter ab. Es klingt fast unglaublich, aber Deutschland liegt derzeit in diesem Ranking der wirtschaftlichen Freiheit auf Rang 28. Damit befindet sich Deutschland zwischen den Staaten Litauen auf Platz 27 und Ruanda auf Rang 29.

Die Sicherheit der privaten Eigentumsrechte in Deutschland ist in Gefahr

Die Gründe für diese negativen Entwicklungen liegen in der immer stärkeren Einmischung des deutschen Staates in das Wirtschaftssystem durch massive Transfers und Subventionen. Im Gegensatz zur erfolgreichen sozialen Marktwirtschaft der Vergangenheit sind das planwirtschaftliche Maßnahmen.

Zusätzlich ist eine Erosion der wirtschaftlichen Freiheit in Deutschland zu beobachten, und zwar in den sehr wichtigen Bereichen des Rechts- und Eigentumsschutzes sowie der ausufernden Geldpolitik. Die EZB hat ihre so wichtige Unabhängigkeit spätestens seit der Amtsübernahme durch Mario Draghi verloren.

Die aktuellen Entwicklungen in der Flüchtlingskrise sind in der damaligen Studie natürlich nicht berücksichtigt. Diese werden dazu führen, dass Deutschland in der Rangliste noch weiter abfallen wird. Beispielsweise durch neue Gesetze, die die Beschlagnahme von privaten Immobilien für Flüchtlingsunterkünfte ermöglichen. Die beiden Stadtstaaten Bremen und Hamburg haben als erste Bundesländer derartige Eigentumseingriffe bereits verabschiedet.

Freiheits_Übersicht

TIPP: Die interaktive 2015 Economic Freedom Heat Map finden Sie auf der Internetseite: http://www.heritage.org/index/heatmap

Steuern auf Kapitaleinkünfte werden stark erhöht

Ein Spitzenverdiener muss heute in Deutschland auf sein Arbeitseinkommen 45 % Einkommensteuern zahlen. Ein Multimillionär hingegen auf seine Kapitaleinkünfte lediglich 25 % Abgeltungsteuer.

Die niedrige Abgeltungsteuer sollte ursprünglich verhindern, dass immer mehr Bundesbürger ihr Geld ins Ausland schaffen und nicht ordnungsgemäß versteuern. Durch den automatischen Informationsaustausch, der spätestens ab 2017 weltweit Anwendung findet, ist dieses staatliche Problem gelöst.

Daher kann die Abgeltungsteuer wieder erhöht werden. Ich erwarte mittelfristig auf Sicht von zwei bis drei Jahren entweder eine massive Erhöhung der Abgeltungsteuer auf mindestens 35 %, oder deren Abschaffung durch Rückkehr zur Progressionsbesteuerung nach dem persönlichen Steuersatz wie bei den Löhnen und Gehältern.

Immobilien: Grund- und Grunderwerbsteuern werden ebenfalls steigen

Die Beschlagnahmegesetze aus Hamburg und Bremen verdeutlichen, dass gerade Immobilienbesitzer staatlichen Repressalien und Zwangsmaßnahmen relativ ungeschützt ausgeliefert sind. Die Grunderwerbsteuern zahlreicher Bundesländer haben sich in den letzten Jahren bereits annähernd verdoppelt.

Die Grundsteuer, als rein bodenbezogene Steuer (Bodenzins), ist eine der ältesten Steuerarten, die es gibt. Aus staatlicher Sicht ist die Grundsteuer am einfachsten zu erfassen und zu erheben.

Ich erwarte, dass die kommunalen Grundsteuer-Hebesätze in naher Zukunft vor massiven Erhöhungen stehen. Die Finanzlage der Kommunen ist teilweise dramatisch. Die Flüchtlingskrise stellt viele Gemeinden vor zusätzliche finanzielle Herausforderungen. Diese Kosten müssen getragen werden, die zur Verfügung stehenden Mittel des Bundes sind dabei aber begrenzt.

GrundsteuernEinzelne Gemeinden haben die Grundsteuern bereits verdreifacht

Es gibt bereits erste warnende Beispiele. Im hessischen Nauheim wurde die Grundsteuer bereits zum 1. Januar 2014 verdreifacht. Ich habe bei meinen Recherchen zahlreiche Gemeinden gefunden, in denen in den letzten Jahren die Grundsteuern verdoppelt wurden.

Wenn wir die Grundsteuersätze aus den USA zum Vorbild nehmen – hier trägt die Grundsteuer 12 % zum Staatshaushalt bei, in Deutschland lediglich 2 % – dann würde Deutschland vor einer Erhöhung der Grundsteuer um 500 % stehen. Ich beurteile derart massive Steuererhöhungen bei den Grundsteuern als absolut realistisch.

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Viele Bürger hinterfragen mittlerweile die Sicherheit von Betongold. In meiner kommenden Januar-Ausgabe von Kapitalschutz vertraulich finden meine Abonnenten und Leser: Die 6 wichtigsten Kapitalschutz-Strategien für Immobilieneigentümer.

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